Wir machten heute das beste aus der personalmangelbedingten Gruppenschließung der Zwillinge: Einen Paul-und-Zwillings-Ausflugstag. M ging normal in die Schule, Jott arbeitete aus dem Home Office.
Gegen Viertel Elf fuhren wir drei nach Mitte ins Naturkundemuseum. Auf dem Weg dorthin sahen wir Hochhäuser (G: „J! Schau mal, Hochäuser! Hast Du schonmal Hochhäuser gesehen?!“ – die kleinen Dorfis…), den Fernsehturm, die BSR-Demo nahe Hauptbahnhof, einen Fassadenkletterer und sehr viel Polizei. Vermutlich hätte ihnen das alles schon gereicht– aber es ging ja dann noch weiter.
Im Naturkundemuseum waren sie sehr begeistert von den Brachiosaurus-Skeletten in der Eingangshalle. Tristan ließ sie, anders als M vor gut viereinhalb Jahren, recht kalt– sie fanden die Tyrannosaurus-Projektionen an der Wand spannender. Große Begeisterung auch über die Nass-Sammlung. Ich war skeptisch, ob die nicht ein bisschen zu gruselig ist, aber sie waren total interessiert und schauten sich mit großen Augen die Exponate an. Auch die anliegende Ausstellung über Präparation sowie die ausgestellten Tiere fanden sie toll. Allerdings merkte ich da schon, dass sie schwächelten– aber nach zwei Stunden konnte ich das nachvollziehen, es waren ganz schön viele Eindrücke.





Wir gingen dann recht zügig raus– wenn ich eines gelernt habe, dann das es nichts bringt die Kinder bei der Stange halten zu wollen wenn sie keine Kapa mehr haben– und suchten uns was zum Mittagessen. Fündig wurden wir bei Porta Nova in unmittelbarer Nachbarschaft des Naturkundemuseums. Wir aßen jeder eine Pizza (J: Margherita; G: Salami; Ich: Porta Nova mit Rucola und Parmesan), tranken ’ne Limo und erholten uns. Den Kellner bezuckerten J und G, als sie sich für ihre Pizza mit einem fröhlichen „Grazie mille“ bedankten.
Nach Pizza und Ausruhen liefen wir zurück zum Bahnhof Friedrichstraße. Auf dem Weg sahen die beiden eine Wasserpumpe, die wir natürlich ausprobieren mussten; außerdem wollten sie unbedingt dem Lauf der Südpanke folgen der an einer Grundschule vorbeiführte, was die beiden sehr freute.


Die anschließende Bahnfahrt war recht ereignislos. Sie saßen auf ihren Sitzen, schauten in die Gegend und sahen aus als ob sie gleich einschlafen würden.
Gegen 15:30 Uhr waren wir wieder zu Hause und legten allesamt erstmal die Füße hoch.
Das war ein schöner Ausflug– den Kita-freien Tag haben wir gut genutzt.
Der Rest des Nachmittags war dann leider nicht ganz so entspannt. Offenbar war ihnen das Füße hochlegen nicht so bekommen, sie waren recht fordernd und für mich sehr anstrengend. Jott hatte die rettende Idee und ließ sie Darkwing Duck schauen, wodurch etwas Ruhe einkehrte und ich dann doch nochmal durchschnaufen konnte.
Abends mit Jott „Luden“ zu Ende geschaut– quasi einen Tag früher, weil sie am morgigen Freitag mit den Kindern ins Magdeburger Umland fahren wird während ich zu Hause bleibe.



