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Journal Mittwoch, 24.10.2018

Alle Kinder waren heute in der KiTa. Beim Abholen bestätigte sich, dass das so richtig war– alle Kinder waren (im Rahmen des machbaren, M ist halt momentan generell sehr weinerlich) fröhlich, haben gut gespielt, gut gegessen, gut geschlafen.

Die S-Bahn baut Anfang November zwischen Karlshorst/ Lichtenberg/ Ostkreuz/ Ostbahnhof/ Alexanderplatz (!) massiv an den Gleisen. Ich müsste auf Ersatz-Busse (!!) zurück greifen, um zur Arbeit zu kommen– und das ist ja nun wirklich keine Option im Berufsverkehr. Die Umfahrungsmöglichkeiten sind alle relativ umständlich, sodass ich mir das Okay meiner Teamleiterin eingeholt habe, in den anderthalb Wochen von zu Hause zu arbeiten. Wenn wichtige Termine anstehen, fahre ich trotzdem ins Büro, aber idealerweise nicht jeden Tag.

Wir sind im Büro angehalten, keinen Resturlaub ins neue Jahr zu nehmen. Weil ich noch ‘ne ganze Menge Tage übrig hab, wurde mir vorgeschlagen, doch mal einzelne Tage frei zu nehmen. Nur: Ich will das gar nicht. Ich find die Vorstellung derzeit richtig anstrengend, für ein, zwei Tage zu Hause zu sein. Ich brauch momentan meine festen, geregelten Abläufe. Abgesehen davon müsste ich die freien Tage irgendwie sinnvoll füllen, denn vergammeln kann und will ich sie nicht. Schon der Gedanke setzt mich ganz schön unter Druck…

Außerdem hab ich eh schon so viele Fehltage, da will ich nicht noch mehr fehlen.

Ich vergaß heute doch tatsächlich meine Draußen-Schuhe im Büro und spazierte mit den schicken Lederschuhen nach Hause. Das ist mir ja noch nie passiert.

Jott und ich mussten den Kühlschrank verschieben. Leider lag unter dem Kühlschrank eine Glasscherbe, gegen die ich meinen Finger drückte und mir tief in den Finger schnitt.
Ins Bad habe ich es noch, Bluttropfen hinterlassend, geschafft. Aber verarzten musste mich Jott– ich bin nicht sehr cool, wenn mir ein daumennagelgroßes Stück Haut vom blutigen Finger hängt… Mittendrin merkte ich nur, wie der Kreislauf absackte, und so musste ich mich doch tatsächlich erstmal hinsetzen und verschnaufen (das ist mir beinahe etwas peinlich– erzählen Sie es bitte nicht weiter).

Besonders unangenehm: Ich brauche den Finger zum Tippen.

Andererseits find ich das recht spannend. Wächst der Hautlappen wieder an? Fällt er ab?

G hat ein neues Wort gelernt: „Bauabaua“ heißt Bauarbeiter und es klingt unglaublich niedlich, wenn sie das sagt.
„Nachtisch“ kann sie übrigens klar und deutlich sagen. Prioritäten!

Was schön war: Unser Abendbrot war heute sehr entspannt, wir mussten nur zwei oder drei Mal die Kinder zur Ordnung rufen. Das zählt quasi gar nicht.

4 Antworten auf „Journal Mittwoch, 24.10.2018“

Was ich gerne mach – Urlaubstag aufteilen, zweimal früher gehen. Und mich dann mit einem Buch in irgendein Kaffee setzen und einfach mal in Ruhe lesen.. vielleicht könnte so etwas ja auch möglich sein/gut passen?

Die Urlaubstage gehen bestimmt noch für Kind krank diesen Herbst/ Winter drauf. So gibt‘s wenigstens nicht weniger Gehalt von der Krankenkasse für diese Zeit. Oder man macht nochmal eine Woche Urlaub zuhause oder im Brandenburgischen im November. Der Sommerurlaub ist doch schon wieder eine Weile her und Kita ist ja auch anstrengend für die Zwerge.

Gute Besserung. Ich habe kürzlich auch ein ziemlich grosses Stück Finger zu einem Hautlappen verarbeitet. Ist wieder problemlos angewachsen, im Moment einfach noch deutlich zu sehen. Die Chancen stehen gut, würde ich sagen.

Sehr geehrter Herr Paul,
ich habe mal in ähnlicher Situation Mittwoche freigenommen. Diese Verschnaufpause in der Wochenmitte hat mir gut gefallen.
Sicher findet sich ein Beschäftigung für die unerwarteten freien Stunden. Hausbau/Umzug/Wohnungsaufteilung planen? Cafes in der Umgebung durchtesten? Alle möglichen Laufstrecken zum nächsten Eis-Dealer mit Schrittzähler gehen?
Die Sprachentwicklung ist oft kurios. Mein Bruder startete angeblich mit „Eierbecher“, während Auto lange „Okko“ hießen.

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