Die Kinder machen uns fertig, soviel steht fest. Heute Vormittag war es wieder schlimm: Direkt nach dem Frühstück fing das Gekreische und Geheule an und steigerte sich den Vormittag über extrem. M, der nicht möchte, dass die Zwillinge sein Spielzeug nehmen, spielt natürlich genau da, wo auch die Zwillinge sind. Und besagte Zwillinge, tapsig wie zwei Bärenbabys, klettern und purzeln übereinander, finden das aber blöd und bekunden das lautstark. Gelegentlich klettern sie über M, der dann meist sofort in Tränen ausbricht… Kurz nach 10 Uhr waren Jott und ich jedenfalls bereits mit den Nerven am Ende, sodass ich die Kinder allesamt schnappte und mit ihnen eine Runde spazieren ging. Frische Luft hilft zum Glück immer noch. Unsere Mittagessenpläne cancelten wir auch und bestellten stattdessen indisch, wir erkauften uns gewissermaßen ein bisschen mehr Ruhe.
Nach dem Mittagessen wurde es dank Mittagsschlaf der Zwillinge und Ice Age für M besser, wir konnten etwas verschnaufen und die Wohnung für am Nachmittag erwarteten lieben Besuch vorbereiten. Als der wieder weg war, drehten die Kinder munter weiter am Rad. Selten war ich so froh, als alle drei im Bett waren, wie heute.
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Morgen gehen alle drei zusammen in die KiTa- Freude! Hatten wir lange nicht mehr.
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Das „Spiel“ der Kinder besteht momentan aus möglichst laut sein und viel Chaos anrichten. M, eigentlich recht ruhig und in der Lage, schon halbwegs „erschaffend“ und konstruktiv zu spielen, lässt sich davon anstecken. So herrscht hier in der Regel ein Geräuschpegel zum Davonlaufen. Der ständige Krach und die Verwüstung der Wohnung schlagen Jott und mir an guten Tagen nicht so sehr auf die Stimmung, an schlechten Tagen- so wie heute- sehr.
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14 Monate ist ein furchtbares Alter. Die Zwillinge sind wirklich kaum auszuhalten. Jott versicherte mir allerdings, dass es mit M in dem Alter genauso war… Hoffentlich kommt der Frühling bald, dann ziehen wir die Kinder warm an und setzen sie in den Sandkasten im Hof. Sollen sie da rumkrakeelen und Angst und Schrecken unter den dort lebenden Käfern verbreiten und unsere Nerven schonen.
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Heute nochmal Bilder. Sieht alles ruhig und entspannt aus, was aber nur daran liegt das in den Chaos-Momenten keine Zeit für Bilder ist…







9 Antworten auf „Journal Sonntag, 4.3.2018“
Lieber Paul ,
Ich habe selbst vier Kinder und auch so kleine …
ich kann es sehr nachempfinden den Lärm und all das und das die Nerven oft brach liegen. Heute habe ich meine Kinder auch drei mal total angepampt weil es nur Gequake und Geschrei gab… und ich schäme mich dann sovals Psychologin immer besonders arg…
Sie haben einen harten Job als Eltern mit drei kleinen Kindern . Und half es dass wir die familiensituation verändert haben . Das heißt ich habe reduziert… soll heißen , vielleicht muss man nach Lösungen schauen um Stress raus zu nehmen . Stellen Sie sich mal vor lieber Paul , ihre Kinder lesen in ein paar Jahren das, was sie hier über die Kinder schreiben ( auch wenn sie das nie lesen werden – aber es sehr um den Inhalt , das Gefühl , das in diesen Texten mit schwingt …€ Wie müssen die sich fühlen ? Es liest sich sehr krass… ich wollte Ihnen das schon lange mal schreiben aber ich möchte Sie nicht verletzen oder angreifen . Nur mal anregen darüber nachzudenken wie sich das liest…
Manchmal überdrehen Kinder auch wenn sie Zuviel tv sehen . Oh das klingt jetzt sicher so blöd wenn ich das schreibe , aber ihr Kleiner (M.) ist so alt wie meiner. Nur wenige Tage auseinander . Meiner hat bisher noch kein tv gesehen , auch wenn es noch manchmal in den Fingern kribbelt ( medialer Babysitter …) aber König der Löwen oder ice age sind Filme die für Schulkinder geeignet sind , nicht für einen knapp 3 jährigen… ich hoffe sehr , sie nehmen die Kritik nicht als Angriff sondern nur als Anregung …
ich wünsche Ihnen ganz viel Kraft mit ihren bezaubernden Kindern . Wild und laut und neugierig wie sie sind . Aber lebendig und gesund und bei Ihnen .
Alles Liebe und gute Gesundheit !
Sandra ( auch grad mit 3 kranken von 4 kindern sehr oft am seeeeeehr tief durchatmen …..)
@Filme:
Hier nur ein Kind, das täglich Video gucken darf und trotzdem problemlos schläft und tagsüber keinen Stress verursacht. Zumindest wenn alle gesund sind, das Kind genug Zeit zum Vorsichhinpusseln hat und mindestens einmal am Tag gelüftet wird.
Jedes Kind ist anders, und für manche passt, was für andere nicht passt.
@Herr Paul:
Auch wenn ein Blog sicher immer ein Ort zum Dampfablassen ist, muss ich Sandra an dieser Stelle zustimmen. Sie lesen sich seit einiger Zeit deutlich ausgelaugt. Vermutlich haben Sie aber schon alle Möglichkeiten durchgedacht, Ihr Stresslevel zu reduzieren…
Übrigens – ihre Wohnung sieht nicht wie ein Schlachtfeld aus, sondern nur wie eine Wohnung , in der gelebt und geliebt wird ;-) ….. ich finde es sieht sehr gemütlich bei Ihnen aus . Auch oder weil es so aussieht wie es aussieht :-)
Herr Paul, mir fällt auf, dass Sie immer mehr jammern. Ihre Wortwahl wird zusehends ruppiger. Als Leser bekomme ich ein ungutes Gefühl, wenn ich bestimmte Ausdrücke im Bezug auf Ihre Kinder lese. Hoffentlich gelingt es Ihnen, mehr Freude und Gelassenheit im Leben mit Ihren Kindern zu finden.
Manche Tage sind so andere Tage sind besser. Ich glaube sobald die Kinder in der Überzahl sind wird es schwieriger. Ihr macht das super. Raus und auch Druck rausnehmen wie mit M sind gute Sachen. Wer denkt ihr meckert viel, der hat das leider mit dem Tagebuch nicht verstanden und ich lese immer wieder die Zuneigung zu den Kindern durch. LG alu
Wow, na solche Kommentare wie den von Outoftheblue kann man ja brauchen wie einen Kropf, wenn man sowieso schon abgekämpft, gestresst und ausgelaugt ist… Herr Paul – ich hoffe, sie nehmen sich das nicht zu Herzen. Sie machen das toll! Eltern sind nunmal keine Superhelden und auch mal schlecht drauf. Das heißt doch nicht, dass man seine Kinder nicht trotzdem lieb hat… Liebe Grüße und alles Gute für Sie und die Familie!
Das Blog als öffentliches Tagebuch ist immer streitbar denke ich, gerade wenn Menschen darin vorkommen, die sich dazu selbst noch nicht äußern können.
Den Ton finde ich überhaupt nicht schlimm. Ist halt so, es ist nervig. Und: wenn der Frust verbalisiert wird, muss man ihn nicht mehr auf die Handlungsebene bringen. Das gilt für öffentliche genauso wie für private Tagebücher.
also ich meine zu verstehen wie herr paul das meint und alles halb so schlimm.
weiter so.
kann ja jeder selbst entscheiden, wo man so klickt in diesem internetz.
Hallo alle zusammen, ich hab da was zu geschrieben.