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Journal Montag, 30.1.2017

Auf die langsam abklingende Grippe hat sich eine Nasennebenhöhlen-Entzündung gesetzt. Ich schlief die Nacht daher eher schlecht, bis ich heute morgen auf den Trichter kam, doch einfach eine Schmerztablette zu nehmen. Dann gings, aber da musste ich schon mit Herrn Schnuffke zusammen aufstehen.

Ich bin vorerst bis Mittwoch krank geschrieben, weil ich tatsächlich nicht wüsste wie ich einen Arbeitstag durchhalten soll. Ich bin immer noch schweißgebadet, wenn ich morgens von der KiTa wiederkomme, und würde mich am liebsten ein paar Stunden hinlegen. Dass das wegen der Zwillinge nicht geht, macht die Sache nicht besser. Ab 3 Uhr morgens bis in den Nachmittag rein ist nämlich ihre unleidliche Zeit, d.h. da brauchen sie besonders viel Aufmerksamkeit und Bepuschelung.

Überhaupt, die Zwillinge. Jott und ich haben heute festgestellt, dass wir gar nicht großartig dazu kommen, uns über die Kinder zu freuen, weil ständig irgendwas ist. Immer heult einer, immer hat einer Bauchschmerzen, immer muss irgendwas gemacht werden. Das geht an die Substanz.
Wir haben beide übereinstimmend festgestellt, dass wir- zum derzeitigen Zeitpunkt- niemandem Zwillinge empfehlen können. Und das wir jedem, der uns sagt wie schön doch Zwillinge sind, auf die Mütze hauen.

Herr Schnuffke wollte heute Abend partout nicht einschlafen. Als er endlich im Bett lag, war es zwei Stunden später als sonst. Alle notwendigen Arbeiten im Haushalt blieben so liegen und mussten danach aufgeholt werden.
Wenigstens schliefen die Zwillinge in der Zeit ausnahmsweise mal zusammen und ohne, dass alle drei Minuten einer der beiden rumknuckert.

Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als eine Nacht ohne Unterbrechungen. Seit ein paar Nächten muss ich nämlich bei Herrn Schnuffke schlafen, weil der gesundheitlich angeschlagen ist (Infekt, Zähne, wasweißdennich), deswegen Abends und Nachts ständig aufwacht und jemanden zum Wiedereinschlafen braucht. In Verbindung mit der Grippe ist das suboptimal.

Jott und ich können uns nicht daran erinnern, schon mal so auf dem Zahnfleisch gegangen zu sein. Wenn nächsten Dienstag die Jugendamts-Tante ihren nachgeburtlichen Pflichttermin absolviert, werden wir uns vor ihr in den Staub schmeißen und um Hilfe bitten.
Die diversen Dienste- Wellcome, Känguru- sind äußerst schlecht erreichbar. Jott hat die ABs vollgesprochen, aber da meldet sich niemand.
Die Krankenkasse zögert die Haushaltshilfe weiter hinaus. Mitte Februar endet der Bezugszeitpunkt, Jott und ich haben die Hoffnung aufgegeben dass noch jemand kommt.

Was schön war: Abends schneite es große, dicke Flocken, und verwandelte die Straßen in ein Winterwunderland.

4 Antworten auf „Journal Montag, 30.1.2017“

Nasendusche, Paul, Nasendusche. Wieso hat mir das keiner vorher empfohlen? Ich habe auch mit jeder Erkältung eine Nebenhöhlenentzündung und dieses Mal hatte mir das eine Kollegin empfohlen.
Unfassbar befreiend :-D

gute Besserung

Es hilft euch überhaupt gar nicht, aber ich denke sehr viel an euch und schicke Kraft und Mut und Gesundheit. Alles Gute für den Termin mit dem Jugendamt… ich kann gar nicht fassen,dass keine Haushaltshilfe bewilligt wird. Das habe ich anders erlebt. Der Arzt/Ärztin zieht aber mit euch an einem Strang? Hoffentlich. Schon mal direkt bei der Krankenkasse angerufen und die Hölle heiß gemacht? Habe ich schon mal für eine Freundin,nachdem der Antrag abgelehnt wurde. Alles Gute, ich drücke die Daumen!

Hallo & herzlich willkommen Maria! Na klar haben wir bei der KK angerufen. Die Sachbearbeiterin konnte oder wollte aber nur sagen, dass unser Antrag in der Widerspruchsabteilung hängt.
Danke fürs Daumendrücken.

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