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Journal Mittwoch, 8.7.2020

Dreiviertel Sieben mit J aufgestanden. Während er auf Kika Elefant und Maus guckte, konnte ich den Blogbeitrag für Dienstag schreiben und das Frühstück für den Rest der Familie vorbereiten. Als nächstes kamen G und Jotts Mama, dann irgendwann M und Jott weckten wir zum Frühstück.
Was übrigens den Start in den Urlaubstag unglaublich viel besser macht:

Ja, wir haben sowohl die Kaffeemühle als auch die Kaffeemaschine als auch den Kaffee mitgenommen. Das letzte Jahr war uns eine Lehre– da war die Kaffeemaschine unterpowert und brauchte eine Dreiviertelstunde, bis der Kaffee durchgelaufen war.

Vormittags spazierten wir alle auf dem Deichweg nach Zingst, um uns die Seebrücke und das Ortsinnere anzuschauen. Wobei „spazieren“ das falsche Wort ist– wir kämpften uns vielmehr durch den Wind, der auch gestern wieder ziemlich blies.
Auf der Seebrücke hielten wir es nicht lange aus, ungeschützt war der Wind wesentlich stärker und die Kinder beschwerten sich, dass ihnen kalt sei. So blieb es bei eimnmal Seebrücke hoch und runter laufen, ein paar Fotos machen und der Tauchergondel beim Abtauchen zuschauen. Ich würd da auch gern mal rein, allerdings weiß ich nicht ob es eine gute Idee ist mit Fremden eine halbe Stunde in einem geschlossenen Raum zu stecken. Wenn irgendwo Virus-Aerosole rumschwirren können, dann doch bestimmt dort?


Wieder runter von der Seebrücke durften die Kinder eine Runde Karussell fahren, es gab ein Stärkungseis für alle und dann erkundeten wir Zingst.

Große Freude meinerseits, weil ich große Mengen Kirschen an einem Kirschstand kaufen konnte.

Mit zunehmenden Tagesverlauf wurden die Kinder immer quengeliger und rebellischer. Auch ein kleiner Snack zwischendurch konnte daran nichts ändern, die Stimmung kippte. J quengelte und steigerte sich in einen Bock hinein, weil er gefühlt zu kurz kam bzw. ungerecht behandelt wurde (M hoppste über drei Steine weg und balancierte auf einem Rasenkantenstein, J wollte auch, kam aber nicht dazu und verweigerte sich im Anschluss allen Balancier-Möglichkeiten) und G heulte, weil sie von drei Erwachsenen zusammengefaltet wurde weil sie partout nicht hörte.
Weil wir noch einkaufen mussten für das Abendessen– Grillfleisch und -würste in tierisch und vegan– teilten wir uns also auf– Jott und ich gingen mit zwei heulenden und bockenden Kindern ins Ferienhaus zurück. Zu allem Überfluss fiel G auch noch hin und schlug sich das Knie auf. Als sie deswegen auf den Arm durfte, brannten bei J vollends die Sicherungen durch und wir mussten mit einem brüllenden, gelegentlich um sich schlagenden Kind das mantraartig „Auf Mamas Arm!“ wiederholte während seine Schwester vor Schmerzen weinte und schniefte, durch halb Zingst laufen. Im Ferienhaus selbst beruhigte er sich ebenfalls nicht, sondern bockte, heulte und schrie weiter. Er hat dann die Augen zu, wiederholt immer wieder das selbe und ist völlig in seiner Welt, aus der er nur rauskommt wenn er bekommt was er woll (was wir aus naheliegenden Gründen aber nicht geben möchten). Absolut zum Kotzen, Jott und ich waren vollends bedient.
Irgendwann und irgendwie schaffte Jott es dann doch, ihn zu beruhigen und wir beschlossen, erstmal eine etwas verspätete Mittagsruhe einzulegen um alle zu verschnaufen. Als wir alle ein bisschen geruht hatten, gingen Jotts Mama und ich mit den Kindern an den Strand. Zum Baden war es eindeutig zu kalt (14°C Luft, 16°C Wasser), aber mit den Füßen rein war okay.


Lange hielten wir es allerdings nicht aus, und als J einmal ins Wasser gefallen war kehrten wir zum Ferienhaus zurück.

Abends gemeinsames Grillen, im windgeschützten Hof ließ es sich ein bisschen aushalten.

Später dann allein spazieren gewesen während Jott die Kinder ins Bett brachte. Podcast hören und laufen halfen, den Tag zu verarbeiten.

2 Antworten auf „Journal Mittwoch, 8.7.2020“

Hört sich nicht so megaentspannt an. :-(
Wir hatten heut ne schöne Wanderung – mit dauerhaft nörgelnden Kindern – die von einem Loch im Kopf beim 4-Jährigen und Besuch beim Arzt mit Tackern endete. Auch nicht so prickelnd…

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