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Journal Dienstag, 7.7.2020

Die erste Nacht im Ferienhaus war gut: Die Kinder schliefen, wie sie schlafen sollten– M und J in ihrem Zimmer in ihren Betten, G in ihrem Bett neben Jotts Mama, Jott und ich in unserem Zimmer. Es war recht frisch, wir hörten das Meer rauschen und es war echt finster (das sind wir aus Berlin nicht gewohnt), und so schliefen wir gut und lange (zumindest ich, Jott wachte kurz nach 7 auf, ich erst halb Neun).
Nach einen ausgiebigen Frühstück gingen wir– Jott, ihre Mama, ich– mit den Kindern auf einen großen Spielplatz nahe des Ferienhauses, um dort ein bisschen Zeit totzuschlagen. Es war nämlich noch recht frisch und bedeckt, was sich aber gegen Mittag ändern sollte.

Als die Sonne dann etwas länger raus kam, gingen wir ins Ferienhaus zurück, packten unsere Siebensachen in den hauseigenen Bollerwagen und zogen mit Sack und Pack zum Strand. Heute war es etwas frischer als gestern (Luft 16°C, Wasser 17°C), aber in der Sonne und hinter dem Windfang ging es leidlich.

Am Strand dann das volle Sommerprogramm: Baden, Buddeln, in der Sonne liegen, immer wieder und wieder vor den Wellen auf den höheren Strand flüchten und dabei doch langsam nass werden, Kleckerburgen bauen, Löcher graben, Muscheln sammeln, Eis und Pommes essen…
Die Kinder hatten einen Heidenrespekt vor dem Wasser und den Wellen, das war auch ganz gut so. Direkt beim ersten Anbaden wurde M– das Wasser war knietief– von einer Welle umgeschobst und kam dann gar nicht so schnell wieder auf die Beine, weil der Sog recht stark war und beständig neue Wellen anrollten. Großer Schreck für ihn, der aber nicht lange vorhielt– die Verlockung des Wassers war zu groß.
Die Zwillinge, vor allem J, ließen sich unter großen Quieken durch die Wellen ziehen und hüpften an unserer Hand auch selbst durch. Immer und immer wieder, sehr ausdauernd. Wirklich lange draußen waren sie nie, nach spätestens einer Viertelstunde am und im Windfang ging es wieder runter ans Wasser.
Zwischendrin gab es Eis vom umherziehenden Eisverkäufer (früher war das deutlich günstiger… für vier– keins für mich, ich boykottierte die Mondpreise– Eise wurden 13!!! Euro fällig) und eine Portion geteilte Pommes (hoffentlich günstiger, beim Kauf war ich nicht dabei).

Gegen 16 Uhr zogen dann immer mehr Wolken auf, was wir als Zeichen nahmen aufzubrechen. Im Ferienhaus durften die Kinder eine Runde Analog-Fernsehen gucken (inklusive Verwunderung über nicht-auswählbare Sendungen und großer Begeisterung für die Werbung), Jott und ihre Mama fuhren nochmal Einkaufen und G und ich räumten den Bollerwagen aus. Nachdem er einigermaßen leer war, war Gs weitere Aufräumbereitschaft allerdings schlagartig zu Ende: So ein leerer Bollerwagen, den man umher schieben kann, ist definitiv spannender als auf den Wäscheständer zu hängende Badeklamotten, Handtücher, Strandtücher und Badeschuhe.

Nach Rückkehr von Jott und ihrer Mama gabs Abendessen. Die zwei Pakete Nudeln (1kg) reichten gerade so aus, Seeluft und Bewegung machten nicht nur die Kinder ordentlich hungrig. Anschließend Kinder ins Bett bringen– ihre üblichen Faxen haben sie von zu Hause mitgenommen, das war genauso ein Krampf wie immer– und dann wurde gekniffelt und Rommé gespielt.

Guter Tag, gern wieder.

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