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Journal Donnerstag, 13.10.2016

Post von der Hausverwaltung: Die Damen und Herren bedauern, keine Rückmeldung von uns bezüglich der Mitte August verkündeten Mieterhöhung bekommen zu haben.

Tja.

Schlaufüchse, wie wir sind, haben wir aber unseren Einspruch gegen genau diese Mieterhöhung als Einschreiben verschickt und können belegen, dass das Einschreiben zugestellt wurde.
Jott schrieb also erstmal eine E-Mail, in der wir um Stellungnahme binnen sieben Werktagen bitten.

Mal gucken, was da noch passiert.

Unsere Nachbarn von oben, deren Miete ebenfalls erhöht werden soll und die ebenfalls Einspruch eingelegt hatten, bekamen von der Hausverwaltung einen Erpresserbrief: Entweder sie akzeptieren die moderate Mieterhöhung oder aber die Hausverwaltung sieht sich gezwungen, die Miete komplett neu zu berechnen. Das Dachgeschoss, in dem unsere Nachbarn wohnen, sei nämlich bei einer Renovierung des Hauses nachträglich bewohnbar gemacht worden und demzufolge kein Altbau, sondern ein Neubau- und da übersteige die Miete die 1000 Euro kalt.
Was für dreiste *****geigen.

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Herr Schnuffke wurde heute geimpft. Der Husten ist halt, da Kindergartenkinder im dem Alter haben eben ständig Infekte und schniefen und husten und sind angeschlagen. Solange der Husten nicht trocken ist und Herr Schnuffke kein Fieber bekommt, sollen wir uns keine Sorgen machen, beschied die Ärztin. Außerdem könne das in der Erkältungssaison noch schlimmer werden und halte vermutlich bis zum März des nächsten Jahres an.

Ich bin da etwas skeptisch- teilweise hustet Herr Schnuffke so stark, dass ich befürchte das er gleich zerspringt.

Für die nächsten 72 Stunden ist er nun besonders anfällig für Infekte, zudem war er über den Tag wohl etwas quengeliger als sonst. Kann sein, dass das schon von der Impfung kommt, kann aber auch sein das er von der Abkehr vom normalen Tagesablauf irritiert ist.

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Punkt 16 Uhr klappte ich im Büro den Rechner zu, lief hinunter zum Hausvogteiplatz und wartete auf meine Verabredung: Die Rabenfamilie, die auf ihrem Weg von Trondheim nach Bielefeld Zwischenstation in Berlin machten.
Ich war sehr gespannt, sollte ich doch heute Frau Rabe samt der beiden Kinder wiedersehen und zusätzlich noch Herrn Rabe persönlich kennen lernen.

Als die vier ankamen, tranken wir einen Kaffee im Coffee Shop am Hausvogteiplatz, besprachen kurz das weitere Vorgehen und machten uns auf den Weg ins Driss im Wunderland. Das hatte ich bei der Abstimmung zu unserem Treffen auf Twitter als geeigneten Ort vorgeschlagen, dabei aber leider nicht so ganz bedacht dass wir ja erst einmal dort hingelangen mussten- und das dauert vom Hausvogteiplatz aus schonmal 30 bis 40 Minuten.
Im Driss im Wunderland konnten die beiden Kinder spielen, während wir Großen eine Kleinigkeit aßen und uns unterhielten. Das war schön.

Herr Schnuffke und Jott, die eventuell hätten dazustoßen können, sagten leider ab. Beide waren angeschlagen, und den nun besonders anfälligen Herrn Schnuffke dem Bazillencocktail eines Familiencafés ausetzen schien Jott und mir keine gute Idee.

Beim nächsten Mal. Und dann auch mit Herrn Schnuffkes Geschwistern.

Nach einer guten Stunde brachen wir wieder auf und fuhren zum Hauptbahnhof. Dort warteten wir gemeinsam auf den ICE, ich verabschiedete die Rabenfamilie und fuhr nach Hause.

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Nachdem Herr Schnuffke eingeschlafen war, probierte ich einen Nasensauger aus, er schnorchelte arg vor sich hin. Wenn er wach ist, habe ich keine Chance, die Nase auszusaugen, er zappelt und dreht den Kopf weg. Im Schlaf sollte das einfacher sein, dachte ich. Aber Pustekuchen- kaum berührte der Saugkopf seine Nase, drehte er sich im Schlaf weg.
Ich würde gern mal sehen, wie das bei Babys und Kleinkindern funktionieren soll.

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Als ich so auf die Rabenfamilie wartete, bekam ich einen kleinen Vorgeschmack auf das Wetter für das nächste halbe Jahr: Kalt und windig, nur der Regen fehlte noch. Zum Glück war ich halbwegs warm eingepackt, nur die Mütze fehlte. Die wird morgen früh aufgesetzt.

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Was schön war: Das Treffen mit der Rabenfamilie.

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Journal Mittwoch, 12.10.2016

Kein 12 von 12 heute, an Bürotagen ist es ziemlich schwierig wirklich 12 Bilder vom Tag zu schießen, die sich nicht wiederholen oder zu langweilig sind.

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Herr Schnuffke ist mal wieder etwas stärker erkältet. Die laufende Nase und gelegentliches Husten sind ja inzwischen normal und keine Meldung mehr wert (so schnell stumpft man ab…). Leider hat sich der Husten in den letzten paar Tagen wieder verschlimmert, er bellt hundserbärmlich. Der Husten ist zwar „produktiv“, aber mal ehrlich, soviel Schleim kann niemand in den Atemwegen haben.

Morgen soll er eigentlich seine zweite MMR-Impfung erhalten, mal gucken ob das möglich ist. Ich habe Jott jedenfalls gebeten, bei der Kinderärztin nachzufragen ob das wirklich noch normaler Husten ist oder schon wieder in irgendwas unschöneres abdriftet.

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Wir haben in drei Wochen im Büro eine sehr, sehr große Code-Auslieferung, an der wir seit längerer Zeit arbeiten. So kurz vor Ende der Deadline nimmt das Stresslevel zu, und damit verbunden auch der Geräuschpegel. Zudem wird der Umgangston etwas rauer.

Ich freue mich, wenn der Auslieferungs-Zeitpunkt vorüber ist und das normale Tagesgeschäft wieder Einzug hält.

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Jedes Mal, wenn ich „The Soulforged“ von Blind Guardian höre (das ist oft, es ist eines meiner Lieblingslieder), möchte ich die Dragonlance-Saga lesen. Das Lied handelt vom Leben des Raistlin Majere, eines Zauberes aus der Welt der Dragonlance-Saga. Ich lese (oder vielmehr las, seit ungefähr zwei Jahren lese ich nur noch online) solche Werke ungemein gern und kann mich da sehr tief drin verlieren. Jedenfalls klingen die Wikipedia-Artikel zu Dragonlance und auch Raistlin Majere spannend und wecken jedes Mal aufs neue meine Neugierde.

Nachdem ich es gerade anhörte, machte ich Nägel mit Köpfen und bestellte mir endlich Band 1 und 2 der Raistlin Chronicles. Das ist auf jeden Fall ein Anfang.

In 7 bis 21 Werktagen (Lieferung aus den USA) sollen sie eintreffen, ich freu mich drauf.

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Offenbar habe ich eine Bastelmama geheiratet.

In der KiTa ist Anfang November Lichterfest. Die Kinder laufen mit Laternen über den Gendarmenmarkt, begleitet von einer Musikkapelle und Polizei mit Blaulicht. Als Jott davon hörte, war sie Feuer und Flamme- endlich könnte sie eine Laterne basteln! Meine Einwände, dass wir die auch einfach kaufen können (ich bastle nicht), wurden beiseite gewischt.

Gestern und heute wurde gebastelt, das Ergebnis ist wunderschön geworden. Beinahe zu schön, ich will gar nicht dran denken was Herr Schnuffke mit der Laterne anstellt.

Eine Laterne in Form eines stilisierten Igels
Igellaterne und Zwillingsbabybauch.

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Was schön war: Herr Schnuffkes Begeisterung beim Spielen mit einem elektrischen Teelicht auf dem Weg zur Arbeit.

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Journal Dienstag, 11.10.2016

Das frühe Schlafen gehen gestern war gut, ich fühlte mich heute morgen tatsächlich etwas erholter.

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Momentan ist das Führen dieses Blogs ein Krampf. Die Worte wollen einfach nicht raus, mitunter lösche ich ganze Absätze weil sie mir nicht gefallen und einfach nicht ausdrücken, was ich eigentlich schreiben will. Zusätzlich dauert das Schreiben unglaublich lange, das ist nicht so wirklich produktiv.

Ich hoffe, das vergeht recht schnell wieder.

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Herr Schnuffke ist wieder bei uns, meine Eltern brachten ihn heute am Nachmittag zurück zu uns. Beim Nachhausekommen wurde ich von ihm begrüßt, er zeigte mir sehr aufgeregt sein neues Spielzeug: Ein elektrisches Teelicht, das Jott von Ikea mitgebracht hat und in einer Laterne für das KiTa-Lichterfest einbauen möchte. So begeistert war er lange nicht mehr.

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Jott war heute im St. Joseph in Tempelhof, um sich für die Geburt anzumelden. Es sind nur noch ungefähr zehn Wochen bis zum errechneten Entbindungstermin, das ist quasi übermorgen.
Die Namensfindung macht keine Fortschritte, ich schiebe das gerade vor mir her. Es macht einfach nicht Klick.

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Was schön war: Ein „Hurra, es funktioniert wie gedacht!“-Moment beim Arbeiten.

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Journal Montag, 10.10.2016

Doofer Bürotag, Kind an Großeltern verkauft, mir ist kalt- ich schnapp mir jetzt was zu lesen und leg mich mit ’ner heißen Zitrone ins Bett.

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Journal Freitag, 7.10.2016

Große Überraschung heute Nacht: Gegen 4 Uhr wachte ich auf, weil das Babyphone ansprang und nicht so ganz eindeutig identifizierbare Geräusche durchkamen. Es klang nach einem wachen Kind, das aber nicht weinte, sondern eher beschäftigt wirkte.
Aus der Angst heraus, dass Herr Schnuffke aus seinem inzwischen gitterlosen Bett über den Rausfallschutz klettert und fällt, schlich ich also nachsehen. Und tatsächlich: Herr Schnuffke war wach und hatte sich bereits zur Hälfte auf das neben seinem Bett stehende Luftbett (da legen Jott oder ich uns beim Zubettbringen Abends rauf) gezogen. Gut, dass das Bett da steht, und noch besser das ich nachgeschaut hatte- das Luftbett ist höher als Herr Schnuffkes Bett, wenn er da runtergefallen wäre hätte er sich ordentlich wehtun können. Des Schlafsackes wegen ist er nicht ganz so agil wie ohne, das versteht er aber noch nicht.

Ich hab ihn dann rübergeholt und zwischen Jott und mich gelegt, nach fünf Minuten schlief er wieder und wir auch.

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Ich hab mich ja am Mittwoch über den lästigen, ewig langen Einschlaf-Kampf aufgeregt. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille: Sobald Herr Schnuffke am Abend schläft, schläft er erstmal. Wir hatten schon seit längerer Zeit das unverschämte Glück, Abends tatsächlich nicht mehr zu ihm gehen zu müssen weil er wach wird und weint. Das ist total schön.

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Herr Schnuffke mäkelt derzeit am Frühstück herum. Er isst weder sein Kinder-Müsli noch mein Müsli noch warmen Milchreis mit Apfelmus und Zimt. Stattdessen beharrt er seit ein paar Tagen auf „Apa“ (Apfel) und is(s)t erst zufrieden, wenn er mindestens einen halben Apfel gegessen hat.
In der KiTa aß er die Woche morgens ebenfalls kaum etwas, die Brotbüchse kam kaum angetastet nach Hause zurück (außer heute).

Dafür haut er Abends rein wie ein Scheunendrescher und isst mindestens genauso viel wie Jott oder ich.

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Die Haushaltshilfe war heute das zweite Mal da. Bereits die beiden Besuche haben uns unglaublich viel Arbeit abgenommen und tragen erheblich zu unserer Entspannung bei. Ich hoffe, sie bleibt uns noch eine Weile erhalten.

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Weil wir das Wochenende nur Morgens und Abends zu Hause sein werden, bestellten wir gestern Abend erstmals beim neuen Kaufland-Lieferservice. Der liefert seit Donnerstag in Berlin Lebensmitteleinkäufe aus, wir gehören also zu den Versuchskaninchen.
Eigentlich wollten wir, wie immer, bei Rewe bestellen- deren Lieferservice kennen wir, das ist ’ne solide Sache und eigentlich immer ganz gut. Donnerstag Abend allerdings war mindestens die Hälfte der von uns benötigten Artikel nicht vorrätig, sodass wir nicht über den Mindestbestellwert kamen. Da erinnerte ich mich an die Kaufland-Lieferautos, die ich in der vergangenen Woche mehrmals sah, und so kam es eben über einiges Recherchieren zur Kaufland-Bestellung.
Laut Jott lief es gut, der Kaufland-Liefermensch war zuvorkommender als der Rewe-Liefermensch, trug Jott die Taschen in die Küche und nahm außerdem noch die Pfandflaschen mit- beides wird bei einer Rewe-Lieferung nicht gemacht.
Preislich ist Kaufland etwas günstiger als Rewe, die Eigenmarken machens. Auch ein Pluspunkt.

Da die ersten drei Bestellungen bei Kaufland kostenlos geliefert werden, probieren wir das noch mindestens zwei Mal aus. Mal gucken, ob es wieder so gut läuft.

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Im Büro war es heute etwas chaotisch: Deadlines, spontan abgesagte Meetings, überraschende Telefonate… Nicht schön und einer guten Entwicklungsarbeit nicht zuträglich.

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Die ständige Einbeziehung Herrn Schnuffkes in alle möglichen Tätigkeiten in der KiTa und zu Hause bewirkt, dass er erstaunlich selbstständig ist und im Rahmen seiner Möglichkeiten sehr viel allein oder zumindest mit nur wenig Hilfe erledigen kann. Er hält seine Windel beim Wickeln, zieht sich selbst an und aus (Schuhe, Socken, Jacken, die Hosen kann er runter und hoch ziehen), läuft auf Bitten hin in die entsprechenden Räume, kann sich die Hände waschen und Dinge und Sachen wegräumen.
Das macht vieles einfacher, und ich habe das Gefühl das ihm das sehr viel Spaß bereitet und Befriedigung verschafft.

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Was schön war: Zusammen mit Jott Gotham gucken und die Ruhe genießen.

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Journal Donnerstag, 6.10.2016

Herr Schnuffke wurde in der KiTa von einem anderen Kind in den Zeigefinger der rechten Hand gebissen. Offenbar so böse, dass die Erzieherinnen einschreiten (trösten, kühlen) mussten und ein Eintrag ins Unfallbuch der Gruppe notwendig war.
Der Finger ist noch leicht gerötet, Herr Schnuffke hat aber anscheinend keine Schmerzen- er bewegt den Finger ganz normal und lässt ihn auch anfassen und begutachten.

Morgen werde ich auf die Herausgabe des Namens des Beißer-Kindes drängen UND GRAUSAME RACHE FÜR DEN ANGEKNABBERTEN ZEIGEFINGER MEINES KLEINEN UNSCHULDIGEN BABYS NEHMEN.

Eventuell übertreibe ich etwas. Aber nur eventuell.

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Jott war wieder beim Frauenarzt. Die Zwillinge sind mopsfidel, groß und schwer und eifern ihrem Bruder Herrn Schnuffke nach. Der war während der Schwangerschaft auch mopsfidel, groß und schwer und kam am Ende mit 4000g auf 56cm zur Welt.

Jott ist etwas beunruhigt, sie sieht sich schon in Schwangerschaftswoche 38 mit zwei vier Kilo schweren Kindern im Bauch auf die Geburtseinleitung warten.

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Wir konnten Herrn Schnuffkes Kinderwagen losschlagen. Wir brauchen ihn ja nicht mehr, für die Zwillinge kaufen wir einen Zwillingskinderwagen.
Der „alte“ Kinderwagen (anderthalb Jahre alt, sogar noch mit Garantie) war seit einigen Wochen bei Ebay Kleinanzeigen eingestellt, wurde aber trotz Preisreduzierung nicht gekauft. Heute Vormittag kontaktierte jemand Jott, kam am Nachmittag vorbei und kaufte den Kinderwagen.
Was lange währt, wird gut- endlich steht das Ding nicht mehr im Wohnzimmer.

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In der KiTa fand der erste Elternabend statt. Es wurde aus dem KiTa-Alltag der Gruppe berichtet (die Kinder essen und schlafen die meiste Zeit), über die pädagogischen Ziele informiert (hauptsächlich die Anleitung zur Selbstständigkeit), Elternvertreter und Kassenwart gewählt (ich bins nicht) und Organisatorisches geklärt (keine Lebensmittel für die Gruppe mitbringen, die eine ununterbrochene Kühlkette erfordern; an Geburtstagen dürfen die Eltern ruhig Deko- KEIN! Konfetti- mitbringen; es gibt ein Kind dessen Nahrung halal sein sollte und ein Kind, das sich vegetarisch ernährt, weswegen idealerweise mitgebrachte Speisen kein Schweinefleisch/ Gelatine/ etc. enthalten und noch idealererweise rein pflanzlich sind; und noch einiges mehr).

Das war insgesamt spannend, interessant und vor allem kurz und prägnant gehalten. Nach nicht ganz einer Stunde war der Elternabend vorbei und ich konnte nach Hause zu Jott und Herrn Schnuffke (wurde heute nochmal von meiner Mama abgeholt) fahren.

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Gestern war erstmalig die Haushaltshilfe hier und ging Jott zur Hand. Jott ist zufrieden, ich demzufolge auch.

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Was schön war: Herr Schnuffke schlief heute bereits nach einer halben Stunde. Das Herumzappeln und Drehen hielt sich einigermaßen in Grenzen.

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Journal Dienstag, 4.10.2016

Manchmal macht mich das Kind wahnsinnig. So auch in der Nacht zu heute. Als Jott und ich nämlich gerade zu Bett gehen wollten, wachte Herr Schnuffke auf und wurde von mir in unser Bett geholt. Dort gings dann los: Er drehte sich alle Nase lang, wälzte sich von Jott zu mir und wieder zurück, versuchte seine Hände unter uns zu stecken und betatschte, krabbelte und kniff unsere Arme.
Jott ist da sehr duldsam, mich macht es wahnsinnig. Ich finde diese Angewohnheit furchtbar nervig, und wenn ich müde bin und schlafen möchte umso mehr. Es gibt nämlich kein wirkliches Mittel dagegen, das Rumgefummel hört erst auf wenn Herr Schnuffke eingeschlafen ist. Und das dauert natürlich, weil er sich durchs drehen, wälzen und anfassen selbst wach hält und nicht in den Schlaf findet.
Irgendwann hatte ich die Faxen dicke und bin ins Wohnzimmer ausgewichen- allein, Jott wollte Herrn Schnuffke nach der langen Trennung bei sich behalten. Ich war nicht sonderlich traurig drüber.

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Wieder emsiges Arbeiten im Büro, nur unterbrochen von einem sehr langen Telefonat mit einem unserer Kunden sowie der anschließenden Nachbearbeitung des Telefonats. Irre, wie fix anderthalb Stunden vergehen können.

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Dienstag ist im Büro Meeting-Tag, der letzte Termin endet normalerweise 17 Uhr, sodass ich erst zwischen 17:15 Uhr und 17:30 Uhr aus dem Büro komme. Damit Herr Schnuffke am Dienstag nicht so ewig lange in der KiTa ist, wird ihn in Zukunft meine Mama abholen und zu Jott bringen. So muss ich nicht aus dem Büro hetzen, Herr Schnuffke sieht seine Großmutter regelmäßig und kann zur normalen Abholzeit mit ihr nach Hause fahren.

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Ich habe vor, die Zwillinge nach Möglichkeit viel zu tragen. Leider scheint der Markt für Zwillingstragen sehr überschaubar zu sein. Wobei „überschaubar“ schon arg euphemistisch ist- ich fand nur eine einzige Trage. Und zu der steht in den meisten Reviews, dass sie nur für kleine Kinder bzw. wenige Wochen nach der Geburt hilfreich war, weil die Gewichtsverteilung ungünstig und die Schultergurte zu dünn sind.
Die meisten Zwillingstrageeltern benutzen Tücher oder Slings, und das ist absolutes Neuland für mich. Ich hatte eigentlich gehofft, wieder sowas tolles wie die Bondolino zu finden, aber scheinbar gibt es die nicht für Zwillinge.
Ich bin nun am Überlegen, ob ich nicht einfach mal eine Trageberatung mitmache und je nach Ergebnis Tücher ausprobiere. Bislang schreckt mich nämlich die Wickeltechnik, vielleicht kann die Trageberatung die ja ausräumen.

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Die Namensfindung für die Zwillinge macht Fortschritte. Mittlerweile sind wir bei ~20 Namen pro Geschlecht gelandet, die Listen werden überschaubarer.

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Ich wünschte, das ganze Jahr wäre ein Wetter wie heute. Der Herbst zeigte sich von seiner besten Seite: 15°C, ein bisschen Wind, Sonne und Wolken im Wechsel. Total toll.

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Heute gern gelesen: Den Kiezneurotiker zur Frauenquote beim Firmenfußballturnier und Anke Gröners Fangirl-Beitrag zu YouTuber Casey Neistat (mit den Videos bin ich allerdings noch nicht durch).

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Was schön war: Von der Geburt des kleinen Frischlings lesen. Alles Gute, lieber ben_!

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Journal Montag, 3.10.2016

So ein zusätzlicher freier Tag ist schon toll. Wir nutzten die Zeit, um entspannt und in Ruhe Kuchen und Brot zu backen, Granola zusammenzumischen, im Kinderzimmer nochmal zu streichen, die Wohnung flott zu machen und nochmal die Füße hochzulegen.
Am Nachmittag brachten meine Eltern Herrn Schnuffke zurück zu uns und blieben noch auf Kaffee und Kuchen, bevor sie wieder nach Hause fuhren.

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Zum Glück ist der September vorbei. Finanziell gesehen war es nämlich hart: Im August gab es kein Elterngeld mehr, sodass das halbe reguläre Gehalt aus dem August für einen vollen Monat reichen musste. Sparkonto/ meinen Rücklagen sei Dank funktionierte das, aber mit dem vollen Gehalt ists doch einfacher.

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Was schön war: Mit Herrn Schnuffke und Jott rumalbern.

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Journal Freitag, 30.9.2016

Erkältungsbedingt legte ich heute spontan einen Tag im Home Office ein. Nach dem Magen-Darm-Infekt vom letzten Wochenende war ich Dienstag und auch noch Mittwoch ein wenig schlapp und steckte mich an diesen Tagen scheinbar bei einem der vielen Krankheitsherde um mich herum (Herr Schnuffke, Jott, mehrere Arbeitskollegen) an. Gestern Abend ging ich mit Halsschmerzen zu Bett, sodass ich heute morgen spontan entschied, nicht ins Büro zu pendeln um mir ein wenig Ruhe zu gönnen. Die derzeitige Arbeit gibt das wunderbar her, sodass ich kein allzu schlechtes Gewissen hatte.

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Mit ein bisschen Glück arbeitete ich gestern zum letzten Mal Abends. Ab Oktober greift nämlich eine Anpassung meines Arbeitsvertrages: Meine Wochenarbeitszeit reduziert sich auf 35 Stunden. So kann ich Abends wieder Herrn Schnuffke ins Bett bringen und auch mal drei Handschläge mehr im Haushalt tun und muss das nicht Jott allein überlassen.

Ich verspreche mir von der reduzierten Arbeitszeit einerseits die Möglichkeit zu ein bisschen mehr Flexibilität in der Arbeitszeitgestaltung (ich komme morgens mal später/ gehe ’ne Stunde früher und häng die Zeit dann Abends ran) und andererseits eben die Möglichkeit, zu Hause tatsächlich „da“ zu sein und nicht nur anwesend.
Und natürlich ist das für mich gut- die Abendarbeit schlaucht ganz schön. Viel zu oft saß ich bis 22 Uhr arbeitend am Rechner, das war und ist kein erstrebenswerter Zustand für mich- zumindest nicht in Kombination mit dem frühen Aufstehen.

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Was schön war: Abends mit Jott auf der Couch die ersten drei Folgen der zweiten Staffel von Gotham am Stück gucken. Entspannt und ohne Störung.

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Journal Donnerstag, 29.9.2016

Gut geschlafen in der Nacht zu Donnerstag. Herr Schnuffke und ich zogen am Mittwoch Abend ins Wohnzimmer um, im Kinderzimmer hustete er sich nach einiger Zeit die Lunge aus dem Leib. Wir ahnen böses und untersuchen am Wochenende das, was wir für Stockflecken halten. Im Wohnzimmer schlief er wie ein Stein neben mir, ich demzufolge auch. Das war sehr schön nach einem Tag, an dem ich vor Müdigkeit beinahe im Stehen einschlief.

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Herr Schnuffke ist bös erkältet und etwas müder und anhänglicher als normalerweise. Das forderte seinen Tribut: In der S-Bahn schlief er heute morgen zum ersten Mal überhaupt seit dem regulären KiTa-Beginn ein. Die Fahrt war dadurch für uns beide entspannter, und in der KiTa hatte ich das Vergnügen ihn wachkuscheln zu können.

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Wir haben bis zum Montag kindfrei. Herr Schnuffke wurde von seinen Großeltern abgeholt, die ihn am Montag wieder zurückbringen. So ruhig wird es vermutlich nie wieder werden.

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Konzentriertes Arbeiten im Büro. Ich darf mich mal wieder als Entwickler betätigen, bei einem „kleinen“ Projekt ist Not am Mann. Das ist im Vergleich zur sonstigen Arbeit, die inzwischen zum Großteil aus einer Mischung aus Anforderungsmanagement, (technischen) Projektmanagement und Paul für alles besteht, sehr entspannt. Es ist nämlich ganz klar ersichtlich, was der Arbeitsauftrag ist, und ich muss nicht mit x Parteien Absprachen treffen, sondern kann einfach runter arbeiten.

Die Abwesenheit des Kindes traf sich daher ganz gut, ich hing Abends noch ein paar Überstunden heran um morgen einen besseren Stand vor einem Schulterblick durch den Kunden zu erstellen.

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Ab der nächsten Woche wird uns eine Haushaltshilfe unterstützen. Am Mittwoch wird sie das erste Mal bei uns sein und Jott zur Hand gehen. Die schafft/ darf bestimmte Dinge nicht mehr, und da ich von 7 bis 18 Uhr außer Haus bin und Abends arbeiten muss, kann ich auch nicht großartig mit anpacken. Ich freu mich, das wird hoffentlich eine Erleichterung.

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Man kann aus Kastanien Waschmittel herstellen. Supertoll, so lässt sich durch Herrn Schnuffkes Sammelleidenschaft eventuell sogar noch Geld sparen.

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Was schön war: Abends mit Jott durchs Forum bummeln, beim Dönermann des Vertrauens Abendbrot besorgen und dann nach Hause schlendern (schnell gehen gehört zu den Dingen, die Jott nicht mehr kann).