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Journal Samstag, 29.4.2017

Nach einem Paracetamol-Zäpfchen schlief M. die Nacht über recht gut, die erste Hälfte sogar im eigenen Bett. Heute Morgen hatte er nur noch 38,5°C Fieber, und im Laufe des Vormittags blieb die Temperatur konstant und sank zum Abend hin. Dafür begrüßte uns die Ursache des Infekts: Ein winziges Stückchen Eckzahn lugte links oben hervor.
M. selbst war heute deutlich munterer als gestern und musste am Nachmittag bereits wieder rausgehen und rumlaufen, weil er ansonsten nicht ausgelastet gewesen wäre.

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Um bei den Zwillingen nicht die selben Probleme beim Zubettbringen zu haben wie bei M., sorgen wir bei ihnen dafür, dass sie sich ans Einschlafen ohne Körperkontakt im eigenen Bett gewöhnen. Dazu legen wir sie jeder in sein Bett, ziehen eine Spieluhr auf, geben ihnen einen Nuckel und halten noch 10 bis 15 Minuten Händchen. Danach kriegt jeder einen Kuss und dann gehen wir aus dem Schlafzimmer.
Jott macht das bereits seit ein paar Tagen, ich habe es heute zum ersten Mal probiert. Es lief fantastisch- nach ungefähr 20 Minuten schliefen J. und G.. Ohne Schaukeln, ohne endloses Herumlaufen. Total großartig.

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Jott buk heute eine Apfeltarte, die unglaublich gut war. Eigentlich sollte es ein Irischer Apfelkuchen werden, aber der Teig reichte hinten und vorne nicht, und so improvisierte Jott. Die Tarte war der Hammer: Die Äpfel waren leicht karamellisiert, und auf dem Teig war eine dünne Schicht von dickflüssigen, süßen Apfelsaft. Ich muss mich arg zusammenreißen, nicht darüber herzufallen.

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Die Zwillinge wachten heute erst Nachts um halb Vier auf. Weil absehbar war, dass sie dadurch etwas länger als 5 Uhr/ 6 Uhr schlafen würden, stellte ich zur Feier des Tages den Wecker aus und konnte so bis Dreiviertel Sieben schlafen. Sehr erholsam.

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Seit einiger Zeit hilft M. Jott und mir beim Zubereiten der Mahlzeiten. Heute schnitten wir zusammen Kartoffeln in Spalten und hantierten dazu mit einem scharfen Messer herum. M. war Feuer und Flamme, sehr vorsichtig und sehr glücklich, als alle Kartoffeln kleingeschnitten waren.
Beim anschließenden Essen wollte er dann seine Kartoffelspalten selbst in kleine, mundgerechte Stücke schneiden- ich durfte (erst) nicht helfen und musste zusehen. Erst, als er an der Kartoffelschale scheiterte, durfte ich mit anfassen.

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M. kann jetzt hüpfen. Ein bisschen zumindest. Wir übten heute beim Nachmittagsspaziergang ein bisschen. Mir fiel dabei auf, dass ich seit mindestens 20 Jahren nicht mehr gehüpft bin- dementsprechend ungelenk sah das vermutlich aus… Aber M. hatte großen Spaß, als wir so um die Wette hüpften.

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8:30 Uhr guckten Jott und ich heute das erste Mal auf die Uhr, seufzten, und murmelten sowas wie „Noch 11 Stunden…“
Wenn alle drei Kinder gleichzeitig unserer Aufmerksamkeit bedürfen, ist das verdammt anstrengend.

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Es gibt ein Follow Up zum Notification-Artikel, den ich vor ein paar Tagen verlinkte: Living Better In The Age Of Notifications – How to be less distracted by your phones and pay more attention

Ich habe mir testweise eine App installiert, die meine Smartphone-Nutzung trackt. Ich bin einerseits sehr gespannt auf die Ergebnisse- und fürchte mich andererseits etwas davor.

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Was schön war: Das High Five mit Jott, als alle Kinder 19:30 Uhr schliefen.

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Journal Freitag, 28.4.2017

Was ich gestern vergaß: G. kann sich ebenfalls auf den Bauch drehen. Und im Gegensatz zu J. reicht ihr das nicht, nein. Sie möchte direkt losrobben: Kaum auf dem Bauch gelandet, hebt sie den Po hoch und strampelt mit den Beinen. J. ist da entspannter, er guckt sich auf dem Bauch die Gegend an und freut sich.

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Eine große Schwierigkeit bei drei so kleinen Kindern: Wenn eines krank wird, kann es mitunter schwer fallen, ihm die Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, die es braucht. M. geht es weiterhin dreckig (das Fieber sinkt nicht, wir müssen ihm regelmäßig Fiebersaft im Wechsel mit Zäpfchen geben), aber wir kommen kaum dazu ihm die Ruhe und Nähe zu geben die er braucht, weil ja auch noch die Zwillinge da sind… Ich werde die Zwillinge morgen sehr viel spazieren fahren, damit Jott und M. allein zu Hause sind und etwas Ruhe einkehren kann.

Wenn das Fieber morgen (das wäre Tag 3 mit nahezu 40°C Fieber) nicht sinkt, müssen wir eine Kinderarztpraxis finden, die am Wochenende geöffnet hat, oder aber direkt ins Krankenhaus fahren.

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Gestern Abend sehr leichtsinnig etwas zu lange wach geblieben. Den Fehler mache ich heute nicht noch einmal…

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Was schön war: J. und G. beim Herumpurzeln zuschauen.

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Journal Donnerstag, 27.4.2017

Heute erst mit allen drei Kindern zum Kinderarzt und danach (aus organisatorischen Gründen) mit M. zum Paul-Arzt. Ergebnis: Alle drei Kinder haben (vermutlich) den selben Infekt abbekommen. M. hat es am schlimmsten erwischt, der hustet und schnieft und hat sehr hohes Fieber. Im Laufe des Tages stieg es auf fast 40°C, sank allerdings nach Nurofen-Saft und dann nach einem sehr ausgiebigen Nachmittagsschlaf noch einmal.
Die Zwillinge haben zum Glück kein Fieber, husten und schniefen aber auch. Sehr schlimm klingt es bei J., der ist allerdings auch (bislang) das theatralischste der Kinder (wenn man das bei Säuglingen schon so sagen kann- er ist jedenfalls derjenige, der aus einer Mücke immer einen Elefanten macht).

Ich selbst bin für heute und morgen krank geschrieben und habe den Hinweis bekommen, mich zu erholen. Naja. Ich werde es wie bei der Grippe vor einem Vierteljahr handhaben: Fiebersenker/ Schmerzmittel und dann irgendwie durch den Tag kommen. Tatsächlich habe ich mich heute mehrmals ins Büro gewünscht, da ist es ruhiger und ohne die Pendelei wäre es auch erholsamer…

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Beim Warten auf die Ärztin haben wir die Gunst der Stunde genutzt und M. gemessen. Er ist mit seinen 22 Monaten inzwischen 91cm groß… Unser Riesenbaby.

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Jott bekam heute ein Paket mit einem Katzen-Stofftier, das sich M. direkt unter den Nagel riss. Weil Jott das Plüschtier aber erst waschen wollte, sagte sie das auch so. Und was passierte? M. kletterte vom Stuhl, nahm die Katze, lief ins Badezimmer, sagte zur Katze (oder zu sich, wer weiß das schon so genau) „Ärmel hoch!“, schob sich die Pullover-Ärmel hoch und wollte doch tatsächlich die Katze waschen. Das war das niedlichste, was er seit langem gemacht hat.

Etwas später wurde die Katze dann mit Weintrauben, Mango und Tomaten gefüttert.

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M.s Spracherwerb ist unglaublich. Er plappert nicht mehr nur nach, sondern bildet richtige Sätze, drückt Beobachtungen aus, formuliert seinen Willen und nutzt seit ein paar Tagen sogar Personalpronomen. Zwar noch nicht richtig, aber „Du“ und „Ich“ auseinanderhalten ist ja auch schwer.

Es ist unglaublich beeindruckend, ihm beim Lernen und Verstehen zuzusehen.

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Der geplante Regionalbahnhof in Köpenick braucht noch ein bisschen… Sehr schade.

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Was schön war: Definitiv die Katzen-Aktion. So süß!

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Journal Mittwoch, 26.4.2017

Irgendeiner fieser KiTa-Keim hat M. und mich erwischt. M. bekam gestern Abend Fieber, das den heutigen Tag über anhielt und bis auf 39,5°C stieg. Ich wachte heute morgen mit Halsschmerzen, Fieber und Kreislauf auf. Also kein Büro, keine KiTa.

Erholungsversuche zu Hause waren, bis auf eine kleine Pause am Vormittag, zum Scheitern verurteilt. Da war Jott mit den Zwillingen außer Haus und M. schlief auf mir ein, was ich nutzen konnte um ebenfalls 20 Minuten zu schlafen.

Zum Glück hab ich für die Nacht noch Tropfen der Grippe im Januar/ Februar. M. hat einen Schuss Nurofen-Saft bekommen und schläft, immer mal wieder unterbrochen von Husten-Anfällen.

Morgen gehen wir alle zum Arzt. Auch J. und G., die beiden husten und schniefen nämlich ganz schön vor sich hin.
Einzig Jott hat nichts, ich hoffe das bleibt so.

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Journal Dienstag, 25.4.2017

Die Zwillinge haben ab Mitte November einen KiTa-Platz in der KiTa von M.! HURRA! PARTY!

via GIPHY

Diesmal wird Jott wird die Eingewöhnung übernehmen. Das wird so spannend!

Ich wäre aber nicht ich, wenn ich mir nicht auch ein bisschen Sorgen machen würde: Zum Jahreswechsel sind die Zwillinge zwei Wochen aus der KiTa raus, zum neuen Jahr muss Jott wieder arbeiten… Da darf nichts unvorhergesehenes passieren.

Ach ja, ich rechne damit das wir Weihnachten 2017 alle krank sind weil die Zwillinge tödliche KiTa-Keime nach Hause bringen.

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Im Büro gestern und heute ingesamt so um die acht Stunden eine Aufgabe bearbeitet und als Ergebnis ungefähr drei Zeilen Code gelöscht und zwei Zeilen hinzugefügt (keine Untertreibung). Manchmal ist der Weg besonders steinig und schwer und die einfachste Lösung dann doch nicht ganz so einfach umzusetzen.

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Abends mit Money Money (kann ich sehr empfehlen) unser gemeinsames Wirtschaftskonto „verwaltet“. D.h. Ausgaben und Einnahmen kategorisiert, um endlich mal einen detaillierten Überblick vor allem über die Ausgaben zu bekommen. Wir wollen ja demnächst™ (wann auch immer das ist) in eine größere Wohnung umziehen und ein größeres Auto kaufen und da kann es so als ersten Schritt nicht schaden, möglichst detailliert über die Ausgaben Bescheid zu wissen- auch im Hinblick auf eventuelle Anpassungen am „Zahlungsmodell“ (also was Jott und ich pro Monat auf das Wirtschaftskonto überweisen).

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Bester Vergleich zum Ablegen schlafender Babys und Kleinkinder.

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Ein recht langer, aufschlussreicher Text über diverse Benachrichtigen (Apps, E-Mails, Chats- sie wissen schon). Weshalb es sie gibt, was sie mit unserem Gehirn machen: The Age of Notifications and Attention-Deficits

Ich stelle bei neuen Apps, Programmen und generell erst einmal alle Benachrichtigungen aus. Das führte dazu, dass Jott sich irgendwann über lange Reaktionszeiten bei WhatsApp beschwerte, weswegen ich sie gewissermaßen auf die Whitelist setzte. Aber ansonsten werden maximal die kleinen Badges mit der Anzahl der ungelesenen Benachrichtigungen angezeigt (und wenn ich die komplett ausschalten könnte, würde ich es tun)- mein Smartphone brummt und summt und bimmelt im Idealfall nicht. Weil es eben furchtbar ablenkt und gewissermaßen schreit „GUCK MICH AN“.

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Jott ist toll.

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Was schön war: Morgens ins Schlafzimmer kommen und die ganze Bande niedlich friedlich schlafend vorfindend.

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Journal Montag, 24.4.2017

J. hat sich heute erstmals allein auf den Bauch gedreht. 🎉🎊

Danach war er wohl etwas arg aufgeregt und musste von Jott beruhigt werden.

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M. und ich waren heute morgen so leise, dass Jott und G. bis Dreiviertel Sieben schlafen konnten. J. hatte ich gegen halb Sieben rausgeholt, der guckte mit großen Augen ins Halbdunkel, gluckste gelegentlich und freute sich (komisches Kind).

Sollten also mal alle Stricke reißen, werden wir Ninjas.

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Comic Panel: Instagram. So ungefähr läuft das hier teilweise mit den Bildern für 12von12 oder das Wochenende in Bildern ab- es sind eher schöne Momentaufnahmen.

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Was schön war: M. und ich waren rechtzeitig zu Hause, um bei der Abendfütterung mitmachen zu können. Also ich. M. wuselte währenddessen durchs Wohnzimmer.

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Journal Freitag, 21.4.2017

Dieser M.. Heute morgen zog er in der S-Bahn mit einem Mal seine Oberteile hoch, streckte seinen Bauch raus und rief „Kille Kille Dickibauchi“. Das wiederholte er noch drei, vier Mal, bis ich ihn dazu bewegen konnte damit aufzuhören.

Es hat mich viel Mühe gekostet, nicht die restliche Fahrt über zu lachen.

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In Anbetracht des Umstands, dass ab ~1 Uhr M. bei uns schlief, bekamen wir den Rest der Nacht noch verhältnismäßig viel Schlaf. Nachdem M. nämlich nach der Zwillingsfütterung (~2:15 Uhr) wieder eingeschlafen war, schlief er bis halb Sieben weiter. Und auch J. wachte erst gegen 6 Uhr auf. Einzig G. war die Ausreißerin: Ihre Nase war um 5 Uhr wieder verstopft (das häuft sich zu dieser Zeit, sehr merkwürdig), so dass sie und ich zusammen das Schlafzimmer verließen und eine vergnügte Stunde miteinander verbrachten.

Ich bin generell überrascht, wie gut es eigentlich nachts läuft. Mein tägliches Schlafpensum liegt zwischen fünf und sechs Stunden, das ist doch mehr als gedacht. Und wenn ich es jetzt noch schaffe, Abends früher ins Bett zu gehen, legt sich irgendwann eventuell auch mal die Müdigkeit.

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Apropos: Heute war es dann doch etwas schlimmer mit der Müdigkeit als die letzten Tage, was zu verschiedenen lustigen Vertippern („formularbieren“ statt „formulierbaren“ u.a.) im Büro führte…

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Abends kolossal genervt worden von J., der sich beim Einschlafen hin und her wand, versteifte, mittendrin kotzte und sich nicht entspannen wollte. Und danach von M., der eine geschlagene Stunde herumzappelte, sich immer wieder selbst hochputschte und einfach nicht runterkommen wollte. Ich mach sowas in Zukunft nicht mehr mit, das macht mich irre. Wenn er nach einer halben Stunde nicht schläft, soll er halt irgendwas in seinem Bett/ seinem Zimmer machen, aber dann ohne mich.

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Was schön war: Am Morgen in aller Ruhe mit G. herumalbern.

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Journal Donnerstag, 20.4.2017

Manchmal gibts so Tage, da ist das gerade alles zu viel. Die ewige Pendelei, der wenige Schlaf, dass Funktionieren müssen, die Arbeit, dass ich die Zwillinge unter der Woche eigentlich kaum sehe, dass die einzigen Zeiten mit M. unsere Bahnfahrten sind, dass Jott und ich uns bis auf ganz wenige Ausnahmen nur über Organisatorisches austauschen können…
Gestern war so ein Tag. Zusätzlich hatte ich Kopfschmerzen und dann war da noch M., der ohne Punkt und Komma herumplapperte und gestern so gar nicht hören wollte.

Ich tat also das einzig richtige: Nachdem die wichtigsten Erledigungen am Abend gemacht waren, ging ich halb Zehn ins Bett und schlief einfach alles weg.

Hat funktioniert, heute morgen sah die Welt besser aus.

Danke an all die netten Worte (und Klammern).

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M. wurde heute von seiner Erzieherin gelobt, weil er so toll aufs Klo geht (aus der Reihe „Dinge, über die sich nur Eltern freuen“). Das höre ich natürlich gern, scheint unser „Training“ doch Wirkung zu zeigen. Wir haben zu Hause jedenfalls auch großen Erfolg mit dem regelmäßigen Aufs-Klo-Setzen von M.
In der KiTa ist er wohl damit noch eines von ganz wenigen Kindern und demzufolge ein Vorbild in seiner KiTa-Gruppe, das andere Kinder zum Toilettengang animiert. Wenn M. nämlich aufs Klo geht, dackeln offenbar zwei, drei andere Kinder mit.

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Luxus kann einen ganz schön verwöhnen. Weil am Montag der Kaffee knapp wurde, brachte Jotts Papa eine Packung mit. Und die schmeckt auch ganz okay, aber… das gewisse Etwas fehlt, und nach dem Trinken bleibt so ein leicht unangenehmer Geschmack im Mund zurück, und etwas bitter ist er durch die sehr dunkle Röstung auch.
Ich freu mich auf den Limu (bester Kaffee <3), den ich am Wochenende wieder in die Mühle fülle.

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„I forgot how weird all of this is.“ – How to have sex when you have young children

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Wie Impfungen und Herdenimmunität funktionieren.

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Was schön war: Den Sonnenaufgang bei strahlend blauen Himmel verfolgen. Hieß zwar, das es wieder arschkalt war, aber es sah schön aus.

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Journal Mittwoch, 19.4.2017

Tage, an denen sich das alles als großer Fehler anfühlt.

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Journal Dienstag, 18.4.2017

Die Kinder waren in der Nacht gnädig zu uns. J. meckerte zwar gegen 23:30 Uhr etwas, ließ sich aber schnell beruhigen und schlief weiter. Gegen 3 Uhr wurde G. unruhiger, was wir zum Anlass nahmen, die Zwillinge zu wecken und zu füttern. Gerade als ich bei G. die Flasche absetzte, hörte ich M. durch das Babyfon „Papa?“ fragen- er schien allerdings im Schlaf zu sprechen, denn danach kam nichts mehr.
Von halb 4 bis um 5 konnten wir dann nochmal schlafen, dann jammerte G. wegen ihrer verstopften Nase. Weil das nur zehn Minuten vor meinem Weckerklingeln war, stand ich auf und nahm sie mit ins Badezimmer, um Jott noch ein bisschen Ruhe zu gönnen. Die feuchtheiße Luft beim Duschen schien G. gut zu tun, nachdem ich nämlich fertig geduscht hatte, war ihre Nase wieder frei und sie plapperte mich fröhlich an.
M. schlief bis halb 7 und schien mich des Nachts nicht vermisst zu haben. Und das beste: Als G. und ich ihn morgens weckten, war er muschelig warm; der Arm-und-Bein-Schlafsack scheint gut zu sein.

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M. hat seinen ersten 4-Wort-Satz gesagt: „J. auch Laster spielen“- gut anderthalb Monate nach dem ersten 3-Wort-Satz. So ein schlaues Kind.

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Die Zwillinge aßen heute insgesamt ein Gläschen Karottenbrei zum Mittag- inzwischen finden sie das richtig lecker. Jetzt muss sich nur noch ihre Verdauung an den Brei gewöhnen- momentan stinken ihre Pupse und die Windeln zum Himmel.

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Im Büro ließ ich mir von einer seit einer Woche verheirateten Kollegin von ihrer Hochzeit erzählen, freute mich sehr über ihre Begeisterung und dachte an fröhlich Jotts und meine Hochzeit vor mehr als fünf Jahren zurück.

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Herrn Buddenbohm ist der Beifang aus den Fugen geraten– zum Glück.

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In meinem Facebook-Feed tauchten diese Schwarzweiß-Fotos aus Berlin-Kreuzberg aus den Siebziger Jahren auf. So viele Ruinen! So autoleere Straßen! So viele Kinder, die einfach auf und mit der Straße spielen!

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Was M. so singt:

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Was schön war: Auf dem Heimweg saßen M. und ich in der S-Bahn neben einem älteren Herren, der- das vermute ich anhand von Aussehen und Akzent- noch nicht so lange in Deutschland lebte und, so denke ich, gut ein Syrien-Flüchtling gewesen sein könnte. Der jedenfalls war von M. begeistert, die beiden lachten sich an, M. winkte und freute sich, und dann zeigte mir der Mann Bilder seine sechs Kinder und zeigte sich angemessen beeindruckt von meinen 3en.
Wie es seinen Kindern geht und ob sie auch hier leben, konnte ich nicht mehr fragen, denn dann mussten wir aussteigen.