Kategorien
Journal

Journal Montag, 15.5.2017

Alle drei Kinder haben Brechdurchfall. Heute Nacht wars nicht so schön, vor allem für M. nicht- der durfte 4 Uhr morgens direkt baden gehen, während ich sein Bett neu machte. J. und G. haben wohl Glück im Unglück, sie schliefen recht lange und ohne größere Zwischenfälle- wenn man von G.s Übergeben auf Jott absieht.

Heute Vormittag gingen wir mit allen Kindern zum Arzt- ich brauch ja ’ne Krankschreibung auf eines der Kinder, damit ich zu Hause bleiben kann-, und als wir zurück kamen brachten wir das Kunststück fertig, alle Kinder gleichzeitig Mittagschlaf halten zu lassen. Dadurch konnten Jott und ich etwas rumpusseln.

Nachmittags gingen die Zwillinge und ich spazieren, während M. nach einem Schluck Nurofen-Saft (er hatte hohes Fieber und hing zu sehr durch) aufdrehte und fast zur alten Form zurück fand.

Insgesamt war das eine okaye Nacht und ein okayer Tag, es hätte weitaus schlimmer kommen können.

Jott und mir geht es zum Glück gut, hoffentlich bleibt das so.

Kategorien
Journal

Journal Donnerstag, 11.5.2017

Keine Zeit, keine Zeit, ich poste daher nur ein unglaublich niedliches, von Jott aufgenommenes Video.

https://www.instagram.com/p/BT5zRy1lV0u/

Kategorien
Journal

Journal Mittwoch, 10.5.2017

Knüppelharter Tag. Vormittags Rotieren im Büro (die geplanten Aufgaben mussten weiter nach hinten verschoben werden), dann schnell in die KiTa, M. abholen und nach Hause. Keine Zeit für den Nachmittagskaffee, deswegen bin ich seit ungefähr 16 Uhr bleiern müde. Nachmittags für die Dauer von Jotts Arztbesuch Kinderbetreuung. Ich hatte mich im Vorfeld mit unseren Nachbarn von oben verabredet; wir trafen uns mit allen Kindern im Innenhof. Die großen Kinder rannten umher und spielten im Sandkasten, die Zwillinge chillten im Kinderwagen und meckerten nur gelegentlich.

–

Die Zwillinge sind etwas größer als die kleine Tochter unserer Nachbarn, die ein halbes Jahr älter ist- und schwerer sowieso (<3 Moppeldickbabys).

–

Das Kackwetter freut zumindest M.: Überall sind Pfützen. Und in Pfützen kann man super reinspringen und rumplantschen. Macht er auch ausgiebig, unsere Wege verlängern sich dadurch massiv.

–

Wir haben eine nicht unbeträchtliche Steuer-Rückzahlung bekommen. Nehm ich gern jeden Monat.

–

M. durfte auf dem Heimweg in der S-Bahn keine Scheiben anlecken, und auch nicht laut und oft dagegenklatschen. Und rumkreischen auch nicht. Als ich ihn ermahnte, schmiss er sich auf den Boden und quengelte, als ich ihn hochhob weinte er sehr theatralisch.

Ich böser Vater…

–

Was schön war: Der Nachmittag im Hof mit allen drei Kindern und unseren Nachbarn.

Kategorien
Journal

Journal Dienstag, 9.5.2017

Was für’n Sch… Die Bahn war heute genauso voll wie gestern. Und am Ostkreuz fiel sogar noch ’ne Bahn aus, d.h. die Folge-S-Bahn war ebenfalls gerammelt voll. M. fuhr daher die meiste Zeit auf meinem Arm mit, damit er im Gewühl nicht versehentlich umgestoßen wurde/ durch die Beine abhaut und mich stehen lässt.

–

In der KiTagruppe ist der Magen-Darm-Infekt erneut aufgeflammt. Es ist zum Mäusemelken. Kann es nicht endlich mal wirklich Frühling und konstant schön werden, damit die ganzen schleichenden Infekte zum Erliegen kommen?

–

Eigentlich war ja geplant, im Büro die Aufgaben A und B zu bearbeiten. Daraus wurde leider nichts: Stattdessen verbrachte ich zwei Drittel des Tages mit Krisenkommunikation und Meetings, die länger wurden als geplant.

Dann eben morgen.

–

Wobei, vermutlich auch nicht: Morgen habe ich 1/2 Tag Urlaub und komme Mittags nach Hause. Jott hat einen Arzttermin und ich werde die drei Kinder betreuen.

–

Mit Chef und Teamleiterin ist abgestimmt, dass ich fortan bereits gegen 15:30 Uhr nach Hause gehen kann. Im Idealfall sind M. und ich so ~17 Uhr zu Hause. Wenn das der Fall ist, kann ich Jott bei der Abendfütterung der Zwillinge helfen.

Die fehlende halbe bis Dreiviertel Stunde hänge ich am Abend aus dem Home Office ran.

–

Die Zwillinge haben neue, größere Nuckel spendiert bekommen. Der erste ausgiebige Test am Abend war vielversprechend, sowohl J. als auch G. behielten den Nuckel länger im Mund und spuckten ihn nicht so fix aus.

–

Die großartigste Frau der Welt ist nun auch bei Twitter.

Zeit, alle verfänglichen Tweets zu löschen.

–

Was schön war: Von einer bevorstehenden Hochzeit (2018 ist auch bevorstehend) zu hören.

Kategorien
Journal

Journal Montag, 8.5.2017

Eine sehr ruhige Nacht. Ich wurde tatsächlich nur ein Mal wach als die Zwillinge gegen 3 Uhr Hunger bekamen. Ansonsten waren alle Kinder ruhig.

Und das, wo M. gestern Abend mehrmals hochschreckte und nach Mama verlangte… Wir hatten uns schon auf das schlimmste eingestellt. Schön, dass es nicht eintrat.

–

Heute wieder ohne Buggy in die KiTa. M. fands toll, ich leicht bis sehr stressig (so viel mehr zu beachten…). Ab sofort lass ich den Wagen zu Hause, es sei denn es regnet morgens Bindfäden.

So viel länger waren wir gar nicht unterwegs, pro Tour dürften es so ungefähr 15 Minuten sein. Ich treibe M. allerdings auch etwas an- ansonsten würde er ziemlich oft stehen bleiben…

–

Aus einem noch nicht ganz durchschaubaren Grund war die S3 heute besonders voll. Ich vermute, es hängt mit Gleisbauarbeiten der BVG und damit verbundenen Ersatzverkehr zusammen. Wenn ich richtig liege, werden die Bahnen die nächsten zwei Wochen weiterhin so voll sein… Da kommt der Buggyverzicht genau richtig, denn ohne benötigen wir weniger Platz.

–

M. und ich unterhielten auf dem Heimweg in der S-Bahn die Mitreisenden um uns herum. Ich las ihm Dr. Brumm steckt fest vor. Er kennt das Buch natürlich auswendig und kann die „special effects“ (besonders betonte Geräusche; Dr. Brumms lautes HAAAAATSCHI (Seite 15); das AAAAAUUUUOOOOOIII (Seite 9) wenn sich Dr. Brumm die Hand im Milchtopf verbrüht) mitsprechen und tat das auch- mit anderen Worten: Da saß also ein Kleinkind in der S-Bahn, rief „HAAAAATSCHI“ und „AAAAAUUUUOOOOOIII“ und „ZWOOOSCH DI PLAUZ“ und freute sich wie ein Schneekönig.

–

Mittags eine Nachricht von Jott: Ob ich denn heute bitte besonders pünktlich kommen könne, J. und G. würden den ganzen Tag schon schreien.

Oh Shit.

Also überschlug ich alle noch offenen Aufgaben, sagte Bescheid das ich ’ne halbe Stunde früher gehen würde, und ging ’ne halbe Stunde früher. M. und ich hatten Glück, wir trafen Jott zufällig auf ihrem Nachhauseweg vom Einkaufen. So konnte M. ihr Eis aufessen und ich die Babywannen in die Wohnung tragen.

Als wir dann alle in der Wohnung waren, gings allerdings- J. und G. waren bei Jotts Einkaufsrunde eingeschlafen und zu Hause recht umgänglich.

–

Abends die noch fehlenden Arbeitszeiten vom Tag nachgeholt und dafür Privatkram nicht geschafft. Hoffentlich dann morgen Abend.

–

Was schön war: Am Westin Grand auf unserem KiTa-Weg wird immer Musik gespielt- und M. tanzt öfter mal dazu. Bislang meist im Buggy, heute dann auf zwei Beinen. Papa musste auch, und so wackelten wir beide am Hotel vorbei.

Kategorien
Journal

Journal Donnerstag, 4.5.2017

M. verblüfft mich immer wieder. Heute morgen vor unserem Zahnarzt-Termin guckten wir eine Autozeitung an („Papa Auto gucken?!“). So weit, so gut (naja- Autozeitungen zählen nicht unbedingt zu meiner Lieblingslektüre). Aber: M. konnte mehrfach sagen, dass unterschiedliche Autos weiß oder blau oder rot waren. D.h. er zeigte, wenn ein blaues Auto in der Zeitung auftauchte, mit dem Finger drauf und sagte sowas wie „Auto blau“. So ein schlaues Kind :)

–

Überhaupt ist das gerade ein superspannendes Alter. Seine Fortschritte zu sehen ist unglaublich faszinierend. Wie er die Welt erkundet, wie er kommuniziert, zu verstehen versucht, seine Selbstständigkeit entdeckt… Total großartig.

–

Der Zahnarzttermin lief klasse (zumindest für M., ich habe zum ersten Mal seit X Jahren eine minikleine Karies-Stelle und muss nochmal hin). M. öffnete widerstandslos den Mund und ließ seine Zähne anschauen. Während meiner Untersuchung war er ein Vorzeige-Kind und durfte nach unserem Termin sogar in die Zahnarzt-Schatzkiste greifen und sich eine Zahnpasta aussuchen.

–

Weil es mir kürzlich auffiel: Bei M. haben wir ständig nach allen möglichen Entwicklungsschüben gegooglet, uns belesen und und und. Jetzt, mit drei Kindern, passiert das eigentlich gar nicht mehr. Irgendwas ist eh immer, Zeit haben wir auch nicht, und von daher vertrauen wir darauf das schon alles passt. Und viel haben wir ja auch bei M. gelernt.

–

M. wurde heute von meiner Mama abgeholt und wird ein verlängertes Wochenende im Brandenburgischen verbringen. Jott und ich haben also nur die Zwillinge zu versorgen und somit die nächsten Tage hoffentlich etwas mehr Luft als sonst.

Heute Abend jedenfalls schliefen die Kinder vor 19 Uhr, und die Wohnung war auch zum Großteil… „okay“.

–

Zur Zeiterfassung im Büro nutze ich derzeit Tyme2. Das ist ’ne schöne, aufgeräumte App, die aber einen Nachteil hat: Zum Erfassen von Zeiten muss ich die Erfassung manuell beginnen/ beenden. Das vergesse ich teilweise, und dann ist die Verwunderung am Nachmittag groß, was ich am Vormittag gemacht habe.
Daher fand ichs ganz spannend, als ich kürzlich über Timing 2 las. Timing 2 überwacht im Endeffekt den Rechner und trackt automatisch, was man so alles macht. Das geht runter bis auf die Inhalte in Apps, d.h. ich kann mir sogar auswerten lassen welche Websites ich besuchte und wieviel Zeit ich darauf verbrachte. Das ist einerseits gruselig, andererseits im Büro recht spannend.

Heute Abend installierte ich die App (irgendwas muss ich in der vielen freien Zeit ja machen) auf dem Privatrechner und schaue sie mir seitdem an. Morgen steht ein Test damit auf dem Arbeits-MacBook an, ich bin sehr gespannt.

–

Comic: Get Comfy. Weils mit M. beim Einschlafen und Abends und Nachts so furchtbar wahr ist.

–

Comic: Energy. Sehr gelacht, an Jott geschickt. Nicht mehr lange, und das wird hier auch so sein. Mit drei herumrennenden Kindern wird das sehr, sehr spaßig. Andererseits: Fitnessstudio und oder Sport brauchen wir so vermutlich nicht mehr.

–

Was schön war: Abends Döner essen mit Jott, während sich die Zwillinge im Hintergrund unterhielten.

Kategorien
Journal

Journal Mittwoch, 3.5.2017

Vier-Tage-Wochen sind großartig. Wieso wurde das noch nicht flächendeckend eingeführt?

–

Der Magen-Darm-Infekt in M.s KiTa-Gruppe flaut ab, heute gab es keine neuen Fälle. Scheint, als wäre M. zur genau richtigen Zeit seinem Zahn-Infekt erlegen. Glück im Unglück, quasi- auf ’ne neue Runde Übergeben und Durchfall kann ich sehr gut verzichten.

–

Weil wir nicht genug Baustellen haben, versuchen wir ab sofort, M. nachts nicht mehr ins Elternschlafzimmer zu holen, sondern ihn im Fall der Fälle in seinem Bett zu beruhigen, damit er dort weiterschläft. Bei uns im Ehebett zappelt er nämlich ewig rum und rückt vor allem Jott unglaublich auf die Pelle (ständiges Anfassen, klägliches „Maaamaaaa“-Rufen, am liebsten in den Bauch zurückkriechen). Das muss ja nicht sein.

Letzte Nacht haben wir das erstmals durchgezogen, so halb zumindest. Er kam nämlich erst zu uns ins Schlafzimmer, brachte Jott mit seinem Gezappel und Getue fast zur Weißglut- und da muss echt EINIGES passieren, Jott ist die Ruhe in Person- und wurde daher ausquartiert. Ich brachte ihn in sein Bett, setzte mich neben ihn und brauchte, glaube ich, nur so 15 Minuten, bis er wieder tief und fest schlief.

–

Beim Zusammensuchen von Unterlagen fand ich uralte Bilder von Jott und mir aus 2007. Da waren wir gerade frisch zusammen gekommen und noch blutjunge 20 Jahre alt. Heißt: Dieses Jahr bin ich 1/3 meines Lebens mit der großartigsten Frau der Welt zusammen <3

–

Die Zwillinge spachtelten heute jeweils ein Dreiviertel Gläschen Abendbrei weg, brauchten daher keine Flasche und schliefen Zehn nach Sieben in ihren Betten. So muss das.
19:45 Uhr schlief auch M., und weil Jott heute tagsüber schon ’ne ganze Menge vorbereiten konnte, hatten wir quasi ab 20 Uhr Freizeit.

–

Sehr gerührt über den wunderbaren Kommentar von Frau Nessy in ihrer kommentierten Linkliste:

Eines der besten Tagebuchblogs ist das von Herrn Paul. Herr Paul und seine Frau Jott wohnen in Berlin und haben drei Kinder im Windelalter, darunter Zwillinge. Ich bewundere die Familie (stellvertretend für viele Familien), denn es ist mir ein Rätsel, wie man mit so wenig Schlaf und einer so hohen Taktung beim Kinderversorgen, Arbeiten, Pendeln und Das-Leben-Organisieren klar kommen kann, ohne unmittelbar ein Burnout zu erleiden. […]

Hach. <3

–

Sehr anrührendes Video von Jimmy Kimmel über die Geburt und den Herzfehler seines Sohnes. Gegen Ende wird sehr deutlich, wie sehr Politik das Private beeinflussen kann.

Das Video erinnert mich daran, wie wir im Kreißsaal waren. Jott war dizzy vom Kaiserschnitt, ich wusste nicht so recht was so vor sich geht, und dann kam jemand zu uns und sagte, dass J. erstmal auf die Neonatologie muss, weil er unter der Geburt Sauerstoff-unterversorgt war und Probleme bei der Atmung hat. Scheiß Situation. Man sitzt liegt steht da und weiß erstmal nicht weiter.

–

Die wunderbare Kiki hat zur Feier ihres 10jährigen Twitter-Jubiläums ein gratis Bären-Downloadpaket veröffentlicht.

Danke :)

–

Was schön war: M.s Mütze war heut in der KiTa verschollen- und so hatte ihm seine Betreuerin fürs Rausgehen aus seinem großen weiten Schlauchschal ein Schal-Kopftuch gebastelt, damit die Ohren im kalten Wind nicht frieren. Sah großartig aus.

Kategorien
Journal

Journal Dienstag, 2.5.2017

Nachtrag zum gestern empfohlenen ewig langen Interview mit Florian Leibert: Ein Aspekt stieß mir ungut auf. Er sagt nämlich „Man muss heute aber kontinuierlich lernen und wachsen.“. Klingt ja erstmal gut, aber was, wenn man das nicht möchte/ kann? Solche Fälle gibt es offenbar in seiner Welt nicht.

–

Ohrwurm, den ganzen Tag schon:

–

Diese vermaledeiten Recruiter werden auch immer dreister. Ich bekomme bei Xing viele, viele Anfragen von Recruitern- ich habe Glück, Menschen mit meinem beruflichen Profil müssen sich keine großen Sorgen um den nächsten Job machen-, die meistens nur Spam (Massenanschreiben, wechselnde Anreden im Anschreiben, Schreibfehler) sind. Der Herr aus diesem Beispiel ist einer davon:

Sinngemäß so „Ja hömma, mach doch mal meinen Job für lau für mich!“

–

Nach Feststellung von M.s KiTa-Tauglichkeit (kein Fieber, normaler Husten, nicht zu weinerlich) am Morgen innerliches Champagner-Flaschen-Öffnen. Also nicht zu Hause bleiben, sondern ab in die KiTa/ ins Büro.

Jott und ich haben unisono festgestellt, dass wir zwar die Kinder ganz gern haben, es uns aber einfach nicht erfüllen würde, sie den ganzen Tag zu betreuen, und dass wir insgesamt doch ganz gern arbeiten gehen und die Kinder dann in guten Händen wissen möchten.

–

In M.s KiTa-Gruppe geht seit der vergangenen Woche ein Magen-Darm-Infekt um, heute war nur die Hälfte der Kinder anwesend.

Hoffentlich erwischt es uns nicht

–

Dieser M.. Beim Treppauflaufen zur Wohnung stellte er sich „Paaapaaaaa“quengelnd vor mich.

Ich so: „M., was willste?“
Er so: „…“
Ich so: „M, wenn Du was möchtest, sollst Du es sagen und nicht quengeln.“
Er so: „…“
Ich so: „Möchtest Du getragen werden? Dann sag das bi-“
Er so, freudestrahlend, quietschig, enthusiastisch, mich unterbrechend: „Jaaaaaaaaaaaaaaaaa“

Und dann musste ich lachen und konnte ihm nicht sagen, dass er doch nicht quengeln, sondern einfach Bescheid sagen soll.

–

Wenn M. gern mehr von etwas hätte, sagt er „Nuch mehr?“. Putziges Kind.

–

Heute beim Abendessen, Szene 1. M. hat sein Käsebrot gegessen und stellt fest, dass Jott und ich uns angeregt unterhalten und ihn gerade nicht beachten. Was macht das gerissene Kind? Streckt heimlich seine Hand nach dem Camenbert aus, greift sich das Stück und steckt es sich betont unauffällig in den Mund…

–

Heute beim Abendessen, Szene 2. M. so, nachdem er beim Camenbert-Moppsen erwischt wurde und gern noch mehr Käse hätte:

via GIPHY

Auf das „Nein, Du hattest gerade ein großes Stück!“ folgte eine Oscar-verdächtige vorgeschobene Unterlippe und ein „Wie kannst Du mir das antun?“-Blick.

So ein manipulatives kleines Kerlchen <3

–

Die Zwillinge bekamen heute Abend erstmals Abendbrei. Eigentlich sollte es den erst ab ungefähr Mitte Mai geben, aber aus Gründen (sie haben wohl beide recht viel rumgequengelt, sagte Jott), durften sie heute Brei essen. Mal gucken, wie es ihnen bekommt.

–

Den gestrigen Ausflug haben die beiden wesentlich besser verkraftet als beim letzten Mal (da folgte auf den Tag im Brandenburgischen eine sehr, sehr, sehr unruhige Nacht). Diesmal schliefen sie ganz normal und machten uns weniger Trubel als M.., der im Schlaf seine Roundhouse Kick Skills zu verbessern suchte.

–

Jott bekam nach einer Vertragsverlängerung ihr neues Handy zugeschickt und überließ mir großzügig ihr altes. Sobald ich Zeit für die Konfiguration habe, bin ich also im Besitz eines goldenen Samsung Galaxy S6 mit Blümchen-Cover.

–

Ganz großes Tool-Kopfschmerz-Fuckup im Büro. Etwas funktionierte nicht, beim Fehler suchen und beheben bekam ich ganz furchtbare Kopfschmerzen weil es so ein „Tool A hat Abhängigkeiten nach Programm B in Version C und läuft nur bei Vollmond“-Ding war.

Dieser ganze Computerkram kann schon ordentlich nerven. Wie meinte ein Kollege neulich auf meine Feststellung, dass etwas ganz bestimmt funktionieren wird weil wir es nur von A nach B kopieren und zum Laufen bringen? „Aber das ist IT, irgendwas funktioniert immer nicht“.

–

In Gedanken bei der Schlimmen Helena. Viel Kraft.

–

Was schön war: Die Zwillinge waren Dank Jotts Kinder-müde-Spiel-Fähigkeiten superfix eingeschlafen, und dann war auch kaum noch was zu erledigen in der Küche. Ich wiederhol mich, aber Jott ist definitiv toll.

Kategorien
Journal

Journal Montag, 1.5.2017

In den Mai tanzte hier zum Glück niemand, zum Monatswechsel schliefen wir alle recht ruhig im Schlafzimmer und träumten von Sonne, blauen Himmel und Temperaturen über 15°C.

–

Wir verbrachten den Tag bei meinen Eltern im Brandenburgischen. Die vier zusätzlichen Hände, die bei Kindesbetreuung und Kochen anpackten, sorgten für eine entspannte Zeit.

–

Was, wenn es anfängt zu denken?:

Der Deutsche Florian Leibert entwickelt das Betriebssystem der nächsten industriellen Revolution. Wie gerät man aus einer Schweinfurter Informatik-AG ins Silicon Valley?

Irrer Lebenslauf. Krasser Typ. Und tatsächlich ein Werdegang, der eher nach Film als nach Realität klingt. Aber das ist in dem Bereich ja häufiger so.

–

Ganz andere Ecke: Das Herz des Kirmesboxens

Die Boxbude von Charly Schultz ist derzeit auf der Frankfurter Dippemess – die eigentliche Show ist der Betreiber.

Kenn ich nicht, fand ich spannend.

–

Was schön war: Am Ende des Tages nur so halb-k.o. zu sein.

Kategorien
Journal

Journal Sonntag, 30.4.2017

Nachtrag zu gestern: Natürlich lassen wir die Zwillinge nach dem Rausgehen nicht allein. Sobald einer von beiden weint oder jammert, gehen wir wieder rein, beruhigen ihn/ sie und gehen wieder raus. Idealerweise, ohne ihn/ sie hochnehmen zu müssen, aber wenn es gar nicht anders geht auch mit Hochnehmen.

Im Endeffekt sollen die Zwillinge über kurz oder lang lernen, sich selbst mit ihren Kuscheltieren/ Nuckeln zu beruhigen und in der Gewissheit, dass die Eltern da sind wenn was ist, einschlafen.

Heute lief das Zubettbringen übrigens ziemlich schlecht. G. war noch sehr aufgeregt von ihrem ganzen Herumgerolle am Tag, wollte im Bett weiterrollen. Sie kam nicht zur Ruhe und hielt mit ihrem Gemecker J. vom Schlafen ab. Ich musste mehrmals rein, nach einer Weile übernahm zum Glück Jott.

–

Halb Acht an einem Sonntag Morgen sind die Straßen arg leer. Ich weiß das, weil ich mit den Zwillingen spazieren war.
J. hatte mich kurz nach 6 Uhr geweckt, und weil Jott und M. und G. noch friedlich schliefen, nahm ich den leise vor sich hin glucksenden J., ging Duschen, schlich zurück ins Schlafzimmer und nahm die vorbereiteten Flaschen und auch G. mit nach draußen. Nachdem ich G. wachgekuschelt hatte, fütterte ich die beiden- dank der Wippen geht das gleichzeitig-, zog ihnen die Schlafanzüge aus und die Tagesbekleidung an und spazierte mit ihnen erst zum Bäcker und dann durch das noch schlafende Köpenick.

Halb 9 rief dann Jott an, wir verabredeten uns zum Frühstück um 9 Uhr zu Hause.

–

Nach der 10-Uhr-Fütterung zog ich wieder mit den Zwillingen los. Jott und M. bereiteten in der Zwischenzeit das Mittagessen vor, und als ich kurz nach 12 Uhr wieder zu Hause war, gabs Chicken tikka Masala nach Jamie Oliver.
Bis dahin war der Tag recht entspannt (aus meiner Sicht zumindest, Jott habe ich noch nicht gefragt), aber ab da ging es bis zum Abend bergab. Im Endeffekt hatte es damit zu tun, dass ab dem Mittag alle drei Kinder wieder zusammen waren, der mittagschlaflose M. hundemüde und quengelig war, und wir keine richtige Ruhe in den Laden reinbekamen.
Kurzzeitig entspannt war die Lage nur, als die Zwillinge im Wagen schliefen und M. ein Schokoeis aß (wir fuhren Nachmittags alle 5 zu Da Dalt nach Friedrichshagen, um die Kinder nochmal an die frische Luft zu bringen). Danach war wieder Chaos.

–

Morgen fahren wir zu meinen Eltern ins Brandenburgische. Jott und ich brauchen etwas Entlastung. Die 5 Tage mit allen drei Kindern schlauchen ganz schön. Ein normales Wochenende stecken wir ja inzwischen ganz gut weg, aber das sind auch nur 2 Tage…

–

M. scheint wieder völlig genesen zu sein. Er war heute fieberfrei und aktiv wie eh und je. Der KiTa am Dienstag steht hoffentlich nichts im Wege.

–

Was schön war: Fliegende Zwillinge! Während G. ein langsames Auf und Ab bevorzugt (d.h. über meinen Kopf hoch und runter heben), steht J. total darauf, gerade durch die Luft zu gleiten.