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Journal Donnerstag, 29.6.2017

In aller Herrgottsfrühe krähten alle drei Kinder nahezu gleichzeitig. J und G hatten Hunger, M Schmerzen im Mund. Nach je einem Fläschchen für jeden Zwilling und Streicheleinheiten für M schliefen immerhin zwei von den Dreien wieder. Der dritte, J, seines Zeichens Frühaufsteher und morgens sehr vergnügt, durfte mit mir ins Wohnzimmer umziehen, wo wir es uns ein bisschen gemütlich machten (so gemütlich, wie es eben ~4:45 Uhr geht).

Auch heute weiterhin kein warmes Wasser. Nach einigen Hin und Her mit dem Hausmeister kam heraus, dass durch den großen Stromausfall am Dienstag das Steuerungsteil der Heizung für Warmwasser beschädigt wurde. Soweit, so unschön. Noch viel unschöner ist allerdings, dass der Hausmeister für weitere Anfragen an die Hausverwaltung verwies, die bislang nicht unbedingt durch Schnelligkeit und Kompetenz hervorstach (es sei denn, sie können Kohle machen durch Mieterhöhungen). Besagte Hausverwaltung hat morgen keine Sprechstunde, die Vergangenheit zeigte, dass Anrufe am Freitag dort ins Leere gehen. Wir wandten uns heute Abend per E-Mail dorthin und hoffen darauf, dass zumindest die Mails morgen bearbeitet werden. Im schlimmsten Fall sind wir mindestens Freitag und das Wochenende weiterhin ohne warmes Wasser.

Heute morgen duschte ich kalt. Zum Glück schliefen, bis auf J- und der verrät nichts, weil er noch nicht sprechen kann- alle, so dass niemand mitbekam, wie ich unter der Dusche quietschte.
Danach war ich allerdings wach, und warm war mir auch.
Muss trotzdem nicht nochmal sein, wenn es sich vermeiden lässt.

Am Vormittag stiefelte ich mit M auf den Schultern zur Kinderärztin. Die bestätigte, was wir im Endeffekt bereits wussten: Es ist tatsächlich Hand-Fuß-Mund-Infekt. Und zwar in einer Version, die Hände und Füße mehr oder weniger verschont, dafür aber im Mund arg wütet. M hatte heute große Probleme beim Essen, weinte immer mal wieder laut auf und litt hörbar.

Zum Abend gaben wir ihm einen großen Schluck Nurofen-Saft, damit er halbwegs schmerzbefreit schlafen konnte.

Ich bin den Rest der Woche auf M krank geschrieben. Am Morgen, als Jott, M und G noch schliefen, stellte ich das Ticket, das ich gestern bearbeitet hatte, größtenteils fertig. Außerdem schrieb ich eine detaillierte Übergabe für das Team: Morgen werden zwei Software-Pakete, die ich betreue, ausgeliefert. Und obwohl natürlich noch viele andere Leute mit im Boot sind, kann es nicht schaden, die wichtigsten Details noch einmal zu erwähnen…

Kurz bevor ich fertig wurde, kamen Jott und G ins Wohnzimmer, während nahezu zeitgleich M vor sich hinerzählte. Timing!

Entweder brechen bei J die Zähne durch, oder er hat ebenfalls den Hand-Fuß-Mund-Infekt. Auch er war heute sehr wehleidig, sabberte mehr als sonst und fasste sich ständig an den Mund.
Immerhin schlief er schnell und ohne Medikamente ein.

Laut Schufa-Auskunft liegen zu meiner Person ausschließlich positive Einträge vor. Hurra! Und was für eine Abzocke- 30 Euro durfte ich für diese Auskunft bezahlen.

Jott und ich bewerben uns auf die neue Wohnung. Warum auch nicht- Absagen können wir zur Not immer noch. Das mit dem Geld kriegen wir schon irgendwie geregelt.

Das Wetter in Berlin ist, Sie verfolgen das sicherlich genauso interessiert in den Nachrichten wie ich, nicht so schön (mit anderen Worten: Elendes Mistwetter). Seit heute Vormittag pladdert es nahezu ohne Unterlass. Rausgehen macht keinen Spaß: Die Zwillinge mögen es nicht so, unter dem Regenverdeck zu liegen, und der arme kranke M bleibt lieber drin und kuschelt viel.

Eine Regenpause am Nachmittag nutzte ich für einen Ausflug mit den Zwillingen- uns allen fiel die Decke auf den Kopf-, nahm aber vorsichtshalber meine Regenjacke mit. Das war eine gute Entscheidung, auf dem Heimweg begann es wieder zu gießen wie aus Kübeln.
Die Kinder im Wagen und mein Oberkörper blieben trocken, aber meine Hose und Schuhe sind klatschnass. Ohne Heizung habe ich erhebliche Probleme, die trocken zu kriegen.

Das war ein heftiger Tag mit kranken, nölenden Kindern, dem Mistwetter und großer Müdigkeit. Hoffentlich wirds morgen besser.

Das große ß (ẞ) gibt es nun offiziell. Als Mensch mit ß im Nachnamen freut mich das sehr- endlich kann ich ihn in Versalien korrekt schreiben, ohne den Umweg über das Doppel-S gehen zu müssen.

Nachtrag: In einer früheren Version dieses Artikels stand an dieser Stelle mein voller Name- ich wollte mal wissen, wie das aussieht. Leider habe ich zu früh auf den Veröffentlichen-Button gedrückt. Falls Sie’s gelesen haben- freuen Sie Sich und behalten Sie es bitte für sich :)

4 Antworten auf „Journal Donnerstag, 29.6.2017“

Danke für den Hinweis :) Daran haben wir gedacht, als wir uns für Friedrichshagen entschieden haben. Nördlich des Müggelsees ist die Lärmbelastung durch die Flugzeuge sehr gering, da stört der normale Straßenverkehr mehr.

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