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Journal Donnerstag, 27.8.2015

Eventuell kann ich demnächst mein Scherflein dazu beitragen, dass die Welt etwas besser wird. Die Aktion „Blogger für Flüchtlinge“ sucht nämlich IT- und Medienmenschen, und das passt ja ganz gut, das mache ich hauptberuflich und auch ganz ok, glaube ich. Warten wir es ab.

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Jott und Herr Schnuffke fehlen mir. Zum Glück sehen wir uns morgen wieder.

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Langsam ist im Büro wieder Land in Sicht. Die Einträge auf der ToDo-Liste werden trotz abarbeiten nicht mehr, sondern stagnieren in der Anzahl. Das ist doch schonmal was.

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Essensplan

Essensplan KW 35/36

Tag Gericht
Samstag –
Sonntag Nudelpfanne
Montag Salat
Dienstag Bratkartoffeln mit gebratenen grünen Bohnen, Erbsen, Spinat und Feta
Mittwoch Falafelburger mit Tomaten-Dip
Donnerstag Ofengemüse
Freitag Avocado-Tomaten-Salat mit Garnelen
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Journal Mittwoch, 26.8.2015

Momentan würde ich mich gern klonen, um im Büro doppelt arbeiten zu können. Ein Paul arbeitet die sauber strukturierte ToDo-Liste ab, übernimmt die Routine-Aufgaben und organisiert. Der andere Paul kümmert sich um alles Unvorhergesehene und gibt dem einen Paul beständig neuen Input, den dieser in ToDos, Releases, User Stories, Mails und Termine umwandelt.
Das wäre schön. Und würde Tage wie diesen unglaublich vereinfachen. Dann arbeiten nämlich zwei Pauls lockere acht Stunden und nicht ein Paul allein elf, nur um trotzdem nicht alles zu schaffen.

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Jott zum Hochzeitstag mit einer Kleinigkeit überrascht. Ich kann auch romantisch sein, wenn ich 156 Kilometer entfernt bin.

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Meine „Ach, das lese ich später“-Liste in Pocket wächst und wächst und wächst und ich komme einfach nicht dazu, sie abzuarbeiten. Zuviel geschieht momentan, dass ich gern besser verstehen beziehungsweise wo ich mich schlau machen möchte, um sinnvoll tätig zu werden. Aber was das an Zeit frisst! Und eine Besserung der Lage ist derzeit nicht absehbar.

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Journal Dienstag, 25.8.2015

K. treffen, Burger essen, im Park ein Radler trinken und zum Tagesabschluss noch einen Cocktail. Schöne Abende, die immer viel zu selten so stattfinden.

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Journal Montag, 24.8.2015

Ich habe heute in der Wohnung laut Musik gehört. Meine Musik. Kein Fernseher lief, den ich übertönen musste. Niemand hat sich an der Musik gestört. Das war cool. Und merkwürdig.

Zwischendurch hat Jott niedliche Bilder und Videos von Herrn Schnuffke geschickt, der heute das vier Wochen jüngere Baby einer sehr guten Freundin von Jott kennen gelernt hat. Ich habe vor lauter Putzigkeit natürlich keine unmännlich quietschenden Geräusche gemacht. Niemals. Höchstens eins. Vielleicht auch zwei. Aber garantiert nicht mehr.

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Ich bin von meinem neuen Smartphone sehr begeistert. Es  ist unglaublich schnell. Klicke ich auf einen Link in der Twitter-App, kann ich ungefähr zehn Sekunden später im Browser den Inhalt hinter dem Link sehen. Auf dem Galaxy S2 hat das locker 30 Sekunden und länger gedauert. Oder der Akku: Das S2 musste bei meinem Nutzungsverhalten mindestens einmal während des Tages aufgeladen werden. Das S4 hat am Ende des Tages immer noch 35% Akku. Das ist doch toll.

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Einerseits ist Kochen für eine Person ist schwierig. Andererseits freuen sich morgen zwei Kollegen über mitgebrachtes Essen. Man muss das positiv sehen.

 

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Journal Sonntag, 23.8.2015

Die bevorstehende Woche wird schwer. Jott und Herr Schnuffke sind nämlich in Magdeburg geblieben, während ich heute mit dem Postbus zurück nach Berlin fuhr. Kann man machen: Der Bus kam pünktlich und war gut ausgestattet, er war sauber, das Wlan funktionierte einwandfrei und die Fahrt zum Berliner ZOB dauerte sogar etwas kürzer als angegeben (was im Endeffekt aber auch hieß, dass ich für die Strecke Magdeburg – Berlin nur wenig länger benötige als für die Fahrt vom ZOB nach Hause. Berlin, deine Größe macht mich fertig) . Was will man für sieben Euro mehr.

Aber genug davon, viel wichtiger ist natürlich die Frage wie ich die kommende Woche überstehen soll. Der Abend in der komplett stillen Wohnung war bereits sehr ungewohnt, wie soll das erst mehrere Tage lang werden?

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Nachdem Jott am Freitag zur Vertragsverlängerung ein neues Smartphone bekam, konnte ich heute Vormittag ihr altes Samsung Galaxy S4 resetten und anschließend in Beschlag nehmen. Der Wechsel von meinem alten Samsung Galaxy S2 auf das S4 ist ein ungeheures Upgrade in Sachen Performance und Kamera für mich. Wann immer Zeit war, wurde daher an den beiden Smartphones herumgespielt um alle Daten und Einstellungen zu übertragen. Das scheint auch gut funktioniert zu haben, wenn man vom fehlenden Sonntag in den WhatsApp-Chats absieht.

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Große Freude gestern übrigens noch: Wir haben viele viele wunderschöne Bilder bekommen, die im Zuge eines Baby-Shootings Anfang Juni entstanden sind. Am liebsten würde ich jeden einzelnen Tag mit dem Kind so festhalten, aber das geht dann vermutlich doch etwas ins Geld.

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Journal Samstag, 22.8.2015

Familientag. Besuch im ehemaligen Heimatdorf von Jott, Bekanntmachung von Herrn Schnuffke mit den Urgroßeltern (sehr bezuckert) sowie anschließendem Nachmittag und Abend bei Jotts Papa und seiner Frau. Herr Schnuffke zeigte sich von seiner besten Seite, lachte viel, gluckste vor sich hin und war sehr umgänglich.

Gemeinsame Streifzüge mit Schwiegervater durch den Garten und Sichtung des angebauten Gemüses. Es scheint mir sehr praktisch, selbst Gurken, Zuchini, Tomtaten, diverse Salate, Kohlrabi, Haselnüsse und Äpfel anzubauen. Vermutlich auch nur, weil ich die damit verbundene Arbeit als Besucher nicht sehe, sondern nur die Ergebnisse eben jener.

Nach dem Grillen noch große Aufregung: Eine zuvor nicht sachgemäß angelegte Windel hielt nicht dicht und sorgte dafür, dass ein weiterer Body vermutlich nicht zu retten sein wird. Das nächste Baby wird nur dunkle Kleidung tragen.

In der blauen Stunde zurück nach Magdeburg. Leicht melancholisch durch die Landschaft gefahren. Der Herbst ist bereits erahnbar, in vier Wochen wird Nebel auf den Feldern stehen und zu den Straßen hochwabern.

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Journal Freitag, 21.8.2015

Ein kurzer, wieder sehr dicht getakteter Tag im Büro. Unter Verweis auf mein Überstundenkonto hatte ich bereits am Mittwoch angekündigt, heute nur bis gegen 14 Uhr im Büro anwesend zu sein. Das funktionierte wider Erwarten tatsächlich, so dass Jott und ich am Nachmittag gen Magdeburg aufbrechen konnten. Übrigens wieder ein erstes Mal: Wir hatten noch nie so eine lange Autofahrt mit dem Kind unternommen und waren sehr gespannt, wie Herr Schnuffke die zwei Stunden bekommen würden. Wie sich heraus stellte, sehr gut: Die erste Stunde schlief er und wachte erst auf, als der Verkehr zwischen Nuthetal und Michendorf ins Stocken geriet und das monotone Rauschen und die Schaukelei aufhörten. Während der zweiten Stunde war er wach, schaute interessiert in die Gegend und quengelte lediglich eine viertel Stunde vor Ankunft ein wenig, ließ sich aber vom Nuckel besänftigen.

In Magdeburg -„Machdeburch“ übrigens, nicht „Maagdebuurg“- dann Familienprogramm: Eine Oma, eine Tante und ein Onkel warteten auf Herrn Schnuffke und konnten sich am kleinen Speckbaby gar nicht satt sehen.

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Heute sehr über die Ankündigung zu Schulz & Böhmermann im Neo Magazin Royale gefreut. Roche & Böhmermann war gut, Sanft & Sorgfältig ist gut und Schulz & Böhmermann kann nur gut werden.

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Essensplan

Essensplan KW 34/35

Tag Gericht
Samstag –
Sonntag –
Montag Nudeln mit Bratgemüse und Feta
Dienstag Burger
Mittwoch Bratkartoffeln
Donnerstag Salat
Freitag –
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Journal Donnerstag, 20.8.2015

Viel Trubel im Büro, Termine über die Mittagszeit hinweg sodass das Mittagessen in ein knappes Zeitfenster gedrängt werden musste. Langsam schwinden die Einträge auf meiner ToDo-Liste dahin, das konsequente Strukturieren, Organisieren, Besprechen und Abarbeiten zeigt Wirkung.

Nach Hause kam ich in eine ruhige Wohnung: Jott und das Kind schliefen beide friedlich. Ich nutzte die Gelegenheit, direkt weiterzuarbeiten und das Tagespensum zu erfüllen. Dabei hieß es back to the roots: Ich wollte/ sollte/ durfte tatsächlich selbst Code schreiben und damit die Arbeit einer Kollegin überprüfen und optimieren, zumindest war das angedacht. Ich bin ja eigentlich Webentwickler und kein wirklicher Projektleiter, sondern arbeite unserer Teamleiterin nur so gut es geht zu indem ich ihr viel Kleinkram abnehme, Telefonate führe, Sachverhalte kläre und teils dann auch das Team leite und eine ungefähre Richtung vorgebe. Das ist auch ok, aber mitunter vermisse ich die tatsächliche Arbeit mit dem Code und freute mich daher heute umso mehr, endlich mal wieder selbst Hand an ein aktuelles Projekt legen zu dürfen. Problematisch war aber, dass es eben doch Auswirkungen hat wenn man wochen- und monatelang nicht seiner eigentlich erlernten Tätigkeit nachgeht. Ich hatte nämlich das ein oder andere schlicht nicht mehr im Kopf, musste teils umständlich nachschlagen, kam nur langsam in die Gänge. Und am Ende musste ich dann feststellen, dass sich bestimmte Abläufe innerhalb der vergangenen Wochen und Monate so geändert haben, dass es mir schlichtweg nicht möglich war tatsächlich sinnvoll zu arbeiten. Da fehlte eine Dokumentation für elementare Dinge, was schlussendlich dazu führte dass zwar der Unterbau des Projekts lief, das Projekt selbst aber aus mir nicht bekannten Gründen Konfigurationsdateien ignorierte und daher nicht zu gebrauchen war.

Ein Reinfall also, und noch dazu ein zeitintensiver: Beim Frickeln saß ich länger als geplant vor dem Rechner, was natürlich gut für das Überstunden-Konto, aber schlecht für meine Erholung ist.

Glück im Unglück fast schon, dass das Kind scheinbar wieder wächst und kaum von Jotts Brust wegzubewegen war.