Wie viel besser die Welt nach ausreichend Schlaf aussieht! Herr Schnuffke schlief, bis auf eine kurze Pause, bis viertel Neun, und ich bekam somit fast zehn Stunden Schlaf. Jott war auch happy, sie konnte nämlich ohne Stillpause durchschlafen.
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Morgens allein mit Jott zum Brunch im Cafe 108. Herr Schnuffke wurde von seiner Großmutter betreut. Jott hatte sich aufgebrezelt, ich entdeckte nach dem Losgehen Sabberflecken vom Kind auf dem Pullover. Es war ein wenig merkwürdig, mal wieder als Paar ohne Kind unterwegs zu sein, aber sehr schön.
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Am Nachmittag gings für mich zurück nach Berlin. Die Zeit im Bus nutzte ich für ein kurzes Schläfchen- zehn Stunden Nachtschlaf hin oder her, müde war ich trotzdem wieder- und Podcast-Hören. Ich hörte die Mutterskuchen-Podcast-Folge über Eingewöhnung in Krippen, Kindergärten und Schulen. Das Thema kommt dieses Jahr höchstwahrscheinlich auch auf uns und vor allem mich zu, daher war die Episode doppelt spannend. Etwas schlucken musste ich lediglich, als aluberlin im Podcast sinngemäß sagte, dass zwei Stunden Fahrerei durch die Stadt pro Tag und ein achteinhalb Stunden Arbeitstag sich nicht wirklich mit dem (Kinder-)Alltag vereinbaren lassen. Das ist ja jetzt schon Realität bei mir, und wenn ich dann noch den eventuellen Weg von und zum Kindergarten dazu rechne… Aber ich sollte mir nicht über ungelegte Eier den Kopf zerbrechen.
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Als ich Abends die Waschmaschine für morgen vorbereiten wollte, gabs einen Schockmoment. In der Maschine stand Wasser, was ich leider erst merkte als ich schon zwei Drittel der Wäsche reingeschmissen hatte. Also Wäsche wieder raus, Abpump-Programm gestartet und in der Zwischenzeit gegooglet was denn mit der Waschmaschine los sein könnte. Alle Ratgeber empfahlen, zuerst das Flusensieb, die Laugenpumpe und die Schläuche zu überprüfen, also prüfte ich nachdem der Abpump-Gang erfolgreich durchgelaufen war. Scheinbar war das Flusensieb verstopft, als ich es reinigte kamen mir ein Haarknäuel mit Staubflusen entgegen.
Die vom stehenden Wasser eingeweichte Wäsche für morgen wusch ich heute Abend noch weg, ich wollte sie nicht 24 Stunden bis morgen Abend liegen lassen. Scheinbar ist jetzt alles wieder in Ordnung, morgen Abend folgt mit Wäscheladung Nummer Zwei ein erneuter Test.
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Dieses Blog hier trägt zur Einsicht in unsere Kultur bei. Es ist also doch mehr als belangloses Geschreibsel, zumindest im richtigen Kontext.
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Disney-Prinzessinnen singen in ihrer Muttersprache: Arielle auf Dänisch, Belle auf Französisch und Rapunzel auf Deutsch. Gefunden im einen Absatz höher verlinkten Beitrag von Frau Gröner. Ich muss mal mit Jott wieder ein paar Disney-Filme gucken, allen voran Rapunzel (das ist DER großartigste Disney-Film der letzten Jahre).
Ein Tag, geprägt von bleierner Müdigkeit. Herr Schnuffke schlief nach langem Wiegen und Schaukeln erst halb Zwei ein, wachte dreiviertel Fünf wieder auf, schlief um Fünf wieder auf und patschte mir hellwach ab halb Acht ins Gesicht. Zu wenig Schlaf, viel zu wenig Schlaf, vor allem in Verbindung mit den auch eher schlafarmen Nächten der letzten Tage.
Herr Schnuffke war genauso mitgenommen, als Jott und er sich am Vormittag noch einmal hinlegten schliefen beide fast zwei Stunden. Ich legte mich nach dem Mittagessen für ein Stündchen hin und wachte genauso müde und gerädert auf wie vor dem Mittagschlaf. Offenbar muss ich das noch üben.
Nachmittags besuchten wir Jotts Papa, tranken Kaffee und aßen Kuchen, gingen eine Runde durchs Dorf spazieren, erzählten und überließen Herrn Schnuffke Jotts Tasche (das andere Spielzeug war langweilig).
Auf dem Rückweg nach Magdeburg schlief Herr Schnuffke dankenswerter Weise ohne viel Trara ein und war bei Ankunft bei Jotts Mama halbwegs gut gelaunt beim Abendessen.
Jetzt schläft das Kind im Gästebett, ich werde mich in den nächsten 30 Minuten dazu legen und hoffe auf eine ruhige Nacht.
Der Tag startet früh. Zu früh. Herr Schnuffke zahnt tatsächlich, hatte Nachts schlimme Zahnschmerzen und war lange und wiederholt wach. Von Jott hat er sich nicht beruhigen lassen, und so zogen wir beide wieder ins Wohnzimmer.
Am nächsten Morgen ist Herr Schnuffke um sieben Uhr wach, möchte seinen noch schlafenden Papa offenbar streicheln und haut mir dabei ersteinmal ins Gesicht. Danke, Kind, ich hab dich auch lieb.
Herr Schnuffke hat die blauen Augen seines Großvaters und seiner Urgroßmutter, während ich braune Augen haben. Zusammen geben wir einen prima Husky ab.
So, jetzt erstmal ein ausgiebiges Frühstück. Heute hab ich Urlaub, wir fahren nämlich nach Magdeburg zu Jotts Familie. Davor steht aber noch ein Besuch der Freitags-Krabbelgruppe an, außerdem müssen wir neue Bodys für Herrn Schnuffke kaufen.
Unser Loskommen verzögert sich etwas- Herr Schnuffke hat meine Schuhe in Beschlag genommen und gibt sie nicht wieder her.
Nach der Krabbelgruppe gehen wir ins Forum Köpenick, um neue Bodys zu kaufen. Im Forum sind an diesem Wochenende Sinnstationen aufgebaut. Die kommen vor allem bei den Kindern gut an. Weil wir unserem Zeitplan etwas hinterherhinken, können wir sie leider nicht selbst ausprobieren.
Inzwischen ist es Mittag geworden und wir drei haben Hunger. Ein kurzer Halt beim Dönermann unseres Vertrauens löst das Problem.
Nachdem auch Herr Schnuffke seinen Mittagsbrei verputzt hat, fahren wir nach Magdeburg. Das Bild entstammt, anders als auf Instagram ursprünglich vermutet, von der Rückbank. Dort sitzen Herr Schnuffke und ich, Jott fährt.
Willkommen in Magdeburg! Autofahren macht hungrig, also stärken wir uns. Herr Schnuffke fremdelt mit seiner Großmutter und der Situation, das ist neu. Das letzte Mal waren wir vor drei Wochen in Magdeburg, da war die Welt noch in Ordnung. Scheinbar fand seitdem wirklich ein Entwicklungsschub statt.
Nach dem Kaffee fährt Jotts Mama zu einem Termin, Herr Schnuffke, Jott und ich spielen. Herr Schnuffke entdeckt das bei Jotts Mama gelagerte Spielzeug wieder und ist begeistert. Besonders ein Kreisel hat es ihm angetan. Die Nachbarn unter uns freuen sich darüber bestimmt auch- der Kreisel macht ordentlich Krach auf ddem Boden, vor allem wenn Herr Schnuffke ihn hin- und herschlägt.
Über das Spielen wird es irgendwann Abend. Wir essen Abendbrot, bringen das Kind ins Bett und dann fährt Jott zu einer Geburtstagsfeier. Ich bleibe in der Wohnung, passe auf Herrn Schnuffke auf und hoffe, dass er schläft.
Diese Hoffnung wird leider recht schnell zerschlagen. Ein Nachbar muss unbedingt von 8 bis halb Neun am Abend noch hämmern und bohren. Der Krach zieht durchs ganze Haus und weckt Herrn Schnuffke. Immer, wenn ich ihn wieder in den Schlaf gewiegt habe, fängt der Lärm von vorne an.
Als ich beschließe, runter zum Nachbarn zu gehen und ihn zu bitten, morgen weiter zu machen, verstummen die Geräusche. Gutes Timing.
Herr Schnuffke schläft recht bald wieder ein, allerdings recht unruhig.
Später kommt Jotts Mama wieder. Wir erzählen und gucken nebenbei Disneys Magic Moments.
Zwischendurch schaue ich immer mal wieder nach Herrn Schnuffke. Weil er im Schlaf seufzt, reagiert das Babyfon. Zu Hause lässt mich das recht kalt, aber Herr Schnuffke schläft im großen Gästebett und ich habe die Sorge, dass er im Schlaf über die Bettdecken-Wälle an der Seite rollt. Macht er aber nicht. Gutes Baby.
Noch fix den Blogbeitrag für den heutigen Tag schreiben, dann wars das.
13.2.2016: Dann wars das- nee, wars nicht. Herr Schnuffke wacht halb 12 auf, hat Zahn- und oder Bauchschmerzen (vielleicht sitzt ihm auch nur ein Pups quer) und muss bis halb Zwei gewiegt und geschaukelt werden, bis er wieder einschläft. Darunter leidet der 12-von-12-Beitrag etwas. Und mein Nervenkostüm.
Unbestätigten Quellen (Jott) zufolge schimmert bei Herrn Schnuffke im Unterkiefer etwas weißliches unter der Haut, das sich spitz anfühlt.
MEIN BABY KRIEGT SEINEN ERSTEN ZAHN!
Ich kann das leider noch nicht bestätigen, ich war nämlich erst zu Hause als das Kind schon schlief und wollte es nicht mehr wecken (also ich wollte schon, immerhin ist es der erste Zahn, aber ich habs aus Vernunftgründen sein gelassen).
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Am zweiten Donnerstag in Folge lange Abendarbeit. Das wird doch nicht zu einer Regelmäßigkeit? Anyway, morgen habe ich erneut Urlaub und kann etwas entspannen. Vielleicht.
Beim Einrichten der WordPress-Mac-App Calypso bin ich wieder auf mein vor mehreren Jahren geführtes Blog Need or greed or disenchant gestoßen, in dem ich eine Zeit lang über meine Abenteuer in der World of Warcraft schrieb. Beim Durchstöbern der Beiträge packte mich der innige Wunsch, mein seit ungefähr einem Jahr ruhendes Spielzeit-Abonnement zu erneuern- bis mir einfiel, dass ich das zeitlich nicht unbedingt unter einen Hut kriege. Damn it.
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Heute Nacht wollte Herr Schnuffke nach dem Stillen nicht einschlafen, zu verlockend war Jott für ihn (sie hat echt Pech mit den Männern in unserer kleinen Familie, alle fliegen wir auf sie). Diesmal probierte Jott nicht stundenlang, das Kind wieder zum Einschlafen zu bringen, sondern weckte mich wie am Vorabend besprochen zeitnah auf, so dass Herr Schnuffke und ich wieder ins Wohnzimmer umziehen konnten.
Dabei sah es die letzten paar Tage so aus, als ob unser Schlaf-Arrangement für alle Beteiligten funktionierte: Herr Schnuffke schlief im Kinderzimmer ein, wurde beim nächtlichen Aufwachen von Jott im Kinderzimmer gestillt und auch dort wieder ins Bett gelegt und schlief zufrieden bis zum Morgen weiter.
Vielleicht waren die letzten beiden Nächte aber nur ein kurzer Rückfall in alte Verhaltensmuster und in der heutigen Nacht findet kein Umzug statt.
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Als ich heute relativ pünktlich (hurra, das erste Mal seit anderthalb Wochen!) nach Hause ging, war es immer noch hell und halbwegs warm. Das tat unglaublich gut, so langsam kann der Winter weichen. Ich will mich allerdings nicht zu früh freuen, oft genug gab es schließlich gegen Mitte/ Ende Februar noch Kälteeinbrüche.
Mitten in der Nacht durch eine Diskussion zwischen Jott und Herrn Schnuffke geweckt worden. Herr Schnuffke hatte stündlich nach einem Snack an der Milchbar verlangt, Jott hingegen wollte den Laden schließen und die Rollläden runter lassen. Als Gentleman (und Paul, der in Ruhe schlafen möchte) erbot ich mich, mit Kind und Kegel ins Wohnzimmer umzuziehen. Funktionierte famos, zehn Minuten nach Zimmerwechsel schliefen wir beide tief und fest. Sogar mein klingelnder Wecker (inzwischen 5:43 Uhr, die Zahlenkombination ist viel besser als 5:47) konnte Herrn Schnuffke nicht wecken.
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Wir haben durch die Blume eine Absage vom Wunsch-Kindergarten erhalten. Es seien zu viele Jungen angemeldet, und da haben wir, so wie es aussieht, Pech gehabt.
Sehr schade.
Mal gucken, was die Suche nach einem Kindergartenplatz noch so ergibt.
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Immer noch Overnight Oats. Läuft. Wir haben jetzt auch stylische Gläser, das Auge isst bekanntlich mit.
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Ich möchte gern wie Alfred J. Quak singen: „Warum bin ich so müde, so müde, so müde…“. Dann fällt mir ein, dass ich bislang jeden Abend die Option „Zeitig ins Bett gehen“ ignoriere, weil ich noch Dinge und Sachen im Internet mache. Offenbar bin ich a.) noch nicht müde genug und/ oder b.) ziemlich doof nicht unbedingt lernfähig, was das betrifft.
Die letzten Tage gern gesehen: Familie Braun und Start a Russian Revolution. Die Länge der einzelnen Videos ist perfekt, sieben bis acht Minuten kann Herr Schnuffke gut allein spielen bevor er Aufmerksamkeit verlangt.
Zu guter Letzt scheint es mir eine ganz gute Idee zu sein, so ein wenig vom Leben als frisch gebackener Vater zu schreiben. Damit ich, so das hier tatsächlich über längere Zeit geht, vielleicht in ein paar Wochen oder Monaten oder Jahren nachlesen kann wie die ersten Wochen, Monate und Jahre mit einem kleinen und immer größer werdenden Kind so sind.
Das funktioniert in Form der Journal-Einträge sehr gut. Aber: Die Journale sind sehr kleinteilig. Ist ja auch klar, das sind tagesbezogene Einträge. Die langfristigen Entwicklungen sind daraus aber relativ schwer abzulesen, deswegen gibts ab sofort eine neue Kategorie: WMDNES?, soll heißen „Was macht der Nachwuchs eigentlich so?“*. In dieser Kategorie landet im Idealfall am Anfang jeden Monats ein Beitrag, in dem zu vorab definierten Schwerpunkten etwas drin steht. So lässt sich Monat für ein Monat ein Vergleich aufstellen.
Los gehts!
Essen
Herr Schnuffke bekommt am Tag sechseinhalb Mahlzeiten: Drei Mal wird er gestillt, dreieinhalb Mal gibt es Brei/ feste Kost.
Gestillt wird einmal in der Nacht, einmal am Vormittag und am Abend nach dem Milchbrei.
Die anderen Mahlzeiten bestehen aus einem Mini-Frühstück (das ist die halbe Mahlzeit), dem Mittagsbrei, einem Nachmittagssnack und Milchbrei zum Abendessen.
Das Mini-Frühstück gibt es nicht immer und besteht aus dem, was Jott und ich selbst frühstücken: Ein wenig Brötchen- gelegentlich auch mit Butter-, etwas festen Obst, ab und auch ein paar Löffelchen Ei.
Beim Frühstück isst Herr Schnuffke selbstständig.
Der Mittagsbrei besteht im Normalfall aus den Junior-Menüs von Alnatura. Das sind Gläschen zu 220g, sowohl vegetarisch als auch mit Fleisch. Die kommen super an, sowohl was die Menge als auch den Geschmack (Herr Schnuffke isst alle Sorten) als auch die Form (leicht stückig, Herr Schnuffke muss also kauen) betrifft.
Nach dem herzhaften Mittagessen isst Herr Schnuffke ein Obstkompott (Apfelmark oder mit anderen Fruchtmarken von DM).
Den Mittagsbrei verfüttern wir an Herrn Schnuffke, weil das selber essen mit dem Löffel in einer unglaublichen Sauerei und einem missmutigen Baby ausartet- das Essen landet nämlich nur zu 30% im Mund.
Der Nachmittagssnack besteht manchmal aus einem Brei aus Zwieback mit Obst oder einem der Frucht-und-Getreide-Breie von Alnatura.
Falls es keinen Brei gibt, isst Herr Schnuffke Dinkelstangen oder Dinkelzwieback oder auch mal das, was wir mit ihm teilen (neulich war es ein Blaubeermuffin, heute ein wenig Apfelstrudel).
Den Nachmittagssnack isst Herr Schnuffke selbstständig. Das Sauerei-Risiko ist hier relativ gering.
Unser Hauptaugenmerk richten wir vorerst darauf, dass auch ich das Kind ernähren kann und wir nicht komplett von Jott abhängig sind. Das klappt so ganz gut, Herr Schnuffke könnte auch einen Tag ohne Jott auskommen. Lediglich die Stillmahlzeit am Abend wird benötigt, der Rest kann auch durch andere Mahlzeiten ersetzt werden.
Trinken aus der Flasche (Tee, Wasser) funktioniert mal besser und mal schlechter. Neulich hat uns Herr Schnuffke überrascht und sehr konzentriert und gut aus der Flasche getrunken, aber im Normalfall kaut er nur auf dem Nuckelding drauf rum und spuckt die Flüssigkeit aus. Vielleicht liegt das am unterschiedlichen Durst-Level.
Mobilität & Körper
Herr Schnuffke robbt durch die Wohnung, teils in einem Affenzahn. Er verfolgt Jott und mich auch über längere Strecken (drei, vier, fünf Meter) und lässt sich durch Hindernisse wie Türschwellen und im Weg liegende Gegenstände nicht mehr behindern.
Außerdem beginnt er allmählich, sich an höher gelegenen Gegenständen hochzuziehen oder sich darauf aufzustützen.
Die Lieblingsposition ist die Bauchlage, weil er so sehr fix von A nach B kommt. Wenn wir ihn auf den Rücken legen, dauert es im Normallfall fünf Sekunden bis er sich umdreht. Wie man ein Baby fängt: Pappkarton aufstellen, kurz abwarten, Baby aus Pappkarton sammeln.
Alles, was Jott und ich anfassen oder ablegen, übt eine unglaublich starke Faszination auf Herrn Schnuffke aus. Wir stellen unsere Hausschuhe vor die Couch? Tja, eine halbe Minute später ist Herr Schnuffke an sie herangepirscht und untersucht sie. Wir stellen einen leeren Pappkarton im Flur ab? Herr Schnuffke muss gucken, was es damit auf sich hat.
Außerdem sind blinkende Leuchtdioden (Router, Receiver), Kabel und Steckdosen superspannend.
Kind robbt auf Kabel zu. Kind vom Kabel wegtragen. Kind robbt auf Kabel zu. Kind vom Kabel wegtragen. Kind robbt auf Kabel zu. Kind vom Kabe
Wenn wir Herrn Schnuffke hinsetzen, bleibt er je nach Lust und Laune sitzen und guckt sich die Welt an. Meist ist ihm das aber zu langweilig, und er lässt sich auf den Boden gleiten. Oder er merkt, dass er in dieser Position besonders gut an seine Füße rankommt und greift sich diese.
Selber hinsetzen klappt noch nicht, ich wüsste nicht dass Herr Schnuffke das schon einmal probiert hat. Jott und ich glauben, dass er den Sinn von Sitzen nicht unbedingt einsieht- wenn er sich nämlich mit den Armen vom Boden abstützt und den Kopf hochreckt, ist er fast genau so groß wie im Sitzen und bekommt auch in Bauchlage alles mit.
Stehen kann Herr Schnuffke ganz gut, wenn wir ihn dabei ein wenig stützen oder beim Ausbalancieren helfen. Von allein funktioniert das aber noch nicht.
Mit Hilfe aus der Rückenlage über den Bauch aufsetzen findet er supermegatoll, und danach aufstehen auch. Das kann er allerdings nur drei, vier Mal machen, dann lässt die Kraft nach.
Zähne hat Herr Schnuffke noch nicht, seine Mahlzeiten kriegt er trotzdem klein- zur Not kaut er eben ’ne Weile auf der Felge.
Das Kind ist irgendwas um die 77cm lang und wiegt um die 10 Kilo. Er ist weiterhin wesentlich größer als gleich alte Babys, teilweise auch größer als ältere Babys (schon gesehen: Zehn Monate, ein Jahr, 14 Monate). Laut Kinderärztin ist er auch supergut entwickelt und seiner Zeit voraus, wir hörten das bei den bisherigen U-Untersuchungen wiederholt.
Herr Schnuffke macht gern Geräusche aller Art und hat in den letzten paar Wochen entdeckt, dass er diese Geräusche, ihre Lautstärke und ihren Klang selbst steuern kann.
Körperhygiene & Kleidung
Herr Schnuffke trägt Windeln (Größe 4). Bewährt haben sich die Windeln von Aldi und Rossmann, die sind teils genauso gut wie die von Pampers, teils nur minimal schlechter.
Zwei Mal die Woche wird gebadet (Mittwoch, Sonntag), das ist immer ein großer Spaß. Rumplanschen ist toll, und seitdem Herr Schnuffke so mobil ist, ist die Badewanne ein einziger großer Spielplatz.
Beim morgentlichen Wickeln gibts täglich eine Katzenwäsche mit dem nassen Lappen.
Die Kleidergröße ist 80, manchmal auch eine 86- wie bei Erwachsenen fällt Babybekleidung unterschiedlich aus.
Schlafen
Das sind alles ungefähre Werte, es gibt immer mal Abweichungen.
Morgens schläft Herr Schnuffke bis ungefähr 8 Uhr und ist dann das fröhlichste Kind der Welt. Wenn er aufwacht, erinnert er an ein Erdmännchen: Kopf ruckartig nach oben, umgucken und seine Eltern anstrahlen (unglaublich niedlich).
Gegen 11 Uhr wird für ungefähr eine halbe Stunde ein Vormittagsnickerchen gemacht. Das kann allerdings auch mal ’ne Stunde dauern oder anderthalb.
Am Nachmittag gibt es die größten Schwankungen. Manchmal schläft Herr Schnuffke direkt nach dem Mittagessen, manchmal erst gegen 15 Uhr, dann wieder gegen 17 Uhr oder auch erst 18 Uhr (das ist dann total blöd, weil er Abends lange wach sein wird). Mitunter schläft er nachmittags gar nicht und ist ab 17:30 Uhr zu nichts mehr zu gebrauchen. Das ist allerdings kein Garant dafür, dass er Abends früh und einfach einschläft (wäre ja auch zu einfach).
Normalerweise dauert das Nachmittagsschläfchen 30 bis 60 Minuten.
Abends schläft Herr Schnuffke beim oder nach dem Stillen gegen ungefähr 19:30 Uhr ein. Mitunter aber auch nicht, obwohl er sehr müde ist (ganz kleine Augen, leicht apathisch, Augen reiben, gähnen, Kopf von Ablenkungen weg drehen). Dann wiegen Jott oder ich ihn, tragen ihn in der Trage herum oder, wenn er tatsächlich noch nicht müde ist, legen ihn ins Laufgitter und lassen ihn etwas spielen.
Nachts wacht Herr Schnuffke irgendwann zwischen 2 Uhr und 5 Uhr auf, wird gestillt und schläft im Idealfall nach 15 bis 30 Minuten wieder ein.
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Das sollte für den Anfang reichen. Mal schauen, was mir noch so einfällt.
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* Das ist ein sehr schlauer Kategoriename, für den ich mir selbst auf die Schulter klopfe. Sollte nämlich irgendwann mal ein zweites, drittes, viertes Kind da sein, funktioniert die Kategorie immer noch.
Einkaufen, Wohnung aufräumen, Kind füttern, Backup machen, Kuchen essen, nochmal einkaufen. Jetzt gleich zu lange nicht gesehehen Freunden nach Kreuzberg.