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WMDEDGT?

Journal Mittwoch, 5.4.2017 – WMDEDGT 4/17

[WMDEDGT heißt „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“. Frau Brüllen fragt, viele Blogger antworten und geben so einen Einblick in ihr Leben.]

Update: Eigentlich fing der Tag sogar noch früher an. So gegen halb 4 schaukelte ich ein Baby in den Schlaf, konnte mich danach aber wieder hinlegen und noch ein bisschen schlafen.

5:09 Uhr Weckerklingeln, 5:13 Uhr aufstehen, dann Duschen. Mittendrin bringt Jott den Frühaufsteher J. und seine Wippe ins Bad und verschwindet wieder ins Bett. Nach Abtrocknen und Anziehen ziehen J. und ich in die Küche um, ich bereite Tee für Jott und M. vor, koche Kaffee, stelle das Frühstück für M. und mich auf den Tisch und lese die Twitter-Nacht-Timeline nach.

Kurz vor Sechs gehts ab ins Kinderzimmer, M. wecken. J. kommt mit, der wird gewickelt und angezogen. Mittendrin stoßen Jott und G. dazu (glaub ich, ggf. waren sie auch schon in der Küche dabei, es ist schon so lange her…). Jedenfalls wickeln und ziehen wir alle drei Kinder an, dann essen wir Frühstück. Irgendwas läuft nicht ganz rund, weswegen M. und ich erst uns erst Dreiviertel Acht auf den Weg zu KiTa und Büro aufmachen können. Zwischendrin merken Jott und ich noch, dass M. wunderbar „Ey Alter!“ nachsprechen kann, wo hat er das bloß her?

(Von Jott)

Die Bahnfahrt ist ereignislos, wir gucken uns Bagger an, erzählen, kuscheln und kommen erstaunlich gut durch- wir sind gegen halb Neun in der KiTa. Dort verabschieden M. und ich uns voneinander, und während er mit den anderen Kindern seiner Gruppe frühstückt, weihe ich die Erzieherinnen in den KiTa-Wechsel ab Sommer ein und gebe im Anschluss die Kündigung bei der KiTa-Leitung ab. Wirklich überrascht war niemand, sie hätten wohl schon mit so einem Schritt gerechnet- bei dem Anfahrtsweg und der Aussicht, ihn bald mit drei Kindern bestreiten zu müssen.

Kurz vor Neun komme ich im Büro an und hänge mich sofort ans Telefon und in die Kommunikation mit Kunden und dem Team. Diverse noch recht undurchsichtige Sachverhalte müssen geklärt werden, die für die heutige Auslieferung eines Code-Pakets relevant sind. Das dauert den größten Teil des Vormittags.

Gegen Elf hab ich mächtig Hunger, organisiere mir eine Banane und Nüsse und mache weiter wie in den zwei Stunden davor. Viel Telefonieren, Dinge und Sachen klären, Feedback einholen, Feedback weitergeben, Projekte abgleichen, Tickets einstellen und ab ungefähr Zwölfe dann auch als Entwickler bearbeiten. Das war total cool, ich hatte enorm Spaß dabei und ertappe mich mal wieder beim Gedanken, dass ich sowas gern öfter machen würde. Auch gern in dem Tempo bzw. sogar gern noch ein wenig schneller.
Als die relevanten Code-Stände für die Auslieferung aufbereitet sind und die interne und externe Kommunikation abgeschlossen ist, gehe ich ~13:30 Uhr in die Mittagspause. Der fleißige Paul von gestern Abend hat mediterranen Nudelsalat vorbereitet. Nach 20 Minuten bin ich wieder am Platz und koordiniere die Arbeit an einem anderen Projekt mit einem Kollegen.

Im Anschluss, es ist, glaube ich, so ungefähr 14:30 Uhr, sichte ich die Code-Anpassungen meiner Kollegen für die heutige Code-Auslieferung, bespreche noch offene Aufgaben mit dem Team, halte wegen eines unvorhergesehenen Fehlers Rücksprache mit meiner Teamleiterin, dem Kunden und zwei Entwicklerkollegen und drücke dabei ein bisschen aufs Gaspedal, denn bevor ich demnächst zur Kita aufbrechen muss, brauchen wir noch die Fehlerbehebung des unvorhergesehenen Fehlers. Drei Minuten vor Aufbruch kommt 16:15 Uhr die Rückmeldung, dass alles gut aussieht.
Mittendrin schreibt Jott noch per WhatsApp, dass G. Fieber hat (38,7°C) und ansonsten aber recht fit ist, ich google was man bei einem dreieinhalb Monate alten Säugling am sinnvollsten tut und stimme dann unter ignorieren der „Gehen Sie bei mehr als 38,5°C Fieber zum Arzt!“-Artikel Jott zu, dass wir erstmal abwarten-am morgigen Donnerstag haben die Zwillinge nämlich eh einen Arzt-Termin, die U4 findet statt.

Die Nachricht, dass der unvorhergesehene Fehler behoben wurde, höre ich nur noch mit halben Ohr, denn ich verlasse bereits fluchtartig den Raum- 16:30 Uhr beginnt der Elternabend für M.s KiTa-Gruppe. Aus diesem Grund organisierte ich im Vorfeld auch, dass M. von meiner Mama abgeholt wird- da der Elternabend mindestens eine Stunde gehen wird, wäre er ansonsten frühestens 18:30 Uhr zu Hause und das ist viel zu spät.

Auf dem Elternabend wird viel Organisatorisches besprochen, es werden Rückfragen der Eltern geklärt, die KiTa-Leitung gesteht ein, dass ein massives Personalproblem vorliegt (es fehlen zwei Vollzeit-Erzieher:innen, der Krankenstand ist hoch und die Oster-Urlaubs-Saison steht vor der Tür) und es sogar einen Aufnahmestopp für Geschwisterkinder gibt. Ja mei, da haben wir zum richtigen Zeitpunkt die KiTa gewechselt.

18:15 Uhr befinde ich mich seit drei Minuten auf dem Heimweg. Ich flitze zum S-Bahnhof Friedrichstraße und freue mich, auf der Rückfahrt keine Bagger angucken zu müssen, sondern die letzten zwei Wochen von Herrn Giardinos Kur im Schwarzwald nachlesen zu können. Ich würde das auch gern machen, gern auch unter dem Fitness-Aspekt. Aber ach…

So kurz nach Sieme (feinster Dialekt!) bin ich zu Hause, schlinge drei, vier Happen Nudelsalat in mich rein, stecke dem „Mehr mehr!“ befehlenden M. drei, vier Nudeln in den Mund und übernehme die Trage mitsamt der kranken G. von Jott. Zum Abend stieg das Fieber, sank aber nach einem Paracetamol-Zäpfchen. Nun schläft G. jedenfalls in der Trage. Während Jott M. zu Bett bringt, räume ich die Küche auf, bereite Flaschen für die Nacht und den morgigen Tag vor, öffne diverse Päckchen und esse ein paar Gramm der heute gelieferten 1,2 Kilo Schokolade. 21 Uhr bin ich fertig, und als ob sie das geahnt hat kommt Jott aus dem Kinderzimmer- nur um kurz darauf im Elternschlafzimmer zu verschwinden; in Anbetracht von Schub-Kind (J.), Fieber-Kind (G.) und Schlecht-Schlaf-Kind (M.) ist frühes Schlafen gehen angebracht.

Das nahm ich mir auch vor, versagte aber kläglich.

21:20 Uhr beginne ich mit der Tages-Rekapitulation, und da es nun 22:20 Uhr ist und ich nur noch Zähneputzen und mich bettfertig machen muss, werde ich so gegen 22:30 Uhr im Bett liegen.

Was schön war: Der tempo- und abwechslungsreiche Vormittag im Büro.

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Journal Dienstag, 4.4.2017

Highlight des KiTa-Weges, ach was, DES TAGES: Wir sahen heute einen Bagger. Auf einem LKW. Und der LKW fuhr an einer Straßenbahn vorbei. M.s zugleich faszinierter/ ungläubiger/ andächtiger/ begeisterter Blick wird mir noch laaaaange im Gedächtnis bleiben.

Wir waren am Nachmittag in Friedrichshagen und haben in der KiTa, in die M. ab August gehen wird, ein sehr nettes Gespräch mit der KiTa-Leiterin gehabt, diverse organisatorische Fragen geklärt und den KiTa-Vertrag ausgehändigt bekommen.
Morgen gebe ich die Kündigung in der alten KiTa ab, dann ist der KiTa-Gutschein wieder frei und der Aufnahme in die neue KiTa steht nichts im Wege.

Und das beste: Die Zwillinge gelten damit als Geschwisterkinder und haben spätestens zum KiTa-Jahr 2018/ 2019 einen garantierten KiTa-Platz. Mit ein bisschen Glück sogar schon wesentlich früher, nämlich zum Herbst/ Winter diesen Jahres. Das klärt sich in den nächsten Tagen.

Jott fuhr heute den Sharan vom Samstag Probe und ließ ihn bei der Dekra durchchecken. Fazit von ihr und dem Dekra-Prüfer: Ein tolles Auto zu einem angemessenen Preis. Der aber ungefähr 2000 Euro zu hoch für uns ist. Jetzt schlafen wir eine Nacht drüber und besprechen das morgen nochmal.

Auf Grund des KiTa-Termins hatte ich heute einen halben Tag Urlaub und konnte bereits 13 Uhr gehen. Das war toll, daran könnte ich mich gewöhnen.

Steuer-Unterlagen für 2016 eingereicht. Wenn unser Steuerprogramm richtig gerechnet hat, bekommen wir einen schönen Batzen Geld zurück.

Das nenne ich mal Recherche (und digitale Schnitzeljagd): Wie der geheime Instagram- und Twitter-Account von FBI-Chef Comey enttarnt wurde.
Was lernen wir? Selbst wenn man selbst alle Vorsicht walten lässt, besteht immer noch die Gefahr durch die (Inter-)Aktionen Dritter enttarnt zu werden.

Ich bin nach Lesen des Artikels weiterhin der Auffassung, dass es schier unmöglich ist, im Netz anonym zu bleiben wenn irgend jemandem daran liegt, dass man es nicht ist.

Was schön war: Ein halber Tag frei.

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Journal

Journal Montag, 3.4.2017

Mit Reizhusten drei Kinder ins Bett gebracht. Ich liebe eben das Risiko.


Wie die Tochter am besten einschläft: Fest in den Arm nehmen, Katzi aufs Gesicht, wild wippen.

M. ist weiterhin sehr begeistert von seiner Höhle und guckte daher heute das Sandmännchen daraus. Jott und ich witzelten schon, dass er auch darin einschlafen würde, dem war allerdings nicht so.

Abends in einem Rundumschlag diversen Kram für die Kinder gekauft und viel, viel Geld ausgegeben. Und 1,2 Kilo Schokolade für mich.

Was schön war: Vor 23 Uhr ins Bett gehen. Ist auch bitter notwendig.

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Wochenende in Bildern

Journal Sonntag, 2.4.2017 – Wochenende in Bildern

[Weitere Informationen zur Initiative „Wochenende in Bildern“; die Wochenenden der anderen Teilnehmer sind in Wochenende in Bildern 01./02. April 2017 verlinkt.]

Zum Samstag vom Wochenende in Bildern.

Eventuell bin ich minimal müde. Dusselig wie ich bin, gehe ich nämlich trotz des frühen Aufstehens zu spät ins Bett. Immer und immer wieder.

Auch heute klingelte der Wecker gegen Viertel Sechs. Und während sich M. nochmal umdrehte, sprang ich hochmotiviert und grazil aus den Federn (Ha! Da niemand dabei war, der das Gegenteil behaupten kann, lasse ich das einfach so stehen), machte mich fertig, trank einen großen Kaffee, holte die sich lautstark zu Wort meldende G. von Jott ab und guckte mir zusammen mit ihr die Dämmerung an. Als wir damit fertig waren, weckte ich beim Holen der Babywindeln aus dem Kinderzimmer versehentlich M.. Den konnte ich aber easy peasy ruhig stellen, indem ich ihm Socken über die Hände zog- das findet er zum Brüllen komisch- und ihn dann mit Duplo spielen ließ, währen ich G. wickelte und anzog. Mittendrin kam Jott und brachte M. mit, den sie direkt nach dem Wickeln badete. G. hätte eigentlich auch baden sollen, aber das hatte ich vergessen. Aber der Tag war ja noch jung.

Den Vormittag verbrachten wir in der Wohnung, daher waren wir wohl alle sehr erleichtert als wir nach dem Mittagessen zu Bekannten fuhren um einen Geburtstag nachzufeiern. Die Zwillinge waren halbwegs pflegeleicht, und M. konnte gar nicht genug kriegen von Rutsche, Sandkasten und Spielzeugautos. Weil wieder ständig Action war, gibt es auch davon keine Bilder.

Abends waren alle Kinder hundemüde (und Jott und ich auch, aber wir haben halt die Arschkarte und müssen wach bleiben und den Laden am Laufen halten) und binnen kürzester Zeit eingeschlafen. Halb Acht lagen alle im Bett und ratzten.

Wir üben ab sofort die Benutzung eines Messers. Größte Baustelle: Der Unterschied zur Gabel- mit dem Messer wird nichts aufgespießt!
Fröhlicher J. nach dem Baden.
Eventuell sind zwei Kilo Kartoffeln doch noch etwas viel…
Jott hat M. eine Höhle gebaut. In der Höhle ist ein großes Kissen, es würde mich also nicht wundern wenn das Kind irgendwann schlafend darin gefunden wird.
Tagesausklang. Eine obszön große Portion Walnuss- und Schokoeis.

Was schön war: Auf der Fahrt zum Geburtstag schließen alle Kinder für 15 Minuten im Auto. Lauter putzige Schlafgesichter um uns herum.

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Wochenende in Bildern

Journal Samstag, 1.4.2017

Eigentlich hatte ich geplant, über den Tag hinweg viele, viele Fotos zu schießen. Sobald wir aber unterwegs waren, erübrigte sich das: Ich kam einfach nicht dazu. Mit drei Mini-Knirpsen und einer Mission (Autos gucken) bleibt einfach keine ruhige Minute, um mal die Kamera rauszuholen und ein Foto zu machen.

Daher nur drei Fotos von heute morgen, als es noch vergleichsweise ruhig zuging.

G. nach’m Frühstück. Ihrem und unserem.
J. hingegen braucht nicht so viel Schlaf wie G. und vergnügt sich unter dem Spielbogen.
M. hingegen sitzt mit Jott im Spielzimmer und lässt sich einen Ordner für seine Schätze und Kunstwerke anlegen.

Wir fuhren heute den halben Tag in der Weltgeschichte umher, um uns den VW Sharan, den Renault Espace und den Ford S Max anzugucken. Ergebnis: Der Sharan hat den Galaxy von Platz 1 verdrängt. Unsere Rangliste der Top-Familienvans sieht für uns derzeit so aus:

  1. VW Sharan
  2. Ford Galaxy
  3. Ford S Max
  4. Citroen Grand C4 Picasso
  5. Seat Alhambra

Nun geht also die konkrete Suche nach einem halbwegs bezahlbaren Auto aus den Top 3 los.

Absichtlich halb Sechs aufgestanden. Super Entscheidung, mache ich morgen wieder. Nachdem ich fertig mit Duschen, Kaffee und Küche aufräumen war, konnte ich noch zehn Minuten Twitter lesen, dann hörte ich J. quaken. Also fix zu Jott ins Schlafzimmer geflitzt, J. rausgenommen, Jott gesagt das sie weiterschlafen soll und leise das Schlafzimmer verlassen. Drei Minuten später hörte ich auch G., also das selbe Spiel nochmal: Leise rein, Jott nochmal sagen das sie schlafen kann, G. rausholen.
Ich fütterte die beiden parallel, machte J. tagfein, flitzte ins Kinderzimmer wo sich M. mittlerweile meldete, kuschelte mit M. und ließ ihn ein bisschen malen, während ich G. wickelte und ebenfalls tagfein machte. Als wir gerade alle zum Frühstück in die Küche umziehen wollten, wachte Jott endgültig auf und konnte sich direkt an den (leider noch leeren) Frühstückstisch setzen.
Ich drück uns die Daumen, dass es morgen wieder so gut läuft.

Zum Sonntag vom Wochenende in Bildern.

Pixelmator gekauft. Nach Kündigung meines Creative-Cloud-Abonnements (das Foto-Abo) war ich auf der Suche nach einem Tool zum Bearbeiten von Bildern, das auf Kernfunktionen zur Bildbearbeitung beschränkt ist, eine für mich gut benutzbare Oberfläche bietet und mit einer Einmalzahlung gekauft werden kann. Nach Ausprobieren der kostenlosen Demo war ich sehr zufrieden und erwarb daher heute mit dem frischen, neuen April-Budget Pixelmator.

Was schön war: Bei Blume2000 im Forum gabs heute Tulpen-Restbestände. Pro Bund 2 Euro, im Bund waren je 8 bis 10 Tulpen. Ich kaufte fünf Bund, aus denen Jott zwei große bunte Sträuße erstellte, die nun Wohnzimmer und Küche verschönern.

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Journal

Journal Freitag, 31.3.2017

Beim M. ins Bett bringen eingeschlafen. Ich kanns noch.

Im Büro spielte ich Erklärbär für das PM-Team. Die benötigen mehr technisches Hintergrundwissen und das darf ich ihnen vermitteln. Heute war Bestandsaufnahme, anschließend erklärte ich unseren Entwicklungs-Workflow.

Das hat Spaß gemacht.

Der Morgen war wieder entspannt, es lief im Endeffekt wie gestern ab: Ich konnte mich in Ruhe fertig machen, Kaffee trinken, und dann kamen nach und nach die Kinder und Jott.

Warum die Forderung, dass Kinder in der Schule programmieren lernen sollen, vielleicht doch keine ausschließlich gute Idee ist.

Fand ich spannend, vor allem weil es sich teils auch mit meinen Erfahrungen deckt. In meinem Umfeld ist es so, dass ständig neue Software auf den Markt kommt, die bereits jetzt zum Teil meine Arbeit machen kann. Das wird in den nächsten Jahren nicht besser, ganz im Gegenteil. Klar muss diese Software bedient werden, aber das müssen keine Leute machen mit Kenntnissen von Programmiercode. D.h. ich glaube, dass der Markt auf dem ich beispielsweise tätig bin, sich in den nächsten Jahren stark verändert und das jemand, der heute das lernt, was ich im Beruf so brauche, in fünf Jahren eventuell schon gar nicht mehr gefragt ist.

Sinnvoller wäre es meiner Meinung nach übrigens, Schülern grundlegende Fähigkeiten zur Lösung von Problemen beizubringen (also methodisches Vorgehen, Auswahl der richtigen Werkzeuge), ihnen ein Basiswissen über die „digitale Sphäre“ und die Zusammen zu vermitteln sowie ihnen die Fähigkeiten in die Hand zu geben, sich selbstständig immer komplexere Inhalte zu erschließen.
Ein Mittel dazu kann die Programmierung sein, muss es aber nicht.

Was schön war: Die ruhigste Mittagspause seit langem- nämlich ganz allein. Der Großteil meines Teams war im Urlaub/ in Terminen, und so konnte ich mich in aller Ruhe in den Pausenraum setzen, meine Tortellini essen und mich über die Stille freuen.

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Journal Donnerstag, 30.3.2017

Heute startete der Tag wunderbar entspannt: Nachdem ich mit Duschen, Spüler ausräumen und Kaffee kochen fertig war, meldete sich mit J. das erste Kind. Den wickelte und fütterte ich, dann war M. an der Reihe: Wachkuscheln war angesagt. Gerade als er sich die Augen reibend hinsetze, kam Jott mit G. ins Kinderzimmer. Zwei Erwachsene auf zwei Kinder ist ein traumhafter Schnitt, und so zog sie auf seinen Wunsch M. an, während ich G. fütterte.
Danach gab es Frühstück für Jott, M. und mich, während die Zwillinge in ihren Wippen saßen, wippten und erzählten.
So kann es ruhig öfter sein- also das die Kinder nach und nach kommen, nicht gleichzeitig.

M. ist ja momentan nicht so dafür zu begeistern, Bescheid zu sagen wenn er aufs Klo muss. Das führte zu einer Notfall-Wickel-Aktion in einem Wartehäuschen am Ostkreuz. Zum Glück war die Wickeltasche noch gepackt, wenngleich die Windeln inzwischen etwas zu klein sind…

Bei J. scheint ein Knoten geplatzt zu sein: Seit ein paar Tagen gluckst und brabbelt er vor sich hin und reagiert (lächeln, mehr Geräusche), wenn wir mit ihm sprechen/ seine Geräusche nachmachen.
Das beruhigt mich ein wenig, ich hatte mir schon Sorgen gemacht weil er seiner Schwester da ziemlich hinterher hinkte.

Die Müllabfuhr kam heute erst 20:15 Uhr- gerade, als ich M. zu Bett brachte. Das Rumpeln der Mülltonnen durch den Hausflur sorgte dann auch für eine kurze Unterbrechung beim Einschlafen.
Doofe Müllmänner.

Im Büro gab es heute ein Update zur Übernahme durch die Riesen-Firma Anfang des Jahres. Vorgetragen wurde, welche Fortschritte es gibt (z.B. Vereinheitlichung von Strukturen) und was noch gemacht werden muss. Besonders spannend: Wir bekommen nun ein umfangreiches Schulungs- und Weiterbildungsprogramm. Ich muss mich da morgen gleich mal bei unserer neuen HR-Frau schlau machen. Die vorgestellten Kernthemen (Kommunikation, Projektmanagement, Technik) klangen auf jeden Fall spannend.

Der Arbeitsforscher André Spicer über das Aufweichen der Grenze zwischen Arbeit und Freizeit und über den Wahn, dass Arbeit Spaß machen soll: „Arbeit ist Scheiße„.

In einem meiner ersten Jobs in einer jungen, kleinen Agentur wurde irgendwann eine Wii angeschafft. Darauf wurde dann zwei, drei Mal im Rahmen kleinerer Agentur-Events gespielt und danach nicht mehr. Stattdessen gab es, als ein Kollege und ich mal während der Arbeitszeit Wii gespielt haben- eine halbe Stunde vor Feierabend!- irritierte Blicke.

Algorithmen vs. Humanismus. Das ist dann quasi die Schattenseite der Künstlichen Intelligenz und eine gute Ergänzung zum Artikel von Sascha Lobo, den ich vor ein paar Tagen teilte.
Wie ein Kommentator sagte: Es geht immer darum, wie etwas interpretiert, bzw. bewertet wird…

Frau Fragmente über Gedenken und Erinnerungen.

Was schön war: G. ins Bett bringen (nach ihrem ersten Aufschrecken, nachdem Jott sie zu Bett brachte). J. ins Bett bringen (er wachte kurz danach wieder auf, Jott übernahm). M. ins Bett bringen (lief glatt).

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Journal Mittwoch, 29.3.2017

In den letzten Tagen und Wochen merkte ich, dass mir morgens ein wenig Zeit fehlt, wenn ich zwischen halb und dreiviertel 6 aufstehe. Die Konsequenz daraus ist ein Verschieben meiner Aufstehzeit auf irgendwann zwischen 5 und viertel 6- im Idealfall habe ich so ungefähr 20 Minuten, um mich fertig zu machen, bevor mir ein Kind in den Arm gedrückt wird.

M. erzählt seit ein paar Tagen ununterbrochen. Er plappert alles nach, führt Nonsens-Gespräche und plappert vor sich hin. Das ist einerseits furchtbar niedlich, andererseits aber, gerade gegen Abend, etwas anstrengend…

Zeit, die ich die Zwillinge heute wach sah: ~1h. Beide zusammen. Mehr als 30 Stunden Arbeiten gehen und Pendeln vertragen sich äußerst schlecht mit Familienleben.
Meine Hochachtung an Jott, die die Zwillinge im Endeffekt rund um die Uhr allein betreut.

Tagesspiegel-Reporter Jens Mühling klappert alle 96 Ortsteile von Berlin ab und schreibt darüber. Bislang war er in Adlershof, Alt-Hohenschönhausen und Alt-Treptow.

Ein ziemlich bedrückender Text über eine langjährige Ehe: Geliebt haben sie sich nie. Klar ist nie alles kitschig rosa, aber sein Leben lang mit einem Menschen verbringen, über den man nach 64 Jahren sagt, dass man nie zusammengepasst hat? Das erscheint mir doch mehr Selbstaufgabe, als sein muss.

Was schön war: Der Kaffee in völliger Ruhe am Morgen.

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Journal Dienstag, 28.3.2017

Keine besonderen Vorkommnisse.

Ich bin ein großer Fan des „Primitive Technology“-Kanals auf YouTube (und des dazugehörigen Blogs). Es ist unglaublich spannend zu sehen, wie mit den einfachsten Materialien immer ausgefeiltere Hütten/ Werkzeuge/ Gegenstände entstehen. Außerdem ist’s ganz entspannend, weil der Kanalbetreiber nicht großartig im Video erklärt, sondern einfach „nur“ zeigt, wie er arbeitet.
Im aktuellen Video Primitive Technology: Termite clay kiln & pottery baut er sich aus dem Ton von Termitenhügeln einen Brennofen und brennt darin Dachschindeln, Töpfe und einen Ton-Blasebalg, um seinen Brennofen effizienter belüften zu können. Einfach irre.

Ach ja, protip: Für mehr Informationen zum Vorgehen unbedingt die Untertitel im Video einschalten. Über die wird einiges erklärt.

Sascha Lobo über künstliche Intelligenz. Wir leben in spannenden Zeiten.

Was schön war: Mit M. ein Eis auf dem Weg nach Hause teilen.

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Journal Montag, 27.3.2017

G. hats mal wieder erwischt, sie hat ’ne Erkältung. Ihre Nase ist in allen Positionen außer der senkrechten dicht, auch die Nasentropfen helfen diesmal nur begrenzt. Weil sie nach dem Einschlafen mehrmals wieder aufwachte und auf Grund der verstopften Nase schlechte Laune hatte, trage ich sie gerade noch herum. Das hat für uns beide Vorteile: Sie kann so schlafen, und ich brauche keine Decke in meiner ungeheizten Kammer- G. heizt ganz schön.

M. futtert seit ein paar Tagen wie ein Scheunendrescher. Heute Abend waren es ein Ei, ein halber Apfel, vier Scheiben Brot, und ein paar saure Gurken. Wenn das so weitergeht, verpuppt er sich demnächst und wird zum wunderschönen Schmetterling (Spaß, ist er doch schon). Vielleicht wächst er ja gerade wieder?

In der KiTa war M. heute morgen recht kuschelbedürftig mit dem Hang zum Weinerlichen (ersteres yay, letzteres nay). Bevor er aber wirklich losweinte, weil „Papa Arbeit!“, konnte ich ihn durch einen gemeinsamen Blick in seine Brotdose dazu animieren, zielstrebig in den Esstisch am Gruppenraum zu laufen. Jott hatte nämlich eine Mini-Salami eingepackt, und auf die steht M..

Im Büro in der Kundenkommunikation ein „Programm“ in einer von uns gebauten Website zu erklären versucht. Nach gut anderthalb Stunden waren zwei Entwickler und ich an dem Punkt, dass wir die ersten Schritte aufskizzieren konnten, und dann… „irgendwas“ passiert (nicht unser Code, nicht einsehbar, aber trotzdem… das ist schon uncool). Ich hab das natürlich noch hübsch verpackt und das „irgendwas“ mit ein paar fundierten Vermutungen dem Kunden erklärt. Ich hoffe, das reicht.

Nettes Feedback von einer Kollegin bekommen. Zusammen mit dem positiven Feedback eines Kollegen in der letzten Woche macht das Mut.

Der Künstler Hans Hack hat die Zerstörung Aleppos auf Berlin und London projiziert. Das ist erschütternd, in manchen Kiezen, teilweise sogar Bezirken, würde kein Stein mehr auf dem anderen stehen.

Ein spannender Beitrag über „Minderheitensprachen“ (alle Sprachen, die nicht lateinische Buchstaben nutzen- mit „Minderheitensprachen“ wie Chinesisch oder Arabisch- deswegen auch die Anführungszeichen) und ihre schriftliche Abbildung in Zeichensätzen. Sehr technisch, aber interessant: Eher kann jemand das „Pile of Poo“-Emoji 💩 verwenden, als beispielsweise auf Bengali seinen Namen korrekt schreiben.

Noch ein halbes Jahr, dann fährt die S3 wieder auf der Stadtbahnstrecke. Ich freu mich drauf, wenn das Umsteigen am Ostkreuz ein Ende hat. Auch schön zu lesen: Die derzeitige Aufzug- und (Roll-)Treppensituation am Ostkreuz ist nicht final und wird optimiert.

Was schön war: M. und ein anderes Kind in der Bahn interagieren sehen. M. war erst schüchtern und brauchte einen kleinen Anschubser („Wink doch mal und sag hallo“), war dann aber sehr aufgeschlossen und freundlich (er sagte tatsächlich „Hallo Kind“, ich schmiss mich innerlich fast weg). Und das andere Kind auch.