Hammer Woche. Fast anderthalb Arbeitstage ab Dienstag rausgearbeitet, das schlaucht ganz schön. Daher: Bett.
Autor: herrpaul_
Journal Mittwoch, 14.11.2018
Siehe gestern. Von 8 bis 18 Uhr im Büro gewesen, zu Hause auch noch Abends gearbeitet. Um die Kinder hat sich heute zu 98% Jott gekümmert, ich bin ihr sehr dankbar– und auch dafür, dass sie ihre heiß ersehnte, weil seit langer Zeit ausgefallene, Gesangsstunde erneut ausfallen ließ. Ich hatte von 16 bis 18 Uhr eine Telko, bei der ich schlichtweg nicht fehlen konnte.
Freitag Mittag sollte alles überstanden sein, zumindest in diesem Projekt. Das andere Projekt, für das am Freitag eine große Code-Auslieferung stattfindet, muss gerade etwas warten…
Journal Dienstag, 13.11.2018
Sehr lange gearbeitet, die elf gestern erwähnten unterschiedlich großen Features planen sich nicht von allein (schön wär‘s– wobei, dann wär‘ ich arbeitslos). Daher heute gewissermaßen ein Nicht-Beitrag.
Journal Montag, 12.11.2018
Die Woche startete nicht ganz wie geplant- Jott musste morgens direkt von der KiTa aus zur Unfall-Ambulanz fahren, weil J beim Hineinrennen in die KiTa stürzte und dabei die Haut unterhalb der Unterlippe punktierte. Es muss wohl ziemlich schlimm geblutet haben, Jott war ein wenig durch den Wind als wir uns in der Unfall-Ambulanz trafen. J hingegen war recht fröhlich– als ich reinkam, teilte er mir ganz begeistert mit, dass er Busse gesehen habe und die draußen seien.
Wir hatten dann die Behandlung zwischen „Nähen unter Vollnarkose“ und „Pflaster drauf und von selbst zuwachsen lassen“ und entschieden uns für letzteres. J bekam ein großes blaues Pflaster (das er sich binnen drei Minuten runterpopelte) und dann wars das. J durfte wieder in die KiTa, Jott ins Büro und ich ins Home Office.
Die Nacht verlief… okay. Die Kinder waren etwas unruhig und meldeten sich öfter als sonst über das Babyphone und M zog gegen halb Vier zu uns um, weil er Angst hatte. Nichtsdestotrotz lief das besser als erwartet.
Heute Nacht hat M ein Nachtlicht. Mal gucken ob er das nachts bedienen kann.
Im Büro die gute Nachricht bekommen, dass ein Kunde gern sein Restbudget für 2018 bei uns unterbringen möchte (das hört man gern). Bis Donnerstag Abend müssen elf unterschiedlich große Features geplant werden– von mir, zusätzlich zum Tagesgeschäft. Das wird eine spannende Woche.
Morgen findet mein Jahresendgespräch statt. Das wird aus mehreren Gründen interessant. Der offensichtlichste ist, dass erstmals ein inzwischen firmenweit etabliertes Kompetenzmodell zur Einordnung der Fähigkeiten der Mitarbeiter dazu herangezogen wird. Ich hab mir das heute Abend ausgiebig angeguckt und mich darin verortet. Morgen gegen Mittag findet der Abgleich mit der Verortung durch meine Teamleiterin statt. Mal schauen, was dabei rauskommt. Ich bin natürlich total kompetent und souverän, deswegen bin ich auch höchstens ein bisschen nervös.
Was schön war: Der Umstand, dass J halt J ist und sich von so einer durchtackerten Lippe nicht sonderlich im J-sein stören lässt.
Journal Sonntag, 11.11.2018
Bis 8 Uhr geschlafen, die Zwillinge kamen halb Zwölf, halb Drei und halb Sechs.
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Vormittags kamen Freunde mit Kind zu uns und blieben bis zum Abend. Jott und Freundin A gingen vor dem Mittagessen ins Forum Köpenick, wo heute ein großer Kinder-Flohmarkt stattfand. Freund S mitsamt Kind blieb bei uns, wir aßen gemeinsam Mittag, legten die Kinder zum Mittagsschlaf hin, und dann waren die Frauen auch schon zurück und berichteten, wie ungeheuer voll das Forum gewesen sei. Anschließend setzten wir uns alle in der Küche an den Tisch– im Wohnzimmer schlief das Freunde-Kind–, erzählten und lachten viel und freuten uns über die Ruhepause dank schlafender Kinder.
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Gegen Dreie brachte meine Mama M zu uns zurück. Er kam gerade rechtzeitig zu Kaffee und Kuchen. Die Umgestaltung des Kinderzimmers fand er spannend, er kletterte zuerst ins Hochbett und schaute sich alles von oben an.
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Nach Kaffee und Kuchen gingen wir alle zusammen eine Runde spazieren. Auf dem Weg lag eine Brücke über die Erpe, auf der wir öfter Enten gucken. J, momentan nicht ohne seine Spielzeugstraßenbahn irgendwohin gehend, wurde von mir ermahnt, dass er bitte auf eben jene aufpassen solle– doch es kam, was kommen musste: Die Straßenbahn fiel in die Erpe und trieb mit der Strömung davon. Ein untröstliches Kind, zwei aufgeregte Geschwister, ein angenervter Vater. Dann: Auftritt Helden-Papa. Ich flitzte am Ufer entlang, versuchte die Straßenbahn mit den Armen zu erreichen, das misslang. Flitzte ein bisschen weiter, fand einen langen Stock, lehnte mich übers Wasser, angelte nach der Straßenbahn, konnte sie dank Stock und Strömung ans Ufer lenken und herausfischen.
Zurück auf die Brücke zu den Kindern, J wütet weil ich ihm die Straßenbahn nicht SOFORT gebe sondern schaue, ob sie in seine Tasche passt, um ein nochmaliges Herunterfallen zu verhinden.
Kinder…
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Hand hoch übrigens, wer die Mütze von J wieder erkennt…
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Auch auf dem Spaziergang: Nebel.

Das war sehr beeindruckend, wie mit einem Mal der Weg von Nebel verschluckt wurde, weil eine Nebelbank wanderte.
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Die Kinder schliefen heute nach ein bisschen Überredung alle im selben Zimmer ein. M im Hochbett, die Zwillinge darunter. Jott und ich haben unser Schlafzimmer seit ewig zum ersten Mal wieder allein.
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Was schön war: Der ganze Sonntag.
Journal Samstag, 10.11.2018
Die Nacht verlief gut, bzw. normal. Das J und G anders schlafen, machte sich nicht bemerkt.
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Vormittags baute Jott über die Zwillings-Matratze Ms neues Hochbett drüber. Die Zwillinge und ich waren währenddessen draußen, ich mit dem Buggy und sie auf ihren Puky Wutschs. Innerhalb von anderthalb Stunden schafften wir es einmal um den erweiterten Block: Immer ging es vor und zurück und wieder vor und dann mussten wir bei dem einen Bagger anhalten, Treppen hoch und runter laufen, eine Rampe runterfahren… Es ist schon faszinierend, wie völlig normale, unscheinbare Dinge die beiden begeistern können.
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Ich bin ab sofort für einen Hundehalterführerschein und drakonische Strafen bei Nicht-Beseitigung von Hunde-Haufen. Es ist absolut nicht feierlich, was für ein Zickzack wir heute teilweise laufen mussten. Je mehr sich die Kinder vom Buggy lösen, desto größer werden meine Probleme damit, das irgendwelche asozialen Arschgeigen nicht in der Lage sind, die Hinterlassenschaften ihrer Hunde aufzuräumen.
Generell kann ich den ganzen Müll und Dreck, der hier im Stadtbild allgegenwärtig ist, gerade nur ganz schwer verkraften. Das ist wirklich eine äußerst unschöne Seite von Berlin.
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Zum Mittagsschlaf war Jott mit Bettaufbauen fertig, die Zwillinge durften erstmals unter dem Hochbett schlafen. Das taten sie allerdings erst gute anderthalb Stunden nachdem wir sie hingelegt hatten und auch nur, weil Jott sich dazu legte. Zu spannend war das Hochbett, immer wieder mussten sie raufklettern um darauf zu hüpfen…
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Nachmittags trafen wir uns mit Bekannten, um gemeinsam auf dem nahe gelegenen Abenteuerspielplatz beim vorgezogenen Sankt-Martins-Umzug teilzunehmen. Womit wir allerdings nicht gerechnet hatten war, dass offenbar ganz Köpenick den selben Plan hatte. Der Abenteuerspielplatz platzte aus allen Nähten, schön war das nicht mehr. Wir guckten uns das ganze ein bisschen an, bestaunten die Feuershow (die nur durch viel Glück ohne Verletzte endete) und setzten uns dann zu Beginn des Umzuges ab (zuviel Leute, zuviel Chaos, schon spät).
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Letztens Hemden bestellt, bei Seidensticker. Die kamen am Montag, heute war dann endlich Zeit und Ruhe für die Anprobe. Sie passen alle und sehen toll aus. Ich hab jetzt also eine Hemdenmarke/ einen Shop und muss mir nie wieder Gedanken darum machen– ich kaufe halt nur noch da (im Sale).
Jetzt brauch ich das noch für Hosen und Schuhe.
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Nach Babylon Berlin gucken wir nun die dritte Staffel von Lucifer. Sie fängt vielversprechend und spannender an als die zweite. Nach anderthalb Folgen war trotzdem Schluss, Jott war nämlich auf der Couch eingeschlafen.
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Wie soll eine Familie so etwas durchstehen?
Mit immer dicker werdenden Kloß im Hals gelesen. Was haben wir für ein verdammtes Glück, dass die Kinder und wir gesund sind.
via
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Was schön war: Nach dem Frühstück mit den Zwillingen durch die Wohnung toben.
Journal Freitag, 9.11.2018

Die Zwillinge schlafen ab heute nicht mehr in ihren Gitterbetten, sondern einem großen Doppelbett. Das Einschlafen dauerte ein bisschen länger als sonst, die beiden waren sehr aufgeregt und alberten noch eine ganze Weile rum.
Wir sind gespannt, wie die Nacht wird. Ich hoffe ja, dass sie, wenn sie aufwachen, sich gegenseitig beruhigen können.
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M wurde ja bis vor kurzem von zwei anderen Kindern stark geärgert (die Erzieherin hatte es als „geht schon fast in Richtung Mobbing“ bezeichnet). Eines der Kinder kannte ich schon, das ist in Ms Alter, die beiden gingen zusammen in den Nestbereich. Das andere Kind lernte ich die Woche kennen. Ich wusste nur, dass es älter als M ist, mehr nicht. Dementsprechend erwartete ich da einen großen Kerl, mindestens einen Kopf größer als M. Tja. Da lag ich falsch- das Kind ist ein kleines Kerlchen, tatsächlich eher einen halben Kopf kleiner als M, recht schmächtig. Vermutlich ist er neidisch auf M, weil er selbst nur ein halber Hering ist und M das Gegenteil davon (eventuell kann ich das fremde Kind nicht leiden).
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Mit nur zwei Kindern ist alles so einfach und entspannt, es ist der Wahnsinn.
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Nachmittags und Abends Nebenhöhlenschmerzen und Rotz aus der Hölle gehabt. Erstmal ‘ne Ibu eingeschmissen, das war kein Zustand. Zum Glück hatte ich auch vom letzten Infekt noch Sinupret, das muss es jetzt die nächsten Tage richten.
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Frau Novemberregen bloggt wieder (is‘ ja auch November). Wenn das mal kein Grund zur Freude ist!
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Ohrwürmer, es ist schlimm. Oder auch nicht – Rebellion – Canute The Great (The King Of Danish Pride). Das ist quasi eine vertonte Geschichtsstunde. Besonders eingebrannt hat sich die Textstelle „
My troops are Viking warriors
And we sail the river Themse
“. Ach, ich mag diese Art von Musik.
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Über diesen Tweet ziemlich aufgeregt. Vor allem über „Menschen im urbanen Raum brauchen kein Auto […]“. Ich seh das etwas anders. Wir leben hier ja auch in einem urbanen Raum, wenngleich etwas am Rande, und wenn ich mir vorstelle wie unser Leben mit drei kleinen Kindern und nicht um die Ecke lebender Familie ohne Auto aussieht, wird mir ganz anders. Wir haben zwar das große Glück, dass der ÖPNV hier bei uns noch ganz gut ausgebaut ist (etwas weiter östlich sieht das schon ein bisschen anders aus), aber es ist eben kein großes Vergnügen mit drei Kindern in vollgestopften Bussen und Bahnen unterwegs zu sein. Abgesehen davon sind die Verbindungen mit dem ÖPNV mitunter einfach schwach: Teilweise benötigen wir mit Bus und Bahn für die selbe Strecke mehrfach so lange wie mit dem Auto, einfach weil es keine Direktverbindung gibt bzw. die Abfahrtszeiten schlecht getaktet sind. Und längere Fahrten zur Familie wären aus gepäcktechnischen Gründen ohne Auto kaum zu bewältigen.
So sehr ich mir das Gegenteil wünsche, aber zumindest aktuell ist und bleibt das Auto ein extrem wichtiger Mobilitätsfaktor.
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Was schön war: Abends mit Jott im Wohnzimmer versacken.
Journal Donnerstag, 8.11.2018

Die Kinder haben jetzt super coole temporäre Tattos. Ich hatte das vor kurzem bei Twitter gelesen und im empfohlenen Shop ganz viele tolle Motive gefunden und direkt bestellt.
M war sehr skeptisch und hat sich seinen Hasen sehr schnell wieder entfernt, aber die Zwillinge fanden‘s toll und gingen damit in die KiTa.
Was die drei noch nicht wissen: Ich habe noch Dino-Tattoos, Piraten-Tattoos, Baustellenfahrzeuge-Tattoos… Die werden Augen machen!
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M wird die nächsten Tage im Brandenburgischen verbringen. Da kann er sich ausschlafen und ausruhen und verwöhnen lassen. Und wir haben auch ein bisschen mehr Ruhe, das kommt uns sehr gelegen…
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… denn wir wollen am Wochenende das Kinderzimmer umbauen. Die Zwillings-Gitterbetten kommen raus, ein Hochbett mit Doppelbett drunter kommt rein. Ins Hochbett soll M rein, die Zwillinge sollen sich das breite Bett teilen. Mal schauen, ob das funktioniert.
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Während Jott nach der Arbeit zu IKEA fuhr und alles notwendige kaufte, badete ich die Zwillinge und aß mit ihnen zu Abend. Das Baden war anstrengend, während ich G die Haare wusch, turnte J nackig auf dem Klo rum und machter allerhand Blödsinn.
Das ist derzeit ein echtes Problem: Sobald wir uns einem Zwilling zuwenden, macht der andere irgendwas das er nicht machen soll.
Heute morgen beispielsweise schnappte sich J die Zahnpastatube und nuckelte sie genüßlich leer, während G sich von mir die Zähne putzen ließ.
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Unspektakuläres Runterarbeiten im Home Office. Einiges über SEO gelernt.
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Verschreiber des Tages: Vollmolch-Schokolade. Wär eigentlich ganz cool, wenn sie nach dem Abbeißen wieder vollständig „heilt“, d.h. Schoki nachwächst…
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Was schön war: Drölfzig Körbe Wäsche gefaltet und, soweit es ging, direkt verräumt. Das Wohnzimmer wirkt gleich wieder größer…
Journal Mittwoch, 7.11.2018
Noch 7% Akku. Leben am Limit. Reicht es oder muss ich aufstehen?
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Morgens. Zwei von drei Kindern marschieren fröhlich aus der Wohnung raus. Ich bin irritiert, suche das dritte Kind. Jott auch. Es ist alles ruhig, nichts regt sich. Das Wohnzimmer ist leer, das Schlafzimmer ist leer, das Bad auch. Bleibt die Küche und das Kinderzimmer. Das Kinderzimmer habe ich von der Eingangstür aus im Blick, da ist auch niemand drin. Also die Küche. Die Tür ist nur angelehnt, das Licht ist aus… und am Herd steht ein kleines Mädchen, die Hand in einer Kekstüte, die Backen so voll das der Mund nicht zugeht, und lächelt ertappt.
Gerissene kleine G. Böse konnten wir ihr nicht sein.
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Nicht pendeln zu müssen tut richtig gut. Ich bin direkt ein bisschen entspannter.
Einziger Nachteil: Ich bewege mich viel viel weniger. Gerade mal um die 6000 Schritte ging ich gestern, das ist nur die Hälfte eines normalen Tages.
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Guter Tag im Home Office. Keine Störungen, den normalen Ablenkungen kann ich auch besser widerstehen, und ich kann mir meinen Kram gut einteilen. Macht Spaß und es kommt was bei rum.
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M machte heute in der KiTa freiwillig Mittagsschlaf, obwohl seine Freunde spielen gingen. Sachen gibts. Aber laut den bei der Abholung anwesenden Erzieherinnen machen das mittlerweile immer mehr Kinder, das Partizipationsprojekt* scheint also zu funktionieren.
Weil er Abends nicht ganz so durchhing wie sonst, wollte er auch direkt nicht einschlafen. Anstatt lange zu diskutieren oder ewig bei ihm zu liegen (und selbst einzuschlafen), durfte er zu uns ins Wohnzimmer kommen und sich auf dem Sessel einkuscheln. Da saß er dann, schaute ein bisschen der Kochshow im Fernseher zu, wurde immer ruhiger und ließ sich irgendwann von mir auf die Couch legen, wo er innerhalb von fünf Minuten einschlief.
Das machen wir jetzt einfach immer so, das ist viel entspannter als die beiden o.g. Optionen.
*Die Kinder dürfen selbstständig aussuchen, ob sie Mittagsschlaf machen, drinnen ruhig spielen oder draußen spielen wollen. M war bislang immer draußen.
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Bringmeister für den 9.11. zwischen 9 und 11 Uhr bestellt. Mein innerer Monk jubelt ein bisschen.
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4% Akku. Geschafft.
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Was schön war: Alle Kinder putzten Abends OHNE Schreien und Winden und Festhalten die Zähne. Die Zwillinge folgten Ms Beispiel und ließen sich genauso wie er die Zähne putzen. Das hat NOCH NIE so gut funktioniert.
Journal Dienstag, 6.11.2018
Viel „Spaß“ bei der KiTa-Abgabe gehabt. Das KiTa-Gartentor war verschlossen, ich musste mit dem Wagen durchs Haus. Im Haus fiel vom rechten Hinterrad ein Gemisch aus Blättern und … Matsch? Nein, Hundekacke, ab, das musste ich folglich erstmal entsorgen. Dann wollte M nicht allein seine Hausschuhe aus der Garderobe seiner Gruppe holen, folglich stiefelten wir zu viert– die Zwillinge mussten natürlich mit, sonst hätten sie ein Mords-Theater gemacht– von der Zwillings-Garderobe im Erdgeschoss zur M-Garderobe im ersten Stock. Dort zog M sich um, die Zwillinge schubsten sich derweil von zwei Kinderstühlen, auf denen sie eigenlich sitzen sollten, und fingen dann an die Stühle umherzutragen und sich gegenseitig damit zu buffen (ich warte auf den Tag, an dem sie sich wie beim Wrestling mit einem Stuhl eins überziehen). Als M fertig mit umziehen war, fiel ihm aber ein, dass er noch pullern muss. Also ab aufs Klo, wieder mit allen dreien. Dort dann die Erkenntnis: M muss nicht nur pullern. Und das „Nicht nur pullern“ dauerte und dauerte und dauerte. Die Zwillinge kletterten währenddessen auf den Wickeltisch der großen Kinder, inspizierten die einzelnen Kabinen und jagten sich um die Waschbecken in der Mitte des Raums. Irgendwann war M fertig, ich durfte ihn abwischen und fand heraus, weshalb er das Klopapier immer knüllt: Auch zweimal gefaltet war das KiTa-Klopapier sehr dünn und hielt dem Wischvorgang nicht stand. Fluchen, M sauber machen, mich sauber machen, dann konnten wir wieder ins Erdgeschoss laufen. Dabei fiel mir auf, dass J verdächtig herumstakste… Seine Windel war voll, wir liefen also direkt in die nächste Toilette, wo ich ihn wickelte. Währenddessen vertrat M seinen kleinen Bruder würdig und machte mit G genausoviel Unfug wie sie oben mit J. Trotz Herumtoben schaffte es G allerdings auch noch, ihre Windel zu füllen…
Nachdem sie dann auch mit einer frischen Windel versorgt war, konnte ich die Kinder endlich abgeben. Wo dann J und M auffiel, dass sie ja eigentlich gar nicht in die KiTa wollten, und sich an mich klammerten (G lief schnurstracks in den Raum, schnappte sich ein Spielzeug und ward nicht mehr gesehen). Der Abschied fand also unter reichlich Tränen statt.
… und das alles mit dickem Kopf und heiser und hustend und schniefend und k.o.
Zu Hause brauchte ich erstmal ‘ne halbe Stunde, um mich wieder zu sammeln.
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Eigentlich hätte ich mir ja gewünscht, im Home Office meine Stimme schonen zu können. Daraus wurde leider nichts, ich verbrachte den Großteil des Tages in Gesprächen und krächzte gegen Ende des Arbeitstages nur noch vor mich hin.
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Eines der Gespräche war ein Telefonat mit Kollegen, das anders als erwartet auf Englisch stattfinden sollte. Uff. Mein Englisch ist, sagen wir mal, ausbaufähig, und vor allem habe ich bei sowas erstmal eine dicke fette Blockade und komme nicht auf die einfachsten Wörter. Ich erbat mir also, das wichtigste kurz auf Deutsch sagen zu dürfen, und glitt dann irgendwann, als der Kopf wieder mitmachte, ins englische. Ging dann auch irgendwie, mir fehlt halt jegliche Übung und ‘ne Menge Vokabeln (was heißt bitte Vormittag? Ach egal, ich sag einfach “before midday“, wird schon passen…). Im weiteren Gesprächsverlauf wurde es besser, der französischstämmige Kollege verstand letztendlich alles.
Puh.
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Das Home Office für diese Woche war eine gute Idee.
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Was schön war: Wieder einiges gelernt im Rahmen meines Großprojekts.