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Journal Sonntag, 26.8.2018

Puh, Glück gehabt, heute war ein okayer Tag.

Morgens probierte ich die Jott-Strategie: Als die Zwillinge kurz nach Sechs wach waren, ging ich rein, gab beiden eine kleine Flasche und machte die „Es ist noch Schlafenszeit-Ansage“. Die wirkte, sie schliefen nochmal ein gutes Stündchen bis ungefähr Viertel Acht.

Apropos Flasche: Mittlerweile bekommen J und G keine Milchpulver-Milch mehr, sondern lauwarme Hafermilch. Jott hat sie im Urlaub umgewöhnt. Funktioniert gut, die beiden lassen sich dadurch auch beruhigen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück schnappte ich mir alle Kinder und ging mit ihnen auf den Piratenspielplatz in der Nähe. Dort wuselten sie umher, spielten miteinander und mit mir und waren recht ausgeglichen.

Zum Mittagessen gab es eine Premiere: Wir haben die Baby-Hochstühle gegen mitwachsende Kinderstühle (wir haben die hier), auf denen auch schon M saß, getauscht. Die Zwillinge saßen also erstmals richtig mit am Tisch. Das lief ganz gut: Sie machten zwar eine ganze Menge Faxen weil die Stühle wesentlich mehr Bewegungspotential bieten als die Ikea-Hochstühle mit ihren Gurten, aber nichtsdestotrotz saßen sie insgesamt recht ruhig und futterten vor sich hin.

Der Kuchen schmeckt übrigens klasse. Beim nächsten Mal muss ich aber die Pflaumen noch etwas dichter legen.
Die Kinder mögen ihn allerdings nicht (G nur, wenn sie gerade Lust hat)- was ich jetzt nicht sonderlich schade finde…

Nachmittags gingen wir allesamt wieder auf den Spielplatz. M spielte den Großteil der Zeit mit einem anderen Kind und kam nur gelegentlich zu uns. Das war klasse und lässt auf eine Zeit hoffen, wenn alle drei das machen. Die Zwillinge kletterten mit Jotts Unterstützung ein bisschen, sodass ich tatsächlich 15 Minuten einfach nur auf der Bank sitzen konnte (und nach M guckte, damit der nicht allzuviel Unfug trieb).

Beim Abendbrot eskalierte G vor sich hin, was in einem Rausschmiss mündete. Wir boten ihr diverse Sachen zum Essen an, die sie aber allesamt nicht wollte- obwohl sie davor drauf gezeigt hatte. Irgendwann gab es dann nichts neues mehr, was sie zu lauten, extrem schrillen Kreischen, Heulen und Bocken verleitete. Mir riss dabei der Geduldsfaden: Ich trug sie ins Kinderzimmer und ließ sie allein drin- alles muss ich mir auch nicht bieten lassen.
Nach zwei Minuten hatte sie sich auf wundersame Weise beruhigt, als ich sie wieder in die Küche holte benahm sie sich ganz manierlich.

Weiterhin normale Pupse (Püpse?) von G und keine Anzeichen für einen Magen-Darm-Infekt. Kack-Windeln gab’s heute allerdings auch nicht. Naja. Dürfen sich die Erzieherinnen in der KiTa morgen drüber freuen.

Ich habe mir kürzlich eine ergonomische Maus bestellt und bin nach einer kurzen Zeit der Nutzung schwer begeistert. Die Handhaltung ist tatsächlich sehr angenehm. Jetzt muss ich nur mal nach einer halbwegs okayen Tastatur gucken. Ich hab zwar keine Beschwerden, aber ab und an denke ich mir doch, dass die Haltung recht unbequem ist. Und ein bisschen Vorbeugen/ Vorsorge kann ja nicht schaden- ich will schließlich noch eine ganze Weile weiter am Rechner arbeiten können.

Was schön war: Wie J und G sich beim Abendessen gegenseitig fütterten. Goldigst.

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Journal Samstag, 25.8.2018

Die Kinder waren heute sehr oft furchtbar drauf. Heulen, schreien, miteinander streiten… Schlimm. Irgendwann hat’s sogar Jott, die ja nun wirklich leidensfähig duldsam ist, gereicht.
Dabei fing der Tag ganz gut an: Sie schliefen bis ungefähr halb Sieben, dann spielten wir, frühstückten, spielten wieder, dann ging Jott mit den Zwillingen raus und ließ M bei mir. M war anfangs noch gut drauf, das schlug aber irgendwann mittendrin um, und als Jott mit den Zwillingen wiederkam waren die auch extrem schlecht drauf. Nach dem Mittagsschlaf setzte sich das bei allen drei Kindern fort, sodass Jott und ich fix und alle waren, als wir am frühen Nachmittag zu Bekannten aufbrachen.

Mit ein bisschen Pech scheint sich G einen Magen-Darm-Infekt eingefangen haben (wenn wir Glück haben, ist es irgendwas anderes- Zahnen, nur eine Erkältung, halt was harmloses). Sie hat seit Tagen sehr weichen Stuhl, heute habe ich zusätzlich Schleim in der Windel gesehen (jaja, muss der denn das so schreiben?!). Wir haben das die Tage auf die leichte Schulter genommen, weil sie keinen richtigen Durchfall hat und wir zu Hause nur vollgepullerte Windeln von ihr hatten- ihr großes Geschäft verrichtet sie werktags exklusiv in der KiTa. Außerdem konnte sie ganz normal pupsen, die Pupse rochen auch nicht nach einem Infekt (bei Magen-Darm-Infekten riechts ja gern mal besonders bösartig). Tjo. Heute Abend war sie aber doch recht quengelig, hatte offenbar Bauchschmerzen und eben einen schleimigen Stuhl.
Ich hoffe inständig, dass es kein Magen-Darm-Infekt ist und sie kommende Woche ganz normal in den Kindergarten gehen kann.

Warum ich das hoffe? Ich kann doch jetzt nicht schon wieder im Büro fehlen, ich bin ja inzwischen fast öfter krank geschrieben als im Büro. Anfang September habe ich ein (reguläres) Personalgespräch (das war eigentlich mal für Ende Juni angesetzt, aber bislang waren entweder unsere Personalerin oder ich krank oder im Urlaub), in dem ich eigentlich zum ersten Mal seit zwei Jahren Vertragsanpassungen besprechen wollte- aber ich habe die große Sorge, dass mir die häufigen Fehlzeiten da einen Strich durch die Rechnung machen. Ich bin schon froh, dass bislang keine Anmerkungen diesbezüglich kamen (abgesehen vom Umstand, dass ich durch Fehlzeiten bislang ein sehr großes Projekt nicht als TPL begleiten konnte), aber irgendwann wird das passieren.
Mit anderen Worten: Ich mach mir so ein paar Sorgen um den Job.


Kommt gerade aus’m Ofen. Eigentlich war der Plan den über Mittag zu backen, wenn die Zwillinge schlafen. Dafür setzte ich mit M zusammen am Vormittag den Teig an (Jott war mit den Zwillingen außer Haus). Aber dann dauerte der Hefeteig ewig: Er war zu flüssig trotz der im Rezept angegebenen Menge Milch, sodass ich eine ganze Weile da stand und immer noch ein bisschen Mehl nachkippte, um endlich eine ordentliche Konsistenz hinzubekommen. D.h. ich konnte am Vormittag nicht noch die Pflaumen entkernen und schneiden. Und da die Zwillinge Mittags nur eine Stunde schliefen (daher auch ihre furchtbare Laune am Nachmittag), fehlte da leider die Zeit dazu. Aber jetzt ist er fertig gebacken, schmeckt hoffentlich köstlich und wird uns morgen den Tag versüßen.

M war beim Backen mit Feuer und Flamme dabei und hat bei allen Schritten total großartig mitgeholfen. Das war sehr zeitintensiv, hat aber ziemlich Spaß gemacht. Sein Highlight: Die den Vorteig aufessenden und dann Blubberblasen reinpupsenden Hefe-Tierchen (Himmel, wie erklärt man sowas bitte dreijährigen-gerecht?).

Die Zwillinge verweigern sich seit dem Urlaub ihren Schlafsäcken und schliefen die letzten Wochen mit langen Schlafanzügen und leichten Decken. Die langen Schlafanzüge deswegen, weil sie sich binnen drei Minuten frei strampelten.
Wo jetzt absehbar ist, dass es Nachts doch mal kühler werden kann, hat Jott Ms erstes richtiges Bettzeug rausgeholt und für G noch Decke und Kissen gekauft. Hoffentlich strampeln die beiden die richtigen Decken nicht auch weg- nicht, dass sie nachts ohne Decke schlafen und dann auskühlen.

Mir gruselt es nach dem heutigen Tag vor morgen. Wenn die Kinder nochmal so drauf sind, laufe ich schreiend weg.

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Journal Freitag, 24.8.2018

Heute Home Office bzw. Waschtag (die erste Waschmaschine lief ab 6 Uhr, die letzte Trockner-Ladung war 18:30 Uhr fertig und es fehlt nur noch eine Maschine 40°C-Wäsche). Vormittags Konfenrenzschaltung, Nachmittags dann Projektarbeit. In der Mittagspause (gut abgepasst) kam die Lieferung von Bringmeister. Das sieht übrigens so aus:

Diese Woche war es besonders viel, weil Kühlschrnank und Vorratsschrank gähnend leer waren.

Die erste volle Arbeitswoche nach langer Pause ist überstanden. Ich bin ganz schön k.o., aber es lief besser als erwartet. Die viele Bewegung (die Wege zur und von der Arbeit) war ganz gut, ich fühle mich körperlich fitter als noch zu Beginn der Woche. Treppen sind trotzdem noch nicht schön, nach drei Stufen fühl ich mich komplett erschöpft. Teilweise kommt auch Schwindel dazu, das ist unschön. Und meine normale Laufzeit vom Alex zum Büro und zurück, die zu normalen Zeiten 17 bis 20 Minuten betrug, beträgt jetzt eher 25. Naja. Das wird schon alles wieder.

Die BVG nimmt in unserer Straße Gleisbauarbeiten vor, schon seit ’ner ganzen Weile. Die sollten eigentlich bis diesen Freitag abgeschlossen sein…

Am vergangenen Montag haben die Bauarbeiter die Straßendecke abgefräst, seitdem ist da nichts passiert (NICHTS!). Und nach „wird in zwei, drei Tagen fertig“ sieht das nicht aus. Für die andere Straßenseite haben sie sechs Wochen gebraucht…
Wir haben dadurch gerade die A…karte. Die von uns oft zum Parken genutzten Seitenstraßen sind nicht ohne weiteres erreichbar, und auf der gegenüberliegenden Straßenseite gibt es natürlich nicht genügend Parkplätze. Jott verbringt teilweise 20 bis 30 Minuten mit der Parkplatzsuche, und meist müssen wir mit den Kindern ein ordentliches Stück zum Auto laufen.
Ich bin sehr gespannt, wie lange die Bauarbeiten noch dauern, und vor allem wie die Verspätung kommuniziert wurde (bislang gar nicht).

Nach dem Wochenende in Magdeburg und Umgebung vermisste ich meine Nagelschere. Weil sie unauffindbar war und sich auch bei Jotts Mama nicht einfand, sah ich mich schon eine neue kaufen und war reichlich unfroh darüber- gute Linkshänder-Nagelscheren kosten doch etwas mehr als normale Rechtshänder-Nagelscheren. Aber! Heute Abend hatte ich eine Idee, auf die mich Jott (unabsichtlich) gebracht hatte. In ihrem Körbchen im Bad fand ich nämlich einen mir gehörenden Nagelknipser- und kam eben daraufhin auf den Gedanken, doch mal in ihrer Waschtasche vom letzten Wochenende nach der Schere zu suchen. Bingo! Da war sie drin. Nochmal Glück gehabt und Geld gespart.

M wird ab September einmal die Woche am Musikunterricht in der KiTa teilnehmen. Heute war eien Schnupperstunde, und da war er total begeistert bei der Sache. Auf dem Heimweg hat er die ganze Zeit neue Lieder gesungen :)

Ab August zahlen wir für alle drei Kinder nur noch das Essensgeld und keinen KiTa-Beitrag. Tolle Sache.

Was schön war: Kein stundenlanges S-Bahn-Fahren heute.

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Journal Donnerstag, 23.8.2018

Beim Zubettbringen von M wieder eingeschlafen. Jetzt: Bett.

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Journal Mittwoch, 22.8.2018

Die Zwillinge sind mehrere Abende in Folge wirklich genau in dem Moment aufgewacht, als ich ins Bett gehen wollte. Das ist ’ne Sache, die mich sehr, sehr aufregt- den ganzen Abend sind sie ruhig, aber just in dem Moment in dem ich dann den Tag für beendet erkläre, wachen sie auf. Ich kann’s mir nicht erklären. Die Uhrzeiten waren unterschiedlich, es kann nicht am plötzlich fehlenden Geräuschpegel liegen… Ich glaub, die riechen das.

Aber, immerhin: Heute Nacht schliefen sie von ~23 Uhr bis ~Dreiviertel Sechs (J) durch (kam in den letzten Tagen auch nicht vor). Toll, wie erholsam sechs Stunden ungestörter Schlaf sein können. Ich schiebe es auf die gesunkenen Temperaturen, wir hatten heute morgen tatsächlich nur 18°C im Schlafzimmer und da schläft es sich natürlich wesentlich angenehmer als bei 25°C. Somit setze ich große Hoffnungen auf den Herbst bzw. die mit ihm stattfindende Abkühlung.

Am Bahnhof Köpenick wird der Aufzug erneuert/ ausgetauscht/ erweitert, in Folge dessen ist der Bahnhof bis Oktober/ November (so genau lässt sich das nicht herausfinden) nicht barrierefrei. Möp. Das nächste Vierteljahr sollten wir da also mit dem Zwillingswagen einen Bogen drum machen.

Im Büro nahm ich heute an einem nahezu ganztägigen Workshop zum Thema UX teil. Total spannend & lehrreich, das war ein richtig guter Tag.

Nachmittags erstmals seit langem die Kinder von der KiTa abgeholt. Lief gut, zu Hause war ich allerdings ordentlich platt.

G drehte abends ordentlich am Rad. Sie verweigerte sich nahezu allem und verbrachte den Abend größtenteils mit Bocken inklusive der dazugehörgen akustischen Untermalung. Ich war sehr sehr sehr froh, als sie endlich schlief. Im Vergleich dazu waren M und J die reinsten Musterknaben.

Beim Zubettbringen von M eingeschlafen. Zum Glück nur eine Stunde bis kurz nach 21 Uhr- so hatte ich noch genügend Zeit, Frühstück und Mittagessen für morgen zuzubereiten (und das hier zu schreiben). Wach ist trotzdem anders, deswegen besteht große Vorfreude auf’s Bett.

Was schön war: Auf dem Weg zur KiTa ein Eis (Schoko, Trüffel) bei Da Dalt.

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Journal Dienstag, 21.8.2018

Wieder schlecht geschlafen, Ruhe war erst ab irgendwas gegen drei Uhr. Das schlaucht.

Die Blutabnahme heute morgen war entspannt. Großer Fortschritt im Vergleich zum letzten Mal (zur Krankheits-Hochphase): Ich konnte sitzen bleiben und das Blut floss tatsächlich auch. Beim letzten Mal tröpfelte es nur ein bisschen und ich hing ewig an der Nadel.
Mitte September ist der Auswertungstermin. Mal gucken was rumkommt.

Emsiges Arbeiten im Büro. Urlaubs- und krankheitsbedingt kann ich bei einem unserer größeren Projekte ein bisschen entwickeln (Fehler bereinigen und optisches Finetuning betreiben). Macht auch mal wieder Spaß.

Nach der Heimkehr fix die Brot- und Vesperdosen der Kinder für morgen vorbereitet. Gerade, als ich fertig wurde, kamen Jott und die Kinder zurück. Die Kinder und ich sind dann in den Innenhof gegangen und haben gespielt- ich war ein großer Tunnel und die Kinder sind mit diversen Fahrzeugen zwischen meinen Beinen durchgefahren.
Zwischendurch musste ich eingreifen, weil sich M natürlich zielsicher eines der Dreiräder für die Zwillinge geschnappt hatte und das größere Laufrad ignorierte- mit dem Ergebnis, dass G Laufrad fahren wollte, aber nicht hochkam, und daher nicht gerade glücklich war… Nach kurzer Diskussion fuhr M Laufrad und G bekam das Dreirad.

Beim anschließenden Abendbrot verweigerten sich die Zwillinge- sie aßen einfach nicht. Und das, obwohl Frühstücks- und Vesperdosen nahezu unberührt wieder nach Hause mitkamen. Entweder haben sie eine unglaublich große Portion zum Mittagessen gegessen, oder- tja, was oder?

Die Weckersuche gestaltet sich schwierig. Entweder sind sie hässlich oder mit Funktionen überladen (und hässlich), oder in den Reviews steht, dass die Weckzeit ungenau eingestellt werden kann oder sich der Wecker verstellt, wenn er umfällt. Herrje. Ich muss wohl doch beim Smartphone bleiben.

Vor kurzem habe ich mir versehentlich Skype 8 installiert (einmal nicht aufgepasst und einen Button gedrückt…). Das ist ganz anders als Skype 7 (neue Programmierung, neue Oberfläche, alles neu). Inzwischen hab ich mich einigermaßen dran gewöhnt, bis auf eine Kleinigkeit: In Skype 7 konnte ich mit der Tastenkombination cmd + Pfeil links/ rechts zwischen Chats wechseln. In Skype 8 geht das nicht mehr und das macht mich wahnsinnig. Nachdem ich tat, was ich immer tue, wenn irgendwas nicht geht (meckern, ignorieren, noch mehr meckern), googlete ich heute also mal nach, fand nichts, schrieb einen Beitrag ins Skype-Forum und bekam als Antwort, dass das halt noch nicht geht, aber der Feature-Wunsch an das Entwicklungsteam herangetragen wird. Naja. Immerhin. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass mit einem der nächsten Updates das Wechseln zwischen Chat mittels Shortcuts wieder funktioniert.

Wo die Berliner herkommen. Ganz spannend. Ich bin einer von 202.191 Brandenburgern, die es nach Berlin verschlagen hat.

Was schön war: Gemeinsames Mittagessen mit Kollegen auf der Dachterasse.

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Journal Montag, 20.8.2018

Die Nacht war ziemlich durchwachsen… M wuselte rum und wollte alle Nase lang was zu trinken, dann jammerte G, dann nochmal G, dann auch J. Letztendlich war an erholsamen Schlaf erst ab Zweie oder so zu denken. Und das, obwohl ich extra früh ins Bett gegangen war. Kinder, nee.

Wie erwartet war der Arbeitsweg wesentlich anstrengender als die Zeit im Büro. Treppen sind momentan der Endgegner, als ich in Köpenick und am Nachmittag am Alex vom Erdgeschoss zum Gleis hochlief hätt ich mich danach direkt hinsetzen und ausruhen können. Morgens hatte ich wenigstens das Glück, in der Bahn einen Sitzplatz zu bekommen und mich während der Fahrt ausruhen zu können, das war Nachmittags leider nicht so.

Im Büro sehr warm willkommen geheißen worden. Offenbar wurde ich ein bisschen vermisst- sowohl von Kollegen als auch Kunden.

Während meiner Abwesenheit ging eine Mail rum mit dem ungefähren Inhalt, dass doch bitte derjenige, der die letzte Tasse Kaffee nimmt, gefälligst neuen Kaffee kochen soll. Zur Sicherheit (und ein bisschen als Gag) in Deutsch, Englisch und Spanisch, wir haben mehrere Kollegen die kaum oder kein Deutsch sprechen. Diverse Kollegen fühlten sich anschließend bemüßigt, diese Ermahnung in ihre entsprechende Muttersprache zu übersetzen (oder mit ihren Sprachkenntnissen anzugeben) und an den Verteiler zu schicken- binnen eines Nachmittags kamem Französisch, Italienisch, Polnisch, Russisch, brazilianisches Portugiesisch, Chinesisch und Japanisch hinzu.
Das ist schon ziemlich cool :)

Wenn ich dagewesen wäre, hätte ich mit meinem großen Latinum protzen können drei Stunden googlen können, wie ich den Satz richtig auf Latein formuliere, nur um dann weinend aufzugeben weil ich innerhalb von 12, 13 Jahren ALLES vergessen habe.

Ebenfalls während meiner Abwesenheit wurden mir mehrere Fortbildungen genehmigt. Das freut mich sehr.

Ich möchte gern mein Smartphone aus dem Schlafzimmer verbannen und bestellte mir daher gestern einen Wecker. Der kam heute an und ich war sehr zufrieden- bis ich die Weckfunktion testete. Auf 5 Uhr gestellt, piepste der Wecker sowohl fünfzehn Minuten vorher als auch nachher. Und DAS kann ich ja mal gar nicht brauchen- nicht, wenn es morgens um jede Minute geht die ich noch im Bett liegen könnte.
Der Wecker geht also zurück.

Jott hat’s beim Zubettbringen von M volle Kanne entschärft. Sie schläft und schläft und schnarcht ganz leise ein bisschen vor sich hin (nein Spaß, das ist natürlich M mit seiner Schnupfnase).

Morgen muss ich zum Blutabnehmen zu meiner Hausärztin. Ich hatte gehofft, drumherum zu kommen, weil ja im Zuge der Diagnose für das Pfeiffersche Drüsenfieber das letzte große Blutbild erst vor kurzer Zeit erstellt wurde. Leider muss ich doch hin- und ich darf davor nichts essen…

Was schön war: Wieder arbeiten zu gehen.

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Journal Sonntag, 19.8.2018

Wieder zu Hause. Morgen beginnt der Ernst des Lebens die Arbeit wieder.

Nachdem die Zwillinge sich gestern Abend ordentlich ausgepowert hatten, schliefen sie heute morgen ein bisschen länger- nämlich bis kurz nach Acht. Ich bin aber nicht zu 100% sicher, ob das nicht eventuell auch andere Gründe gehabt haben könnte… Als die beiden nämlich gegen Viertel Sieben in ihren Betten standen und quietschten, machte Jott die Ansage, dass es jetzt eine Guten-Morgen-Flasche gäbe und sie sich dann aber bitte nochmal hinlegen werden- gefolgt von einem „Und jetzt schlafen!“, nachdem die Flaschen leer waren.
Woran es auch lag- das Ergebnis zählt, und das sah so aus, dass wir eben etwas länger als sonst schlafen konnten.

M übrigens war früher als wir wach und tapperte nach dem Aufwachen aus seinem Schlafzimmer, dass er sich mit Jotts Bruder teilte (die Alternative wäre gewesen, dass er zwischen Jott und mir liegt, und das wollten wir nicht) durchs Haus, wurde von Jotts Papa aufgelesen und durfte zusammen mit ihm eine Folge Paw Patrol gucken.
Ich bin diesbezüglich hin- und hergerissen- was wäre gewesen, wenn Jotts Papa nicht zufällig schon wach gewesen wäre?! Naja. Ging ja alles gut aus.

Nach einem Frühstück bei Jotts Papa packten wir unsere Habseligkeiten und die Kinder zusammen und fuhren in die Gaststätte von gestern Abend, wo es ein Restefrühstück für die Übernachtungsgäste gab. Die Kinder schlugen beim Kuchen gnadenlos zu, was uns aber ganz recht war. Wir wollten nämlich ungefähr zur Mittagessenszeit los und hatten während der Tagesplanung darauf gebaut, dass sich die Kinder beim Brunch satt äßen und bei der anschließenden Autofahrt ihren Verdauungs- und Mittagsschlaf halten würden. Funktionierte auch wie geplant, G war nach fünf Minuten eingeschlafen, J nach 20 Minuten und M nach 45 Minuten (das ist gut, meist hält er sich ja trotzdem irgendwie wach).

Zuhause verbrachten wir den Nachmittag mit Bekannten und Nachbarn im Innenhof. Die Kinder spielten (miteinander), wir erzählten. War schön.

Abends war bei mir die Luft raus und ich entsprechend dünnhäutig- das passte nicht gut zu den ebenfalls dünnhäutigen, weil auch Luft raus und müde, Kindern. Aber das Abendprogramm lief trotzdem ganz passabel ab, inklusive Baden, Befüttern und Vorbereitungen für den nächsten Tag (Jott sei Dank).

Jetzt: Rucksack packen für morgen (wegen der langen Fehlzeit fahre ich ins Büro und arbeite nicht aus dem Home Office), Zähneputzen, Pullern und ab ins Bett*.

Was schön war: Nachdem die Zwillinge im Bett lagen, tönte noch eine ganze Weile ein doppelstimmiges „Ei… Ei… Ei… Ei…“ aus dem Zimmer- die beiden bekuschelten ihre Kuscheltiere, die natürlich auch ganz müde waren und in den Schlaf gestreichelt werden mussten (eine meiner besseren Ideen).

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Journal Samstag, 18.8.2018

Hochzeitstag Zwei, Kirche mit Familie und Freunden und Bekannten. War schön, so insgesamt. Schön und anstrengend, nach einem langen Tag auf den Beinen bin ich rechtschaffend k.o. und freue mich auf’s Bett.

Den Traugottesdienst verpasste ich leider zum Großteil, die Zwillinge beschlossen nach ungefähr einer Viertelstunde, dass ihnen nach Krawall und Remmidemmi zumute sei und dafür war die Kirche eindeutig der falsche Ort- zusammen mit der Frau von Jotts Papa ging ich mit J und G nach draußen. Nach einer halben Stunde leistete uns auch M Gesellschaft, der immerhin nahezu 45 Minuten durchgehalten hatte.
Das wenige, das ich mitbekam, deutete aber auf einen sehr schönen Gottesdienst hin :)

Die Zwillinge verzichteten nach dem Mittagessen auf ihren Mittagsschlaf und hingen am Nachmittag ordentlich durch. G hatte noch eine kleine Kraftreserve, weil sie auf der Fahrt zur Kirche im Auto 20 Minuten schlief, aber J entschärfte es bei Kaffee und Kuchen. Noch während wir den Zwillingsbuggy in den Festsaal der Gaststätte schoben, schlief er darin ein und ließ sich weder von den Gästen noch vom DJ aufwecken. Als er nach einer halben Stunde aufwachte, war er ziemlich groggy und brauchte fast 20 Minuten, bis er sich soweit gefasst hatte, dass er auch ein Stück Kuchen essen konnte.
G hielt uns allerdings während seines Schlafs gebührend auf Trab, sodass uns nicht langweilig wurde.

Am Nachmittag wurde ein Theaterstück für das Brautpaar aufgeführt. Diesmal übernahmen Jott und ihre Schwester die Zwillinge, sodass M und ich zugucken konnten. So glich es sich aus. M war sehr fasziniert und hing den Schauspielern an den Lippen, das war furchtbar niedlich.

Zwischen Theaterstück und Abendessen und auch danach spielten die Kinder mit und ohne Erwachsene viel herum. Je später es wurde, desto mehr wunderte ich mich über ihre Ausdauer (und war auch neidisch)- 20:30 Uhr pesten sie trotz wenig bis gar keinem Mittagsschlaf immer noch recht munter durch den Garten. Dafür schliefen sie nach Ankunft „zu Hause“ (bei Jotts Papa) aber binnen 10 (Zwillinge) bzw. 15 (M) Minuten. Ordentlich müde gespielt, würde ich sagen.

Was schön war: Dieser Hochzeitstag. Und die Ruhe, seitdem die Kinder im Bett sind und Jott zurück zur Party gegangen ist.

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Journal Freitag, 17.8.2018

Hochzeitstag Eins, Standesamt im engsten Kreis (die Heiratenden + Kinder + Enkel). Jotts Mama und ihre Partnerin Frau sind jetzt offiziell und richtig verheiratet und ich freue mich total- zum einen eben über die Hochzeit an sich (#besteschwiegermütter + ich bin halt ein alter Kitsch-Paul) und zum anderen über den Umstand, dass die beiden das inzwischen auch bei uns „richtig“ dürfen.

Nach dem Standesamt fuhren wir wieder zurück in die Wohnung, um die Zeit bis zum Abendessen zu überbrücken. Die Kinder schlugen sich, bis auf ein paar Ausreißer, ganz gut. Ich durfte M beim Löschen von Bränden und Retten von Katzen aus Bäumen helfen- er war Feuerwehrmann Sam und ich sein Kollege Elvis. Und als ihm das nicht mehr gefiel, spielten wir Paw Patrol (und retteten unter anderem wieder Katzen aus Bäumen).
Einschub: Ich finds ja schon recht cool, wie sehr diese Serien seine Fantasie anregen und wieviel er davon in sein Spiel einfließen lässt. Beim Gucken ist er zwar im Zombie-Modus, aber wenn er das Gesehene anschließend beim Spiel Revue passieren lässt, die Geschichten erweitert und seine Mitspieler gewissermaßen „dirigiert“, dann ist das schon sehr faszinierend. Ich muss auch tatsächlich genau das selbe sagen wie die Serienfiguren, da hat er ein unglaubliches Gedächtnis („Nein Papa, Marshall sagt immer »Ich bin ein Ruff-Ruff-Rettungshund«, das musst Du auch sagen!“).

Am späten Nachmittag machten wir uns allesamt auf den Weg in ein nahegelegenes Restaurant zum gemeinsamen Abendessen. Das war kinder- und wespenbedingt ein bisschen trubelig und chaotisch, aber auch hier hielten sich die Kinder gut. Wir waren allerdings auch ganz gut vorbereitet (Stifte, Spieltiere, Kinder-Zeitung und Smartphone/ Tablet für den Fall der Fälle, wenn alles andere versagen sollte) und als die Kinder (eigentlich nur die Zwillinge) gar nicht mehr still sitzen konnten, schnappten Jott und ich uns jeder einen der beiden und spazierten mit ihnen durch die Gegend, bis es Zeit wurde nach Hause zu gehen und die Kinder ins Bett zu bringen.
Insgesamt war das alles recht entspannt und ruhig. Zum Zeitpunkt des Schreibens ist’s allerdings auch gut und genug und ich freue mich sehr auf das Bett.

G hat in den letzten Wochen einen beachtlichen Bock Trotzkopf entwickelt und steht ihrem Bruder J nur noch in wenigen Punkten nach. Sie schafft es mittlerweile auch, eine halbe Stunde in den höchsten Tönen zu kreischen und zu weinen, wenn sie ihren Willen nicht bekommt und die Welt nicht so reagiert, wie sie das gern hätte. Gern und oft auch beim Zubettbringen- weil Schlafen, pffff, das ist was für Babys. Während wir also J ins Bett legen, er sich zufrieden umdreht und drei Sekunden später schläft (nur minimal übertrieben), legt J einen Trotzanfall par ex­cel­lence hin und lässt sich erst nach beträchtlicher Zeit beruhigen.
Ich hoffe- wie auch bei J-, dass sie das nur zu Hause macht.

Was schön war: Vormittags im Wohnzimmer mit Jott, Jotts Bruder und den Kindern ganz viele Kinderlieder singen. Jotts Bruder trommelte ein bisschen, Jott sorgte für die richtigen Töne, M sang klar und hell mit und ich brummte leise vor mich hin.