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Journal Dienstag, 6.11.2018

Viel „Spaß“ bei der KiTa-Abgabe gehabt. Das KiTa-Gartentor war verschlossen, ich musste mit dem Wagen durchs Haus. Im Haus fiel vom rechten Hinterrad ein Gemisch aus Blättern und … Matsch? Nein, Hundekacke, ab, das musste ich folglich erstmal entsorgen. Dann wollte M nicht allein seine Hausschuhe aus der Garderobe seiner Gruppe holen, folglich stiefelten wir zu viert– die Zwillinge mussten natürlich mit, sonst hätten sie ein Mords-Theater gemacht– von der Zwillings-Garderobe im Erdgeschoss zur M-Garderobe im ersten Stock. Dort zog M sich um, die Zwillinge schubsten sich derweil von zwei Kinderstühlen, auf denen sie eigenlich sitzen sollten, und fingen dann an die Stühle umherzutragen und sich gegenseitig damit zu buffen (ich warte auf den Tag, an dem sie sich wie beim Wrestling mit einem Stuhl eins überziehen). Als M fertig mit umziehen war, fiel ihm aber ein, dass er noch pullern muss. Also ab aufs Klo, wieder mit allen dreien. Dort dann die Erkenntnis: M muss nicht nur pullern. Und das „Nicht nur pullern“ dauerte und dauerte und dauerte. Die Zwillinge kletterten währenddessen auf den Wickeltisch der großen Kinder, inspizierten die einzelnen Kabinen und jagten sich um die Waschbecken in der Mitte des Raums. Irgendwann war M fertig, ich durfte ihn abwischen und fand heraus, weshalb er das Klopapier immer knüllt: Auch zweimal gefaltet war das KiTa-Klopapier sehr dünn und hielt dem Wischvorgang nicht stand. Fluchen, M sauber machen, mich sauber machen, dann konnten wir wieder ins Erdgeschoss laufen. Dabei fiel mir auf, dass J verdächtig herumstakste… Seine Windel war voll, wir liefen also direkt in die nächste Toilette, wo ich ihn wickelte. Währenddessen vertrat M seinen kleinen Bruder würdig und machte mit G genausoviel Unfug wie sie oben mit J. Trotz Herumtoben schaffte es G allerdings auch noch, ihre Windel zu füllen…
Nachdem sie dann auch mit einer frischen Windel versorgt war, konnte ich die Kinder endlich abgeben. Wo dann J und M auffiel, dass sie ja eigentlich gar nicht in die KiTa wollten, und sich an mich klammerten (G lief schnurstracks in den Raum, schnappte sich ein Spielzeug und ward nicht mehr gesehen). Der Abschied fand also unter reichlich Tränen statt.

… und das alles mit dickem Kopf und heiser und hustend und schniefend und k.o.

Zu Hause brauchte ich erstmal ‘ne halbe Stunde, um mich wieder zu sammeln.

Eigentlich hätte ich mir ja gewünscht, im Home Office meine Stimme schonen zu können. Daraus wurde leider nichts, ich verbrachte den Großteil des Tages in Gesprächen und krächzte gegen Ende des Arbeitstages nur noch vor mich hin.

Eines der Gespräche war ein Telefonat mit Kollegen, das anders als erwartet auf Englisch stattfinden sollte. Uff. Mein Englisch ist, sagen wir mal, ausbaufähig, und vor allem habe ich bei sowas erstmal eine dicke fette Blockade und komme nicht auf die einfachsten Wörter. Ich erbat mir also, das wichtigste kurz auf Deutsch sagen zu dürfen, und glitt dann irgendwann, als der Kopf wieder mitmachte, ins englische. Ging dann auch irgendwie, mir fehlt halt jegliche Übung und ‘ne Menge Vokabeln (was heißt bitte Vormittag? Ach egal, ich sag einfach “before midday“, wird schon passen…). Im weiteren Gesprächsverlauf wurde es besser, der französischstämmige Kollege verstand letztendlich alles.
Puh.

Das Home Office für diese Woche war eine gute Idee.

Was schön war: Wieder einiges gelernt im Rahmen meines Großprojekts.

2 Antworten auf „Journal Dienstag, 6.11.2018“

Ich habe ja kürzlich gelernt: die absolute Weltsprache ist nicht Englisch, sondern schlechtes Englisch. Also alles richtig gemacht :-D

Da bin ich dann gut dabei :) Das ist aber das wirklich schöne: Ein bisschen Englisch versteht nahezu jeder, und es ist großartig wie gut man sich damit (und mit Händen und Füßen) verständigen kann.

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