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WMDEDGT?

Journal Montag, 5.11.2018 – #WMDEDGT 11/18

[Mehr WMDEDGT?-Einträge bei Frau Brüllen.]

Bei Weckerklingeln 5:17 Uhr erkältungsbedingt ziemlich gerädert aufgewacht. Kurz mit dem Gedanken gespielt, liegen zu bleiben und mich krank zu melden, den aber verworfen weil ich halt einfach schon viel zu viele Fehltage habe. Geduscht, Jott geweckt, Frühstück, Kinder wecken + anziehen und in die KiTa gebracht. Dort können sich J und M schwer von mir lösen und weinen, aber gut, da müssen sie und wir gelegentlich durch. Knapp die Bahn nach Hause verpasst und ~15 Minuten an der Straßenbahnhaltestelle gewartet. Ich hätte laufen können, hatte aber so gar keine Lust und las den Feedreader leer.
Zu Hause schnell ‘ne Waschmaschine angeschmissen, Kaffee aufgesetzt, Tee aufgesetzt, die Aufbruch-Hinterlassenschaften beseitigt und gegen 8:30 Uhr mit der Arbeit begonnen.
Dann: In Ruhe in den Arbeitstag gestartet. Tagesplanung, Nachbuchen von abgelehnten Zeiterfassungseinträgen, zwei drei Mails, Projektupdates, und dann waren die erste anderthalb Stunden rum und es war Zeit für unser Daily Standup. Heute nahm ich per iPhone von der Couch teil, das ist schon sehr praktisch wenn man nicht an einen Schreibtisch gebunden ist.
Nach dem Daily wieder weiterarbeiten. Ich sichtete für ein Forschungsprojekt die eingehende Kundenkommunikation und kategorisierte sie ein. Monkey Work, aber ab und an erträglich. Dabei mit Excel herumgespielt, viel gelernt und am Ende festgestellt, dass eine Papier-Stift-Strichliste der beste Weg zur Dokumentation der Kategorien und der Häufigkeit ist.
Zum Glück zog es sich nicht zu lange, 13 Uhr war eine einstündige Kundentelko, dann Mittagspause (Milchreis mit Zucker, Zimt und Apfelmus), dann eine andere Kundentelko und dann kam für 15 Uhr ein überraschendes zweites Daily rein. Das konnte nur bedeuten, dass irgendwas passiert war, und mein Riecher trog mich nicht. Angekündigt wurden personelle Veränderungen, danach war ich erstmal überrascht und klickte ein bisschen unkonzentriert vor mich hin. Aber nicht lange, kurz nach halb Vier klappte ich den Rechner zu und holte die Kinder ab.
In der KiTa war alles in Ordnung, die drei hatten ganz gute Laune. Auf dem Weg zur Straßenbahn sang M ein Kacke-Lied und G freute sich, dass sie auch „Kacke“ und „pupert“ und „kackert“ sagen konnte. Ich nicht so, aber was willste machen.

Zu Hause dann Chaos, alle Kinder rannten wild umher, machten sich einen Spaß draus im Flur das Licht auszuschalten und rannten im Dunklen weiter. Das das keine schlaue Idee war, merkten G und M sehr fix, J hatte wie üblich Glück und stolperte und stieß sich kein einziges Mal. Irgendwann legte ich den Sicherungsschalter um, weil mich das ständige Licht an Licht aus so nervte. Das tat dem Vergnügen keinen Abbruch. Als ich in der (hellen) Küche stand und einen Granatapfel für die Granatapfelquarkspeise zubereite, rannten die drei immer noch durch den Flur. Irgendwann rummste es gehörig und dann kam ein heulender M zu mir in die Küche, ließ sein Aua pusten und sah anschließend interessiert dem Granatapfelgemetzel zu. Normalerweise funktioniert ja das Draufhauen mit einem Holzlöffel zum Lockern der Kerne ganz gut, heute aber nicht. Bereits der zweite oder dritte Schlag sorgte für ein Aufplatzen des Granatapfels, wodurch ich die sehr fest sitzenden Kerne per Hand rauspulen musste. Das war ein rechtes Massaker und ich bin froh über das schwarze Shirt, das seitdem sehr fruchtig riecht…
Die Zwillinge leisteten M beim Zugucken recht schnell Gesellschaft, und kurz bevor ich fertig war kam dann auchb Jott nach Hause. Während ich die Quarkspeise zubereitete, begann sie die Kinder zu baden. Ich unterstützte sie ein wenig, und während Jott Haare kämmte und Nägel schnitt, bereite ich das Abendessen und die Brotbüchsen vor. Beim anschließenden Abendessen hatte G keinen rechten Hunger und störte uns andere, sodass sie recht fix spielen gehen durfte.
Gegen 19 Uhr war das Essen vorbei, die Kinder putzten noch ihre Zähne und dann brachte ich die Zwillinge ins Bett, während Jott sich um M kümmerte. Halb Acht schliefen die beiden, nun folgte M. Jott und ich brachten ihn heute gemeinsam ins Bett, Jott wollte nämlich „Das Grüffelokind“ vorlesen und das wollte ich auch hören. Aus dem Bett aufzustehen fiel schwer, aber die Küche sah noch mistig aus und außerdem wollte ich das Staffelfinale von “This is us“ im Fernsehen nicht verpassen.
Nach dem Küche aufräumen spielte ich ein paar Runden Hearthstone, dann holten Jott und ich die heutige Folge GSZS nach (unser guilty pleasure) und dann begann 21 Uhr die letzte Folge von Staffel 2 “This is us“. Wie immer ganz großartig.
Danach unterhielten Jott und ich uns noch lange, bis sie gegen 23 Uhr ins Bett ging. Ich schrieb diesen Beitrag und folge ihr nun auch.

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Journal Sonntag, 4.11.2018

Vormittags bastelten wir alle zusammen in der Küche mit Salzteig. Die Idee war großartig und kam von Jott, die Kinder waren sämtlichst Feuer und Flamme und für mindestens eine Stunde beschäftigt.

Jott hat dankenswerter Weise das Rezept für den Basis-Teig veröffenlicht:

2 Tassen Mehl, 1 Tasse Salz, 1 Tasse warmes Wasser und ca 1-2 TL Öl.

Für uns fünf hat sie die doppelte Menge zubereitet. Die Farben wurden mit Lebensmittelfarbe hergestellt.

Was die Zwillinge machen, wenn sie fünf bis zehn Minuten unbeaufsichtigt sind (Jott kochte mit M in der Küche das Mittagessen, ich leerte die Waschmaschine): Sie räumen die Klamottenschubladen aus.

Das sind dann die Momente, wo mir der Dampf aus den Ohren quillt.

Mittags mit M zusammen den dritten Teil von Ice Age geschaut. Wir amüsierten uns köstlich.

Nachmittags mit Sack und Pack zu Besuch bei Bekannten. Kaffee, Kuchen, Kwatsch Quatsch machende Kinder.

Spätes Abendbrot im Wohnzimmer auf der Couch, nochmal mit Ice Age 3 (zumindest dem Anfang).

Wir sind mit der zweiten Staffel von Babylon Berlin durch, Mediathek sei Dank. Die Geschichte hat ordentlich angezogen, ich saß bei den letzten fünf, sechs Folgen kerzengerade und sehr gespannt vor dem Fernseher. Tolle Serie, ich hoffe Staffel 3 kommt bald frei verfügbar raus.

Was schön war: Wieder bis halb Acht schlafen können. Die Nacht war zwar eher unschön, aber das Ausschlafen hat‘s dann ein bisschen rausgerissen.

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Journal Samstag, 3.11.2018

Die Kinder haben durchgeschlafen! Paaaarty! J meldete sich kurz vor 6 Uhr, bekam ‘ne Flasche und schlief weiter bis halb Acht. Total irre.

Nachdem ich mich nach dem Abklingen der Symptome und Nachwirkungen des Magen-Darm-Infekts für vier, fünf Tage wieder gesund fühlte, hat mich die nächste Erkältung erwischt. Nichts zu schlimmes (Halsschmerzen, Gliederschmerzen, ich fühl‘ mich elend), aber so auf Dauer nerven die vielen kleinen Infekte.

Alternativtext
Die Kinder malten heute Vormittag wieder ein bisschen. M wünschte sich einen Langhals-Dino von mir. Nun sind meine Zeichenkünste in etwa auf dem Niveau eines Grundschülers (und da eher bei den unteren Klassen), aber wenn er sich‘s doch wünscht… Einen Fleischfresser/ Scharfzahn bin ich ihm noch schuldig, wir musste nämlich los…

… um rechtzeitig bei meinen Eltern im Brandenburgischen anzukommen. Wir erzählten, spazierten, spielten, aßen und tranken und verabredeten, dass M demnächst mal wieder ein paar Tage dort verbringen darf. Vor allem letzteres freut mich sehr, nur zwei Kinder im Haus zu haben bringt einen gewissen Erholungseffekt mit sich.

M ist seit geraumer Zeit unglaublich weinerlich. Und mit unglaublich meine ich unglaublich. Er heult und jammert und greint nahezu den ganzen Tag. Das ist, vermuten wir, seine Masche um Aufmerksamkeit zu bekommen. Es funktioniert auch, allerdings ist es negative Aufmerksamkeit. Jott und ich können‘s nicht mehr hören. Wenn er einen Grund zum weinen hat, ist ja alles gut (eigentlich dann ja nicht, aber Sie verstehen worauf ich hinaus möchte). Aber dem ist eben nicht so– er jammert um des Jammerns Willen und hat in 97% der Fälle keinen Grund dazu. Er macht‘s trotzdem. Von morgens bis abends. Es schlaucht ziemlich. Wir haben ihm mehrfach erklärt, dass er bitte ganz normal sprechen soll, wenn irgendwas ist. Wir haben versucht, ihm Informationen zu entlocken weshalb er jammert und weint. Wir waren empathisch und lieb, wir behandeln ihn wie ein rohes Ei, aber das bringt alles nichts sondern bestärkt ihn eher noch. Offenbar hilft auch bei diesem Problem nur, ihn ordentlich anzuranzen.

Dieses Kinder-Ding ist gerad einfach nur schwer. Vor allem weil „locker sein“ überhaut nicht funktioniert, die Kinder brauchen offenbar eine strenge Hand und immer wieder einen Anschiss weil sie sonst massivst am Rad drehen. Das ist doch kacke. Ich hab da keine Lust drauf, wüsste aber nicht was sonst bei den dreien funktionieren kann.

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Journal Freitag, 2.11.2018

Ein ganz und gar unspektakulärer Home Office Tag. Es gab viel zu tun, sodass ich sogar das Mittagessen vergaß und von halb Acht bis 16:30 Uhr nahezu durcharbeitete (abzüglich der Mini-Pausen zum Befüllen/ Leeren von Waschmaschine und Trockner).

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Ich find den Gedanken eines bedingungslosen Grundeinkommens sehr spannend und bin daher seit längerer Zeit bei Mein Grundeinkommen angemeldet (und unterstütze das Projekt mit einer kleinen monatlichen Spende).

Was schön war: Wie die Kinder an der Eingangstür aufgereiht saßen, einen Morgenkeks (wir bestechen sie ab und an mit Keksen, damit sie morgens aus dem Knick kommen und sich ohne großes Trara fertig machen lassen) aßen und den Grüffelo auf der Toniebox hörten.

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Journal Donnerstag, 1.11.2018

Morgens G die Hose von gestern angezogen und erst bei Abgabe in der KiTa realisiert, dass die ganz schön dreckig war… Ich finds überhaupt nicht schlimm, wenn die Kinder ihre Klamotten mehrere Tage anziehen, aber bei Geruch/ sichtbaren Flecken hört‘s doch auf. Nicht, dass sie uns in der KiTa für Schmuddelschweine halten…

Jott und ich haben unsere Bring- und Holdienste getauscht: Im Normalfall bringe ich die Kinder nun morgens zur KiTa und Jott holt sich nachmittags ab. Das läuft klasse, ich finde es sehr angenehm statt bis 15:15 Uhr bis 16:30 Uhr zu arbeiten. Zum einen ist Nachmittags eher meine Zeit und zum anderen ist auch Nachmittags mehr los, sowohl bei den Kunden als auch im Team.

Krähen am Himmel in der Dämmerung in Häuserschluchten
Jetzt beginnt wieder die Zeit, wo in der Dämmerung die riesigen Krähenschwärme herumfliegen. Das ist ein echtes Schauspiel, ich bin nicht der einzige der gebannt stehen bleibt und den Vögeln zuschaut.

Reicht so eine Wolljacke für den Winter? Für -5°C, Ostwind und halb- bis zweistündige Draußenaufenthalte? Drunter würden T-Shirt und Pullover getragen.

Die letzten Tage wieder mehrfach passiert: Jott geht zu unterschiedlichen Zeiten ins Bett, und keine fünf Minuten später melden sich die Zwillinge übers Babyphone. Ich sollte einfach vor Jott schlafen gehen, dann werd ich nicht mehr aufgeschreckt.

Die Bauarbeiten in unserer Straße, die ja eigentlich Ende August und dann Anfang Oktober beendet sein sollten, ziehen sich immer noch. Der Fahrradstreifen wird grün eingefärbt. Allerdings dauert das ewig, für 500 Meter wurden bislang zwei Wochen benötigt… In einer Seitenstraße wurde heute auch für wer weiß wie lange eine Baustelle eröffnet. Die Parksituation ist besch…eiden und sorgt bei Jott für viel Frust (heute musste es sogar Trost-Pizza zum Abendbrot sein).

Js erster Zweiwort-Satz (glaub ich, oder war da schonmal was?): „Mehr, Papa!“– Es gab Rote Grütze zum Nachtisch…

Was schön war: Mal wieder selbst Code schreiben zu können. Wenn die Entwickler abwesend sind, muss der Projektleiter eben selbst ran… Ich hoffe, ich krieg nicht zu böse Kommentare bei der Code Review.

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Journal Mittwoch, 31.10.2018

Im Büro aufgeregt. In der Toilettenkabine war die Glühbirne der Deckenleuchte defekt, wohl schon seit Tagen. Und von den vielen vielen die Toilette benutzenden Menschen hat es niemand geschafft, mal im Office Bescheid zu geben. Ich versteh sowas nicht. Das fällt doch auf! Und wenns auffällt, dann kann man doch mal irgendwo Bescheid geben!
Ende vom Lied war, dass ich auf der Leiter stand und eine Glühbirne wechselte. Jetzt weiß ich, wo sich Leitern und Glühbirnen befinden, und bin wieder ein Stückchen unersetzbarer, hehe.

Der gerade einigermaßen wieder zusammengewachsene Hautlappen am Finger riss beim Wickeln vorhin wieder auf, vermutlich weil ich kein Pflaster drüber hatte. Ich sag mal so: Man kann da ziemlich tief reingucken… Zum Glück hat es nicht wieder geblutet, nicht das ich nochmal beinah umgekippt wäre.

… das wäre nämlich ungünstig gewesen, weil ich heute mit den Kindern Abends allein war. Jott trieb sich auf der Suche nach Jacken mit einer Freundin in der City West herum.

Ich wüsste wirklich gern, was man machen muss, um Zweijährigen Einhalt zu gebieten. Lieb bitten hilft nicht, schimpfen hilft nicht, schreien hilft nicht. Am Ende musste ich J in die Ecke stellen, damit er endlich, ENDLICH aufhört, das Licht im Flur aus- und wieder einzuschalten.
Das ist das größte Problem, das ich gerade habe: Ich komme zu den Zwillingen nicht durch. Sie hören einfach nicht. Und sie putschen sich gegenseitig superschnell auf. Da reicht schon ein Blick und ein leises Geräusch. Beim Abendessen knurrte J M leise an, 30 Sekunden später brüllten sich die beiden und G wie Dinosaurier an und ließen sich erst nach fünf Minuten einigermaßen beruhigen.

Eine pädagogische Glanzleistung (jetzt sollte ihr Sarkasmus-Detektor anspringen) war, dass ich die Kinder beim Vorbereiten des Abendessens aus der Küche schmiss, weil mir der Krach und das Gewusel zu viel waren. Denn: Die Kinder hören natürlich nicht auf die Bitte, sich vor die Küchentür zu stellen oder aber leiser zu sein.
Wie sie so draußen standen und an der Tür rüttelten, um wieder rein zu kommen, hörte ich mit einem Mal M sagen „Kommt Freunde, helft mit!“. Und dann hat er J und G orchestriert: G sollte sich an die Türklinke hängen und J mit M zusammen gegen die Tür drücken.
Diese gerissenen kleinen Krachmacher.

Es macht mich gerade unglaublich fertig, dass die Kinder so oft am Rad drehen und so unzugänglich für jegliche Bitten und Ansagen sind. Das einzige was irgendwie hilft, ist sie zusammenzuscheißen, und das kotzt mich an. Ich will nicht schreien, ich will nicht wütend sein, aber alles andere geht nicht. Es macht auch überhaupt keinen Spaß, so Zeit mit den Kindern zu verbringen. Ich mach drei Kreuze, wenn diese Phase vorbei ist und die Zwillinge so zweieinhalb, drei Jahre alt sind. Da wurde bei M vieles viel besser, bei J und G hoffentlich auch.

Ich habe für Q1/2019 Schulungstermine bekommen und freu mich schon drauf. Ein Termin intern, ein Termin extern. Das wird klasse.

Frau Nessy schreibt (unter anderem) über Struktur im Kopf und wie sie Dinge im Kopf organisiert. Bei ihr geht das nach Farben, abgefahren! Ich kann mir nicht einmal ansatzweise vorstellen, wie sich das „anfühlen“ muss, wenn man mit einem Wort/ einer Zahl automatisch und intuitiv eine Farbe verknüpft.
Wie mein Kopf funktioniert, kann ich gar nicht richtig beschreiben. Ich assoziiere mit meinen Gedankengängen oft eine Kombination aus schwarzen Loch und Mind Map. Irgendwo kommt ein Gedanke rein, wird eingesogen, verschwindet, taucht an anderer Stelle zu anderer Zeit wieder auf, es sammeln sich dazu andere Gedanken und Verästelungen an und am Ende kommt irgendwas raus. Ich bin auch, anders als verlinkte Frau Nessy, total schlecht im prozessuralen und auch im logischen Denken. Das krieg ich gerade so nur mit Hilfsmitteln (Stift und Papier) hin. Ansonsten ist da viel Chaos, das ich irgendwie bändige.

Bei näherer Beschätigung mit dieser Frage war ich ziemlich schockiert, wie ungerecht das deutsche Bildungssystem ist, bzw. wie sehr offenbar die schulische Laufbahn der Kinder vom Elternhaus bestimmt wird. So ein bisschen war mir das bewusst, ich renne ja nicht völlig blind und taub durch die Welt, aber das z.B. auf 74 Studienanfänger:innen aus Akademikerhaushalten nur 21 Studienanfänger:innen aus Nichtakademiker-Haushalten kommen, das ist schon krass.

Eingehend auf die Frage: Ich selbst bin eine 78 mit abgeschlossener Berufsausbildung. Zum Studieren fehlte neben dem allgemeinen Wissen darum die entsprechenden Abi-Noten und, rückblickend nach mehr als zehn Jahren, auch die pers. Reife.

Was schön war: Den Krankennotstand im Büro („mein“ Team ist außer mir komplett abwesend und wir müssen Freitag eine Lieferung für den Kunden verschicken) gut gemanaged (selbst was gemacht + dem Kunden gesagt das es nicht ganz so kommen wird wie geplant, aber eben anders und auch gut).

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Journal Dienstag, 30.10.2018

Spät, müde, das übliche halt. An Stelle eines elaborierten Blogbeitrags daher ein niedliches Katzenorchester.

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Journal Montag, 29.10.2018

Statt Home Office oder Büro ein „Zuhause mit G und M“-Tag. Nach dem ausgebrochenen Magen-Darm-Infekt hätten sie zum einen heute eh nicht in die KiTa gedurft, zum anderen wollte ich sie aber gern noch einen Tag beobachten und schauen, wie fit sie sind. Das war auch gut, denn so konnte ich sehen das sie beide definitiv morgen wieder in die KiTa gehen können.

Weil Frau Rabe sich Routine wünschte, dachte ich über unsere Routinen nach und bin zu dem Schluss gekommen, dass diese einen großen Anteil am Gelingen des vergangenen Wochenendes hatten. Die Kinder wissen zu Hause immer, wie unser Tagesablauf ist, welcher Schritt auf den nächsten folgt. Wir achten recht penibel darauf, unsere Tage an bestimmten Eckpunkten auszurichten. Das sind bei uns die Mahlzeiten, das ist am einfachsten. Im Falle des Abendbrots beispielsweise wissen alle drei Kinder, dass es nach dem Essen– das zuverlässig zwischen 18 und 18:15 Uhr startet und gegen 19 Uhr vorbei ist– ins Bad geht zum Händewaschen udn Zähneputzen, dann die Schlafis angezogen werden, sie im Anschluss noch eine Folge Paw Patrol o.ä. gucken dürfen und es dann ins Bett geht. Ohne Widerrede, ohne Faxen, ohne Ausnahmen (naja, an Weihnachten ggf.). Das funktioniert für uns ganz wunderbar, und ich glaube auch, dass die Kinder das brauchen. Einfach einen gewissen Trott, wo sie gar nicht großartig nachdenken müssen, sondern eben beispielsweise Abends auf Autopilot mitlaufen können.

Mir flog heute versehentlich ein Messer im Beisein der Kinder durch die Küche. M, und zu meiner Überraschung auch G, können ganz wunderbarst „Scheiße!“ sagen…
No children were harmed.

So ein Tag mit zwei Kindern ist eigentlich recht entspannt. Vor allem, wenn es die beiden einfacheren Kinder sind, die zu Hause geblieben sind.

G machte allein keinen Mittagsschlaf und wurde im weiteren Verlauf des Tages immer unleidlicher. Beim abendlichen Fernsehen entschärfte es sie dann allerdings: Mitten in Paw Patrol schlief sie ein und war nicht mehr zu wecken.

Meine Güte, war das heute kalt. Als die Kinder und ich draußen waren, wünschte ich mir einen dicken Schneeanzug. Wie soll das nur werden, wenn es richtig kalt, also winter-kalt, wird?
Immerhin sollen es morgen nochmal 20°C werden, da können wir uns alle ein wenig aufwärmen.

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Journal Sonntag, 28.10.2018

Gut, dass die Kinder in den letzten Wochen das Ausschlafen geübt haben. So konnten wir heute nämlich bis ~6:30 Uhr Normalzeit schlafen– und das ist doch ‘ne gute Zeit zum Aufstehen (jedenfalls besser als alles davor).

Die Nacht verlief zum Glück ruhig. Nachdem sich M gestern Abend ordentlich ausgekotzt hatte, schlief er gut und war heute morgen wieder frisch und munter.

Vormittags beschäftigten wir uns irgendwie. Die Kinder machten Blödsinn und ich versuchte, nicht zu sehr an die Decke zu gehen. Sie schaffen es tatsächlich, mich innerhalb von 15 Minuten in einen wütenden, tobenden Brüllaffen zu verwandeln. Indem sie EINFACH NICHT HÖREN UND DAS GEGENTEIL VON DEM TUN, WAS SIE EIGENTLICH TUN SOLLEN.
Kinder sind doof.

Das gehörte auch zur Vormittagsbschäftigung:

Yin…

und Yang.

Zum Vesper war Jott wieder da. Die Kinder freuten sich, ich freute mich, alles war gut. Den Rest des Tages teilten wir die Kinder auf, die Zwillunge und ich gingen spazieren und M und Jott blieben zu Hause und machten Sachen. So ist‘s doch viel einfacher.

Was schön war: In Ruhe den Nachmittagskaffee trinken können, weil Jott die Brut im Kinderzimmer beschäftigte.

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Journal Samstag, 27.10.2018

Tag überstanden. Im Großen und Ganzen recht gut. Kein Kind wurde draußen „vergessen“, obwohl sie es teilweise drauf angelegt haben. Es gab Mahlzeiten zu den normalen Zeiten, wir waren mehrmals draußen, die Kinder haben miteinander gespielt, der Fernseh- und Süßigkeitenkonsum hielt sich in Grenzen, zumindest heute morgen wurden die Zähne geputzt, und die Wohnung ist auch ordentlichb weil wir alle zusammen aufgeräumt haben.

Am anstrengendsten sind:

  • Alles tausend Mal sagen zu müssen, weil die Kinder einfach nicht hören
  • Sich um das Kind links kümmern, währenddessen fackelt das Kind rechts die Bude ab (metaphorisch)
  • Ms Weinerlichkeit

Ansonsten gehts.

M hat sich heute selbst gemalt, als Strichmännchen. Mit Kopf, Nase, Armen, Bauch und Beinen. Ich wusste gar nicht, dass er das kann, und bin schwer begeistert.

Ms schwelender Magen-Darm-Infekt ist akut geworden. Heute Nachmittag begann der Durchfall, vor ‘ner halben Stunde kam das Erbrechen dazu. Yay. Aber: Er konnte beim Durchfall selbst aufs Klo gehen, und sich beim Erbrechen zumindest bei der zweiten Ladung allein übers Klo beugen (die erste ging ins Bett :( ) Große Kinder sind toll.

Was schön war: 20:45 Uhr, alle Kinder im Bett, Wohnung okay, darauf erstmal ein Eis.