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Journal Mittwoch, 16.1.2019

Die Kinder haben durchgeschlafen! Paaaarty! Ich kam letzte Nacht somit auf 6:02 Stunden nicht unterbrochenen Schlaf, das ist doch mal was.

Im Büro war viel zu viel, sehr viel, um genauer zu sein. Leider halt viel Kleinkram, so das ich am Ende des Tages auf 17 unterschiedliche getrackte Vorgänge blicke. Mein Kopf fühlt sich dementsprechend an.

Morgen gehts mit der Firma zum Jahres-KickOff in die Rhön. Damit Jott hier nicht alles allein wuppen muss, kam heute Abend ihre Mama zu Besuch. Die Kinder haben sich sehr gefreut, sie lieben ihre Oma (wir natürlich auch, aber wir stehen halt nicht „OMA OMA OMA“ rufend in der Tür und wollen auf den Arm genommen werden).

Wir nehmen die Wohnung. Im Sommer ziehen wir um.

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Journal Dienstag, 15.1.2019

… schon erstaunlich, wie klein leerstehende Wohnungen wirken. Man denkt, das da nie im Leben auch nur ein Regal hin passt und dann misst man nach und es sind vier Meter in der Länge und dreimeterneunzig in der Breite und dann ist da doch plötzlich genug Platz da.

Mit anderen Worten: Ich habe mir heute die Wohnung angeschaut, in der Jott letzten Dienstag schon war. Es ist eine schöne Wohnung. Recht groß (92qm), vier Zimmer, dicht schließende Fenster, zwei Bäder, ein HWR, ein Balkon, Einbauküche, okaye Lage, ein Autostellplatz in der Tiefgarage, Aufzug im Haus. Selbst die Miete ist für sich genommen okay: Sie liegt knapp unter dem Median der ortsüblichen Vergleichsmiete. Das könnte was werden.

… nichtsdestotrotz würden wir unsere Mietkosten nahezu verdoppeln. Und das ist heftig, sehr heftig. Wir haben viel gerechnet, Zahlen hin und her geschoben und das würde schon funktionieren. Aber… trotzdem. Ich muss da eine Nacht drüber schlafen.

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Journal Montag, 14.1.2019

[Hier Warcraft-Peon-Stimme vorstellen] Arbeit Arbeit

Es hat angezogen im Büro, das ist auch ganz gut so– nichts ist schlimmer als Langeweile. Den Home Office Tag verbrachte ich daher gut beschäftigt vor dem Rechner bzw. dem Telefon.

M hustet sich Abends und Nachts die Seele aus dem Leib, es ist nicht schön anzuhören. Er sagt aber immer wieder, dass es ihm gut geht, und tobt und spielt auch ganz normal. Mhm… Mal gucken. Ich hoffe, es wird schnell besser.

Beim abendlichen Spaziergang (das Schrittziel…) zufällig den Großen Wagen gesehen (glaube ich…) und mich einerseits gefreut und andererseits daran erinnnert, wie wir im Astronomie-Unterricht frierend draußen standen und Sterne suchten (bis auf ein paar sehr prägnante fand ich nie welche und zeichnete/ schrieb einfach ab).

Eines meiner Ziele für 2019 besteht ja darin, mehr zu schlafen. Bislang bin ich, bis auf ein, zwei Ausnahmen, kläglich gescheitert. Damit ich 22 Uhr im Bett liege, müsste ich einen ziemlichen Teil der wachen Freizeit aufgeben, und darauf habe ich wenig Lust… Es ist kompliziert.

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Journal Sonntag, 13.1.2019

Rückfahrt nach Berlin. Nachmittags Waffeln, Kaffee und Kinderbespaßung mit Freunden, dann Abendprogramm mit maximal müden und anstrengenden Kindern, bevor wir uns auf die Couch hauen konnten.

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Journal Samstag, 12.1.2019

Wir fuhren Vormittags mit Kindern und Minimalgepäck zu einer Taufe in der Nähe von Magdeburg. Mittagessen gabs bei Jotts Papa, dann gingen wir in die Kirche. Dort versuchten wir die Zwillinge möglichst ruhig zu halten weil wir bei vier Grad und Nieselregen nicht raus wollten und schafften das glücklicherweise auch ganz gut. Nach der Kirche Kaffee und Kuchen, anschließend noch spontan zur Geburtstagsfeier von Jotts Oma und dann fuhren wir nach Magdeburg zu Jotts Mama. Das war insgesamt ziemlich stressig und anstrengend und nichts, was ich so schnell wiederholen möchte.
Morgen geht‘s zurück nach Berlin.

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Journal Freitag, 11.1.2019

G geht es gut, sie wetzte am Abend schon wieder mit ihrem Bruder durch die Wohnung. Das beruhigte mich sehr, denn als Jott und ich am Vormittag telefonierten, erzählte sie mir, wie der Unfallarzt und der Röntgenmensch sich durchaus uneinig waren, ob eventuell ein, zwei Zehen gebrochen sind (Unfallarzt: Kann durchaus sein, Röntgenmensch: Nein)…

Das Nussferatu-Eichhörchen sprang heute gegen eine Wand und ward danach nicht mehr gesehen. Hoffentlich geht es ihm gut.

Nach dem Arzt-Termin fuhr Jott mit G zu einem außerplanmäßigen, wegen guter Nachrichten für Jott, Gespräch mit ihrer Chefin, ins Büro und hatte dort wohl ihre liebe Mühe mit ihr. G ist eben kein ruhiges kleines Prinzesschen, sondern steht ihren Brüdern in punkto Aktivität und Lautstärke in nichts nach. Wir sehen das nur teilweise eben nicht, weil J und M noch krawalliger unterwegs sind… Im Büro jedenfalls musste Jott G sehr bremsen, weil die ansonsten das Büro in Schutt und Asche gelegt hätte…

Ich lernte heute ein bisschen was neues über Storytelling, hatte dabei einige sehr große AHA-Momente und freue mich, wieder was gelernt zu haben.

Auf dem Heimweg: „Sehr geehrte Fahrgäste, bitte beachten Sie: Auf Grund eines Polizeieinsatzes…“ – 20 Minuten Verspätung wurden draus.

Nach dieser Woche sind wir uns sicher: Die KiTa ist ein Segen für die Kinder und für uns. Ein Großteil der Probleme, die wir in den letzten Wochen zu Hause hatten, haben sich wieder gelegt. Wir haben unseren normalen Tagesablauf wieder, die Kinder sind ausgeglichener und wir Eltern nicht permanent am Rande des Nervenzusammenbruchs.

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Journal Donnerstag, 10.1.2019

Das frühe Zubettgehen gestern Abend wurde von den Kindern torpediert. Eine gute Viertelstunde nach Hinlegen kamen sie…

Ein sehr langes Meeting und ein sehr frühes Verlassen des Büros sorgten dafür, dass ich mit einem „Heute habe ich nichts geschafft“–Gefühl nach Hause fuhr.

Großer Schreck nach dem langen Meeting: Auf dem Display des Smartphones wurden ein erster Anruf aus der KiTa und kurz darauf ein zweiter Anruf von Jott angezeigt. Das verhieß nichts gutes– und ich hatte Recht: Im Telefonat mit Jott stellte sich heraus, dass sich G beim Spielen den Fuß sehr böse eingeklemmt hatte und deswegen nach Hause bzw. zum Unfallarzt musste. Jott holte G also nach dem Mittagsschlaf ab und wird morgen früh mit ihr zur Unfallambulanz fahren. Vermutlich unnötig, denn die Zehen sind zwar ein bisschen dick und rot, aber G lief und rannte heute Abend schon wieder ganz normal. Glück im Unglück, offenbar.

Eine gute Stunde später als Jott schlug ich auch in der KiTa auf: M hatte heute wieder Sport, daher holte ich ihn früher ab. J nahm ich auch gleich mit, der saß mit mir am Rand und schaute begeistert den vielen umherrennenden Kindern zu.

Die Kinder fressen uns die Haare vom Kopf. Wir mussten mittlerweile die Befüllung der Frühstücks- und Vesperdosen stark erhöhen, weil die Kinder immer über Hunger klagten und beim Abholen verzweifelt über die letzten Krümelchen aus besagten Dosen herfielen. Entweder wollen sie sich Winterspeck anfuttern oder sie wachsen alle drei.

Damit einhergehend, zumindest ein bisschen: Am letzten Wochenende dachte ich noch, dass unsere Vorräte im Kühlschrank locker noch für anderthalb bis zwei Wochen reichen.

Tja.

Da lag ich richtig falsch. Wenn morgen nicht der Lieferservice kommen würde, hätten wir ein großes Problem…

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Journal Mittwoch, 9.1.2019

Heute passierte überhaupts gar nichts erzählenswertes. Am spannendsten war noch die Partie Hearthstone, die ich am Ostbahnhof startete und die über 25 Minuten bis Friedrichshagen andauerte– genauer gesagt sogar etwas länger als die Bahnfahrt, sodass ich mich gezwungen sah, mich nach dem Aussteigen fünf Minuten hinzusetzen und sie zu Ende zu spielen.
Insofern nutze ich die Gunst der Stunde und gehe einfach mal früher ins Bett– die letzten Tage war es nämlich wieder viel zu spät…

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Journal Dienstag, 8.1.2019

Die Nacht war wieder sehr okay. M schlief recht bald bei uns, heute aber sehr ruhig und ohne Kuschelattacken. Und G jammerte einmal kurz auf, weil sie ihren Nuckel verloren hatte. Ansonsten schliefen wir gut. Das kann gern so bleiben.
Auch das morgentliche Anziehen und Ausstatten der Kinder für die KiTa verlief total ruhig und unspektakulär– was so eine Folge Paw Patrol doch alles richten kann.

Im Büro ruhiges Abarbeiten der Aufgaben von gestern, mittendrin ein längeres Meeting zu einem Produkt in dessen Entwicklung ich als PM stärker einsteigen soll. Nachmittags mit dem gesamten Team (zumindest den anwesenden Teammitgliedern) Teamziele für 2019 aufgestellt, die wir in einem Folge-Termin smart-isieren werden.

Auf dem Heimweg von der Kita mitsamt den Kindern klatschnass geworden. Der bei Verlassen der KiTa sanfte Nieselregen wuchs sich im Verlauf von nur drei Minuten zu starken Regen aus. Es blieb nur, die Beine in die Hand zu nehmen und fix zur Straßenbahn zu flitzen– da wir beim ersten Verlassen der KiTa nochmal zurück mussten, um Ms Hose zu wechseln, blieb nämlich auch keine Zeit, den Regen auszusitzen (oder wir wären 30 Minuten später zu Hause gewesen).

Beim strammen Marschieren lernten die Kinder dann jede Menge neue Schimpfworte kennen. Nicht meine Sternstunde, aber ich war echt sackig über dieses vermaledeite Pisswetter. Der Zorn schlug allerdings schlagartig in Mitleid um, als der nasse M kläglich sagte, dass ihm kalt sei… Zu Hause bekamen die Kinder direkt die kuscheligen Schlafanzüge an und durften sich auf der Couch in ihre Decken einkuscheln, während ich die Klamotten in den Trockner schmiss.

Abends lange mit Jott über ein Neubauprojekt umme Ecke gesprochen. Sie war heute zur Besichtigung von mehreren Wohnungen vor Ort. Beim Abendessen hatte sie von ihren Eindrücken berichtet, und als die Kinder im Bett waren rechneten wir ein bisschen hin und her. Das könnte noch spannend werden.

Gelesen: How Millennials Became The Burnout Generation (via Frau Nessy) – Ich weiß noch gar nicht, was ich davon halte. Als Teil dieser Generation verstehe ich diverse im Artikel geschilderte Probleme, andere aber nicht. Wobei ich vielleicht kein typischer Milenial bin mit einem ganz okayen Einkommen und einer Großfamilie. Ziemlich oft denke ich bei solchen Artikeln aber „Stellt euch nicht so an“.

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Journal Montag, 7.1.2018

Wessen Kinder haben heute nacht durchgeschlafen, waren morgens sehr auskömmlich und ließen sich prima in der KiTa abliefern? Entgegen aller Erwartungen tatsächlich unsere.
Als ich Jott und die Kinder morgens am Auto verabschiedete, konnte ich gar nicht glauben wie unglaublich fluffig das abgelaufen war. Und als Jott und ich auf dem Arbeitsweg telefonierten, bestätigte sie, dass sich das in der KiTa fortgesetzt hatte.

Toll.

Der Tag im Büro fing ruhig an und steigerte sich langsam. Für morgen habe ich mir schon die nächsten Aufgaben aufgeschrieben, so dass ich nicht in ein Loch falle. Die Gefahr besteht zu Beginn eines neuen Jahres immer bei mir, dem muss ich entgegenwirken.

So ein KiTa-Tag ist wohl doch etwas anstrengender als ein Tag zu Hause: Die in den letzten anderthalb Wochen mittagsschlaflosen Zwillinge fielen nach Aussage ihrer Erzieherin zum Mittagsschlaf auf ihre Matratze, waren binnen fünf Minuten weg und regten sich die nächsten anderthalb Stunden nicht mehr.

Ab Vormittag immer stärker werdende Kopfschmerzen gehabt. Ich dumme Nuss zögerte die Einnahme einer Schmerztablette unnötig lange bis zum späten Nachmittag raus. Als ich mit den Kindern zur Straßenbahn lief, ging es aber nicht mehr: Mit dem letzten sandigen Apfelstückchen (mit Flüssigkeit kann ich das nicht) aus Gs Brotbüchse schluckte ich eine Ibu runter. Die Erleichterung, als die Wirkung einsetzte, war groß.

Abends noch etwas länger gearbeitet. Ich will mit M am Donnerstag nach der KiTa zum Sport gehen, da wird mir etwas Arbeitszeit fehlen da ich mindestens eine Stunde früher los muss als normal.

M ist mittlerweile mit seinen 3½ Jahren 1,10 Meter groß. Wenn er so weiter wächst, hat er zur Einschulung meine Größe.