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Mittwoch, 30.10.2024

Halb Sechs aufgestanden und eine gute Stunde später gemeinsam mit Jott nach Amsterdam aufgebrochen. Kurzer Zwischenstopp im Berliner Hauptbahnhof zum Umsteigen sowie Verpflegungskauf, dann gings ab im IC nach Amsterdam Centraal. Ereignislose Fahrt (Jott sei Dank im eigenen Abteil, die Fahrt in der 1. Klasse ging über ihr Mobilitätsbudget), wir beschäftigten uns gut und waren bei Ankunft schon ein bisschen entspannter als vorher (sechs Stunden einfach lesen, schreiben, spielen, … können ist schon Luxus).

Amsterdam empfing uns grau und diesig, das legte sich aber kurz nach Ankunft. Erster Halt war unser Hotel Nähe Waterlooplein, wir liefen nach dem stundenlangen Sitzen zu Fuß hin und bekamen einen ersten Eindruck von der Innenstadt.

Nach Checkin und Zimmerbezug zogen wir wieder auf eigene Faust los. Jott lotste uns zur Van Stapele Koekmakerij, wo wir sehr touri-gemäß Schlange standen um anschließend wirklich gute Schokokekse (ohne Extra) zu kaufen und zu essen. Frisch gestärkt gings weiter durch die Innenstadt, wir liefen und guckten und guckten und liefen.
Ich war ziemlich überwältigt und fühlte mich wie ein Landei in einer Großstadt. Unfassbare Menschenmengen auf engsten Raum, ein unüberschaubares Gewirr kleiner Gassen, überall blinkende Leuchtreklame, omnipräsenter Grasgeruch, Müll ohne Ende, Grachten, Sperrmüllhaufen vor Postkartenidyll-Häusern, Coffeeshops, kleine Cafés, Restaurants, Kneipen, Menschen und Sprachen aus aller Herren Länder, Fahrräder und Radfahrende… Es war total irre und ganz anders als Berlin. Auf mich wirkte es viel internationaler, metropoliger, touristischer, kosmopolitischer. Spannend und überfordernd.


Mittendrin ein kurzer Nachrichten-Wechsel mit dem großen Kind. Auf einen Fotogruß von Jott und mir kam nämlich ein Foto von M zurück, wie er seinen bandagierten linken Arm in die Kamera hält– seine Daumenschiene ist aber rechts… Offenbar hatte er sich beim Fußballspielen den Arm großflächig aufgeschürft. Große Freude, aber es schien alles unter Kontrolle zu sein.


Auf dem Rückweg zum Hotel aßen wir in einem Eckrestaurant an einer Gracht Abendessen (für mich Hollandse Stamppot, um auch beim Essen was anderes/neues auszuprobieren), bevor wir aufs Zimmer gingen, uns dort noch einen mitgebrachten Schokokeks (diesmal mit Extra, when in Rome do as the Romans do…) teilten und dann beide binnen einer guten Stunde einfach einschliefen.

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