Kategorien
Journal

Journal Dienstag, 8.5.2018

Mit J beim Kinderarzt gewesen. Das positive vorweg: Die Ärztin schließt körperliche Ursachen für sein Verhalten erstmal aus. Die schlechte: Das geschilderte Verhalten kann durchaus im Rahmen der Trotzphase liegen. Wenn dem so ist, haben wir das große Los gezogen.

Wir müssen uns noch beraten, was wir machen. Ob wir bei einem SPZ o.ä. vorsprechen oder erstmal ein bisschen abwarten. Heute gings nämlich: In der KiTa hatte J gar keien Anfall und zu Hause nur einen bade-bedingten.

Mal gucken.

Für die Woche zusätzlich zum Urlaub am Freitag noch meinen verbliebenen 1/2 Tag Resturlaub beantragt. So muss ichb Abends nicht arbeiten und das ist ja auch ganz schön.

Aus der KiTa schwappt das Feuerwehrmann-Sam-Fieber zu uns nach Hause. M rennt durch die Wohnung, gröhlt das Titellied, ruft „Helme auf!“ und dann rettet und löscht er.

So ganz geheuer scheint ihm das aber insgesamt noch nicht zu sein: Das Hörspiel mussten wir gestern Abend ausmachen, weil „Da ist immer Feuer“.

Etwas Knatsch in der KiTa gehabt. Beim Abholen sagte eine der Aushilfs-Erzieherinnen, während ich fragte ob mit M alles okay sei, das er Streit nicht möge und immer „weine wie ein Mädchen“. Da ist mir die Hutschnur gerissen. Sowohl Ausdrucksweise (ernsthaft… Es ist 2018, Jungs dürfen weinen, Mädchen dürfen weinen, und das abwertend zu benutzen geht ja mal gar nicht) als auch der Umstand, das sie das vor M sagte (HALLO?!), machten mich ziemlich stinkig. Es half auch nicht viel, dass sie offenbar mit M übt, was er machen soll wenn jemand stänkert, und das auch zeigen wollte. Ich brachte jedenfalls zum Ausdruck, dass ich das gerade gar nicht gut gefunden hatte.

Jott erzählte ich gestern Abend davon, aber leider nicht das ich direkt mit der entsprechenden Erzieherin gesprochen hatte. Sie sprach das Thema heute morgen nochmal mit den „richtigen“ Gruppenerziehern an, was dazu führte, dass es intern nochmal thematisiert wurde. Als wir beide die Kinder abholten, entschuldigte sich die Aushilfs-Erzieherin jedenfalls nochmal. Soweit ist also hoffentlich erstmal alles wieder gut.

Was wir mit M machen, müssen wir noch besprechen. Er ist halt wirklich sehr konfliktscheu und weint schnell (wie zu Hause auch, das kann gerade generell eine Phase sein).

Heute irgendwie am Rande mitbekommen, dass wohl ein neuer Feiertag für Berlin (?) gesucht wird. Heißer Favorit scheint der 31. Oktober als Gedenktag an den Thesenanschlag in Wittenberg zu sein, der die Reformation auslöste. Kann man machen, aber Luther ist ja nun beileibe nicht unumstritten. Ich fände es besser, wenn z.B. der 23. Mai als Feiertag eingeführt wird (Grundgesetz-Tag, Tag der Demokratie, sowas). Das Grundgesetz ist eine großartige Leistung auf vielen Ebenen und zusätzlich wäre die Einführung eines Grundgesetz-Tag in Zeiten wie diesen ein Statement, ein Bekenntnis zu Verfassung.

Neben dem „Feuerwehrmann Sam“-Theme die „Chip und Chap“-Titelmusik im Kopf gehabt und immer wieder vor mich hingesungen. Letzteres sollen wir M immer vorsingen… Er kennt die Serie nicht, aber das Lied. Und wie das so ist, haben diese Lieder ein ungeheures Ohrwurm-Potential und bleiben EWIG im Kopf.

4 Antworten auf „Journal Dienstag, 8.5.2018“

Bei uns ist #3 schon seit einem halbem Jahr in der absoluten Trotzphase. Nach zwei auch schon willensstarken Kindern hätten wir gedachtet, wir wären gewappnet. Aber es bleibt eine Herausforderung. Alles kann Auslöser für die nächste gr0ße Wut sein (Z.B. am Morgen: Windel wechseln, Anziehen, runter gehen (selber oder nicht selber), Frühstücken, die Auswahl des Breilöffels, des Bechers, Kämmen, Zähneputzen, Gesichtwaschen, Schuheanziehen (welche, selber, wer darf helfen), ins Fahrrad steigen, Sitzenbleiben, Anschnallen – und da haben wir uns noch keinen Meter der Kita genähert…). Es ist ein Seiltanz. Die Kitaerzieher sagen, es sei völlig alterskonform, halt nur SEHR ausgeprägt. Das schlimmste ist, wenn sie nachts wach wird und weint/ schreit, man sie aber weder hochnehmen noch anderswie trösten darf. Nach (gefühlten) 10 Minuten darf man sie dann meistens doch trösten…
Es ist anstrengend und geht hoffentlich bald vorbei!? Eigentlich wollte ich nur sagen: ihr seid nicht alleine. Durchhalten!

„Alarm es kommt ein Notruf an, Feuerwehrmann Sam ist unser Mann!“
Danke für den Ohrwurm – mein Babysitting-Kind ist gerade auch in dieser Sam-Phase :D

Antworte auf den Kommentar von Lena Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert