Natürlich hat am schulfreien Tag um 6:45 Uhr eines der Kinder einen Alptraum und schreit die Familie zusammen, sodass alle Schlafenden aufwachen.
Wenigstens war ich schon wach und auch einigermaßen fit für den Tag– ich war mit dem normalen Werktagswecker um kurz nach 6 Uhr aufgestanden weil ich als einziger arbeiten musste.
Mein Tagesplan sah vor, ab 7 Uhr zu arbeiten, irgendwann zwischen 8 und 10 Uhr (abhängig vom noch zu organisierenden Termin) mit M zum Kinderarzt und anschließend allein ins ins Büro zu fahren. Spoiler: So kam es dann nicht ganz.
M ging es heute wieder besser, er hatte keine Kopfschmerzen mehr. Wir fuhren trotzdem am Vormittag zum Kinderarzt, um das Thema von Ms wiederholten Kopfschmerzen anzugehen.
Unser Kinderarzt checkte M einmal ab, führte einen Urintest (unauffällig) durch & bat uns, ab sofort ein Kopfschmerztagebuch zu führen. Außerdem sollen wir mit M zum Augenarzt und einen erweiterten Sehtest durchführen lassen.
Auch der Arzt äußerte die Vermutung, M könnte Migräne haben; das sei auf Grund der Familienanamnese nicht unwahrscheinlich (Jott und ich habens ja auch gelegentlich). Wir werden ab sofort also notieren, wenn M über Kopfschmerzen klagt.
Nach dem Arzttermin wollte ich dann eigentlich so wie ichs mir vorgenommen hatte ins Büro fahren um Ruhe vor Kindern & Haushalt zu haben. Ich war auch schon am Bahnhof; als ich jedoch sah, dass es ab dem frühen Nachmittag Schienenersatzverkehr geben sollte drehte ich wieder um. Darauf hatte ich dann noch weniger Lust.
Jott musste/fühlte sich verpflichtet, parallel zur Kinderbetreuung doch zu arbeiten (viel auf dem Tisch) und konnte ihren heutigen Urlaubstag nicht so wirklich genießen. Leichte Anspannung, weil die Kinder sie natürlich auch in Anspruch nahmen.
Im Home Office am Nachmittag laut Musik gehört, ich ließ mich von der Alexa-Party der Kinder anstecken. Dabei gelernt, dass L’amour Toujours (immer noch großartig) mittlerweile von Nazis vereinnahmt wurde. So’n Scheiß, damit kann man das wohl nicht mehr unbeschwert hören.
Nachmittags dann länger Zeit in in das Projektmanagement- und Zeiterfassungstool der Firma gesteckt, Anwendersupport geleistet und Fehler untersucht.
Der Kollege, von dem ich das übernahm, meinte noch locker flockig das es ja total ruhig sei– nun, das kann ich so nicht bestätigen. Aktuell stecke ich statt des prognostizierten halben Tages pro Woche ungefähr das zwei- bis dreifache hinein.
Immerhin lern ich dabei haufenweise Leute kennen, erfahre spannende Sachen von deren Arbeit und zur Firma– in Sachen Vernetzung, Verdrahtung und Socializing ist das ’ne ergiebige Geschichte.


