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Journal Dienstag, 20.2.2018

G hat heute morgen gekotzt und im Laufe des Tages Durchfall bekommen. J hat weiterhin seinen fiesen Husten und ist ziemlich angeschlagen. M wachte mit hohen Fieber auf, dabei blieb es den Tag. Unnötig zu sagen, das keines der Kinder heute in die KiTa ging. Home Office konnte ich auch knicken.
Vor einer guten Dreiviertelstunde hat G dann Js und ihr Bett vollgekotzt. Wir haben für die Nacht keine Schlafsäcke und kein Bettzeug mehr, G schläft jetzt unter einer Decke und strampelt sich hoffentlich nicht frei und zieht sie sich auch nicht über den Kopf.
Morgen früh warten zwei bis drei Waschmaschinen darauf, gewaschen zu werden.

Ich will nicht mehr. Keine Krankheiten, keine Ausfälle, keine vollgekotzten und vollgekackten Sachen, keine jammernden und heulenden Kinder, kein Spagat zwischen Arbeit und Kindern, kein Dauerstress, keine beziehungsbelastenden Momente wegen dem ganzen, nichts.
Ich erwarte ja nicht vom Leben mit drei kleinen Kindern, dass es erfüllend und schön und einfach ist und glücklich macht. Aber es wäre toll, wirklich toll, wenn es in erster Linie einfach mal weniger besch…eiden läuft. Ich ertrags nicht.

Genug gejammert, ab ins Bett. Mal gucken, welches weitere Kind heute Nacht kotzt oder alles vollkackt.

7 Antworten auf „Journal Dienstag, 20.2.2018“

Lieber Paul,
Ihren Blog zu lesen ist wie ein einziger Backflash in die Zeit, als meine (nur zwei) Kinder im Alter Ihrer drei waren.
Und ich fühlte wie sie, dieses ewige Genöle, Geheule, Gehuste, Gekotze… Es hat mich wirklich wirklich wirklich NICHT glücklich gemacht. Und ich war oft auch froh, wenn ein Wochenende rum war und ich gemütlich an der Uni abhängen könnte. Und bin manchmal fast wahnsinnig geworden, wenn immer jemand krank wurde und meine Bedürfnisse torpediert wurden.

Ich kann sie so gut verstehen!!

Jetzt kommt der Trost: Heute sind meine Jungs 13 und 10 und schlaflose Nächte sind Lichtjahre weit weg. Wenn der Große mal bissl krank ist (Husten, matt, Kopfweh), dann hutscht der sich auch mal selber und auch der Kleine ist krank die reinste Erholung: schläft, daddelt, spielt Lego…
Ich weiß nicht mehr, wann der entspannte Teil angefangen hat aber er kommt. Auch für sie. Und die Kinder werden großartig! So wie sie es jetzt schon sind. Nur mit Durchschlafen. :-)

Ich sag zu Jott auch immer, dass wir nur noch dieses Jahr überstehen müssen… Dann sind die Zwillinge 2, und dann wirds leichter. Wir sehens ja bei M.

Sind halt noch 10 Monate, die wir überleben müssen.

Lieber Herr Paul,
ich fühle und leide mit – Magen-Darm ist auch meine Horror-Krankheit schlechthin.
Ich kann nur nochmal die Tipps, die Sie alle kennen, nochmal nennen, manchmal verliert man ja was aus den Augen, bei lauter Wechselwäscherei:
– Moro-Suppe hilft hier gut zum Aufpäppeln,
– eiskaltes Trinken anbieten, das bleibt wohl besser drin,
– ebenso in Akutphasen (mit Spucken alle 15min) ein Vomex-Zäpfchen, das mit der KiÄ abgesprochen ist
– wir bauen für die üblen Phasen immer Lager aus mehreren Handtuchschichten, damit man nur das oberste Handtuch abziehen muss
– und wir lassen den 19monatigen in Lätze spucken, da muss nicht so viel umgezogen werden, aber das geht auch nur, wenn die Spuckerei erwartbar ist (s.o. Akutphasen)
– haben Sie Platz für nen Trockner auf der Waschmaschine? Das ist hier ne Riesenentlastung, so teuer sind die nicht mehr
– können Sie die Hilfsvereine nochmal aktivieren? Die helfen doch auch, wenn die Kinder größer sind, neben Wellcome etc. hab ich letztens gehört, dass auch das DRK Ehrenamtliche vermittelt.

Ich drücke ganz fest die Daumen, dass es nur G. so schlimm erwischt und der Tag überstehbar bleibt.
Herzlichst, Daniela

Danke für die Tipps :) Wir haben Glück im Unglück, denn die Spuckerei und die Durchfälle kommen nicht so häufig vor. Dafür dauert die gesamte Krankheit ziemlich lange an. Bei Noro soll wohl nach 1 bis 2 Tagen alles wieder vorbei sein, das ist bei uns nicht der Fall. Es sind eher 4 bis 5 Tage, und die Durchfälle halten auch gern mal ’ne Woche an.

Checkliste:
* Handtücher: Gute Idee, das hatten wir in der Tat vergessen und jetzt nachgeholt.
* Lätzchen etc: Nicht so anwendbar, das Problem sind vor allem die Durchfälle. Die kommen selten, aber mit Macht und sprengen jede Windel.
* Trockner ist vorhanden, der rettet uns den Arsch.
* Hilfsvereine: Während der Grippesaison aussichtlos, und so kurzfristig leider erst recht.

Ich kenne für Magen-Darm-Zeiten den Tipp, mehrere Schichten von Bettlaken und wasserdichten Bezügen abwechselnd draufzuziehen. Dann muss man nachts nur die vollgesaute Lage runterziehen und hat ein trockenes, sauberes Bett darunter.
Ansonsten kann ich auch nur Durchhalteparolen anbieten: Der Februar ist einigermaßen rum, danach gehts Richtung Frühjahr, wir haben das Schlimmste hinter uns.

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