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Elternzeit 2016

Journal Mittwoch, 29.6.2016

Die Entscheidung, nicht in die Kinderrettungsstelle zu fahren, erwies sich als richtig. Die Temperatur stieg die Nacht über zwar wieder etwas an und lag am Morgen bei ~39°, aber Herr Schnuffke schlief die Nacht über ruhig und ohne größere Unterbrechungen durch. Er war sogar so fit, dass er für den Weg zum Arzt in den Buggy gesetzt werden konnte und nicht getragen werden musste.

Die Kinderärztin stellte sowohl stark gerötete Gehörgänge als auch einen stark geröteten Rachen fest und empfahl uns, zur Senkung des Fiebers beim Mix aus Zäpfchen und Fiebersaft zu bleiben und zusätzlich noch verschiedene Nasentropfen zu verabreichen. Außerdem sollen wir Herrn Schnuffke Zwiebelsäckchen auf die Ohren packen. Falls sich bis Freitag keine Besserung einstellt, wird sie uns Antibiotika verschreiben, wollte aber vorerst darauf verzichten.
Vermutlich hat Herr Schnuffke, geschwächt durch die Imfung, einen Infekt eingefangen. Allein die Reaktion auf die Impfung fällt anders aus, mit weniger hohen Fieber und ohne Hals- und Ohrenschmerzen.

Zu Hause schlief Herr Schnuffke, spielte etwas und machte danach mit mir zusammen ausgiebig Mittagschlaf. Den Rest des Tages verbrachte er im Wechsel Schlafen – Spielen. Seine Temperatur stieg kurzzeitig noch einmal auf 39.6°, ließ sich aber durch Fiebersaft und Zäpfchen regulieren. Zur Zubettgehzeit war sie sogar auf unter 38° gefallen. Das und der viele, über den Tag verteilte Schlaf, sorgten dafür dass das Kind am Abend mopsfidel war, nicht schlafen wollte und lange aufblieb.
Kinder sind schon komisch: Am Vorabend apathisch mit 40° Fieber darniederliegen und 24 Stunden später das blühende Leben sein.

Beim Warten auf unseren Termin beim Arzt spazierten Herr Schnuffke und ich heute durch das Märchenviertel. Das Viertel wirkt eher kleinstädtisch: Die Straßen bestehen teils noch aus Kopfsteinpflaster, die Häuser haben relativ große Grundstücke, sind maximal zwei Stockwerke hoch und haben dem Aussehen nach den Zweiten Weltkrieg und die Bauwut der 50er und 60er Jahre unbeschadet überstanden. Ich finds dort sehr hübsch, und die Lage ist auch bombig. 10 Minuten bis zur S-Bahn, 10 Minuten bis in den Wald.
Was man wohl tun muss, um dort ein Häuschen zu haben?

Was schön war: Herrn Schnuffke geht es besser.

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