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Journal Dienstag, 21.3.2017

Die Trennungsangst bei M. nervt. Er hat die Nacht über regelmäßig geweint, ließ sich aber noch durch mich beruhigen. Heute Abend ist es schlimmer, da kann nur Jott ihn beruhigen. Sobald sie nicht im Raum ist, heult er hysterisch herum. Es ist zum Kotzen. Keiner meiner Beruhigungsversuche half, es muss immer die Mama sein.

Ob das irgendwie mit dem KiTa-Besuch zusammenhängt? Heute morgen weinte er zwar nicht bei der Übergabe, aber das auch nur weil sowohl ich als auch die Erzieherin ihn ablenkten und mit Frühstück bestachen.

10 Antworten auf „Journal Dienstag, 21.3.2017“

Gleich zwei Geschwister auf einmal ist vermutlich recht hart für M. Für sie beide ja auch. Lassen Sie sich nicht beirren, Sie machen das klasse! Das wird schon; Kinder merken Liebe, das setzt sich durch. (Ich meine das nicht esoterisch; das ist einfach so). Viel Glück und Gesundheit!

(Disclosure: Ich habe nur ein Kind – und er ist jetzt 20 – von daher eher eine old skool Meinung:)

Ich habe immerhin 2 einzelne Kinder, die mittlerweile um die 30 sind, damit auch klassisch old-school, aber ich finde auch, das wird und ihr macht einen großartigen Job! (und das Generve hört leider nie auf, es ist immer was).

Falls es Sie beruhigt: es gab bei Freunden mit einzelnem Kind eine Phase, wo das Kind immer nur zum Papa wollte, vom Papa ins Bett gebracht werden, vom Papa getröstet, angezogen, gebadet, gefüttert, was weiß ich werden. Mama war völlig out, die durfte allerhöchstens das Essen für das Kind zubereiten (aber nicht „verabreichen“), sonst gab es großes Geschrei. War glaub ich in grob ähnlichem Alter wie M. es jetzt ist und dauerte vielleicht 2-3 Monate an, dann wurde es wieder besser.

Es kann also auch durchaus sein, dass es weder mit der KiTa noch mit den Zwillingen was zu tun hat und einfach eine aktuelle Phase ist, die vermutlich irgendwann auch wieder vorbei gehen wird.

Am Besten – ich weiß, schwer ist’s – die Ruhe bewahren, ihn trotzdem weiter lieb haben, einen heißen Tee kochen und abwarten. „This too shall pass.“

Ah, andersrum gibts das also auch? Spannend. Vielleicht kommt das bei M. ja danach.

Ich glaube auch, dass es eine Phase ist, die dadurch ausgelöst wurde, dass er jetzt erst so richtig verstanden hat, dass die Zwillinge nicht nur zu Besuch sind, und er sich der Liebe seiner Mama- die er seltener für sich hat als mich- versichern muss.

So klein sie sind, sie haben wundersame Antennen. Ist man selbst nicht ruhig, sondern angespannt, gestresst oder ungeduldig, bekommen sie das mit und lassen sich anstecken.

Herzlich willkommen Uta! Damit haben Sie natürlich recht, allerdings bietet das keine Erklärung für diese Art von „Anfällen“, die ja nur sporadisch auftreten und sich (bislang) keinen Ereignissen am Tag zuordnen lassen.

Hm, ich habe den Kommentar hier schon mal geschrieben und dann wieder gelöscht. Aber jetzt lese ich, dass Euer Grosser schon wieder für ein paar Tage zur Oma kommt. Das ist natürlich nicht schlecht! Aber ich kann mir vorstellen, dass das auch mit zu diesen Verlustängsten führen kann. Tagsüber Kita, Wochenenden (oft) bei Oma, abends sind alle genervt und manchmal meine ich zu lesen, dass doch wenigstens er „funktionieren“ könnte wenn es die Kleinen schon nicht tun. Ich glaube das ist echt ein bisschen viel für den Kerl.

Das kann natürlich sein. Aber M. freut sich immer sehr auf seine Großeltern und ist bei ihnen zu Hause auch sehr entspannt. In Verbindung mit den nur sporadisch auftretenden Verlustangst-Anfällen denke (und hoffe) ich daher eher, dass es tatsächlich eine Phase ist.

Das es viel für ihn ist, ist unbestritten wahr. Aber wir arbeiten ja alle zusammen daran, das zu stemmen.

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