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Elternzeit 2016

Journal Montag, 15.8.2016

Heute war der erste KiTa-Tag seit gefühlten Ewigkeiten. Abgesehen davon, dass am Ostkreuz natürlich wieder alle Aufzüge defekt waren, verlief zumindest die Anfahrt ruhig. Die Übergabe leider nicht: Zur Garderobe lief Herr Schnuffke noch ganz entspannt neben mir, aber in der Garderobe ahnte er wohl was gleich auf ihn zukommen würde, klammerte stark und ließ sich tragen. Die Übergabe an die Betreuungserzieherin (nach der langen Abwesenheit war sie ihm vermutlich komplett fremd) verlief tränenreich (nur bei ihm, ich machte mich mit weichen Knien schnell aus dem Staub).

Als ich ihn nach dem Mittagessen abholte, wurde mir allerdings erzählt, dass er sich sehr schnell beruhigte und beim gemeinsamen Gartenbesuch bereitwillig von der Betreuungserzieherin löste und selbstständig den Garten erkundete. Puh.

Meine Elternzeit endet am Donnerstag. Wie schnell die Zeit vergeht… Die restlichen vier Tage nutze ich für eine Mini-Eingewöhnung für Herrn Schnuffke- seine KiTa-Zeit wird Tag für Tag erhöht- und für eine Arbeits-Eingewöhnung für mich- während das Kind in der KiTa ist, gehe ich ins Büro und komme langsam wieder in die Projekte hinein.

Spätestens ab Mittwoch sind Herr Schnuffke und ich mindestens einen halben Tag außer Haus, dann kann Jott die Puppen tanzen lassen.
Oder schlafen.

Als Reaktion auf die kürzlich eingegangene Ankündigung der Mieterhöhung rechnete ich heute die ortsübliche Vergleichsmiete aus, in der Hoffnung auf uns in die Karten spielende Zahlen. Dazu prüfte ich zuerst, in welcher Wohnlage wir leben (mit der Wohnlagenkarte Berlin), und stellte anschließend eine Mietspiegelabfrage (Berliner Mietspiegelabfrage), bei der ich ausfüllen musste über welche Merkmale unsere Wohnung verfügte. Dabei stellte sich heraus, dass eine Anpassung der Miete gemäß Mietspiegel gerechtfertigt ist- schlimmer noch, unser Vermieter könnte sogar noch weitaus mehr Geld verlangen als er es jetzt tut.

Stellt sich die Frage, was wir machen: Trotzdem auf gut Glück der Mieterhöhung widersprechen (und riskieren, dass auch unser Vermieter rein aus Neugierde so eine Mietspiegelabfrage stellt) oder sie hinnehmen?

Herr Schnuffke liebt Luftballons. Das stellte meine Nerven heute auf die Probe: Der Weg zum Einkaufen und die Läden selbst waren mit Ballons geschmückt, und das Kind hat natürlich auf jeden einzelnen Ballon gezeigt, „DA?!?“ gerufen und wollte eine Erklärung. Nach dem zehnten Ballon hatte ich keine Lust mehr.

Die bundesligafreie Zeit ist vorbei. Union Berlin empfing heute zum ersten Heimspiel der Saison, dementsprechend voll waren die Straßen vorhin mit Fußballfans und Polizei.
Wenn im Stadion richtig Stimmung ist, hören wir den Krach bis zu uns, je nachdem wie der Wind steht sogar recht deutlich.

Zum Glück sind die Heimspiele nur alle zwei Wochen- öfter muss ich den Trubel nicht haben.

Das Wetter nervt mich. Es ist nicht warm genug, um nur im T-Shirt unterwegs zu sein, und nicht kalt genug für Pullover/ Jacke. Noch dazu ist es genau so stark windig, dass es zumindest im Schatten doch recht frisch ist.

Ich habe noch kein überzeugendes Bekleidungskonzept für diese Situationen gefunden.

Was schön war: Jott und Herrn Schnuffke auf der Couch beim Mittagschlaf machen zugucken. Da lagen sie beide, als ich nach dem Mittagessen ins Wohnzimmer kam.

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