Kategorien
Elternzeit 2016

Journal Mittwoch, 10.8.2016

Die Nacht war furchtbar. Herr Schnuffke weinte ungefähr jede Stunde teils lautstark im Schlaf und musste getröstet und beruhigt werden. Gegen 1 Uhr zog ich mit ihm ins Wohnzimmer um, um Jott ein wenig Ruhe zu gönnen. Erst gegen 5 Uhr morgens schlief Herr Schnuffke besser, ich war nach dem Aufwachen trotzdem sehr gerädert.

Warum er weinte und jammerte, haben wir noch nicht herausgefunden.

Herr Schnuffke wurde (unabhängig von der Nacht und lange geplant) heute Vormittag von seinen Großeltern abgeholt und wird die nächsten Tage mit ihnen verbringen. Das wird spannend- für uns, für sie und für ihn auch.

Die ersten Nachrichten- natürlich stehen wir in regen Kontakt mit meinen Eltern- hören sich gut an: Er hat mit großen Appetit Eierkuchen gegessen, mit Matchboxautos gespielt, Enten am See angeguckt, seinen Onkel getroffen und ist viele viele Treppenstufen hoch und runter gekrabbelt. Eingeschlafen ist er auch, hoffentlich wird die kommende Nacht ruhiger. Nicht, dass wir ihn morgen schon wieder abholen müssen…

Die Wohnung ist ohne Kind sehr ruhig und eigenartig leblos. Zwar sind Jott und ich zu Hause, aber es fehlt der kleine Wirbelwind, der mit großen Schritten durch die Räume tappst und dabei fröhlich erzählt und quietscht.

Wir haben diese Ruhe trotzdem genossen; ich mit einem ausgiebigen Mittagschlaf, und am Abend haben wir uns zur Feier des Tages Essen bestellt und Zoomania angeschaut (guter Film, gucken Sie den, der ist ein Lehrstück was die Welt nicht braucht und braucht).

Das Haus, in dem wir leben, wurde vorletztes Jahr an eine Wiener Rechtsanwältin verkauft. Die möchte damit Geld verdienen, und so flatterte uns heute nach Ablauf der Jahresfrist eine zweite Mieterhöhung in den Briefkasten. Da unsere Miete den ortsüblichen Mietmittelwert aber bereits übersteigt (sie liegt im oberen erlaubten Drittel), werden wir versuchen diese Mieterhöhung abzuwenden. Es sind zwar „nur“ 20 Euro im Monat, aber die müssen ja nicht im Rachen einer Miethaiin landen.

Was schön war: Abends mit Jott auf der Couch den Film gucken, ohne sprungbereit sein zu müssen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.