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Journal Donnerstag, 25.2.2016

Auf Grund einer Zahn-OP von Jott hatte ich heute Urlaub und war seit dem späten Vormittag für das Wohlbefinden von Herrn Schnuffke verantwortlich. Da das Kind relativ viel schlief und sich dabei von mir anschmachten ließ (das Bild entstand während des Nachmittagsschlafs), war das nicht weiter schwierig.

Die Nacht zum Donnerstag war recht ruhig, nachdem Herr Schnuffke und ich gegen vier Uhr ins Wohnzimmer umzogen konnten wir beide bis halb Acht schlafen. Was für ein Luxus.

Abends aßen wir eine Pomelo, die ich bis dato nur vom Sehen kannte. Daher musste ich erst einmal herausfinden, wie ich die Frucht zubereiten kann. Dank YouTube ist das kein Problem, mit „How to peel a pomelo like an expert“ fand ich ein anschauliches Video, das allerdings viel zu kompliziert ist, wie mir Jott im Nachhinein erklärte (sie wusste bereits, wie Pomelos zubereitet werden).

Anders als im Video kann man die Pomelo nach dem Entfernen der Schale einfach in der Mitte teilen und die einzelnen Segmente auseinanderfriemeln und im Anschluss ohne großartiges Herumgeschneide die Membranen (heißen die so? Die halbtransparenten Häutchen, die das Fruchtfleisch voneinander trennen) entfernen.

Jedenfalls schmeckte die Pomelo wie ’ne moderat süße Grapefruit, sehr angenehm.

Während des Verzehrs wollte ich herausfinden, was genau eine Pomelo ist und stieß dabei auf einen Stammbaum der Zitrusfrüchte, der diese Bildungslücke schließt und mich etwas beschämt zurück lässt, denn ich verwendete Pampelmuse und Grapefruit jahrelang synonym und muss nun entdecken, dass das eigentlich verschiedene Früchte sind. Wieder was gelernt.

Herr Schnuffke setzt sich bei Interesse allein hin und bleibt stabil in der gewählten Position sitzen. Außerdem zieht er sich seit ein paar Tagen an allen möglichen und unmöglichen Hilfsmitteln hoch und steht dann vornübergebeugt da. Die Freude über die erhöhte Position ist riesengroß, er schaut jedes Mal voller Neugier in die Umgebung. Ich bin gespannt, wann der Entdeckungsdrang so groß ist das er seine ersten Schritte unternimmt.

Es ist merkwürdig, Herrn Schnuffke, den ich bislang nur liegend kannte, mit einem Mal in voller Größe stehend zu sehen. Das macht ihn so… groß. Nicht nur längenmäßig, sondern auch entwicklungstechnisch. Damit geht im Endeffekt eine Phase seines Lebens zu Ende, und wir können unser Kind, das bislang nur rumgelegen hat, neu entdecken.

Die Notizen für den gestrigen Tag machen heute nicht mehr unbedingt Sinn. Das die olle Signalstörung auf der S3 bis gestern Abend Bestand hatte, ist heute egal. Und das ich auf dem Heimweg gute Laune bekam, als ein kleines Mädchen auf den Schultern seines Vaters beim Treppensteigen vor Freude jauchzte, weil es ordentlich durchgeschüttelt wurde, auch. Wobei die Szene beim Aufschreiben wieder vor meinen Augen erscheint und nochmal für gute Laune sorgt. Insofern- toll.

3 Antworten auf „Journal Donnerstag, 25.2.2016“

Wenn Pippi steht, finde ich sieht das ganz witzig-falsch aus. Weil sie so miniklein ist. Und diese winzigen Füße sind noch gar nicht dafür gemacht, zu stehen. Aber sie ist auch nur irgendwas um die 70 cm lang. Und Herr Schnuffke ist ja tatsächlich ziemlich blond inzwischen, wie niedlich!

Ist er, ja. Ich bin ganz gespannt, wie sich seine Haarfarbe im Sommer verhält- ob er noch heller wird oder eher rot, so wie ich.

Pippis Füße haben ja noch etwas Zeit, um sich aufs Stehen vorzubereiten- ich las kürzlich, dass die Aufsteherei so im Schnit um den 8. Monat beginnt, und da müsste Pippi noch ungefähr drei bis vier Wochen von weg sein wenn ich richtig gerechnet habe?

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