Vollgepackter Tag ohne Lücken – Arbeit, Mittagessen kochen & hastig runterschlingen, Arbeit, mit den Kindern zum Schwimmen, Arbeit während die Kinder Schwimmen. Die erste richtige Pause gabs zwischen Heimkehr vom Schwimmen und Abendbrot, da lag ich ungefähr 30 Minuten auf dem Bett und scrollte hirnlos durch Instagram.
Abends dementsprechend komplett durch.
Für M ist seit einiger Zeit alles schlecht und blöd, er motzt und beschwert sich ohne Ende und vergisst völlig, was er hat. Beim Abendessen gab es irgendwas, das er wollte, nicht, woraufhin er losmotzte wie doof doch alles sei. Ihm wutentbrannt die schönen Dinge aufzuzählen, die er mir beim Eisessen (!!!) nach dem Schwimmen erzählt hatte, hilft vermutlich nicht langfristig, aber immerhin hörte er danach auf zu meckern.
Unfassbar schlecht geschlafen. Insgesamt fünf Mal der Kinder wegen aufgewacht, vier Mal aufgestanden. Beim fünften Mal weckte ich Jott und ließ sie aufstehen.
Jott und ich hatten heute beide Urlaub. Wir gingen in der Köpenicker Altstadt frühstücken und bummelten anschließend durchs Forum Köpenick. Zu Hause nahmen wir uns den Balkon vor und machten ihn sommerfertig.
Saharastaub in Berlin
Weil Jott eine Bärin von großem Verstand ist, fragte sie beim Schwimmverein nach ob es möglich wäre, die Kinder an gemeinsamen Terminen schwimmen zu lassen um uns die Organisation ohne L zu erleichtern. Heute kam die Info, dass das möglich ist. Die Zwillinge schwimmen somit genauso wie M Dienstag und Donnerstag im selben Zeitfenster. Das ist super, denn so sind es nur zwei Termine in denen zudem alle Kinder zur selben Zeit am selben Ort sind. Das lässt sich super eintakten.
Call me Paul MacGyver. Das Fußballtor der Kinder steht nun wieder.
Abends Queen Charlotte zu Ende geschaut. Schöne Serie, ich wünsch mir mehr solcher Ableger aus dem Bridgerton-Universium– und freu mich, dass es genau an meinem Geburtstag mit der 3. Staffel weitergeht.
Rückreise. Wir kamen gut durch und waren gegen Mittag wieder in Berlin. Jott und ihre Mama fuhren zeitnah weiter Richtung Magdeburg und zu Jotts Papa aufs Dorf zum Geburtstag feiern. Die Kinder und ich blieben zurück, alles andere wäre zu stressig gewesen.
Große Ernüchterung nach dem Ankommen: In der Zwischenzeit hatte niemand die Wohnung geputzt, Wäsche aus den Bädern in die Wäschekörbe sortiert und den Kühlschrank gefüllt (wer auch)– es war alles so, wie wir es hinterlassen hatten. Dazu kamen noch die diversen Koffer und Taschen, die aus- und verräumt werden mussten, die zusätzlich aus dem Urlaub mitgebrachte Wäsche, die am Vorabend eingeplante Bringmeister-Lieferung und ein zusätzlicher dringend notwendiger Einkauf bei Rewe im Forum.
Ich fühlte mich völlig erschlagen und wusste erstmal gar nicht, wo ich anfangen sollte, reinigte in der Küche also erstmal prokrastinatorisch Kaffeemaschine, Toaster und Wasserkocher und ging dann nach und nach weitere Ecken und Enden an. Mittendrin machte ich großzügig Pause, weil ichs gar nicht einsah mich bei so’nem Scheiß zu überschlagen.
So verging der Nachmittag und der Abend brach heran; ich war schon wieder unentspannt und k.o.. Leider bekamen die Kinder allesamt einen Rappel und brauchten für Abendessen und bettfertig machen fast zwei Stunden, sie waren kaum instande ohne Blödsinn zu machen ins Bad zu gehen geschweige sich allein umzuziehen. Ich hatte keine Energie zum Einschreiten, machte zwei Türen zwischen uns zu und ließ sie gewähren– mit dem Ergebnis, dass erst gegen 21:30 Uhr wirklich Ruhe einkehrte und ich zu diesem Zeitpunkt eigentlich auch schon bettreif war.
Mit den Kindern von Heringsdorf aus zur deutsch-polnischen Grenze spaziert. Zog sich doch ganz schön, wir waren an die anderthalb bis zwei Stunden unterwegs, bummelten aber auch. Diesmal wurde kein Kind nass, ich musste ihnen aber im Gegenzug fürs Fernbleiben vom Wasser versprechen, dass sie auf dem Rückweg ihre Schuhe ausziehen und mit den Füßen ins Wasser durften.
Auf dem Rückweg war es windstill, die Ostsee lag ruhig und weit vor uns, der Horizont war größtenteils leer. Der weite Himmel war beeindruckend.
An der Grenze Klischee-Kram gemacht (mit einem Bein in je einem Land, über die Markierung hüpfen…) und mich gefreut, dass man da einfach so rüberhüpfen kann. In meinen ersten Lebensjahren wäre das nicht so einfach gegangen.
Auf dem Rückweg Berliner Politprominenz gesehen– Frau Giffey nebst Familie spazierte neben uns am Strand entlang und saß später noch bei einem Bäcker, an dem wir vorbei liefen.
Ich schnallte das sowieso nicht so richtig, sondern dachte mir „Die Frau kommt Dir bekannt vor“, wurde dann aber von Jott informiert das ich richtig lag.
Am Abend Eskalation, Wut- und Bockanfälle von J.
Pünktlich zum Urlaubsende hab ich meinen Urlaubskrimi zu Ende gelesen. Ich lass das Buch in der Ferienwohnung, es wird sich schon jemand darüber freuen.
Spaziergang am Strand. Binnen 30 Minuten waren die beteiligten Kinder NASS. Morgen will ich mit ihnen zur Grenze laufen, vermutlich muss ich sie dann vom Wasser wegscheuchen damit wir überhaupt eine Chance haben auch nur ansatzweise voranzukommen.
Nachmittags Schietwetter. Wir fuhren nach Koserow zu Karls Erdbeerhof und ließen die Kinder dort auf dem Indoorspielplatz toben. Super Entscheidung, sie hatten dort ihren Spaß, Jott und ihre Mama gingen im Erdbeerhofmarkt bummeln und ich saß am Spielplatz und schaute den Kindern zu.
Im Rausch der Geschwindigkeit
Während M irgendwann keine Lust mehr hatte und sich zu mir setzte, entdeckten die Zwillinge einen Hack, um mit nur einem Erdbeertaler zwei Autoscooter-Autos zu fahren (eigentlich braucht man pro Auto einen Erdbeertaler): Mit dem Auto, in das sie eine Münze eingeschoben hatten, schoben sie das andere Auto einfach vor sich her. Das ging erstaunlich gut, sie hatten einen Mordsspaß dabei.
Ich war sehr beeindruckt und spendierte ihnen zur Belohnung noch ein paar Fahrten– kostete mich ja nur die Hälfte.
(Andere Kinder fuhren nicht, da war das okay für mich).
Zurück im Quartier erstmal im stillen Schlafzimmer einbunkern und Ruhe tanken– auf dem Erdbeerindoorspielplatz war es ohrenbetäubend laut.
Viel (allein) draußen mit den Kindern, Vormittags und auch Nachmittags am Strand– das zieht am meisten, da sind sie relativ unkompliziert. M ist, ich verstehs nicht ganz, schon wieder einigermaßen fit. Er hat noch Halsschmerzen, Husten und Schnupfen, fühlte sich aber so gut das er mit raus wollte. Versteh das mal einer.
Im Urlaubskrimi gelesen (Abschied auf Italienisch) und parallel immer auf Google/Wikipedia geschaut, die Cinque Terre auf die Liste der Urlaubsziele gesetzt.
Abends auf Grund von Meerwind und Kälte mit der UV-Lampe Bernstein suchen gegangen, nichts gefunden.
Sehr angenehmte Gliederschwere am Abend, da hatte ich dann ~25.000 Schritte getan.
M machte nach der Rückkehr vom Kinderheilpfad (als ob) einen langen Mittagsschlaf– das war dann für uns das Zeichen, dass er wirklich krank wird/ist (er macht ja seitdem er ein Baby ist keinen Mittagsschlaf). Vermutlich hat er sich bei J angesteckt, was kein Wunder ist da die beiden nebeneinander schlafen. Nachmittags übergab er sich und schlief danach weiter.
Während bei Jott Trübsal und Depression ob des nicht so bilderbuchmäßig verlaufenden Urlaubs und des Betragens der Kinder herrschte, schnappte ich mir die Zwillinge und ging mit ihnen raus. J war schon wieder so weit genesen, dass er wild auf den Trampolinen an der Seebrücke rumhüpfen konnte.
In der Buchhandlung an der Seebrücke kauften wir Lesestoff: Einen Urlaubs-Krimi für mich, Die Drei ??? für M und Erstleserbücher für die Zwillinge.
Nachdem ich die Zwillinge wieder abgeliefert hatte, stapfte ich nochmal allein los und spazierte am Meer nach Ahlbeck und wieder zurück. Podcast auf den Ohren, Wind um die Nase, die Füße im (eiskalten) Wasser… Das war superschön.
Es ist mal wieder das komplette Gegenteil von dem, wie „Familienurlaub“ überall dargestellt wird. Die Kinder spielen Scheibe und sind super anstrengend, dazu das Herumkränkeln und die Genervtheit und Enttäuschung von uns Erwachsenen. Spaß macht das nicht.
J ist krank. Der Spaziergang nach Ahlbeck in nassen Klamotten und der Lauf zurück zum Ferienhaus waren wohl etwas viel für seine gerade erst überstandene Erkältung.
Vormittags mit G und M an den Strand gegangen. Weit kamen wir nicht, die beiden wollten unbedingt auf Trampolinen an der Seebrücke hüpfen und taten das ausgiebigst (der Typi, der sie betrieb, war entspannt, wir bezahlten für 10 Minuten, die Kinder hüpften aber locker 25 Minuten durch ohne das jemand was sagte).
Große Begeisterung über meinen neuen Smartphone-Tarif, mit dem ich eigentlich durchgehend 5g oder 4g habe.
Nachmittags allein am Strand nach Bansin spaziert, mich dort mit Crepé und Kaffee in den Sand gesetzt und aufs Meer geschaut bevor es wieder zurück ging.
Abends im Dunkeln Bernsteinsuchen mit den Kinden und Jott. Innerhalb von 20 Minuten mehr gefunden als im Bernsteinurlaub mit S (2 kleine Splitter). Die Zwillinge fanden ein paar Krümel und waren super begeistert, wollten aber auch schnell wieder rein weil müde, dunkel, kalt, unheimlich.
Sehr gefreut (im Sinne von „Ach, wie putzig“ und „Jetzt siehst Du mal, wie es mir geht“) über Jott, wie sie sich die Brille auf den Kopf schob um dann etwas von nahem zu betrachten. Ich schätze mal, damit habe ich etwas gegen sie in der Hand wenn sie sich wieder drüber lustig mache weil ich das auch ab und an tue…
Aufgeregte Kinder am Morgen, gepaart mit der Ungewissheit wie das in der Fremde mit dem Osterhasen funktioniert.
Nach dem (späten) Frühstück schnappte ich mir die Drei und ergründete, ob der Hase vielleicht um das Ferienhaus herum, am Strand oder an der Seebrücke Osterkörbchen versteckt hatte. Gerade, als die Stimmung kippte weil wir nichts fanden, erreichte uns ein Anruf von Jott: Sie hatte ein Puschelschwänzchen um das Haus herum huschen sehen! Die Kinder stürmten in Rekordtempo zurück, durchsuchten mit großem Geschrei die Ferienwohnung und waren selig, als sie ihre Körbchen gefunden hatten.
M scheint so eine Ahnung zu haben, dass der Osterhase vielleicht doch kein mythisches Tierwesen ist, sondern eher ein Mensch. Er wirkte teils im Zwiespalt zwischen Abgeklärtheit und kindlicher Hoffnung.
Mir brachte der Osterhase ein paar Pokemon-Socken und erfüllte mir so einen Wunsch, den ich seit dem letzten Sockenneukauf für die Kinder hatte– ich wünschte mir nämlich auch so coole Pokemon-Socken wie sie.
Mittagessen im Restaurant in Ahlbeck. Die Kinder und ich ich liefen hin, Jott und ihre Mama fuhren mit dem Auto. Diesmal fiel keiner ins Wasser, lediglich auf Gs Hose waren große Spritzer (was dann auch direkt ein Drama war). Das Essen selbst war reichlich unentspannt, J war mit einem Mal sehr angeschlagen und kränkelte vor sich hin (und zog ständig die Nase hoch, was mich wahnsinnig macht), M motzte und meckerte und G war hibbelig und laut wie sie halt ist.
Ich nahm danach Jotts Angebot, allein zurück zu laufen, dankend an.
Nachmittags die Sonne auf dem Balkon genossen und ein bisschen gelesen. „Der Brief für den König“ hat mir M empfohlen, ich werd nicht so recht warm damit, möchte aber gern wissen worum es geht um mit ihm drüber sprechen zu können.
Später am Tag mit Jotts Mama und G eine kurze Runde spazieren gegangen und auf der Seebrücke angeeist.
Die Kugel kostet dort zwei Euro, ich find das ganz schön viel.
Abends Rommé, wir überlegten wie wir Jotts Mama zu einer fetteren Rente verhelfen können und landenten bei „Bs Bubatz Bude“– irgendwann wird man das Zeug ja sicher auch legal kaufen dürfen und dann macht sie den großen Reibach damit, wenn sie das von Jotts Papa angebaute Bio-Cannabis verkauft.