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Samstag, 30.03.2024

Nach dem Frühstück mit G auf der Couch gesessen, sie angeschaut und eine Vorahnung gehabt, wie sie später mal aussehen wird. Das hab ich (andere auch?) gelegentlich– Momente in denen man in die Zukunft der Kinder sieht.


Am späten Vormittag an die Ostsee nach Heringsdorf gefahren. Wir kamen gut durch, machten den obligatorischen Urlaubsfahrt-Stopp bei Mäcces und waren am Nachmittag in der Ferienwohnung.

Jott und ich holten anschließend beim Rewe den bestellten Urlaubseinkauf ab und merkten, was für eine großartige Idee das war– auch wenn Jott nochmal in den Markt musste, weil wir Kaffee vergessen hatten (wie konnte _uns_ das passieren?!) und die Rewe-Mitarbeiterin an der Warenausgabe furchtbar unfreundlich war (ja, einen Tag vor Ostern/am Anreisesamstag ists natürlich blöd für sie, aber dafür kann ich doch nichts?).


Am Abend liefen wir allesamt zum Osterfeuer in Ahlbeck. Auf dem Weg stapfte J im Halbdunkel in ein Wasserloch und wurde bis zum Oberschenkel nass. Weil es nicht sooo kalt war und er selbst auch meinte, dass das schon ginge, setzten wir den Weg nach Ahlbeck fort. Am Osterfeuer angekommen dann die „Überraschung“ (wir sind vermutlich auch einfach doof gewesen, das nicht genauso vorherzusehen): Unfassbar viele Menschen und unfassbar lange Schlangen an den Imbissbuden. J war mittlerweile auch kalt, sodass wir beschlossen uns ein Taxi zu nehmen und in die Ferienwohnung zu fahren. Leider (und hier waren wir dann mindestens zum zweiten Mal doof, weil wir dachten das ginge so einfach) gab es aber kein Taxi, das noch fuhr– also mussten wir zurücklaufen. Zum Glück hab ich seit dem Herbst immer ein paar Wollsocken über meinen normalen Socken drüber (#teamkaltefüsse), die zog ich J über damit er wenigstens wieder was an den Beinen hat. In zwei Gruppen (der Geschwindigkeit wegen; M, J und ich sowie G, Jott und ihre Mama) liefen wir also von Ahlbeck nach Heringsdorf zurück; in der Ferienwohnung angekommen steckte ich J in die Badewanne und mummelte ihn danach warm ein. Als die zweite Gruppe ankam (15 Minuten nach M, J und mir, wir waren echt flink), gabs Abendbrot, wir steckten die Kinder ins Bett und ließen den Abend ausklingen.

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Freitag, 29.03.2024

Schon nach dem Aufstehen den tiefen Wunsch nach einer eigenen Wohnung ohne Kinder, wahlweise nach Kindern die durch Widerstände und Verbote nicht aufgeputscht und getriggert werden, verspürt.
J war wach, wusste nicht sich analog bis 7:30 Uhr zu beschäftigen und musste die Welt an seinem Leid teilhaben lassen. Also Poltern, absichtlich laut sprechen, durch die Wohnung rennen und dabei übertrieben laut kichern… Er weiß, was er tut und genießt den Nervenkitzel beim Provozieren von Reaktionen.

Generell: Diese Lust an der Eskalation, das Austesten von Grenzen, das absichtliche Anecken um Reaktionen zu erzeugen und Aufmerksamkeit zu generieren… Ich habe keine Reserven für sowas, finde es einfach nur anstrengend (wieso können sie sich nicht einfach an Absprachen halten und ein bisschen paul-verträglicher sein?) und möchte weit weg.

Ganz allgemein wünsch ich mir in diesen Momenten sehr ein Leben ohne Verantwortung/Einbindung in Tagesabläufe anderer, bzw. stark reduziert würde auch reichen. Aber ach.


Jott will im Urlaub baden gehen, aber ich hab noch keine Schwimmbadfigur– die letzten 3 Monate waren nicht gnädig zu mir (bzw. ich bin halt auch nicht fähig, mich an meine Bewegung/sportliche Betätigung angepasst reduziert zu ernähren)…


Jott hatte eine sehr schlaue Idee: Wir bestellten heute bei Rewe in Heringsdorf zum Abholen und umgehen somit den Einkauf im vor Ostern und am Anreisewochenende vermutlich unfassbar vollen und anstrengenden Markt.


Kindermund: „Papa, Du hast ganz große Augenringe und da sind Pickel in den Augenringen!“, geäußert mit leichten Entsetzen/Ekel. Sie geben einem soviel zurück…


Nachdem die Luft am Vormittag dann wieder dünner geworden war, spielten die Drei gemeinsam sehr schön und konstruktiv miteinander: Voller Forscherdrang zermörserten sie vor der Haustür mit einem großen Stein die Trommelsteine von M und J und schauten mit Lupe und Pinzette, wie die zerstoßenen Steine aussahen und sortierten sie nach Farbe/Größe.


Zum Mittag kam Jotts Mama vorbei. Sie fährt mit uns morgen zusammen an die Ostsee und reiste daher heute an.

Ich nutzte ihre Anwesenheit und ging am Nachmittag eine große Runde spazieren und Frühlingsanzeichen aufspüren.

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Donnerstag, 28.03.2024

Weiterhin den kranken J zu Hause gehabt. Jott bot an, die Betreuung zu übernehmen, aber da sie Nachmittags ins Büro fahren musste und ansonsten die Küche als Arbeitsplatz in Beschlag genommen hätte, war mir das nichts– es ist einfacher, wenn J und ich nur zu zweit zu Hause sind.


Die unschönen Seiten des Elternseins: Der fragwürdige Musikgeschmack der Kinder. Die Jungs fahren hier unfassbar auf die Wumms-Fußballlieder von Dennis und Jesko ab, die laufen über Alexa in Dauerschleife. J beschallte die Wohnung in den vergangenen Tagen mit dem Guirassy Song in Dauerschleife, da wir nur Rigips-Wände haben half auch Tür zu und leise hören nichts. Mittlerweile zuckt mein Augenlied nervös, wenn ich den Bass höre.


Hammer-Tag. Arbeit, ein privater (Remote-)Termin am Vormittag, wieder Arbeit, Kinder abholen, Einkaufen, Arbeit um vor dem Urlaub noch die wichtigsten Sachen abzuschließen, Abendessen… Uff.


Was beim Fußballspielen nicht fehlen darf: Die Uhr, um ja nicht, auf keinen Fall, die Tablet-Zeit zu verpassen.

Abends gemeinsames Musikhören mit den Kindern bis Jott nach Hause kam, jeder durfte über Alexa zwei, drei Lieder anschmeißen. Fußballlieder waren verboten, wir hörten daher viel Mark Forster, Michael Schulte und irgendwas aus den Charts (die Kinder sind da tiefer drin als ich, über „Alexa, spiele beliebte Lieder“ lernen sie die kennen). Das war schön, bis es ausartete („Aber M hat schon drei Mal ein Lied angemacht und ich nur zwei“; „Breakdance“-Einlagen der Jungs in gefährlicher Nähe zu Pflanzentöpfen und Einrichtung).

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Mittwoch, 27.03.2024

Heute kam die SIM-Karte für iPhone 7. Ich richtete Abends alles ein (Apple-ID, iCloud Familienfreigabe, Bildschirmzeit, Guthaben für die Prepaid-Karte aufladen) und tätigte den ersten Anruf. Funktionierte, wir werden es M demnächst übergeben.


Sehr zersplitterter Tag zwischen diversen unterschiedlichen Arbeitsthemen und Kinderbetreuung– J blieb weiterhin zu Hause.


Als M und G nachmittags nach Hause kamen, fragte M ob er eine kleine Portion Porridge für seine Geschwister und sich machen könne– und endete mit einem großen Topf, aus dem alle drei je zwei große Portionen futterten. Ich sah schon schwarz fürs gemeinsame Abendessen, aber die Kinder überraschten mich: Sie aßen, als ob es keinen Porridge-Zwischensnack gegeben hat. Aber das passt zum Essverhalten der vergangenen Tage– vermutlich verpuppen sich die Kinder demnächst und sind drei Tage später 10 Zentimeter größer.

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Dienstag, 26.03.2024

J ist weiterhin krank. Nichts ernstes, einfach nur eine dicke fette Erkältung.


Vormittags hatte ich 1/2 Tag Urlaub und war für einen Termin in der Stadt unterwegs.

Trauriges Einhorn

Auf dem Rückweg kam ich bei Pasam Baklava vorbei und nahm eine mittelgroße Mischpackung für uns mit. Geiler Scheiß, ich musste mich sehr zusammenreißen um nicht direkt viel zu viel zu naschen.


Mittags Abklatsch mit Jott, die den Vormittag über J betreut hatte und nun für ein Bewerbungsgespräch ins Büro musste.


Den Nachmittag über parallel Kindbetreuung und Arbeiten, wobei „Betreuung“ übertrieben ist– J beschäftigte sich, ich beschäftigte mich, wir existierten nebeneinander her in der Wohnung.

Bei unserem Zeit- und Projektmanagement-Tool gibt es ein Issue, dass mich länger als gewünscht einband– nach dem Update eines Mailservers funktionierten an gänzlich unerwarteter und daher nicht vertesteter Stelle Dinge und Sachen nicht mehr, denen ich mit einem Kollegen auf den Grund gehen musste. Betroffen sind die Kolleg:innen der französischen Niederlassung, bei der Fehlerbereinigung half mit ein tschechischer Kollege, das war ein deutlich internationalerer Tag als üblich.

Am Ende fanden wir die Ursache des Problems, konnten aber keine „saubere“ Lösung erstellen– auf Grund technischer Gegegebenheiten (der neue Mailserver kann nicht das, was der alte konnte, und soll es auch nicht können) brauchen wir nun Support vom Hersteller des Tools. Ein Rollback auf den alten Mailserver stellte zumindest die Funktionsfähigkeit wieder her.


L holte M und G aus dem Schulhort ab, bei mir zog sich die Arbeit bis in den Abend hinein.

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Montag, 25.03.2024

J blieb den Tag über krank zu Hause und existierte neben mir her– ich war den größten Teil meines Arbeitstages in Terminen, in die er gelegentlich zur Freude der Teilnehmenden reinhuschte. Ansonsten nahm er ausgiebig Videos mit dem iPad auf, in denen er Quatsch machte und sehr ausgiebig und ausgeschmückt Unsinn erzählte, beschäftigte sich viel mit der Anton-App mit Mathematik der 2. und 3. Klasse (zumindest die 2. Klasse kann er offenbar vom Stoff her überspringen) und spielte mit Lego.

Gemalt hat er auch– das passiert, wenn das Kind den Plätzchenaustecher vom Weihnachtsbaileys findet…

Die Woche wird nochmal knackig– an diversen Ecken muss noch was erledigt werden, bevor es in den Osterurlaub geht.

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Sonntag, 24.03.2024

Wieder Wecker zu Viertel Acht gestellt. Im Gegensatz zu gestern waren heute alle schon wach und wuselten durch die Wohnung. Naja. In dieser Reihenfolge: Haare geschoren, Bart in Form gebracht, duschen, Frühstück, anschließend im Haushalt rumgepusselt und mit G und anschließend J Karten gespielt.


Mittags kamen wieder A, S und E zu Besuch. Wir spielten ein paar Runden routiniert relaxt Rommé, dann chillten alle anderen plötzlich auf Sessel und Sofa mit Smartphone; ich konnte nicht stillsitzen (und wollte meine Zeit auch nicht mit Insta und Co verschwenden) und nutzte die Chance zum Aufräumen und Blogbeiträge nachschreiben.


Nachmittags waren M und J so drüber, dass es mir beinahe körperlich unangenehm war, wie unfassbar blöd die beiden sich verhielten; aber sie hatten offenbar beide Spaß und beschäftigten sich gegenseitig– halt mit Blödsein, aber immerhin… Schwer auszuhalten.


Noch später am Nachmittag klagte J über Halsschmerzen und Krankheitsgefühl– logisch, jetzt waren so circa zwei Wochen alle Kinder gesund, das ist natürlich viel zu lang.


Abends Queen Charlotte mit Jott geschaut, wir steigen tiefer ins Bridgerton-Universum ein.

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Samstag, 23.03.2024

Wecker zu Viertel Acht, ich wollte in der ruhigen Zeit am Morgen, wenn Jott schläft und die Kinder mit den Tablets beschäftigt sind, das Haushaltsbuch aktualisieren. Funktionierte nur so halb weil ich spontan noch die Dusche gründlich putzte. Es reichte aber immerhin noch für die Aktualisierung zumindest eines Kontos, bevor es Frühstück gab.


Mittags eine Prepaid-SIM-Karte für mein altes iPhone 7 bestellt. Das wird M demnächst mitkriegen– wenn wir mal nicht da sind und er allein nach Hause kommt, kann er sich auch melden wenn er nicht in die Wohnung kommt.


Nachmittags mit J und G auf den Wuhlespielplatz gegangen. Wir wähnten den Zugang von der Wuhleseite aus offen wie auch letzte Woche, standen aber dann vor einem Bauzaun (dort wird seit fast einem Jahr kleckerweise gebaut, die Brücke ist seitdem gesperrt, wird aber regelmäßig aufgebrochen weil die Umwege mindestens 15 Minuten Extra-Fußweg bedeuten und dann wieder gesperrt…). Nach ein bisschen zögern kletterten wir kurzerhand rüber, das war ein riesiges Abenteuer für die Kinder.


Am Abend das erste Mal diese Woche an den Spielerechner gesetzt. Wirklich Lust kam nicht auf, dementsprechend war dann auch relativ schnell wieder Schluss.

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Freitag, 22.03.2024

Anlässlich eines „Community Day“ des Geschäftsbereichs ins Büro gefahren. So wirklich auskosten konnte ich das Event allerdings nicht, ich hatte heute mehrere Termine die nicht verschoben werden konnten. Immerhin gabs Mittag und Abendessen auf Firmenkosten und Abends ein nettes Beisammensein mit einigen Kolleg:innen.

Trotzdem relativ früh die Segel gestrichen und nach Hause gefahren, mir steckte die Woche in den Gliedern.


M kam heute erstmals allein nach Hause, als niemand da war. Lief gut, er rief mich wie vereinbart vom Tablet über Skype an.


Abends die letzte Folge Bridgerton mit Jott geschaut, dabei beinahe eingeschlafen. Gut, dass Wochenende ist.

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Donnerstag, 21.03.2024

Unerbittliches Weckerklingeln kurz nach Sechs. Ich hätt ein bisschen mehr Schlaf gebrauchen können, ich fühlte mich wie verkatert.


Arbeitstechnisch begonnen, lose Projektenden zu schließen bzw. zu bearbeiten. Zudem könnte ich die Möglichkeit erhalten, zusätzlich zu meiner Rolle als Scrum Master weitere Aufgabengebiete in meinem Scrum-Projekt zu übernehmen.


Vormittags ein längeres Gespräch mit meinem Team Lead gehabt und ihn gefragt, welche Perspektiven es für mich gibt. So richtig befriedigend war das insgesamt nicht. Ob und was ich nun mit den Infos aus diesem Gespräch anfange, weiß ich noch nicht, da muss ich ein bisschen drüber nachdenken/mit Leuten reden.


Läuft für Jott: Erst gewann sie bei Ernstings Familiy ihren Einkauf, dann wurde sie von einem fremden Mann zum Essen eingeladen.


Abends ganz k.o. mit Jott auf der Couch versackt und Bridgerton weiter geschaut.