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Journal Donnerstag, 27.8.2015

Eventuell kann ich demnächst mein Scherflein dazu beitragen, dass die Welt etwas besser wird. Die Aktion „Blogger für Flüchtlingesucht nämlich IT- und Medienmenschen, und das passt ja ganz gut, das mache ich hauptberuflich und auch ganz ok, glaube ich. Warten wir es ab.

Jott und Herr Schnuffke fehlen mir. Zum Glück sehen wir uns morgen wieder.

Langsam ist im Büro wieder Land in Sicht. Die Einträge auf der ToDo-Liste werden trotz abarbeiten nicht mehr, sondern stagnieren in der Anzahl. Das ist doch schonmal was.

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Journal Mittwoch, 26.8.2015

Momentan würde ich mich gern klonen, um im Büro doppelt arbeiten zu können. Ein Paul arbeitet die sauber strukturierte ToDo-Liste ab, übernimmt die Routine-Aufgaben und organisiert. Der andere Paul kümmert sich um alles Unvorhergesehene und gibt dem einen Paul beständig neuen Input, den dieser in ToDos, Releases, User Stories, Mails und Termine umwandelt.
Das wäre schön. Und würde Tage wie diesen unglaublich vereinfachen. Dann arbeiten nämlich zwei Pauls lockere acht Stunden und nicht ein Paul allein elf, nur um trotzdem nicht alles zu schaffen.

Jott zum Hochzeitstag mit einer Kleinigkeit überrascht. Ich kann auch romantisch sein, wenn ich 156 Kilometer entfernt bin.

Meine „Ach, das lese ich später“-Liste in Pocket wächst und wächst und wächst und ich komme einfach nicht dazu, sie abzuarbeiten. Zuviel geschieht momentan, dass ich gern besser verstehen beziehungsweise wo ich mich schlau machen möchte, um sinnvoll tätig zu werden. Aber was das an Zeit frisst! Und eine Besserung der Lage ist derzeit nicht absehbar.

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Journal Dienstag, 25.8.2015

K. treffen, Burger essen, im Park ein Radler trinken und zum Tagesabschluss noch einen Cocktail. Schöne Abende, die immer viel zu selten so stattfinden.

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Journal Montag, 24.8.2015

Ich habe heute in der Wohnung laut Musik gehört. Meine Musik. Kein Fernseher lief, den ich übertönen musste. Niemand hat sich an der Musik gestört. Das war cool. Und merkwürdig.

Zwischendurch hat Jott niedliche Bilder und Videos von Herrn Schnuffke geschickt, der heute das vier Wochen jüngere Baby einer sehr guten Freundin von Jott kennen gelernt hat. Ich habe vor lauter Putzigkeit natürlich keine unmännlich quietschenden Geräusche gemacht. Niemals. Höchstens eins. Vielleicht auch zwei. Aber garantiert nicht mehr.

Ich bin von meinem neuen Smartphone sehr begeistert. Es  ist unglaublich schnell. Klicke ich auf einen Link in der Twitter-App, kann ich ungefähr zehn Sekunden später im Browser den Inhalt hinter dem Link sehen. Auf dem Galaxy S2 hat das locker 30 Sekunden und länger gedauert. Oder der Akku: Das S2 musste bei meinem Nutzungsverhalten mindestens einmal während des Tages aufgeladen werden. Das S4 hat am Ende des Tages immer noch 35% Akku. Das ist doch toll.

Einerseits ist Kochen für eine Person ist schwierig. Andererseits freuen sich morgen zwei Kollegen über mitgebrachtes Essen. Man muss das positiv sehen.

 

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Journal Sonntag, 23.8.2015

Die bevorstehende Woche wird schwer. Jott und Herr Schnuffke sind nämlich in Magdeburg geblieben, während ich heute mit dem Postbus zurück nach Berlin fuhr. Kann man machen: Der Bus kam pünktlich und war gut ausgestattet, er war sauber, das Wlan funktionierte einwandfrei und die Fahrt zum Berliner ZOB dauerte sogar etwas kürzer als angegeben (was im Endeffekt aber auch hieß, dass ich für die Strecke Magdeburg – Berlin nur wenig länger benötige als für die Fahrt vom ZOB nach Hause. Berlin, deine Größe macht mich fertig) . Was will man für sieben Euro mehr.

Aber genug davon, viel wichtiger ist natürlich die Frage wie ich die kommende Woche überstehen soll. Der Abend in der komplett stillen Wohnung war bereits sehr ungewohnt, wie soll das erst mehrere Tage lang werden?

Nachdem Jott am Freitag zur Vertragsverlängerung ein neues Smartphone bekam, konnte ich heute Vormittag ihr altes Samsung Galaxy S4 resetten und anschließend in Beschlag nehmen. Der Wechsel von meinem alten Samsung Galaxy S2 auf das S4 ist ein ungeheures Upgrade in Sachen Performance und Kamera für mich. Wann immer Zeit war, wurde daher an den beiden Smartphones herumgespielt um alle Daten und Einstellungen zu übertragen. Das scheint auch gut funktioniert zu haben, wenn man vom fehlenden Sonntag in den WhatsApp-Chats absieht.

Große Freude gestern übrigens noch: Wir haben viele viele wunderschöne Bilder bekommen, die im Zuge eines Baby-Shootings Anfang Juni entstanden sind. Am liebsten würde ich jeden einzelnen Tag mit dem Kind so festhalten, aber das geht dann vermutlich doch etwas ins Geld.

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Journal Samstag, 22.8.2015

Familientag. Besuch im ehemaligen Heimatdorf von Jott, Bekanntmachung von Herrn Schnuffke mit den Urgroßeltern (sehr bezuckert) sowie anschließendem Nachmittag und Abend bei Jotts Papa und seiner Frau. Herr Schnuffke zeigte sich von seiner besten Seite, lachte viel, gluckste vor sich hin und war sehr umgänglich.

Gemeinsame Streifzüge mit Schwiegervater durch den Garten und Sichtung des angebauten Gemüses. Es scheint mir sehr praktisch, selbst Gurken, Zuchini, Tomtaten, diverse Salate, Kohlrabi, Haselnüsse und Äpfel anzubauen. Vermutlich auch nur, weil ich die damit verbundene Arbeit als Besucher nicht sehe, sondern nur die Ergebnisse eben jener.

Nach dem Grillen noch große Aufregung: Eine zuvor nicht sachgemäß angelegte Windel hielt nicht dicht und sorgte dafür, dass ein weiterer Body vermutlich nicht zu retten sein wird. Das nächste Baby wird nur dunkle Kleidung tragen.

In der blauen Stunde zurück nach Magdeburg. Leicht melancholisch durch die Landschaft gefahren. Der Herbst ist bereits erahnbar, in vier Wochen wird Nebel auf den Feldern stehen und zu den Straßen hochwabern.

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Journal Freitag, 21.8.2015

Ein kurzer, wieder sehr dicht getakteter Tag im Büro. Unter Verweis auf mein Überstundenkonto hatte ich bereits am Mittwoch angekündigt, heute nur bis gegen 14 Uhr im Büro anwesend zu sein. Das funktionierte wider Erwarten tatsächlich, so dass Jott und ich am Nachmittag gen Magdeburg aufbrechen konnten. Übrigens wieder ein erstes Mal: Wir hatten noch nie so eine lange Autofahrt mit dem Kind unternommen und waren sehr gespannt, wie Herr Schnuffke die zwei Stunden bekommen würden. Wie sich heraus stellte, sehr gut: Die erste Stunde schlief er und wachte erst auf, als der Verkehr zwischen Nuthetal und Michendorf ins Stocken geriet und das monotone Rauschen und die Schaukelei aufhörten. Während der zweiten Stunde war er wach, schaute interessiert in die Gegend und quengelte lediglich eine viertel Stunde vor Ankunft ein wenig, ließ sich aber vom Nuckel besänftigen.

In Magdeburg -„Machdeburch“ übrigens, nicht „Maagdebuurg“- dann Familienprogramm: Eine Oma, eine Tante und ein Onkel warteten auf Herrn Schnuffke und konnten sich am kleinen Speckbaby gar nicht satt sehen.

Heute sehr über die Ankündigung zu Schulz & Böhmermann im Neo Magazin Royale gefreut. Roche & Böhmermann war gut, Sanft & Sorgfältig ist gut und Schulz & Böhmermann kann nur gut werden.

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Journal Donnerstag, 20.8.2015

Viel Trubel im Büro, Termine über die Mittagszeit hinweg sodass das Mittagessen in ein knappes Zeitfenster gedrängt werden musste. Langsam schwinden die Einträge auf meiner ToDo-Liste dahin, das konsequente Strukturieren, Organisieren, Besprechen und Abarbeiten zeigt Wirkung.

Nach Hause kam ich in eine ruhige Wohnung: Jott und das Kind schliefen beide friedlich. Ich nutzte die Gelegenheit, direkt weiterzuarbeiten und das Tagespensum zu erfüllen. Dabei hieß es back to the roots: Ich wollte/ sollte/ durfte tatsächlich selbst Code schreiben und damit die Arbeit einer Kollegin überprüfen und optimieren, zumindest war das angedacht. Ich bin ja eigentlich Webentwickler und kein wirklicher Projektleiter, sondern arbeite unserer Teamleiterin nur so gut es geht zu indem ich ihr viel Kleinkram abnehme, Telefonate führe, Sachverhalte kläre und teils dann auch das Team leite und eine ungefähre Richtung vorgebe. Das ist auch ok, aber mitunter vermisse ich die tatsächliche Arbeit mit dem Code und freute mich daher heute umso mehr, endlich mal wieder selbst Hand an ein aktuelles Projekt legen zu dürfen. Problematisch war aber, dass es eben doch Auswirkungen hat wenn man wochen- und monatelang nicht seiner eigentlich erlernten Tätigkeit nachgeht. Ich hatte nämlich das ein oder andere schlicht nicht mehr im Kopf, musste teils umständlich nachschlagen, kam nur langsam in die Gänge. Und am Ende musste ich dann feststellen, dass sich bestimmte Abläufe innerhalb der vergangenen Wochen und Monate so geändert haben, dass es mir schlichtweg nicht möglich war tatsächlich sinnvoll zu arbeiten. Da fehlte eine Dokumentation für elementare Dinge, was schlussendlich dazu führte dass zwar der Unterbau des Projekts lief, das Projekt selbst aber aus mir nicht bekannten Gründen Konfigurationsdateien ignorierte und daher nicht zu gebrauchen war.

Ein Reinfall also, und noch dazu ein zeitintensiver: Beim Frickeln saß ich länger als geplant vor dem Rechner, was natürlich gut für das Überstunden-Konto, aber schlecht für meine Erholung ist.

Glück im Unglück fast schon, dass das Kind scheinbar wieder wächst und kaum von Jotts Brust wegzubewegen war.

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Journal Sonntag, 16.8.2015, bis Mittwoch, 19.8.2015

Da ist man einmal etwas beschäftigter (das ist zum Teil gelogen, ich war auch einfach faul und hatte keine Lust) und schon sind drei Tage rum und es gibt keine Blogbeiträge dazu. Schlimm, sowas.

Da das aber passiert, möchte ich mich lieber darüber wundern dass vor inzwischen zwei Monaten und einem Tag mein Kind geboren wurde. ZWEI MONATE UND EIN TAG.

Es kommt mir vor, als wäre es gestern gewesen dass ich Jott Abends im Krankenhaus besuchte und dann die Nacht über bei der Geburt dabei war. Das war schon eine Erfahrung. Besonders gut ist mir im Gedächtnis geblieben, wie ich nach ungefähr 23 Stunden wach sein unglaublich müde war, dann aber plötzlich das Köpfchen rausguckte und mit einem Mal ein so unglaublicher Adrenalinschub durch mich rollte, so dass ich von einer Sekunde auf die andere hellwach und hochkonzentriert war. Das war der Moment, in dem ich realisiert habe dass wir da gerade ein Kind bekommen. Die bislang bemerkenswerteste Erfahrung meines Lebens. Und wie ich ab diesem Moment wie ein Schlosshund geheult habe weil es so unglaublich und so schön und so einmalig und so ein verdammtes Wunder und so lange erwartet war. Und dann ist das Kind auf der Welt, wird Jott auf den Bauch gelegt und kackt sie erstmal von oben bis unten voll und es ist alles total egal, weil da so ein unglaublich winziges kleines Wesen mit zerknautschten Kopf und voller Blut und Schmiere liegt, total geschockt über den abrupten Wechsel von Bauch zu draußen ist und dann aus vollem Hals beginnt zu schreien.
Das war echt der Wahnsinn.

Und ZWEI MONATE UND EINEN TAG später lächelt mich dieses Kind an als ich ihm nach dem Nach-Hause-kommen die Windel wechsle (es hat das Mobile angelächelt. Ich stand nur im Weg) und ich denke mir „Wow, wenn er sich so streckt ist er schon fast so lang wie die Wickelkommode breit ist“. Und beim Hochheben des fröhlich glucksenden Kindes (WIESO MAG ER DAS MOBILE MEHR ALS MICH?) muss ich schon ordentlich zupacken, weil das Kind inzwischen gute zweieinhalb Kilo schwerer als bei der Geburt ist und ich frage mich, wie schnell eigentlich ZWEI MONATE UND EIN TAG vergehen können und wie es sein kann, dass die Veränderungen, die das Kind durchmacht, nur im Rückblick erfasst werden können. Gerade eben war er noch winzig und federleicht und mit einem Mal ist er größer und schwerer und sieht schon fast wie ein Michelin-Männchen mit seinen Speckringen aus und ist länger wach und lächelt und quietscht und gluckst und schnieft vor sich hin und kann schon richtig gut atmen und trinken ohne ständiges verschlucken und prusten und dreht sich fast schon von selbst vom Rücken auf den Bauch und trägt Windelgröße 3 und bringt selbst die teilweise zum Überlaufen.

Das ist echt der Wahnsinn.

 

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Journal Samstag, 15.8.2015

Großeinkauf mit Kind. Wir hatten etwas Bammel (Kaufland ist laut und hektisch), aber Schnuffke war das egal: Sobald der Maxi-Cosi auf dem Einkaufswagen festgemacht war und wir losgeschoben haben, schlief er ein und hat sich weder von den anderen Einkäufern, noch den grellen Lichtern, noch den Lautsprecherdurchsagen stören lassen. Der Verdacht erhärtet sich, dass das Kind am besten schläft wenn um ihn herum Trubel herrscht.

Zu Hause probierte er dann noch, auf dem Bauch liegend vorwärts zu robben und ließ uns auch akustisch an seinen Anstrengungen teilhaben.

So ein Kind ist schon sehr putzig.

Ansonsten war der Tag ereignislos und ruhig (wenn man vom Nazi-Konzert in der NPD-Parteizentrale am Abend absieht- aber das betrifft uns ja nicht unmittelbar)- ich kam zum Leerlesen des Feedreaders und konnte mich endlich mal etwas ausführlicher zum Thema NAS, Backup und Home Server informieren und sogar eine kleine Wunschliste an Technikzeug anlegen.