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Donnerstag, 22.12.2022

Erster Urlaubstag für alle. Keine KiTa, keine Schule, (eigentlich) keine Arbeit.


Nach dem (späten) Frühstück versicherten wir uns bei Jotts Papa und Frau, ob wir tatsächlich heute anreisen können oder nicht. Da Jotts Stiefmutter (das Wort klingt so negativ… soll es aber gar nicht sein) weiterhin auf dem Wege der Besserung ist, lautete die Antwort ja. Also packten wir nach dem Essen fix unsere Koffer („fix“– es dauerte dann doch seine Zeit, für fünf Leute packen inkl. Bettzeug und Geschenke ist ein ganz schöner Akt…) und fuhren zur Mittagszeit ins anhaltinische Nirgendwo zu Jotts Papa. Mittag gabs bei Burger King in Wollin, zum Kaffee kamen wir an.

Das Wetter während der Fahrt war furchtbar (mehr oder weniger starker Regen, Nebel, schlechte Sichtverhältnisse), zum Glück war es warm– ich will mir nicht ausmalen, wie die Straße bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ausgesehen hätte.

Nach dem Kaffeetrinken gingen wir allesamt in den Garten und schauten zu, wie Jotts Papa einen Weihnachtsbaum schlug. Vor allem die Kinder waren schwer begeistert und halfen mit großem Hallo, den Baum vom Garten unters Vordach zu tragen, wo er nun die nächsten Tage stehen wird.

Anschließend schnappte ich mir die unausgelastete und quengelige Brut und lief in der Dämmerung eine Runde ums Dorf mit ihnen spazieren. Wir machten einen Abstecher auf den Dorf-Friedhof (die Kinder fanden das spannend) und schauten nach bekannten Namen (fanden wir auch, Jotts Familie mütterlicherseits lebt seit Generationen dort). Danach gings über dunkle Wirtschaftswege und Elbdeiche zurück.

Die Kinder leuchteten mit den mitgebrachten Taschenlampen, zumindest solange die Batterien hielten. Die Kurbeltaschenlampe, die ich uns in einem Anfall von Prepper-Wahn vor ein paar Wochen gekauft hatte, spielte ihre Stärke aus: Die konnten wir nämlich durch Kurbeln wieder aufladen und den Weg so zumindest ein bisschen beleuchten.

Wieder zurück dann eine Runde Kartenspielen (Kakerlaken-Poker) zu 6.. Die beteiligten Kinder blufften wie die Profis und freuten sich diebisch, wenn wir ihr Pokerface nicht durchschauten (was ziemlich häufig vorkam). Anschließend noch ein bisschen Tablet-Zeit, bevor wir allesamt zu Abend aßen. Nach dem Abendessen verabschiedete sich Jott zu einem Treffen mit Freundinnen, während ich die Kinder bettfertig machte und sie ins Bett brachte.

Anschließend gemeinsames Krimi-Schauen mit Jotts Papa nebst Frau, ich spielte zusätzlich noch WoW und bereiste die Dracheninseln.


Vielleicht liegts daran, dass die Woche eigentlich noch eine reguläre Arbeitswoche ist, vielleicht sind manche Menschen auch einfach nuver verpeilt, aber ich hab beruflich in dieser Woche mehr Kunden-Anfragen nach „Könnt ihr bitte nochmal schnell…“ bekommen als in den drei Wochen zuvor. Dürfen sie ja, sie bezahlen ja auch dafür das es gewisse SLAs gibt, aber ich persönlich möchte eigentlich ab Mitte Dezember keine Hauruck-Aktionen mehr starten bzw. dafür angefragt werden. Meine Urlaubsvertretung schreibt dann zwar zurück, dass wir uns der Anfragen gern im neuen Jahr annehmen und dann hat sich das. Heute war allerdings etwas dringlicher, ein Kunde musste eine Anfrage noch unbedingt vor dem neuen Jahr umgesetzt haben weil die Änderung zum 1.1.2023 greift… Also beim Packen und auf der Autofahrt noch Mails ausgetauscht und geschaut, was wir so machen können (eigentlich nichts bzw. auf den Goodwill eines Kollegen hoffen, der– ebenfalls im Urlaub– raufschauen müsste). Ich hoffe, dem Kunden reicht unser Vorschlag, die Änderung am 2.1. umzusetzen.

Jott hat zwar auch seit gestern Urlaub, kann aber ebenfalls nicht so wirklich abschalten– ihr Arbeitshandy klingelt immer noch ganz schön häufig.

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Mittwoch, 21.12.2022

Erster Urlaubstag für Jott. Da die Kinder noch in KiTa und Schule waren, waren wir mal allein zu Hause. Wie es sich gehörte (wir sind da ein bisschen dumm…), machten wir sinnvolle Dinge anstatt sinnlos auf der Couch zu liegen und einfach nur zuatmen. Jedenfalls ging der freie Vormittag sehr schnell vorüber und dann kam auch schon M aus der Schule nach Hause.


Im Zuge der Umgestaltung des S-Bahnhofs Köpenick zum Regionalbahnhof müssen die ganzen Imbissbuden und Verkaufsstände, die es dort gibt, weichen. Unter anderem auch das Bäckerauto, an dem wir immer Brot und Kuchen kaufen. Den Laden am Hultschiner Damm gibt es zwar weiterhin, aber da kommen wir nicht vorbei. Daher verabschiedeten wir uns heute nach einem Kuchenkauf mit einer kleinen Danke-Karte von „unserer“ Bäckerverkäuferin, die die Kinder beim Vornamen kennt, sie immer mit großem Hallo begrüßt, ihnen ab und an mal was Süßes zuschieben und immer für einen kleinen Plausch zu haben ist. Das ist wirklich superschade, denn das sind so die Institutionen und Menschen, dank derer wir uns hier so gut fühlen.


Nachmittags eine kurze Krise wegen der vielen Verpflichtungen. Der Haushalt, die Kinder, die eigenen Wünsche und Bedürftnisse– es passt alles nicht zusammen. Dann einen Schritt zurück gemacht und das wichtigste erledigt, nebenbei mit Jott über dies und das und jenes gesprochen– wir haben aktuell ein paar Themen um die wir kreisen und die wir klären bzw. bearbeiten müssen.

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Dienstag, 20.12.2022

Am gestrigen Abend überraschenderweise recht schnell eingeschlafen- trotz fehlender Jott. Lag vermutlich an der doch schon recht fortgeschrittenen Stunde… Der heutige Morgen war jedenfalls nicht so angenehm.


Sehr viel Zeit am Rechner und auf den Dracheninseln verbracht. Wobei „sehr viel“ ungefähr drei Stunden bedeutete– auch heute war noch einiges im Haushalt zu erledigen.

Als M nach Hause kam, spielten wir eine Runde Yu-Gi-Oh, bzw. versuchten wir es. Ich brach das aber nach ungefähr 45 Minuten ab, weil mir das viel zu kompliziert ist. Um richtig zu spielen muss man eigentlich sein Deck und das des Gegners auswendig kennen, die jeweiligen Karteneffekte im Hinterkopf behalten, die Spielregeln kennen und dann auch noch die Strategie des eigenen Decks kennen und entsprechend spielen… Das ist nichts, was spontan geht, das muss man bzw. ich dann tatsächlich lernen und darauf verspüre ich gar keine Lust. Wir spielten dann andere Kartenspiele, bis M irgendwann mit J Lego spielen ging. G blieb bei mir und spielte weiter, bis Jott am späten Nachmittag von ihrer Dienstreise nach Frankfurt zurückkehrte. Sie war ein bisschen sehr blass um die Nase, denn Teil der Dienstreise war auch eine Weihnachtsfeier mit dem Frankfurter Büro– die wohl ganz schön lang und feuchtfröhlich zuging. Mitleid, Schadenfreude und ein „Hör doch auf, immerhin kamst Du raus und hast was erlebt“-Gefühl hielten sich bei mir die Waage (unter uns: Der Mitleid-Anteil war kleiner).


Abends schlechte Nachrichten bekommen: Die Frau von Jotts Papa ist krank. Das ist insofern ärgerlich, als das wir am Donnerstag zu ihnen fahren möchten um Weihnachten bei ihnen zu verbringen.

Jott und ich haben uns darauf verständigt, bis Donnerstag Ruhe zu bewahren und unsere Pläne unverändert zu lassen. Wenn es Donnerstag nicht besser ist, können wir uns immer noch Alternativen überlegen.


Abends weiter die Dracheninseln unsicher gemacht, Jott war recht schnell auf der Couch eingeschlafen.

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Montag, 19.12.2022

Hoch die Hände, Urlaub!


Jott arbeitete heute aus dem Home Office, da sie gegen Mittag noch zu einer Dienstreise nach Frankfurt aufbrechen wollte/musste. Weil ich gern noch ein paar Sachen richtig abschließen wollte, setzte ich mich zur ihr an den Küchentisch und arbeitete ebenfalls die verbliebenen Punkte weg. Jotts Mama leistete uns auch Gesellschaft, arbeitete allerdings nicht sondern las auf der Couch (die Vorzüge des Rentner-Lebens…).

Wie ich dann als Abschluss noch Zeiten für die vergangene Woche nachbuchte, bemerkte ich zu meiner großen Überraschung das ich am vergangenen Freitag schon Urlaub gehabt hätte. Offenbar hatte ich das völlig verplant und da überhaupt nicht mehr dran gedacht– und dann am Freitag eben ganz normal gearbeitet. War auch gut, weil in einem Projekt noch eine Livestellung erfolgen musste und meine Zuarbeit notwendig war.

Jetzt muss ich mal schauen, wie ich das geregelt kriege. Den Urlaubstag hätte ich schon gern wieder… Allerdings war es ein Sonderurlaubstag (die Firma gewährt nach je 5 Jahren Betriebszugehörigkeit einen zusätzlichen Urlaubstag), der nicht ins neue Jahr übertragen werden kann. Könnte also schwierig bzw. kommunikationsintensiv werden.


Jott brach gegen Mittag auf, ihre Mama ebenfalls. Ich begleitete die beiden und verabschiedete sie am Bahnhof, danach erledigte ich noch ein paar Dinge in Bahnhofstraße. Ist schon nett, z.B. Vormittags zur Bank gehen zu können wenn es leer ist. Als ich wiederkam, schob ich eine Sporteinheit ein, machte mir Suppe vom Samstag warm und dann kam auch schon M nach Hause und ich holte die Zwillinge ab.

Während die Kinder gemeinsam spielten, brachte ich die Wohnung auf Trab und dann setzten wir uns allesamt jeder an ein unterschiedliches Endgerät und spielten vor uns hin bis zum Abenbrot.


J begann über den Nachmittag und Abend stark zu husten, ich hoffe er hat sich nicht schon wieder was eingefangen.

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Sonntag, 18.12.2022 – We survived (another) Zwillingsgeburtstag

Zwillingsgeburtstag, 6. Edition. Die beiden waren die letzten Tage unfassbar aufgeregt und zu nichts mehr zu gebrauchen. Der (traurige) Höhepunkt war die Nacht zu heute: G wollte halb Vier ihre Geschenke öffnen, J um kurz nach 5… Letzten Endes mussten sie sich dann noch bis 8 Uhr gedulden, bevor die Geschenkeschlacht begann.

Große Freude über alles, wir hatten wohl allesamt die richtigen Riecher bzw. die Kinder auch lange genug im Voraus ausreichend ausgequetscht.


Die große Party stieg am Nachmittag. Statt sechs Gastkindern kamen krankheitsbedingt nur vier, von denen eines sich dann nicht von seinem Papa lösen konnte und nach einer guten halben Stunde von eben jenem wieder nach Hause mitgenommen wurde. So sehr uns das für die Zwillinge wurmte, war es für Jott, ihre Mama und mich doch etwas leichter. Die Bande war auch so sehr aktiv und forderte unsere ganze Aufmerksamkeit.

Nach Kaffee und Kuchen wurden Geschenke ausgepackt und gespielt. Als die Hibbeligkeit und Lautstärke der Kinder größer wurde, brachen Jotts Mama und ich zu einem Taschenlampen-Quiz an der Wuhle auf: Alle paar Meter gab es Quizfragen und Aktivitätschallenges („Welches dieser drei Tiere lebt nicht am Nordpol?“ – „Dann watschelt mal alle bis zur nächsten Laternen wie Pinguine“). Das beschäftige uns eine gute Stunde und war in punkto Energie austoben sehr gut. Jott bereitete unterdessen schonmal das Abendessen vor und räumte auf. Als wir wiederkamen, durften die Kinder eine Piñata zerschlagen. Eigentlich hätte das Gewinnerkind des Taschenlampen-Quizzes den ersten Schlag ausführen dürfen, aber die 5- und 6-Jährigen hatten alle zufälligerweise die selbe Punktzahl und M lief außer Konkurrenz… Wir einigten uns darauf, dass die Geburtstagskinder den ersten Schlag ausführen durften. Nach ein paar Schlägen holte Jotts Mama das Ding mit einem Killerschlag runter, anschließend folgte eine Süßigkeiten-Verteil-Orgie.

Bis zum Abend gab es dann eher klassisches Kindergeburtstagsprogramm: G hatte sich Topfschlagen gewünscht, das machten wir exzessiv. Als alle Kinder mehrmals dran waren (und ich auch einmal :)), überließen wir die Kinder sich selbst, halfen Jott bei den Abendbrot-Vorbereitungen und schnauften einmal durch.

Das Essen ging dann recht schnell über die Bühne. Die Kinder hatten bis auf M kaum Hunger auf Nudeln mit Würstchensauce, der Süßkram den Nachmittag über hatte schon gereicht. Nach’m Essen spielten sie wieder gemeinsam, bis gegen 19 Uhr Schluss war und alle Kinder abgeholt wurden.

Wir zogen dann nur noch fix die Kinder durch die Wanne, ließen sie noch die neue Mausfolge gucken und dann lagen sie beinahe pünktlich im Bett, während wir Erwachsenen auf die Couch fielen.

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Samstag, 17.12.2022

Faulenzertag + Vorbereitungen für die Geburtstagsfeier der Zwillinge. Nachmittags die überdrehten Kinder zu einem Taschenlampenspaziergang an der Wuhle rausgeschleift, damit sie ihre Energie wenigstens ein bisschen loswerden können. Vielleicht wäre das eine Antwort auf die Energiekrise: Aufgeregte Kinder und große Hamsterräder…

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Freitag, 16.12.2022

Die Nacht sehr wenig Schlaf bekommen. Ohne Jott kann ich nicht einschlafen, also blieb ich am Donnerstagabend lange wach in der Hoffnung, dass die Müdigkeit das Problem für mich lösen würde. Tat sie aber nicht, und auch eine Dreiviertelstunde lang Podcast hören half nicht. Schlussendlich schlief ich also erst gegen Mitternacht ein, wachte halb Zwei wieder auf als Jotts Mama wiederkam, blieb wach bis Jott gegen Viertel Drei ins Bett kam und konnte dann erst gegen 3 Uhr wieder einschlafen– bis der Wecker um 6:04 Uhr klingelte.

So müde war ich schon lange nicht mehr. Aber immerhin gings Jott genauso, und geteiltes Leid ist ja bekanntlich halbes Leid.


Den Arbeitstag sehr entspannt rumgebracht. Da ich zwischen den Jahren eh nochmal reinschauen muss (Monatsabschluss, Bereitschaft), wird sich das zeitlich schon aussgehen.


Das verschobene Date:

Mitte Oktober hatte ich für Jott und mich Tickets für die Siegfried-und-Joy-Weihnachtsshow am 15.12. gekauft. Anfang Dezember wurde der Termin für die Weihnachtsfeier ihrer Firma auf… den 15.12. gesetzt. Nach viel Diskutieren, Schuldgefühlen (Jott), Zickigkeit und gekränkten Gefühlen (von mir) und Kompromissvorschlägen (von Jott) sagten wir den Zaubershow-Termin ab; die Karten dafür bekam Jotts Mama. Jott schlug als Ausgleich einen Nachholtermin am 16.12. vor– also heute. Ihre Wahl fiel auf die Komische Oper und „Die Perlen der Kleopatra“. Passte für mich, ich war noch nie in der Oper. Essen gehen wollten wir auch.

Gestern Nachmittag: Eine Mail der Komischen Oper trifft ein. Auf Grund eines Krankheitsfalles müsse die Vorstellung leider abgesagt werden.

Wir planten also um auf Kino und Essen. Ich würde Jott gegen 16 Uhr abholen, dann führen wir ins Astra nach Johannisthal, guckten „Einfach mal was schönes“ und gingen anschließend in Adlershof was essen.

Nicht bedacht bei dem Plan hatten wir: Unsere Müdigkeit und Jotts Zustand nach einem Tag im Büro, an dem sie mutterseelenallein (ihre beiden Kolleginnen waren krank und, ähem, nach einer Feiernacht mit viel Alkohol bis 4 Uhr morgens, auch krank) neben ihrem normalen, sowieso schon fordernden, Tagesgeschäft, das Büro wieder in Schuss bringen musste. Als ich kurz nach 16 Uhr ankam, war Land unter, Jott ziemlich am Ende und noch Kram im Büro aufzuräumen. Also erstmal mitangefasst und Möbel verrückt und Deko abgebaut– und dann war es mit einem Mal kurz vor 17 Uhr und wir wären niemals im Leben pünktlich zur 17-Uhr-Vorstellung gekommen. Wir entschieden uns nach ein bisschen gut zureden meinerseits für das einzig sinnvolle: Kein Kino, stattdessen in Ruhe Jotts Aufgaben im Büro fertig machen, nebenbei ein paar Essensreste snacken (ist ja fast wie Essen gehen) und einfach entspannt bleiben. Als wir fertig waren, trafen wir beim Aufräumen eine Sowas-wie-Kollegin von Jott aus der Schwesterfirma in einem anderem Gebäudeteil, quatschten noch mit ihr und fuhren anschließend wieder nach Hause; inkl. Abstecher zum Rewe für Schoko-Weintrauben, Ginger Ale und Chips (wir wissen, wie man feiert).

Tja, und so hatten wir gute anderthalb Stunden gemeinsam, ohne Kinder und teils in Gesellschaft anderer. Passt auch– man nimmt, was man kriegen kann.


Ausblick können sie in Jotts Büro:

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Donnerstag, 15.12.2022

Bürotag. Nochmal Kollegen und Chef sehen, am Weihnachtsstandortmeeting teilnehmen, gemeinsam Mittagessen und live und in echt Absprachen fürs nächste Jahr treffen.


Weil wir zu 2/3 den selben Arbeitsweg in die Stadt haben, fuhren Jott und ich gemeinsam. Das war auch nett, gemeinsame Zeit haben wir aktuell nicht so viel.


In der KiTa gab es am Nachmittag einen Wasserschaden. Offenbar war im Garten ein Rohr geplatzt. Im Garten bildete sich eine riesige Pfütze, in den Gebäuden selbst gab es kein Wasser. Bis in den frühen Abend war der KiTa-Betrieb für Freitag ungewiss, dann gab es die Entwarnung: Ein Team der Berliner Wasserbetriebe hatte den Schaden zum Glück schnell behoben.

Während wir uns freuten, dass die Kinder in die KiTa gehen können, freuten sich J und G über die neugewonnene riesige Schlitterbahn– bei den aktuellen Temperaturen fror das Wasser blitzschnell.


Unser Vermieter, der die letzten beiden Monate keine Miete abbuchte, bucht nun gleich drei Mieten ab. Einmal mit Profis…

Wieder eine Sache, um die wir uns kümmern müssen.


Eigentlich wollten Jott und ich morgen Abend in die Oper gehen. Heute Nachmittag die Nachricht: Die Vorstellung muss auf Grund einer Erkrankung im Ensemble abgesagt werden.


Ein permanentes Durchlavieren aktuell, es ist aufreibend.


Was schönes: Jotts Mama kam heute Nachmittag an. Sie besucht uns die nächsten Tage und wird auch am Zwillingsgeburtstag am Sonntag da sein :)


Jott hatte heute Büroweihnachtsfeier, ihre Mama war mit einer Freundin Abends verabreden. Die Kinder und ich chillten unsere base, wie die jungen Menschen (chr chr chr) vor ein paar Jahren sagten. Ich machte eine Runde Sport, die Kinder spielten viel mit Lego/Puppen, bevor es Abendbrot gab und wir noch eine Runde Löwenzahn guckten.

Als die drei im Bett waren, setzte ich mich an den Rechner und verabschiedete mich nach Azeroth.

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Mittwoch, 14.12.2022

Morgens wie gerad alle mit ChatbotGPT rumgespielt. Das ist schon krass, was damit geht:

Generell scheint mir, dass relativ generische Texte bzw. „Ausgaben“ im weiteren Sinne gut abgebildet werden können– sowohl fachliche Themen als auch Fiktion kann die KI gut abbilden. Ich behalte das im Hinterkopf und werd versuchen, das demnächst mal produktiv zu verwerten.

Schwachpunkt, den ich recht schnell entdeckte: Die KI versteht nicht, was sie ausgibt. Es sind offenbar auf Grund von Wahrscheinlichkeit aneinandergereihte Wörter/Sätze.


Danach sehr dumm gefühlt: Ich machte ein Foto von meinem neuen Union Mitgliedsausweis. Weil ich paranoid bin, verdeckte ich mit dem Daumen Namen und Mitgliedsnummer– das sollte nicht im Internet stehen. Beim Verdecken nutze ich den Zeigefinger– und legte ihn dazu AUF das Display. Große Verwunderung meinerseits, weshalb das erstellte Foto trotzdem Mitgliedsnummer und Namen enthielt. Direkt nochmal ein Foto geschossen, selbes Setting: Zeigefinger auf dem Display an der Stelle, an der Mitgliedsnummer/Name stehen. Wieder war alles auf dem Foto zu sehen! Ich zweifelte an mir, glaubte schon an irgendwelche abgefahrenen Kamera-Möglichkeiten– und dann dämmerte es mir: Wenn ich meinen Finger aufs Display halte, sehe ich natürlich nicht die Mitgliedsnummer und den Namen– aber deswegen sind sie nicht auf dem Ausweis verdeckt…

So dumm hab ich mich schon lange nicht gefühlt.


Das neue MacOS kann das iPhone als Webcam benutzen. Dazu braucht man ein unfassbar teures Mount für das iPhone– oder man nutzt die Elephant Card (die eigentlich auch teuer ist gemessen am Materialaufwand und vermutlich eine unfassbare Marge für den Hersteller bringt). Weil ich ein Spielekind bin, wollte ich das unbedingt ausprobieren– die integrierte Kamera des MacBooks ist Schrott, und immer eine externe Webcam mitschleppen möchte ich auch nicht.

Die letzten Tage über ergab sich dann die Gelegenheit dazu, die Elephant Card zu testen. Ich saß nämlich zum Arbeiten im Wohnzimmer (da ist es wärmer als im Schlafzimmer) und wollte nicht immer mein ganzes Home Office Setup im Schlafzimmer ab- und im Wohnzimmer aufbauen. Also: MacBook aufgebaut, das iPhone per Elephant Card gemountet und ab in die Konferenz. Das Continuity Cam Feature funktionierte überraschend gut, sowohl von der Karte her als auch von der Kopplung des iPhones mit dem Laptop. Sehr coole Sache.


Ansonsten… passierte nichts.

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Dienstag, 13.12.2022

Vormittags so bleiern müde gewesen, dass ich auf dem Wohnzimmer-Sessel einen Powernap eingeschoben habe. Trotz fast 8 Stunden Schlaf vergangene Nacht.


Wir haben endlich die Nebenkostenabrechnung 2021 bekommen. Wir gehen mit einem kleinen Guthaben raus, was uns sehr freut– das hing wie ein Damokles-Schwert (naja, eher ein Damokles-Dolch in Anbetracht des Sparkontos) über uns.


Heute kamen die Kinder erst 15 Uhr nach Hause, bzw. ich holte sie erst dann ab. Das war mir gestern dann doch zu laut und wuselig.


Unfassbar k.o. und erschöpft. Zum Glück sinds nur noch drei Arbeitstage.