Rückreisetag. Nach dem Packen gings zurück nach Berlin, am frühen Nachmittag kamen wir an. Dann mit Jott (im HO) schnacken, Koffer auspacken, alles verräumen. Mittendrin kam M nach Hause und als ich dann noch ein Käffchen getrunken hatte war es auch schon wieder Zeit, um die Zwillinge aus der KiTa abzuholen.
Den Rest des Tages dann piano gemacht– die blöde Erkältung will sich nicht in Luft auflösen–, kurz schonmal in die Arbeitsmails und -chats geschaut und abends mit Jott angefangen, „Kleo“ auf Netflix zu schauen.
8 Uhr klingelte der Wecker; 9 Uhr hatte ich einen Arbeitstermin an dem ich teilnehmen wollte. Ich bekomme ein neues Projekt und dafür war heute die Übergabe aus dem Vertrieb ins Projektteam. Meine Teilnahme wurde nicht erwartet, ich wollte aber um direkt ab Start dabei zu sein und alle Infos zu haben.
Nach dem Termin zogen S und ich wieder an die Steilküste los um Donnerkeile zu sammeln. Während S in seinem Element war, machten mich die Kreisefelsen nervös– vor allem, als ich merkte das immer mal wieder Kreidesand und Steinchen herunterrieselten. Das war mir dann doch zu unheimlich, also suchte ich mir eine Bucht aus in der ich mir im Falle eines Abbruchs Überlebenschancen ausmalte (niedrige Steilküste, breiter Strand, Steilküste mit sanfter Steigung) und ließ S weiter Donnerkeile sammeln. Ein paar Donnerkeile fand ich auch dort, das reichte mir.
Gegen 13 Uhr machten wir uns auf den Heimweg ins Quartier, aßen dort Mittag (Pizza) und fuhren nach einer kurzen Mittagsruhe nach Kap Arkona, um dort Bernstein zu suchen. Auf dem Weg verwarfen wir den Plan und hielten stattdessen zwischen Glowe und Juliusruh, um mal nachzusehen ob der Strand immer noch so sauber wie gestern war. War er nicht, es lag reichlich Seegras am Strand. Also liefen wir im letzten Tageslicht in Richtung Juliusruh, und als es dunkel genug war schalteten wir unsere UV-Lampen ein und liefen bernsteinsuchend zum Auto zurück. Wir fanden vor allem Krümel, mein größter hatte ungefähr die Größe eines Streichholzkopfes. Passte aber für uns, wir hatten trotzdem unseren Spaß. Gegen 19 Uhr waren wir fertig, stiegen ins Auto und fuhren zurück nach Sassnitz zum Abendbrot im Quartier.
Den restlichen Abend legten wir die Füße hoch und machten nichts mehr.
Bis 9 Uhr geschlafen, dann in Ruhe gefrühstückt, unsere Tagesaktivitäten geplant und anschließend über den Hochuferweg zum Königsstuhl und zurück gewandert (so ungefähr diese Tour war das). Das war teils unerwartet schweißtreibend und anstrengend, denn es ging tatsächlich (für unsere Verhältnisse) recht steil hinauf– das hatten wir zwei naiven Stadtmenschen dann doch unterschätzt…
Unterwegs dachte ich mehrfach erheitert daran, wie ich mal in die Sächsiche Schweiz fahren wollte und mir diverse sehr lange Wanderrouten mit wirklich anstrengenden Passagen ausguckte– das wäre wohl sehr ernüchternd gewesen, wenn ichs tatsächlich gemacht hätte.
Auf dem Rückweg verließen wir den Hochuferweg am Strandabgang „Kieler Bach“ und liefen direkt unterhalb der Steilküste am Wasser zurück nach Sassnitz und suchten dabei Bernsteine, Donnerkeile und Hühnergötter. So ganz geheuer war mir die Steilküste nicht, ich trieb S immer mal wieder an. Als die Dämmerung einsetze, beschlossen wir den Rest des Weges wieder durch den Wald zu gehen– in der Dunkelheit wollte keiner von uns über die rutschigen Steine laufen.
Im Quartier aßen wir Abendbrot, verschnauften ein bisschen und fuhren gegen 20:30 Uhr nach Glowe, um dort am Strand mit den UV-Lampen Bernsteine zu suchen. Leider war auch hier der Strand wie gestern in Prora wie abgesaugt, wir fanden nichtmal kleine Splitter und brachen die Suche daher relativ bald wieder ab und fuhren zurück ins Quartier. Dort gabs für mich ein zweites Abendbrot (#yolo) in Form der übrigen Nudeln, als Nachtisch eine Ibu für eine ruhige Nacht (Infekt/Tag in den Knochen).
S und ich fuhren am späten Vormittag zu einer Neuauflage unseres Bernsteinurlaubs nach Sassnitz auf Rügen. Nach Ankunft kauften wir fix alles notwendige für die nächsten Tage– wir bleiben bis Dienstag– ein, bezogen dann das Quartier, richteten uns ein und zogen anschließend in der Dämmerung nach Norden in Richtung Steilküste los um die Gegend zu erkunden (und vielleicht schon Bernsteine zu finden). Weit kamen wir nicht, uns war es beiden etwas zu heikel im Dunkeln unterhalb der Steilküste an teils sehr schmalen Strandabschnitten mit schlammigen/steinigen/rutschigen Untergrund herumzukraxeln. Also zurück ins Quartier zum Abendbrot. Gegen halb Neun brachen wir erneut auf; mit dem Auto fuhren wir nach Prora und liefen dort mit unseren UV-Lampen den Strand auf und ab. Leider war der Strand dort blank, weder Muscheln noch Seegras noch Sprockholz und schon gar keine Bernsteine fanden wir. War trotzdem schön. Gegen 22:30 Uhr fuhren wir wieder zurück.
Bei der Buchung habe ich nicht daran gedacht, dem Vermieter mitzuteilen das wir zwei bezogene Betten benötigen. Es war also nur ein großes Doppelbett bezogen, die Betten im zweiten Zimmer waren unbezogen. Neue Bettwäsche bekamen wir auch nicht organisiert, wir arrangierten uns also– bzw. S, der sich aus herumliegenden Decken ein Laken bastelte.
Ein die letzten Tage schlummernder Infekt scheint herauszukommen. Perfektes Timing, nicht nur in punkto Urlaub sondern auch weil die kommende Woche ein paar Termine bereit hält an denen ich gern teilnehmen möchte. Vielleicht hilft ja die Seeluft und die Ruhe.