Kategorien
Journal

Journal Montag, 1. Januar 2018

Frohes neues Jahr, geneigte (und gerade) Leserschaft!

Wir hatten gestern Abend einen sehr schönen Abend. Die Kinder ließen sich nach anfänglichen Schwierigkeiten vom Böllerlärm nicht im Schlaf stören, das Essen war fantastisch, der Besuch unterhaltsam und die Müdigkeit (bis auf ein kleines Tief gegen 23:15 Uhr) nicht allzu groß.

Gegen 1 Uhr machte ich den Rausschmeißer („Leute, es ist Einse, die Kinder werden morgen früh spätestens ab halb Sieben rumkrähen, wir machen jetzte Schluss“), hielt mit Jott den Atem an und drückte Daumen beim Rausholen des Gast-Babys aus dem Zwillingsschlafzimmer (weder G noch J wachten auf, hurra!), räumte noch ein bisschen auf und dann gings so spät wie seit Ewigkeiten nicht mehr ins Bett: ~1:45 Uhr.

So kann das gern wieder.

Dieses Jahr kam mir die Knallerei draußen weniger vor als in den letzten Jahren. Werden die Menschen vernünftiger? Oder trügt der Schein nur?

Neuer Monat, neuer Ausblick: Im Januar werde ich…

  • … einen Tag komplett allein mit den Kindern verbringen
  • … Weihnachtsschmuck abbauen und den Baum entsorgen (ich würd ihn ja gern vom Balkon schmeißen und überlege schon hin und her, wie ich das anstellen kann)
  • … unseren neuen Zwillingsbuggy Probe fahren
  • … für anderthalb Tage nach Süddeutschland und wieder zurück fliegen, der Arbeit wegen
  • … direkt im Anschluss mal wieder mit dem Fernbus nach Magdeburg fahren
  • … mich mit Jott eingrooven: Erstmals seit etwas mehr als drei Jahren sind wir wieder beide berufstätig und müssen morgen die Wohnung verlassen. Wir sind schon sehr gespannt, wie das so wird, glauben aber, dass wir das gut packen werden.
  • … gut auf mich aufpassen, damit ich AUF KEINEN FALL wieder drei Wochen wegen Grippe ausfalle

M zog sich gestern erstmals allein die Windel aus- auf meiner Betthälfte, als er eigentlich schlafen sollte… Zum Glück passierte kein kleines oder großes Malheur (wenn er mir aufs Kopfkissen gekackt hätte, wäre ich sehr böse gewesen).
Heute kippte er dafür seinen Magic Cup über mein Bettzeug. In den nächsten Tagen sollten wir also vielleicht öfter mal reinschauen, was er so zwischen Zubettbringen und Einschlafen treibt- nur um sicher zu gehen…

Jott hat morgen ihren ersten Arbeitstag seit etwas mehr als drei Jahren. Helfen Sie doch bitte beim Daumendrücken mit, auf dass dieser und die folgenden Tage toll werden.

Was schön war: Mit Jott Ghostbusters (den alten von 1984) gucken, den kannte ich noch nicht. Wieder eine Bildungslücke geschlossen.

Kategorien
Journal

So war 2017

  1. 2015
  2. 2016

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?

Hm. ‚Ne 6, würd ich sagen. Im Zwillings-Geburtstags-Beitrag hab ichs ja geschrieben: Anstrengend, nervenaufreibend, kräftezehrend, überfordernd, auslaugend. Dazu diverse (Kinder-)Krankheiten, allgemeine K.O.-heit… Das lässt sich nicht ausblenden und wird durch die ganzen schönen Momente nicht wettgemacht.

Zugenommen oder abgenommen?

Ein bisschen zugenommen. Gerade ab Herbst hab ich unverhältnismäßig viel genascht & auch bei den Mahlzeiten stärker zugelangt (wie war das noch gleich? Schlafmangel führt zu erhöhten Hungergefühl?!). Es sind „nur“ zwei oder drei Kilo, aber eben definitiv mehr. Eines der Ziele für 2018 heißt somit „Weniger fressen“, damit sich die viele Bewegung (Arbeitswege, herumjachtern mit den Kindern) auch auszahlt.

Haare länger oder kürzer?

Etwas kürzer (Ansage beim Friseur: Fassonschnitt, an den Seiten oben 12mm, oben max. 20mm).

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Ich bin nicht mehr ganz so stark kurzsichtig, die neue Brille kommt mit ~0.5 Dioptrien auf beiden Augen weniger aus.

Mehr ausgegeben oder weniger?

Mehr, ich musste sogar (und das ist sehr schlimm für mich) mein Sparkonto antasten. In Anbetracht der Umstände (Elternzeit, gleichbleibendes Gehalt) zu viele Ausgaben: Um das Leben mit drei Mini-Kindern möglichst einfach zu gestalten, geben wir einen Haufen Geld aus. Das ist an sich erstmal tragbar, aber dann kamen halt noch ein paar andere Ausgaben dazu… Die neuen Brillen, neue Schuhe, neue Hosen, das Auto, neue Kindersitze…- das läppert sich ordentlich.
Ein weiterer Vorsatz für 2018: Bessere Finanzplanung, damit wir unseren Puffer (für unser Wirtschaftskonto als auch ich privat) wieder aufbauen können.

Mehr bewegt oder weniger?

Mehr, allein schon durch die vielen Spaziergänge mit den Kindern und den geänderten KiTa- und Arbeitsweg ab Spätsommer. Mein Fitbit sagt, dass ich im Schnitt auf ~14.000 Schritte am Tag komme, das ist schon ’ne ganz schöne Menge, find ich.

Metaphorisch gesehen auch mehr bewegt: „Meinem“ Projekt im Büro gehts (den Projekt-Umständen entsprechend) gut, da kam vor Weihnachten noch ein positives Feedback des Kunden rein.

Der hirnrissigste Plan?

Alles mit „Schnell mal… machen“ zu Hause. Mit den drei Mausketieren dauert ALLES lange.

Die gefährlichste Unternehmung?

Ich unternehme nichts gefährliches. Nicht mal ansatzweise.

Der beste Sex?

Hm, am 13.08., das war ’ne scharfe Nummer.

Die teuerste Anschaffung?

Der Sharan. Für dieses Jahr und die nächsten Jahre.

Das leckerste Essen?

Unser Weihnachtsmenü. Das Silvestermenü.

Das beeindruckendste Buch?

Wie auch im letzten Jahr las ich dieses Jahr kein einziges Buch. Ich begann allerdings, in der S-Bahn wieder zu lesen, und habe mich durch den Stapel der ungelesenen GEO-Epoche-Ausgaben gearbeitet. Vielleicht schaffe ich es ja 2018, das auf den Stapel der ungelesenen Bücher auszuweiten?!

Der ergreifendste Film?

Hm. Rückblickend betrachtet muss ich feststellen: Ich gucke keine ergreifenden Filme. Es muss unterhaltsam und leicht zu konsumieren sein.

Die beste CD/ der beste Download?

Bleiben oder Gehen von Feine Sahne Fischfilet.

Das schönste Konzert?

Ich war auch 2017 auf keinem Konzert.¯_(ツ)_/¯

Die meiste Zeit verbracht mit …?

Familie, Arbeit. Wenig überraschend.

Die schönste Zeit verbracht mit …?

Jott und den Kindern.

Vorherrschendes Gefühl 2017?

„Ich schaff das nicht“

2017 zum ersten Mal getan?

Nach Mallorca geflogen. Mit drei Kindern überlebt. Ein Auto gekauft.

2017 nach langer Zeit wieder getan?

Nach langer Zeit? K_e_i_n_e Ahnung.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?

Die Anpassungsschwierigkeiten der Zwillinge. Diverse Infekte. Gerissene Hosen

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Mich selbst, dass ich das packe und es schon wird.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Ich bitte um Rückmeldung von Jott in den Kommentaren- ansonsten würd ich sagen, die Advents- und Weihnachtsgeschenke für Jott. Die fand ich gut und hoffe, sie sieht das auch so.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Jott mit ihrem Da-Sein.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

„Ich liebe Dich“.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

Aus meiner Sicht: „Ich liebe Dich.“

2017 war mit einem Wort …?

Zehrend.

Ihnen allen einen guten Rutsch und ein schönes 2018. Wir haben uns Besuch eingeladen (vier Kinder unter drei im Haus…), werden gleich gut essen und hoffen, dass die Kinder sich vom Böllerlärm nicht zu sehr stören lassen.

Kategorien
Journal

Journal Samstag, 30.12.2017

Schon wieder so unvernünftig spät. Ich lerns nicht.

Ein positiver Nebeneffekt des nahezu absoluten Alkoholverzichts: Wenn ich mal was trinke, dann reicht in der Regel ein Cocktail/ Longdrink/ wieauchimmermanesnenntichkennmichdanichtsoaus, um angenehm angetüdelt zu sein. Heute Abend: Ein Cuba Libre, und es fehlt nicht mehr viel zum Singen schweinischer Lieder (Jott guckt halb amüsiert, halb mitleidig).

Wir sind wieder in Berlin. Die Stadt begrüßt uns mit gelegentlichen Böllern, das ist zwar lieb gemeint aber völlig unnötig (keiner von uns kann der Silvesterknallerei etwas abgewinnen).

Twitter ist jetzt wieder auf dem Handy drauf. Ich verpass sonst viel zu viel von den Leuten, von denen ich nichts verpassen möchte. Die Nutzung werde ich trotzdem reglementieren, das war schon ganz sinnvoll. Ich hab ja keine Zeit zu verschenken.

Eigentlich hatte ich mir von den letzten Tagen in Magdeburg und Umgebung einen Erholungseffekt gegenüber „Wir sind drei Tage mit den Kindern allein, Hilfe“ erhofft. Mittlerweile glaube ich, dass wir im Endeffekt nichts gewonnen haben (in Hinsicht auf den Stress, die Familien wiederzusehen war natürlich schon schön), es war nur eine andere Art von Stress.

Jott muss am 2. wieder arbeiten, ich werde auf die Kinder aufpassen- allein. Mich gruselt es ein wenig davor, einen ganzen Tag lang hatte ich das noch nicht. Zur Not steck ich sie in ihre Schneeanzüge und schließ sie bei laufenden Fernseher im Wohnzimmer ein. Dann werden sie unterhalten und können sich, auf Grund der Abpuffernden Wirkung der Schneeanzüge, nicht zu sehr gegenseitig verkloppen.

Die letzten Tage kam ich Abends ein wenig zum Zocken. Nichts aufregendes, ich spiele ja nur meine alten, schlechten Spiele (die kann ich halt, da muss ich nichts neues lernen, und da verkrafte ich auch wochenlange Pausen zwischen den Sessions). Sofort stellte sich das schlechte Gewissen ein, die Zeit nicht produktiv verbracht zu haben.

Kann man das irgendwie abstellen?

Ich bin noch nicht ganz dahintergekommen, weshalb M Wickeln und aufs Klo gehen als langweilig bezeichnet. Ich kann mir nur schwer vorstellen- auf die Gefahr hin, dass ich mich völlig irre, dass er das Konzept „Langeweile“ schon kennt und begreift, es muss also etwas anderes sein. Ich verstehe nur nicht, was es ist.

Was schön war: Auf der Rückfahrt grinste J mehrmals im Schlaf. Wobei Grinsen das falsche Wort ist, er lachte tatsächlich so richtig im Schlaf.

Kategorien
Journal

Journal Freitag, 29.12.2017

Ein weiterer Tag in Magdeburg. Jott war ab Mittag unterwegs, um Freundinnen zu treffen. Auf die Kinder passten ihre Mama und ich auf. War okay, wir waren trotzdem mehr als froh als alle im Bett lagen. Und ich ganz besonders darüber, dass Jotts Mama die Abendbrotfütterung der Zwillinge übernahm. Die beiden sauen seit ’ner Weile beim Essen wieder ziemlich rum (schmeißen Essen durch die Gegend, schmieren sich die schmutzigen Hände in die Haare, manschen herum), das kann ich absolut nicht ab. Aber das ist auch eine Sache, die sich im kommenden Jahr ändern sollte, man muss ja positiv denken.

Ich dachte bislang, nur G ist stur und dickköpfig. Da war ich voreilig: J hat die letzten Tage nachgezogen. Anders als G, die sich einigermaßen schnell wieder beruhigt, schaukelt sich J sehr schnell hoch, und dann liegen da 80cm Trotz auf dem Boden, ziehen eine Schippe und hauen mit den Fäustchen um sich… Eigentlich hätte ich angenommen, dass G diejenige ist, die irgendwann im Supermarkt auf dem Boden liegt und kreischt, aber vermutlich wird J das übernehmen.

Wie geht man mit einem Zweieinhalbjährigen um, der weder aufs Klo noch Windeln wechseln möchte, „weil das langweilig ist“ (O-Ton)?

Die Twitter-Algorithmen sind für’n Arsch. Ich schaute heute mal meine Followings durch und war erschüttert, von wie vielen aktiven Leuten ich keine Tweets angezeigt bekomme- dafür dann aber die Interaktionen („XYZ und drölf anderen gefällt das“) von ungefähr 10% der Leuten, denen ich folge, sowie teilweise auch Interaktionen von Leuten, denen ich nicht folge, denen aber Leute folgen, denen ich folge… Total verrückt.

Kategorien
Journal

Journal Donnerstag, 28.12.2017

Wir fuhren gestern in die sachsen-anhaltinische Provinz zum Verwandtenbesuch, blieben spontan Abend und Nacht da (deswegen kein Beitrag: Weder Netz noch Wlan) und fuhren heute nach Magdeburg zu (und mit Jotts) Mama weiter.

Die Kinder sind alle etwas überdreht ob der Herumfahrerei und der vielen Menschen. Weil das nicht spurlos an mir vorüber geht, kann M jetzt wunderbar betont „Himmelarschnocheins“ sagen und freut sich dabei wie ein Schneekönig.

Guter Vorsatz für 2018: Mehr Gelassenheit. Mehr Zurückhaltung. Mehr Ernsthaftigkeit- ich sollte nicht anfangen zu lachen, wenn der 2einhalbjährige mich fröhlich nachäfft…

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und bei mir ist so ein bisschen Jahresendblues angesagt. All die guten Vorsätze zum Jahresanfang und auch zwischendrin, die sämtlichst scheiterten… All die Fehler und Unzulänglichkeiten…

Kategorien
Journal

Journal Dienstag, 26.12.2017 – 2. Weihnachtsfeiertag

Besuchstag: Wir fuhren zu meiner Familie und ließen es uns gut gehen.

Die Kinder bekamen von den Familien eine Toniebox und einige Tonies geschenkt. M durfte das Geschenk heute Abend ausprobieren. Die Tonie-Figuren allein fand er bereits toll, aber als er dann feststellte das er ganz allein seine Geschichten auswählen kann, war er endgültig begeistert („Oah, ist das ein cooles Geschenk!*„).

Ich bin gespannt, wie sich die Box macht.

* Das sagt er wirklich. Er schnappt sich das bei uns auf und wiederholt es.

Der gestrige Tag war ein bisschen heftig für die Kinder. Sie brauchten uns heute Nacht mehr als in den Nächten davor.

Die erste richtige Puppe ist bei uns eingezogen. Sie war ein Geschenk der Uroma an die Urenkelin. Die Puppe kann wohl einigermaßen wackelig laufen und in begrenzten Umfang sprechen und ist somit auf dem selben Entwicklungsstand wie die Zwillinge.
Wie alle anderen Geschenke für die Zwillinge riss M sie sich kurz nach Übergabe unter den Nagel.

Wir fuhren heute das erste Mal eine etwas längere Strecke mit dem neuen Auto. Es war großartig (auch wenn G auf dem Weg zu meinen Eltern kotzte…*): Wir passen locker alle fünf rein. Niemand muss sich kleinmachen, ich muss nicht mehr über Kindersitze klettern, das ist ein unglaublicher Komfortgewinn.

* Schleim-Husten und eine zusammengekrümmte Sitzhaltung sind nicht miteinander kompatibel.

Ich möchte jetzt bitte nie, nie wieder etwas essen.

Das erste richtige Weihnachten zu Fünft neigt sich dem Ende entgegen. Wenn das ein Vorgeschmack auf die kommenden Jahre war, freue ich mich sehr und kanns kaum erwarten (auch wenn ich zwischendrin Weihnachten ausfallen lassen wollte… Aber ich glaube, das ist in einem so chaotischen Umfeld unumgänglich).

Was schön war: Ms Freude beim Spielen mit der Toniebox.

Kategorien
Journal

Journal Montag, 25.12.2017 – 1. Weihnachtsfeiertag


Besuchstag: Wir empfingen Jotts Familie. 12 Leute waren wir, mit uns.

Lief super, dank guter Vorbereitung (die ersten Schnippeleien begannen am Abend des 23.12.), der Spülmaschine (vier Durchläufe über den Tag, ich <3 diese Maschine) und guter Arbeitsteilung. Was gabs?

  1. Vorspeise: Maronensuppe
  2. Hauptgang: Gulasch mit Rotkohl & Klößen
  3. Nachspeise: Lebkuchen-Apfel-Tiramisu

Die Kinder waren entzückend, und M hielt richtig lange durch.

Jetzt sind alle, bis auf einen Übernachtungsgast, nach Hause/ ins Hotel aufgebrochen und Jotts und mein einstimmiges Fazit ist: Kann man nochmal machen.

Kategorien
Journal

Frohe Weihnachten!

Frohe Weihnachten, alle zusammen!

Kategorien
Journal

Journal Samstag, 23.12.2017

Wessen Kinder schliefen bis kurz nach Sieben? Na? Yeah. Jott und ich waren ein bisschen fassungslos nach dem Aufstehen.

Ein pickepackevoller Tag. M und ich stürzten uns in die Menschenmassen, um kleinere Einkäufe und einen großen Batzen Fleisch (vorbestellt beim Fleischer für heute) nach Hause zu bringen. Um Einkäufe und M leichter transportieren zu können- das Kind will ja nicht laufen-, nahm ich den Zwillingswagen: Auf Gs Seite kam M, auf Js Seite die Einkäufe. Das war sehr praktisch.

Beim Fleischer standen sich die Leute die Füße in den Bauch, wir dann auch. Wir mussten trotz Vorbestellung eine halbe Stunde warten, das war mit M nicht so toll. Zu allem Überfluss war bei der Bestellung etwas schief gegangen, sodass ich nicht mit 3kg Schweineschulter, sondern 3kg Schweinenacken nach Hause ging (immerhin Schwein- das eigentlich zurück gelegte Fleisch war Rind, damit kann Jott nicht soviel anfangen). Zwar auch okay für Gulasch, aber wir hatten beim Zuschneiden am Abend unseren Spaß mit Fett und Sehnen…

Als wir wieder nach Hause kamen, schliefen die Zwillinge bereits. So konnten wir in Ruhe Mittag essen. M aß seinen traditionellen Weihnachtsdöner (heute begründet, am 23. sehr praktisch- niemand muss kochen, kein Geschirr muss gespült werden…) zum ersten Mal allein, ich war sehr stolz. Nachdem wir ihm gezeigt haben, wie er den Döner halten muss, damit nichts rausfällt, machte er das super nach: Sowohl Kind als auch Tisch und Boden blieben, bis auf ein paar unvermeidliche Rausfaller, sauber.
Anschließend internettete ich, Jott und M guckten „Der Polarexpress“, und irgendwann kamen die Zwillinge auch dazu.

Nach Kaffee und Plätzchen schnappte ich mir J und G und ging wie mit Jott vereinbart mit ihnen spazieren. So hatte sie nämlich Luft, um mit M den Kartoffelsalat für morgen vorzubereiten. Als ich wiederkam, spielten wir alle noch ein bisschen, ich bewunderte Jotts Fenstermalerei (irre, was sie alles kann…), wir aßen Abendbrot und begannen nach dem Zubettbringen der Kinder, das halbe Schwein für das Gulasch zu verarbeiten. Mittendrin störte M immer mal wieder. Der wollte nicht schlafen, weil das langweilig sei, und außerdem sei da noch eine böse Katze unter seinem Bett, vor der er Angst habe. Naja. Wir suchten also die böse Katze (ich rechne es mir hoch an, ernst geblieben zu sein- wenn es ein Monster wäre, okay- aber eine böse Katze?), fanden keine, gingen aber trotzdem sicherheitshalber ins Wohnzimmer (Kinder…). Als der Schweinenacken zerlegt war, bereitete ich noch Mohnpielen zu, und irgendwann so gegen dreiviertel Zehn war dann Feierabend für heute.

Ach ja, es gibt Bilder- ich dacht mir, ich begleite das Wochenende mal wieder mit der Kamera.

Kategorien
Journal

Journal Freitag, 22.12.2017

Heute nochmal so ein grandioser Tag wie gestern: Die Kinder in der KiTa, Jott und ich zu Hause. War toll, wir haben richtig viel geschafft. Die Wohnung ist so sauber wie seit mindestens einem Jahr nicht mehr und wenn am 1. Weihnachtsfeiertag der Weihnachtsbesuch kommt, müssen wir uns zumindest nicht für alten Dreck schämen, sondern nur für den ab heute entstandenen.

Und: Heute war kein Arbeits-Noteinsatz notwendig. Ich schaute noch zwei, drei Mal ins Mail-Postfach und den Chat, aber da war nix. Schön!

Seitdem eine Freundin von Jott, mit der sie zuvor noch gemeinsam im Auto unterwegs war, ihr vor drei Tagen sagte, dass sie Läuse hat, juckt Jott und mir alle Nase lang der Kopf. Sicherheitshalber- wir haben sowas von überhaupt keine Lust auf eine eventuelle 5-fache Läusebehandlung über Weihnachten- kämmen wir uns seitdem regelmäßig die Haare mit einem Nissenkamm aus und gucken anschließend nochmal drüber. Zum Glück sind wir bislang nicht fündig geworden. Und hoffentlich hört das Phantom-Jucken dann auch bald wieder auf.

Wir testeten in den letzten beiden Wochen Bringmeister als Alternative zum leider eingestellten Kaufland-Lieferservice und sind ganz zufrieden.
Der Bringmeister-Lieferant erwähnte beim Plausch, dass sie sich seit Ende des Kaufland-Lieferservices vor Neu-Aufträgen nicht retten können. Kann ich mir gut vorstellen…

G steckte heute fest.

Nachdem ich entsprechende Fotos/ Videos gemacht und Jott hinzugerufen hatte, befreite ich sie.

Nachmittags holte ich alle drei Kinder allein von der KiTa ab. Das wird im neuen Jahr öfter vorkommen, daher wollte ich schonmal wissen worauf ich mich ungefähr einstellen muss.
Es lief ganz gut, auch dank der tatkräftigen Mithilfe der Erzieherin: Während ich J und M anzog, schnappte sie sich G und entlastete mich.
Wie das so bei ersten Proben ist, merkte ich gleich, was ich beim nächsten Mal besser machen kann: Idealerweise schnappe ich mir die Kinder einzeln oder maximal in Zweierpaaren aus der Gruppe. Und während ich die Zwillinge anziehe, kann M durch Brotbüchsen holen, Trinkbecher holen, nochmal allen winken, beschäftigt werden.

Der anschließende Weg zum S-Bahnhof Friedrichshagen war ein Klacks: Nachdem ich beim fahrenden Bäcker auf dem Wochenmarkt am Marktplatz Apfelkrapfen für uns holte, waren die Kinder mit kauen und gucken beschäftigt und ich konnte in Ruhe die Bölschestraße hochlaufen.

Was nicht so toll war: Bei der Ankunft in Köpenick war der Aufzug defekt. Zum Glück war Jott im Forum Köpenick und daher kurz darauf zur Stelle und konnte auf M aufpassen, während ein Passant- Möbelpacker, Fachpersonal quasi- und ich den Zwillingswagen die Treppen runtertrugen. Ansonsten hätte ich mir was für M einfallen lassen müssen, während ich den Zwillingswagen runtergetragen hätte. Ihn entweder am Bahnsteig oder am Fuß der Treppe stehen lassen wäre jedenfalls nicht so cool.

Seit gut anderthalb bis zwei Wochen haben wir wieder genug Luft und Energie, um M regelmäßig aufs Klo zu setzen. Anfangs mussten wir ihn noch mit Buch dazu überreden, mittlerweile geht es auch so. Er scheint auch im Großen und Ganzen verstanden zu haben, was er auf dem Klo soll, lediglich die Umsetzung funktioniert ab und an nicht so richtig. Heute Abend jedoch schon, und so guckte er nach vollbrachter Tat ganz stolz ins Klo und meinte „Guck mal Papa, eine ganz große…!“- lassen wir das.

Tjoah. Das bleibt wohl nicht aus. Aber besser im Klo als in der Windel, und dafür nehm ich dann auch die Gespräche und das Zeigen in Kauf.

J hatte heute morgen nach der KiTa unglaublich gute Laune. Ganz unironisch, er war superst drauf. Das hielt auch tatsächlich bis nach dem Abendessen an. Wenn ich nicht wüsste, dass ich in der KiTa das richtige Kind gegriffen habe, hätte ich beinahe geglaubt, ein anderes Kind vor mir zu haben…

Allgemein tut die KiTa den Zwillingen sehr gut. Sie sind beim Abholen sehr ausgeglichen und zumeist fröhlich. Sie schlafen auch nachts besser, vermutlich sind sie einfach vollkommen k.o..

10 Scheinargumente, die jeder erkennen sollte – Da ist drin, was drauf steht. Fand ich ausgesprochen informativ. Aus dem Alltag kenne ich genug Beispiele, in denen solche Scheinargumente verwendet werden (und habs vermutlich auch selbst schon, mehr oder weniger unwissentlich, gemacht). Nun wird es mir in Zukunft hoffentlich leichter fallen, sie zu erkennen/ kontern/ vermeiden.
(via)

Was schön war: Wegen kinderfrei Spagehtti essen. Lachen Sie nicht- normalerweise gibt es bei uns nur Ringelnudeln (Fusilli), weil M die einfacher essen kann (und wir keine Lust haben, ihm Spaghetti klein zu schneiden).