Nochmal Home Office. J hatte morgens und vormittags Fieber, das gegen Mittag sank und nach dem Mittagsschlaf verschwunden war. Er hing ziemlich durch, kuschelte sich viel an mich und schlief immer mal wieder an mich gelehnt ein. Das war ganz praktisch, ich musste vormittags viel telefonieren und das geht mit einem leise vor sich hin schnarchenden Kind einfacher als mit einem, das gerade seine Spielzeugküche zerlegt.
–
Mit Kind, auch einem schlafenden, ist Home Office nicht gerade einfach- ich fühle mich wie ein Chamäleon, weil ich eigentlich ständig parallel in zwei verschiedene Richtungen gucken müsste. Während der Schlafpausen war zwar konzentriertes, fokussiertes Arbeiten möglich, aber J schlief halt keine sieben Stunden am Tag… Zwischen 7:30 Uhr und 16 Uhr kam ich auf insgesamt 6 Stunden erfasste Arbeitszeit, den Rest hing ich Abends neben M im Bett dran, nachdem Jott ihm schon vorgelesen und ihn bekuschelt hatte- er wollte nicht alleine einschlafen und erbat sich Gesellschaft.
–
Laut Rückmeldung aus der KiTa sind alle drei Kinder in der KiTa die liebsten, freundlichsten und nettesten Kinder der Welt, die ordentlich essen, selten trotzen, wenigst weinen… Vielleicht sollten wir ein Schild an die Tür hängen „KiTa Mausketiere“, und die drei reinlegen- bei uns ist weiterhin gegenteiliges Verhalten angesagt.
–
M steckt gerade in einer Mama-Phase. Mama hier, Mama da, ich darf sogut wie gar nichts. Wenn ich denn trotzdem was mache, wie z.B. Zähneputzen, ist das Geschrei groß.
Prinzipiell ist das ja völlig in Ordnung, weil es eben nur eine Phase ist, aber organisatorisch stellt uns das vor handfeste Schwierigkeiten… Abgesehen davon findet Jott es auch nicht unbedingt prickelnd, wenn M weinend vor der geschlossenen Klo-Tür steht und UNBEDINGT zu seiner Mama möchte, die aber einfach nur mal in Ruhe die Toilette benutzen möchte.



