Bis 8 Uhr geschlafen, die Zwillinge kamen halb Zwölf, halb Drei und halb Sechs.
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Vormittags kamen Freunde mit Kind zu uns und blieben bis zum Abend. Jott und Freundin A gingen vor dem Mittagessen ins Forum Köpenick, wo heute ein großer Kinder-Flohmarkt stattfand. Freund S mitsamt Kind blieb bei uns, wir aßen gemeinsam Mittag, legten die Kinder zum Mittagsschlaf hin, und dann waren die Frauen auch schon zurück und berichteten, wie ungeheuer voll das Forum gewesen sei. Anschließend setzten wir uns alle in der Küche an den Tisch– im Wohnzimmer schlief das Freunde-Kind–, erzählten und lachten viel und freuten uns über die Ruhepause dank schlafender Kinder.
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Gegen Dreie brachte meine Mama M zu uns zurück. Er kam gerade rechtzeitig zu Kaffee und Kuchen. Die Umgestaltung des Kinderzimmers fand er spannend, er kletterte zuerst ins Hochbett und schaute sich alles von oben an.
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Nach Kaffee und Kuchen gingen wir alle zusammen eine Runde spazieren. Auf dem Weg lag eine Brücke über die Erpe, auf der wir öfter Enten gucken. J, momentan nicht ohne seine Spielzeugstraßenbahn irgendwohin gehend, wurde von mir ermahnt, dass er bitte auf eben jene aufpassen solle– doch es kam, was kommen musste: Die Straßenbahn fiel in die Erpe und trieb mit der Strömung davon. Ein untröstliches Kind, zwei aufgeregte Geschwister, ein angenervter Vater. Dann: Auftritt Helden-Papa. Ich flitzte am Ufer entlang, versuchte die Straßenbahn mit den Armen zu erreichen, das misslang. Flitzte ein bisschen weiter, fand einen langen Stock, lehnte mich übers Wasser, angelte nach der Straßenbahn, konnte sie dank Stock und Strömung ans Ufer lenken und herausfischen.
Zurück auf die Brücke zu den Kindern, J wütet weil ich ihm die Straßenbahn nicht SOFORT gebe sondern schaue, ob sie in seine Tasche passt, um ein nochmaliges Herunterfallen zu verhinden.
Kinder…
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Hand hoch übrigens, wer die Mütze von J wieder erkennt…
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Auch auf dem Spaziergang: Nebel.

Das war sehr beeindruckend, wie mit einem Mal der Weg von Nebel verschluckt wurde, weil eine Nebelbank wanderte.
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Die Kinder schliefen heute nach ein bisschen Überredung alle im selben Zimmer ein. M im Hochbett, die Zwillinge darunter. Jott und ich haben unser Schlafzimmer seit ewig zum ersten Mal wieder allein.
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Was schön war: Der ganze Sonntag.
