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Donnerstag, 17.09.2026

Büro, anschließend wieder Italienisch-Kurs an der VHS Mitte. Ich spazierte heute vom Büro dorthin, das war ein schöner Spaziergang nach dem Abendessen.

Mein Banknachbar heute war ein Diplomat, der neben Englisch und Französisch (fließend, natürlich) auch ein bisschen Arabisch spricht und nun Italienisch lernt. Aber, wie er sagte, die Sprachen lernen sich quasi von nebenbei (hier bitte leicht schmerzerfülltes Gesicht von mir vorstellen).
Weil wir heute nur vier Leute waren, kamen wir gut durch den Stundenlehrplan und konnten zudem noch viel & frei sprechen. Das lief ganz gut, die Dozentin warf öfter ein „benissimo“ oder „molto bene“ ein, was natürlich runterging wie Öl.
Im Anschluss ganz beseelt nach Hause gefahren.

Die Dozentin bietet wohl auch Folgekurse an (so genügend Interesse besteht), ich hab da jetzt schon Lust drauf.


Ich bin mit dem Gehalt so zufrieden, dass ich nur vier Tage arbeite
Korrekter Typ, darum gehts mir aber gar nicht. Ich las die Kommentare und kam bei einer sehr zivilisierten Diskussion vorbei (hier der Einstiegskommentar).
Es diskutierten zwei Personen hin und her, letztendlich ging es um die Frage ob wir es uns als Gesellschaft leisten können, angesichts massiver Herausforderungen („alternde Gesellschaft, Renten und Pflege, marode Infrastruktur, Energiewende und Stromnetze, Verteidigung“) Teilzeitmodelle ohne „echten“ Grund wie Kindererziehung, Pflege u.ä. (darauf wurde auch eingegangen) anzubieten.
Ich zitiere mal den letzten Kommentar des Diskussionsstrangs:

Ich glaube, jetzt sind wir beim eigentlichen Unterschied angekommen. Sie sagen: Wenn mehr persönliche Freiheit wirtschaftliche Einbußen bedeutet, dann ist das eben der Preis dafür.

Ich sehe stärker die andere Seite: Unser heutiger Wohlstand erlaubt uns überhaupt erst, weniger zu arbeiten und mehr Zeit zum Leben zu haben. Gleichzeitig wissen wir, was auf uns zukommt: eine alternde Gesellschaft, Renten und Pflege, marode Infrastruktur, Energiewende und Stromnetze, Verteidigung – und schon heute bekommen wir vieles davon kaum vernünftig hin.

Deshalb ist für mich die entscheidende Frage nicht 32 oder 40 Stunden. Sie lautet: Wie viel von unserem Wohlstand können wir heute in mehr Freizeit umwandeln, ohne die Voraussetzungen zu gefährden, von denen wir morgen leben?

Ich fand das sehr interessant, so eine ähnliche Frage hatte ich mir vor einiger Zeit auch schonmal gestellt, aber keine Antwort darauf gefunden. Je nachdem, ob ich als Gesellschaft oder als Individuum drauf schaue, verändert sich meine Antwort. Als Individuum gewichte ich die persönliche Freiheit stärker, als Gesellschaft eher den „Dienst an der Gemeinschaft“ durch vollständiges Ausschöpfen der eigenen Arbeitskraft, am besten noch in einem Job mit Mehrwert für die Gesellschaft.

2 Antworten auf „Donnerstag, 17.09.2026“

Spannender Gedankengang am Ende. Allerdings sollte man evtl. auch noch betrachten, welche Rolle Ehrenämter in der „Freizeit“ spielen. Gerade wenn man gut mit einem Teilzeit-Gehalt auskommt UND in einem Job arbeitet, der jetzt eher weniger gesellschaftlichen Mehrwert bietet, könnte man sich überlegen, wie man mit einem Teil seiner Freizeit und der eigenen Expertise der Gesellschaft zur Verfügung stehen kann…

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