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Dienstag, 24.05.2022

Nachts saß eine Katze im Schlafzimmer und miaute leise. Das es eine Katze war, die miaute, erkannte ich aber erst später– ich ging von den Kindern aus (bitte keine Fragen, es sind teils sehr merkwürdige Kinder). Wir haben keine Katze, daher war das auch rückblickend betrachtet der naheliegendste Gedanke.

Jedenfalls schaute ich erstmal bei den Kindern vorbei. Die schliefen aber alle friedlich und konnten maximal im Schlaf miaut haben– soweit also alles in Ordnung. Auf dem Rückweg ins Bett sah ich dann im weit geöffneten, bodentiefen Schlafzimmerfenster einen dunklen Schatten sitzen– der miaute. In der Hoffnung, dass es eine niedliche kleine Katze ist und kein biestiges verwildertes Straßenviech– oder ein Waschbär– das sich in Kampfeslaune auf mich oder die noch schlafende Jott stürzt, rief ich also laut „Raus hier!“ und stupste das Fenster vorsichtig an. In dem Moment wachte Jott erschrocken auf und machte Licht an. Die Katze sprang raus und miaute vor dem Fenster leise weiter, während ich das Rollo runterließ und das Fenster auf Kipp stellte. Nachdem ich geschaut hatte, ob es keine Hinterlassenschaften gibt– nicht das uns das Vieh ins Schlafzimmer kackt– ging ich wieder ins Bett.

Als Jott und ich dieses Erlebnis am nächsten Morgen nachbesprachen, erzählte sie, dass sie beim Hochschrecken dachte das ich einen Geist vertreiben würde. Bitte kurz innehalten: Jotts naheliegendster Gedanke ist also „Oh, er verscheucht einen Geist“, wenn ich nachts laut „Raus hier!“ im Schlafzimmer rufe.


Den Rest des Tages passierte nichts annähernd ähnlich interessantes/amüsantes.

2 Antworten auf „Dienstag, 24.05.2022“

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