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Journal

23.01.2021

Schlecht geschlafen. Von G aus dem Bett vertrieben worden, auf der Wohnzimmer-Couch geträumt das wir alle Covid19 haben und mit gefühlter Atemnot aufgewacht. Nicht so erholsam.


Weshalb fehlen eigentlich selbst bei Hosen für kleine Mädchen die Taschen? G war heute zum wiederholten Male sehr fuchsig, kam dann aber auf die Idee sich eine Hose von J auszuleihen.


Die FFP2-Maske fungiert bei mir als Entschleuniger: Im normalen Atem-Rhythmus beschlägt die Brille sofort; wenn ich alles langsamer angehen lasse und kontrolliert und langsam atme gehts. Also: Entschleunigung.

Ich hasse es.


Nach dem Mittagessen eine Runde spazieren gewesen. Heut gings durch die Mittelheide.

Das Wetter war grauslig, aber ich war für etwas mehr als eine Stunde draußen und hatte meine Ruhe. Das war schön.


Viele schöne Momente der Kinder gesehen: M, wie er seinen Geschwistern schreiben beibringt (Reaktion nach drei Minuten: „Papa, G und J machen einfach nicht was ich sage“); alle drei Kinder als Tabalugas & Arctus; gemeinsames Malen am Küchentisch; Gesellschaftsspielversuche am Nachmittag…

Trotzdem total gerädert und k.o.


Nichts ist mehr sicher.


Weshalb kann ich eigentlich für 2 Euro die Woche die Online-NYT lesen, muss aber für deutsche Zeitungen/Magazine Unsummen für Monatsabos hinlegen? Das geht nicht in meinen Kopf rein.

Wenn ich wenigstens einzelne Artikel kaufen könnte– aber nein, ich muss immer ein Digitalabo abschließen. Das macht doch aber niemand für mehr als eine Zeitung, wenn überhaupt…

Ich habe ein Krautreporter-Abo, einen Online-Account für die NYT und ein Tagesspiegel-Plus-Abo (allerdings auch nur weil ich das Glück hatte, als zahlender Checkpoint-Abonnent reinzurutschen– für 15 Euro im Monat würd ich mir das nicht leisten). Ich möchte aber auch gern Artikel von Zeit Online, Süddeutsche und gelegentlich sogar aus dem Spiegel lesen. Aber bei allen muss ich, damit das geht, schweineteure Abos abschließen. Das ist doch bescheuert.


Der Bürgermeister von Rostock klingt sehr vernünftig: OB Madsen im Interview – Warum Rostocks Covid-Strategie erfolgreich ist

Ganz im Gegensatz zu denen, die an anderer Stelle „Strategien“ vorgeben.

(Ich reg mich nicht auf ich reg mich nicht auf ich reg mich nicht auf doch tue ich)

11 Antworten auf „23.01.2021“

Das mit den Abos finde ich auch schlimm. „Früher“ konnte man bei Spiegel Online noch einzelne Artikel kaufen. Hab ich viel genutzt!
Das gibt’s nicht mehr, ist immer ein Monatsabo. Und die Artikel, die ohne Bezahlschranke lesbar sind, werden immer weniger. Ist ja auch in Ordnung, ich zahl ja gerne. Aber eben nicht die hohen Preise für ein Abo.

Hallo Herr Paul,
mein Tipp für Indoor-Bewegungstools: Hüpfpolster (z.B. von Jako-o, auch gebraucht zu finden). Funktioniert fast wie ein Trampolin, läßt sich aber besser verstauen (unter Bett/Sofa) und umnutzen. Nachdem ich unsere beiden eigentlich weitergeben wollte, sind sie aktuell wieder zum bäuchlings-Schulsachen-machen oder bewegt-Fernsehen beliebt (Nutzerinnen sind 8, 11 und 44 Jahre alt).
Hier 2 Vollzeitjobs im Homeoffice + 2 distanzlernende Schulkinder (4.+6. Klasse) mit altersentsprechendem Betreuungs- und Bewegungsbedarf, außer meinem (möglichst) täglichen „Therapiegang“ durch die Weinberge geht nix mehr.
Aber was solls, wir schaffen das. Weil wir müssen…
Solidarische Grüße vom Rhein

Großer Fan von den gemalten Bildern der Kinder!
Monats-Abo – manchmal erwische ich morgens noch freie Artikel, die erst mittags hinter der Bezahlschranke verschwinden.

Unsere Bibliothek bietet die „Zeit“ und die überregionalen Tageszeitungen über das „Onleihe“-System digital zum Lesen an. Man braucht nur einen Leseausweis einer Bücherei, die im Onleihe-Verband mitmacht.
Allerdings ist das Angebot nicht ganz so flexibel nutzbar wie ein Artikel aus dem Internet, weil die Anzahl der Lese-Lizenzen begrenzt ist (wie im Lesesaal eben: wenn es vier Ausgaben der „Zeit“ gibt und die werden grad alle gelesen, dann hat man das Nachsehen). Technisch ist das Ganze auch noch nicht so ausgefeilt, aber es ist zumindest eine Möglichkeit, an Zeitungsartikel ranzukommen.

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