Die Waschmaschine ist seit dem letzten Wochenende kaputt, wir können nicht waschen. Das ist zu Normalbedingungen schon schwierig– die Kinder benötigen eigentlich täglich eine komplett neue Klamottengarnitur, weil sie sich einsauen. Aber: Diese Woche ist nicht normal. Ich kann nicht sagen woran es liegt, aber die Kinder haben seit Montag einen Klamottenverschleiß, der sich gewaschen hat (no pun intended). Sie pullern in der KiTa ein, sie pullern nachts ein, sie pullern tagsüber beim Spielen ein. Letzteres teils mit voller Absicht
Heute Nachmittag spielten wir im Kinderzimmer gemeinsam. Dann ging ich zum Trinken raus und in diesen zwei Minuten eskalierten die Kinder: Die Jungs jagten ihre Schwester „G, Du hast eingekackert“-rufend durch die Wohnung und feixten sich eins. G fiel mittendrin ein, dass sie pullern muss. Und was macht sie? Geht ins Bett, zieht vor dem Klo blank und pullert auf den Badvorleger. Gefundenes Fressen für M und J, die das brüllend komisch fanden und ihren Schlachtruf auf „G, Du hast eingepullert“ abänderten. Und was passiert? Sie schaukelten sich gegenseitig so hoch, dass auch M einpullerte.
Ich hasse diese Situationen aus tiefstem Herzen. Die Kinder mutieren innerhalb kürzester Zeit zu unausstehlichen Scheusalen und es gibt nichts, was dagegen hilft.
Auch schön ist die Aussicht, dass wir am Wochenende sechs, sieben Maschinen Wäsche waschen, trocken, legen und verräumen müssen. Normalerweise machen wir das regelmäßiger, dadurch ist der Schmerz dabei nicht so groß.
Es ist zum Kotzen. Weshalb können sich die Kinder nicht einfach normal benehmen?
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Heute Jahreskickoff des Mutterkonzerns für den Berliner Standort. Gucken wir mal, was das ganze Business-Gerede für meinen konkreten Job bedeutet. In den vergangenen Jahren nichts, daher gehe ich nicht davon aus das sich in 2020 irgendwas ändern wird.
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Supergute Neuigkeiten von meinem syrischen Kollegen erfahren: Seine Frau darf als Familiennachzug zu ihm ziehen. Die beiden haben reelle Chancen, sich erstmals nach fünf Jahren wiederzusehen. Heute hat sie ihr Visum abgeholt und nun suchen die beiden nach Möglichkeiten für ihre Reise zu ihm. Ich hab mich sehr für ihn gefreut und musste wieder einmal daran denken, wie gut es uns hier geht.
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Versandprinzip ad absurdum: Zwei meiner letzten Bestellungen landeten nicht etwa direkt bei uns oder bei Nachbarn, sondern bei irrsinnig weit entfernten Paketshops. Eine Sendung holte ich heute aus Hirschgarten ab, für die nächste muss ich „nur“ je eine Viertelstunde zu einem Pin-Depot und wieder zurück gehen. Das lief nicht ganz wie geplant.
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… das die Kinder ganz und gar auf Jott fixiert sind, macht die Sache nicht leichter. Immer nur Mama hier, Mama da. Wie viel schneller und geschmeidiger alles gehen würde, wenn die Kinder erkennen, dass es in diesem Haushalt zwei Erwachsene gibt, die sehr vieles gleich gut können…
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… aber, und hier setzt dann die Selbstreflexion ein, vielleicht hab ich sie dafür auch schon einmal zu oft angeschrien oder zeigte mich genervt von ihnen.
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Es ist, wie es ist. Leider.




Eine Antwort auf „Journal Donnerstag, 16.1.2020“
Die Vorliebe auf die Mama hat, so viel ist sicher, nichts mit bestimmten Charaktereigenschaften der Eltern zu tun. Bei uns zu Hause bin ich ebenfalls die Hauptansprechpartnerin für alles bzw die, nach der die Ärmchen greinend ausgestreckt werden – wobei das bei der Großen nun mit 7 Jahren etwas besser wird -, obwohl ich wirklich ungeduldiger bin und schneller zornig werde als mein Freund, wir gleich viel arbeiten und gleich lang Elternzeit hatten. Wir haben sogar dieselben weichen Kuschelbäuche. Ich bin komplett ideenlos, an was es liegt.