Die Hälfte der Nacht auf der Couch im Wohnzimmer verbracht. Jotts erkältungsbedingtes Schnarchen– pardon, lautes Atmen– war nicht schlaffördend.
2 von 3 Kindern husten und schniefen. Ich werd a.) irre auf Grund der Geräuschkulisse und b.) hängt das Damokles-Schwert “krankes, zu Hause bleibendes Kind“ über mir und macht mich kirre.
Erstmals seit Ewigkeiten blauer Himmel und Sonnenschein, dazu dank Wind und Regenpause seit gestern auch leidlich trockener Boden. Sah schön und einladend aus– wenn da nur nicht die Arbeit wäre…
Mein Übergabeprozess läuft weiter. Heute riefen wir gemeinsam meinen Lieblingskunden an und verkündeten die Neuigkeiten. Meine langjährige Projektpartnerin auf Kundenseite wirkte angefasst, das rührte mich.
Aber: Keine Reue, kein Bedauern– ich freu mich, demnächst offen für anderes zu sein.
Bei meiner Interimstätigkeit Ausschreibungsrecherche und -vorabqualifikation fielen mir so ein paar Dinge auf, die offenbar historisch gewachsen sind und die meinem Verständnis des Prozesses nach ein wenig glattgezogen und optimiert werden können. Weil ich, wie mir auch kürzlich im Mitarbeitergespräch attestiert wurde, einen konstanten Willen zur Verbesserung & Optimierung habe, schrieb ich also alles auf und formulierte auch, erstmal nur für mich, Verbesserungsvorschläge. Meine (zaghaften) Versuche, die zu kommunizieren, kamen im vergangenen Jahr nicht weit und wurden sinngemäß mit „Ist halt so“ und „Jetzt ist (noch) nicht der richtige Zeitpunkt, das anzubringen“ aufgenommen.
Nun, einen Jahreswechsel und einen neuen Geschäftsführer, dessen besonderer Fokus auf einem funktionierenden Vertrieb liegt, später, scheint der richtige Zeitpunkt zu sein. Nachdem ich nämlich die Vorschläge an besagten neuen Geschäftsführer schickte, gibt es nun nächste Woche Mittwoch einen Termin in dem wir diese besprechen und offenbar auch direkt eintüten wollen. Ich freu mich :)
Ansonsten zerrissen zwischen „Ich möchte am liebsten den ganzen Tag in virtuellen Welten Drachen töten, Schätze plündern und meine Heldenfähigkeiten ausbauen“ und „Vielleicht ist Eskapismus und sich gegenüber der Realität blind und taub stellen keine gute Idee“.
Was schön war:
- Nach Rückkehr aus KiTa und Schule bastelnde Kinder– sie bauten sich Verschlüsse und Deckel für Süßigkeitenkisten
- Morgens an der Wuhle entlang spazieren
- Mit M „Erzähl mir eine echte und eine erfundene Sache aus der Schule“ spielen und dabei Schulsachen erfahren



