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Journal Sonntag, 22.9.2019

… und vielleicht sind Kinder zwischen 2 und 4 ja wirklich einfach kleine Monster. Vielleicht auch nur unsere. Vielleicht können andere Eltern kleine Monster besser handhaben– aber ich, ich möchte gerad einfach nur weglaufen vor den kleinen Monstern. Weglaufen vor ständigen Geschrei, Weinen, sich und anderen weh tun, Chaos verursachen, Dreck machen, nicht hören, die Wohnung in Schutt und Asche legen, frech sein, Blödsinn veranstalten, Jammern, Greinen, tausend Ansprüche haben, trotzen, bocken […]

20 Antworten auf „Journal Sonntag, 22.9.2019“

Solches Verhalten deutet an, dass die Kinder überfordert sind.
Zuviel fremde Betreuung mit Pflicht zur Korporation, zu wenig Halt in der Familie.
Kleine Kinder und Karriere für beide Eltern, das hat einen Preis, den hier beschrieben für die Eltern. Den nicht kalkulierbaren für die Kinder.

wenn schon so nette Kommentare, dann doch bitte verständlich, Kinder sind wohl kaum verpflichtet, sich zu Körperschaften zusammen zu schließen, oder ??

Ich bin genau dieser Meinung. Die Kinder sind überfordert und verbringen viel zu wenig Zeit zuhause und sind zu lange fremd betreut. Auch wenn sie sich im Kindergarten wohl fühlen sind die eigenen 4 Wände etwas anderes.
Wir alle kennen natürlich die Hintergründe nicht warum ihr beide Vollzeit arbeiten geht. Bei uns in Österreich geht eine Mutter meist erst um den zweiten Geburtstag arbeiten und dann meist nur Teilzeit. Gebt euren Kindern wenn möglich mehr Zeit. Liebe Grüße Bettina

Entschuldigen Sie die Nachfrage, aber sind Sie ein Psychologe? Sonst wird Sie leider nichts dazu qualifizieren das Verhalten unserer Kinder zu deuten oder zu beurteilen. Das Verteufeln der arbeitenden Eltern ist eine liebsame Ausrede und leicht gesagt. Was Sie denen jedoch mit diesem Fingerzeig zusätzlich aufbürden, scheint Ihnen nicht in den Sinn zu kommen?! Solche Kommentare sind in keinster Weise hilfreich – sie legen lediglich einen Stein mehr auf diesen großen Berg aus Sorgen, Angst, Selbstvorwürfen, die man als Elternteil eh schon hat.

Eine gewagte Ferndiagnose m.M.n. Meine Kinder (4 und 2) sind 3 Stunden pro Tag im KiGa, ich bin ganztags zu Hause (mit Baby) und sie verhalten sich oft haargenau so ‍♀️. Vielleicht auch einfach eine Frage des Temperaments? Ich finde, ihr macht das super.

Achach, das hört sich sehr traurig und mit den Nerven am Ende an. Eine große Portion Kraft für dich (und Jott) – ich wünsche euch, dass ihr alle dennoch ausreichend gute, leichte, schöne Momente (wenn auch vielleicht nur klitzekleine) habt, um nicht komplett in Chaos und Ärger unterzugehen. Eine dicke virtuelle Umarmung an euch!

Ihr macht das toll!!
Neben all dem Stress bitte nicht vergessen, zu lachen, zu lieben, zu glauben, zu hoffen und Glücklich zu sein.

Haltet durch!

Nein, meine beiden Terrorzwerge waren zwischen 2 und 4 nicht auszuhalten – ich bin immer noch überrascht, dass ich sie nicht zur Adoption freigegeben habe.

Bitte haltet durch, es wird besser!!!!

Den besten Teenager der Welt hätte ich auch täglich an die Wand klatschen können, als er 2 war. Und seine Schwester etwas später dann auch. Mal ehrlich: Pubertät ist im Vergleich harmlos… jedenfalls hier.
Halten Sie durch!

Sie machen das toll. Sie kümmern sich um die Kinder, Sie gehen mit ihnen raus, Sie kochen (ist nicht mehr selbstverständlich).
Bei uns gehen viele Kinder mit dem 1. Geburtstag in den Kindergarten. Mein Großer war 1 1/2 Jahre und meine Tochter etwa 1 Jahr alt. Für Beide war es genau richtig und super. Und während der Große (heute fast 19) schon immer ein ausgeglichenes Kind war, war meine Tochter (jetzt 14) sehr impulsiv und hat mich oft nervlich fertig gemacht. Wäre sie die Erste gewesen, hätte es sicher kein zweites Kind gegeben. Heute verstehen wir uns allerdings sehr gut. Große Kinder zu haben, ist schon toll.
Die Quirligkeit ist sicher personenbezogen. Und das ganze mal drei schaukelt sich halt hoch. Jeder buhlt um Aufmerksamkeit und muss den/die anderen übertönen. Ich denke, das ist völlig normal und braucht viel Liebe und Geduld. Und Nerven. Lassen sie sich nichts schlecht reden.

Liebe Grüße einer sonst stillen Leserin

Ich finde es unerhört und übergriffig, eure Erwerbstätigkeit als Auslöser für kindliches „Fehlverhalten“ zu beurteilen. Von dem, was HerrPaul hier schreibt, macht ihr das, was möglich ist, und seid gute Eltern dabei (da kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen). Aus den Tagesschilderungen schließt sich für mich, dass ihr euch, sobald ihr die Kinder abholt, sehr dezidiert um die drei kümmert. Und das, bis sie ins Bett gehen. Das ist doch super! Und das kostet viel Kraft, weil euer Tag einfach supervoll ist. Ich denke oft, wenn man als Eltern morgens schon Kinder versorgt, angezogen, abgefrühstückt und satt und sauber in einer Tagesbetreuung abgegeben hat, hat man gefühlt schon einen halben Arbeitstag hinter sich. Dann fahrt ihr zur Arbeit, leistet dort viel und fahrt nach Hause. Und macht sofort mit der Kinderbetreuung weiter. Um Abends, nach der Bettrunde das Liegengebliebene zu erledigen. Und dann kommt erst die Zeit für euch. Sicher, es gibt mal kleine Momente des Aufatmens, aber es ist vollkommen normal, dass ihr erledigt und ausgelaugt seid. Und ihr macht so viel! Lasst euch bitte nicht von Außenstehenden, die nur diesen winzigen, selbstkritischen Blick über diesen Blog bekommen, das schlechte Gewissen vergrößern!
Alles Liebe und viel Kraft für euch!

Danke für diese Wortmeldung – erspart mir die Tipperei <3

Ich finde es verdammt mutig, hier so offen über die „Ausraster“ zu schreiben, wo doch der allgemeine Tenor im Internet „Sommer, Sonne, Sonnenschein“ zu sein scheint.

Hier liest man nackte Realität und oft hilft es ja, sich die Themen vom Herzen zu reden/zu schreiben.

3 Kleinkinder sind keine Kleinigkeit, das muss man erst mal hinkriegen – meinen größten Respekt davor, mir reichen meine Zwillinge!

Kinder in dem Alter können die letzten Nerven rauben. Wenn sie sich aufschaukeln, ständige Zuwendung verlangen, heulen, zanken, keinen Argumenten zugänglich sind … Vielleicht ist es für sie auch eine große Leistung, sich in der Kita und bei der Betreuung an viele Regeln zu halten, und zuhause lassen sie dann alles raus. Egal, woran es liegt und dass es Kinder gibt, die leiser und anpassungsfähiger sind: Es wird besser! Ganz sicher! Nicht persönlich nehmen. Überleben, atmen und abwarten. Sie sind im schwierigsten Alter und müssen ihren Weg noch finden. Aber sie werden noch ganz sozial und dann wird es (fast immer) nur schön sein. Versprochen! ;-)

ich kommentiere NIE in diesem netz. aber hier muss ich, weil ich so mitfühle: dieses alter ist furchtbar anstrengend und kombis potenzieren das auch noch. haltet durch – meine sind jetzt 12 und 13 und es wird. wirklich. freiräume kehren zurück, kräfte auch, es hat ein ende und eine gute perspektive!

lasst euch nicht unterkriegen!

Man darf wirklich keine Kommentare lesen, wie konnte ich das nur vergessen… Ich bin auch eigentlich nur gekommen um zu sagen : ja, das war Knochenarbeit, dabei hatten wir nur eins und das war halbwegs friedlich. Wenn es die Möglichkeit gibt, ab und zu externe Babysitter zuzubuchen, unbedingt machen. Wir sprachen immer von „Dates“ und „Paarzeit“, das hieß aber stets nur: noch im Sitzen ungestört einschlafen. Gute Nerven.

Ich verstehe die Frustration und Erschöpfung total. Das Gefühl, dass andere Eltern das besser hinkriegen, dass Suchen nach dem Fehler im System – es gibt ihn nicht. Kinder sind, wie sie sind. Und Geschwisterkinder können sich gegenseitig wunderbar hochschaukeln und man steht als Elter daneben und kann im Prinzip Nichts tun. Außer es ertragen. Das klappt je nach eigenem Stresslevel mehr oder weniger gut. Ihr macht das gut, versucht immer wieder an den kleinen Stellschrauben zu drehen, die Euch zur Verfügung stehen. Ich wünsche Euch gutes Durchhalten und stimme meinen Vorrednern zu: es wird besser! Hier sind 2 von 3 mittlerweile in der Schule, es ist entspannter… Vielleicht könnt Ihr ja zum Durchatmen die Kinder mal wieder ein Wochenende zu den Großeltern geben… Lg!

Schöne Grüße an bestimmte Kommentatoren aus dem Land mit:
„Fremdbetreuung“ ab 3 Monaten
Zwei-Verdiener-Familien Standard
96% aller Kinder ab 3 bis mindestens 15:30 in den Kindergarten
Für die „siehstewohl alles fremdbetreute Psychopathen“Leute: Das Land v M Dutroux, sowas kommt von sowas. Wie hieß nochmal der aus Österreich…..? Just asking.
Frauenaltersarmut in diesem Land? Niedrig.

Und an euch: Danke dass ihr auch diese Stimme im Kreis der Familienblogs hörbar macht.
Ihr macht das toll

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