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Journal Donnerstag, 11.4.2019

Die KiTa bei der neuen Wohnung besichtigt. Die Kinder dort wirkten normal, die Erzieher:innen auch. Das Gebäude wirkt etwas in die Jahre gekommen, aber völlig in Ordnung. Das Konzept bzw. die Infobroschüre der KiTa hatten wir vorher schon angeschaut und fanden sie gut (eigene Köchin, Partnerschaft mit nahegelegener Grundschule, Partnerschaft mit dem Sportverein in dem M bereits Mitglied ist, keine Frühstücks– und Vesperbüchsen…). Jott hat heute Abend daher die Kündigung für die bestehende KiTa fertig gemacht & alle relevanten Informationen an die neue KiTa geschickt. Demnächst flattern hier drei Verträge für die Kinder ein.

Trotz allem der Zweifel, ob das die richtige Entscheidung für die Kinder ist. Für uns Eltern ja, wir sparen mindestens eine Stunde Wegzeit am Tag. Aber für die Kinder?
Manchmal möchte ich gern in die Zukunft schauen können.

… und auch sehen, ob die Kinder jemals hören werden und das ständige Wiederholen von Selbstverständlichkeiten aufhören kann. In den letzten Tagen war es arg. Die ganze Bande ist taub für jegliche Ansagen a la „Springt bitte nicht vom Bett“, „Rennt bitte nicht lautstark gröhlend durch die Wohnung“, „Schlagt und schubst euch nicht“. Wenn ich was sage, werde ich entweder ignoriert oder die Kinder, vor allem G, gucken mich mit ihrem Kobold-Lächeln an und machen danach umso doller weiter.
Ich hab inzwischen sogar schon so’n dutzi-dutzi-Kram wie „M, Dein Verhalten gefällt mir nicht und macht mich traurig/wütend, weil…“ probiert und es bewirkt nichts. Gar nichts. Null. Nada. Niente.

Die Kinder sind überhaupt nicht zugänglich. Vielleicht sollte ich es mal mit einem Megafon versuchen.

Im Büro am technischen Konzept für einen Kunden gearbeitet und nur leicht verzweifelt. Heute war unser Lead Developer zum Drübergucken dabei und der fand natürlich– was ja auch super gut ist– mehrere Schwachstellen. Nur: Das technische Konzept ist bereits von einem anderen Entwickler umfassend geprüft worden– da war das so‘n bisschen ernüchternd.

Stundenkonto diese Woche:
Trotz zwei halber Fehltage komplett im Soll– d.h. einen Tag vorgearbeitet. Ich hoffe, es hört bald auf. Lange geht das nicht mehr.

Abends zufällig herausgefunden, weshalb das Bad in den letzten Tagen immer etwas streng roch. Das große Kind, das seit ein paar Tagen alleine aufs Klo gehen möchte und das auch darf, pullert im Stehen. Und das ist bei ihm eine noch viel größere Sauerei als es ohnehin schon ist… Nachdem ich ihn erwischt hatte, wusste ich jedenfalls Bescheid und wischte großflächig im und am Klo herum, bis alles blinkte und blitzte.

9 Antworten auf „Journal Donnerstag, 11.4.2019“

Macht euch keine Gedanken bezüglich des Wechsels!Kinder sind da viel flexibler, als wir Erwachsenen und leben sich sehr schnell neu ein.
Das „Hörproblem“ ist auch völlig normal, da hilft nur stark bleiben und die Konsequenzen durchziehen. Irgendwann fruchtet es!

Die Kinder schaffen das bestimmt. Die sind flexibler, als man denkt und sie sind auch nicht alleine,.sondern zu dritt.
Keine Brotzeit, zusammenarbeit mit Schule und Verein klingt top.
Das wird gut!

Für Kinder hat die Verneinung, also das „nicht“ in euren Ansagen kaum Bedeutung (https://montima.de/mein-kind-hoert-nicht-oder-warum-das-wort-nicht-nichts-bringt/). Sie hören also „Springt (bitte) vom Bett“, „Rennt (bitte) lautstark gröhlend durch die Wohnung“, „Schlagt und schubst euch.“ Ich versuche immer, eine Handlungsanweisung zu formulieren. „Komm vom Bett runter“, „Setz dich an den Tisch/auf den Boden“. „Jeder spielt in einer anderen Ecke/einem anderen Zimmer.“ usw. Es ist gar nicht so einfach im Eifer des Gefechtes etwas passendes zu finden, aber wenn es immer dieselben Handlungen sind, die euch auf die Palme bringen, könnt ihr euch ja schon ein Repertoire überlegen. Wenn es schnell gehen muss, dann reicht auch erst mal ein lautes „Stopp!“ oder „Halt!“.
Und der Wechsel klingt vielversprechend. Die eingesparte Zeit kommt euch sicher allen zugute!

Hallo Herr Paul,
auch Ihre Kinder sparen dann den Weg.
Zweifeln Sie nicht, alles was Ihnen (allen) Streß und Zeit spart ist richtig und notwendig.
Und Veränderungen – nun, die wird es noch ganz oft für Sie und Ihre Kinder geben. Möglicherweise lebenslang ;o)
Ich erkläre solche Entscheidungen meinen Kindern ganz sachlich: Wir haben dann mehr Zeit und Lust für schönere Dinge. Das verstehen auch die Kleinen.
Ich freue mich mit Ihnen auf neue Wege und entspanntere Abläufe.
Herzliche Grüße vom Rhein,
ohmskine

So werden wir das auch machen. Alles erklären und die Kinder vorbereiten. Es sind ja mehrere Änderungen, die anstehen. Neue Wohnung, KiTa, Sommerurlaub… Das werden spannende Wochen im Sommer.

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