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Journal Donnerstag, 6.9.2018

Nachts mit J auf die Couch umgezogen. G schlief überraschenderweise ganz gut, aber J eben nicht. Auch nicht neben mir, ich war morgens sehr gerädert. Das änderte sich den Tag über auch nicht.

Die KiTa hat heute und morgen geschlossen. Jott nahm heute einen Tag Urlaub, ich bleibe morgen zu Hause. Praktisch veranlagt, wie wir sind, hatten wir den letzten Impftermin für die Zwillinge auf heute gelegt. Damit Jott nicht mit allen drei Kindern zum Atzt musste, arbeitete ich aus dem Home Office und behielt M bei mir, während Jott unterwegs war. Das war prinzipiell okay, sorgte allerdings während unseres Daily Standups für Irritation, weil M natürlich genau zu diesem Zeitpunkt mit seinem TipToi-Stift spielen wollte- die immer wieder hereinquatschende Stimme des Stiftes wurde offenbar gut übertragen.
Vormittags und Nachmittags konnte ich ganz gut arbeiten und schaffte fast das gesamte Arbeitspensum. Das lief besser als gedacht, vor allem natürlich dank Jott.

M schaffte es natürlich, sich während Jotts Abwesenheit genau in den 5 Minuten großflächig zu bemalen, in denen ich auf dem Klo war. Er kam dann zu mir rein und sah aus wie nach einem Holi-Festival.

J scheint wirklich zu zahnen, und so angeschlagen wie er ist kommen offenbar alle restlichen Zähne gleichzeitig. Heute war er den ganzen Tag über extremst weinerlich, aß kaum und war sehr kuschelbedürftig. Ab dem Nachmittag war er eigentlich nur noch am Jammern und Greinen, das änderte sich erst als er Abends einen großen Schluck Nurofen-Saft bekam. Wenn sich das nicht ändert, gebe ich morgen abwechselnd Paracetamol und Ibuprofen, Schmerzen müssen nicht sein.
Das Dentinox-Gel ist natürlich relativ witzlos. Es ist deutlich flüssiger als ich es in Erinnerung habe und gerät schon auf dem Finger außer Form. D.h. die Hälfte verschmiert, ehe es überhaupt einigermaßen in der Nähe der schmerzenden Stellen im Mund ist, während die andere Hälfte dann im Mund zerläuft und der Rest weggelutscht wird. Keine Ahnung, wie sowas bei Kindern sinnvoll angewendet werden kann.

G war heute deutlich fröhlicher und weniger wehleidig. Sie hat tatsächlich eine Aphte, Jott nutze den Impf-Termin gleich um einen Blick in ihren Mund werfen zu lassen. Eine Assistenz-Ärztin wollte zwar erst Mundfäule unterstellen, unsere Kinderärztin räumte das aber schnell aus.

M ist jetzt in der Phase, in der er sich sehr für Ausscheidungen interessiert. Mit anderen Worten: Das Wort „Kacke“ löst Begeisterung und Lachstürme aus. Auf dem Klo sinnierte er gestern mit ernsten Gesicht, was es alles so für Synonyme dafür gäbe, und erzählte kurz darauf von einer Kackritterburg. Die sei echt eklig… Jau. Nicht unbedingt mein beliebtestes Gesprächsthema, das versuche ich ihm auch klar zu machen.

Am Dienstag hatte ich im Büro ein Feedbackgespräch mit dermaßen positiven Rückmeldungen, dass ich seitdem darüber grüble ob ich irgendwelche Subtexte nicht mitbekommen habe oder bestimmte, ich sag mal „Floskeln“, überhört habe.

Ach ja, Jott: Es wurde gesagt, dass ich witzig bin. Hört Du? Liest Du? Ich bin witzig. Sagen andere. Hehehe.

Mit einem Aspekt bin ich allerdings doch nicht so glücklich. Ich hatte das Thema „Vertragsanpassungen“ zu Beginn des Gesprächs- sehr geschickt und ein bisschen beiläufig- auf die Agenda gesetzt, und musste kurz darauf erfahren das es dafür inzwischen ein Jahresendgespräch gibt. Das wusste ich nicht, und auch niemand mit dem ich mich vor dem Personalgespräch unterhalten hatte. Nun gut, ich rechnete also während des Termins am Dienstag dann nicht mehr damit, dass das Thema nochmal angesprochen werden würde. Wurde es aber- nachdem ich mit Lob überschüttet wurde, fragte unsere Personalerin dann doch nochmal nach meinen Wünschen und erwischte mich recht kalt. Für das Szenario „Jetzt was sagen und in drei Monaten darüber verhandeln“ hatte ich keine Strategie gefunden/ entwickelt (ein bisschen habe ich mich natürlich vorbereitet…), weil ich nicht damit gerechnet hatte. Da ich nicht so recht wusste, wie ich damit umgehen sollte, habe ich also, etwas unbeholfen wie ich glaube, meine Vorschläge geäußert, und muss jetzt erstmal abwarten. Ich weiß nicht so recht, ob das gut oder schlecht ist (direkte Reaktion der Personalerin, nachdem ich mit der Sprache rausrückte: „So, jetzt setzen wir alle unser Pokerface auf“- das hab ich dann auch gemacht). Immerhin sind nun konkrete Punkte bekannt und alle können sich daran gewöhnen. Andererseits beginnt so noch einmal eine zusätzliche Prüf-Phase- ich gehe davon aus, dass in den nächsten drei Monaten dann doch nochmal genauer hingeschaut wird, was ich so mache. Damit kann ich leben, aber der Ablauf gefällt mir tatsächlich nicht so gut- ich werde in solchen Terminen nicht gern überrascht.
Naja, mal gucken was sich so ergibt.

Jott und ich überlegen, uns einen Staubsaugerroboter mit Wischfunktion zu kaufen. Meinungen dazu gern in die Kommentare, ich bin in dem Thema noch nicht drin und für alle Hinweise, Informationen, do’s and don’ts dankbar.

Was schön war: Eine gute halbe Stunde, nachdem ich bei M einschlief, wieder aufzuwachen und mich nicht völlig gerädert fühlen, sondern in einem bestimmten Umfang sogar erholt.

12 Antworten auf „Journal Donnerstag, 6.9.2018“

Hallo Herr Paul,
Zwecks Staubsaugerroboter:
Wir haben seit 1,5 Jahren einen Roomba, der nur saugt, also nicht wischt. Ja ob das jetzt so eine Erleichterung ist, bin ich mir nicht ganz sicher. Ich habe mir etwas mehr erhofft, also er saugt wirklich wirklich gut, jedoch das Aufgeräume und Stühle hoch Gestelle vorher ist das eigentliche Problem. So haben wir jetzt in unserer Wohnung Zimmer, die wir immer damit sauber machen und welche, die von Hand einfach schneller gehen. Was ich als wirkliche Erleichterung zwecks Putzen im Haushalt mit Kind empfand ist ein guter Akku-Hand-Staubsauger. Aber ob ihnen das jetzt hilft, weiß ich nicht, da Sie ja eigentlich eine Unterstützung zwecks Wischen suchen.
Lustig ist ein Staubsaugerroboter allemal für alle Haushaltsmitglieder.

Hallo Herr Paul,
Wir haben auch einenRoomba (nur Sauger), nutzen ihn ergänzed zum normalen Saugen 1x pro Woche. Der Roomba fährt täglich seine Runde, währenddem ich mit den Kindern ausser Haus bin und einmal saugt unsere Putzhilfe gründlich durch. So bleibt es wirklich sauber (wir haben eine Katze und ein krabbelndes Kind) so als Ergänzung ist es wirklich praktisch (wir stelken da auch keine Stühle hoch und räumen einfach grob auf)
Ganz wichtig ist, dass keine Schwellen vorhanden sind. In unserer alten Eohnung hatte es solche und damitkonnte der Roomba gar nicht umgehen…
Lg Shiri

Staubsaugerroboter haben wir auch. Läuft aber mittlerweile selten. Weil: er rund ist und damit nicht in die Ecken kommt, ich muss erstmal alles wegräumen, hochstellen damit das funktioniert, braucht sehr lange, klemmt sich gerne zwischen Teppich und Sofa ein und bleibt dann dort stehen und saugt nicht weiter, d.h. wir müssen diesen Zwischenräume blockieren damit er da nicht hinfährt. Das heißt wenn ich ihn einschalte und dann aus dem Haus gehe und er irgendwo stecken bleibt, habe ich Pech gehabt. Wenn ich zu Hause bin und ihn immerwieder befreie bedeutet es trotzdem, dass er sehr lange läuft. Ehrlich gesagt hatten wir vorher nicht so viele Schmutzecken. Bin mal gespannt was andere so schreiben. Unserer ist zwei Jahre alt und hat 800 Euro gekostet. Ich würde es nicht nochmal kaufen.

Kaufen! Den Saugroboter! Es rettet so viel Lebenszeit das Ding anzuschmeißen!
Ich habe den von Xiomi. Über Amazon bestellt. Knappe 500 Euro. Mit Wischfunktion. Er kann nur Englisch. Stört mich jetzt nicht. Und ich bin mit den Ergebnissen sehr zufrieden.

Zum Roboter kann ich leider nichts beitragen, aber ich musste schmunzeln beim Fäkalthema… mein großer Sohn ist 10 und das Thema wird immer noch gern belacht und besprochen… beim essen verbitte ich es mir… und nun fängt der fast zweijährige auch schon an über Pupse zu lachen… Ich kann dir also wenig Hoffnung machen, dass sich das bald erledigt… ;)

Ich weißt nicht, was ihr genau für einen Fußboden habt. Bei unserem Parkett wäre ich mit einem unüberwachten Wischroboter vorsichtig, die Dinger fahren sich ja doch mal fest, und ich kann mir ehrlich auch nicht vorstellen, dass die Krusten wirklich nebelfeucht bei einmal drüberwischen abbekommen, schaffe ich ja auch nicht manuell.
Wovon ich allerdings begeistert bin, ist unser VR200. Strukturiert und zügig durch die Wohnung und der Dreck von drei Kindern ist wieder halbwegs gebändigt. Kleinteile müssen natürlich vorher hochgeräumt werden, guter Anreiz den Boden regelmäßig freizubekommen. Vor Weihnachten gab es die letzen zwei Jahre jeweils 50€ Cashback, denn teuer ist das Ding allemal. Dafür finde ich die Saugleistung super und der kurze Teppich im Kinderzimmer sieht danach eigentlich besser aus, als wenn ich mit dem normalen Sauger drüber gehe.
Ende der Werbung. Ich wünsche bessere Nächte und entspanntere Abendessen!

Hallo Herr Paul,
Wir haben inzwischen mehrere Roboter. Der Roomba fährt seit über 4 Jahren täglich in Essbereich und Küche. Ein Deebot mit integrierter Wischfunktion hat sich als nicht so sinnvoll erwiesen, er kam zum Saugen nicht auf die Teppiche drauf. In Zimmern ohne Teppich ist er okay. Der Eufy fährt regelmäßig im Eingangsbereich/Gästebad (er passt unter hängende Toiletten, der Roomba bei uns nicht und es ist ein anderes Stockwerk). Ich sauge noch, wo die Roboter nicht hinkommen (Treppen, kleiner Flur), alle paar Wochen dann auch Zimmer gründlich. Ja, der Boden muss aufgeräumt sein, aber Stühle etc. stellen wir nicht hoch. Wir haben auch einen Brava Wischroboter, der allerdings nur noch selten läuft. Wenn ich die Treppen wische, mache ich den Rest gerade mit (nur die Fliesen, den Laminat seltener). Grundsätzlich ist der Brava aber sehr gut, scheitert allerdings an angetrockneten Essensresten von Babys (zumindest wenn er nur einmal pro Woche unterwegs ist). Wir sind sehr zufrieden mit unseren Robotern und es ist eine enorme Zeitersparnis für uns!
Grüße
Susi

Ich habe einen Staubsaugerroboter (ohne Wischfunktion) von Vorwerk, den Kobold – 2. Generation. Bin sehr zufrieden.

Er kommt auch in die Ecken, mindestens so gut wie ich. Das reicht. Ich stelle immer einen Teil der Stühle hoch. Um die anderen fährt er herum.

Saugt in Planquadraten und hat eine Spot-Funktion, kann also auch nur in einem quadratischen Feld saugen, wenn etwas heruntergefallen ist. Kann Möbel bis neun Zentimeter Höhe unterfahren und nimmt Teppichkanten. Lässt sich auf feste Saugzeiten programmieren (z.B. Montag bis Freitag, 8 Uhr).

Hier auch dankbare roomba-Nutzer. Je nach Serie ist das Ding strohdumm (rein zufällige Fahrwege) bis clever (erfasst die Wohnung und saugt systematisch). Wie oben schon steht, ist die Wohnung danach nicht geleckt und tiefenrein. Trotzdem senkt ein täglicher Einsatz den Versandungs- und Verkrümelungsgrad der Wohnung drastisch.

Hallo, für mich war der Kobold von vorwerk mit dem Saug/Wischaufsatz die Offenbarung. An dem Tag, als abends der Vertreter kam, habe ich morgen Orangensaft, Haarspray und meine Haare aus der Bürste auf den Böden verteilt. Und was soll ich sagen- alles weg. Er saugt und wischt in einem Arbeitsgang. Das finde ich super. Ich gehe jeden Tag damit durch Küche, Flur und Bad. Perfekt. Diese Anschaffung habe ich noch nie bereut. Liebe Grüße Jana

Danke für die vielen Rückmeldungen :) Anwendungsfall bei uns wäre das tägliche Saugen und Wischen mindestens in der Küche, im Wohnungsflur und im Kinderzimmer, während wir außer Haus sind– ich bin es leid, ständig sandige Füße zu haben bzw. in Krümel zu treten… Allerdings müssen wir das wohl nochmal überdenken, denn in Flur und Kinderzimmer liegt eigentlich immer recht viel auf dem Boden. Ohne zusätzliche Regale, auf die alles gestellt werden könnte, ginge es wohl nicht.

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