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Elternzeit 2017

Journal Mittwoch, 6.9.2017

M machte heute erstmalig Mittagsschlaf in der KiTa. Das ist einerseits toll (ist ja ein wichtiger Schritt bei der Eingewöhnung), andererseits blöd: Er war nämlich Abends noch so erholt, dass er nicht schlafen wollte und bis in die Puppen wach blieb. Als es mit dem Einschlafen gegen 19:30 Uhr nicht klappte, ließen wir ihn wieder aufstehen und leise und allein spielen (PUZZLE!). Das klappte gut, ruinierte aber unsere freie Elternzeit am Abend (unsere Vorstellung war nicht-kleinkindkompatible Serien gucken und vielleicht knutschen, stattdessen saßen wir jeder mit einem Laptop bewaffnet auf der Couch und versuchten, den puzzlenden, singenden und erzählenden 2-jährigen zwischen uns weitestgehend zu ignorieren). Und M kennt da ja nichts- der legt sich nicht irgendwann hin und schläft, nein. Obwohl er immer müder wurde, spielte er weiter und weiter… Das hätte sich fortgesetzt, bis Jott und ich gegen 22 Uhr (so ungefähr) ins Bett gegangen wären, da bin ich mir sicher (das Kind ist sehr willensstark- mit anderen Worten stur und dickköpfig wie seine Eltern). Jott gab gegen 21:30 Uhr entnervt auf und ging mit ihm zu Bett.

Ich hoffe inständig, dass er nach normal langen KiTa-Tagen trotz Mittagsschlaf müde gespielt ist. Ansonsten müssen wir drum bitten, dass er Mittags nicht mehr schläft- denn wir wollen Abends unsere Ruhe haben, die brauchen wir nämlich.

Morgen wird M erstmals in der KiTa frühstücken. Wir nähern uns so langsam dem Alltag an. Wenn ich nämlich wieder arbeiten gehe, wird M zwischen 7:30 Uhr und 16:30 Uhr in der KiTa sein. Das wollen wir in der kommenden Woche üben.

Mittagessen in der KiTa ist noch so eine Sache: M setzt sich zwar inzwischen bereitwillig an den Tisch zu den anderen Kindern, isst aber nicht mit- obwohl es durchaus Gerichte gibt, die ihm schmecken. Da er momentan auch zu Hause nicht gut isst und auch gut im Futter steht, mache ich mir da keine großen Sorgen. Wenn er wirklich Hunger hat, wird er schon mitessen.

Heute war der erste Tag, an dem ich mich am Abend nicht völlig zerschlagen fühlte. Es macht schon was aus, wenn den Großteil des Tages nur zwei statt drei Kindern zu betreuen sind und das fehlende Kind eben das aktivste ist.

Die Betreuung der drei Minis ist auch körperlich ziemlich anstrengend. Nicht umsonst haben Jott und ich im Normalfall bereits gegen Mittag unsere Schrittziele erreicht…

Nach einigen Jahren möchte ich gern mal wieder zum Augenarzt gehen. Einen akuten Grund gibt es nicht, aber von der empfohlenen Kontrolle alle zwei Jahre bin ich weit entfernt- zuletzt war ich nämlich beim Augenarzt, als wir noch in Moabit gewohnt haben. Das ist inzwischen mehr als sechs Jahre her… Allerdings nimmt kein Augenarzt hier in der Gegend noch Patienten an. In der Wunschpraxis, in der auch Jott als Patientin eingetragen ist, bekam ich den Rat, Ende des Jahres nochmal anzufragen, ob sie für 2018 neue Patienten annehmen. Irre.

Neben dem Wahl-O-Mat und DeinWal.de beantwortete ich noch Fragen im Sozial-O-Mat sowie im Digital-O-Mat und was soll ich sagen, es gab erneut keine großen Überraschungen. Wo ich mein Kreuzchen setze, ist klar.

Eine sehr gute Zusammenfassung zur Gender Pay Gap (finde ich als Nicht-Experte). Auf die Einkommensunterschiede von 21%/ 6% wird eingegangen sowie auf die strukturellen Gründe dafür.

Was schön war: Ich sah heute Abend kurz vor Einsetzen der Dämmerung einen Regenbogen. Ich mag Regenbögen! 🌈🌈🌈

2 Antworten auf „Journal Mittwoch, 6.9.2017“

Lieber Herr Paul,
ich lese immer wieder von der sogenannten „Abendruhe“, anstelle der „Bettruhe“. Der Deal dabei ist, dass das Kind im Zimmer allein leise noch wurschteln darf, aber nicht zwingend schlafen muss. Hätte den Vorteil, dass man trotzdem abends Luft zum Knutschen hat. Wäre das vielleicht was für M.?
Aber das Bedürfnis nach einem kinderfreien Moment am Tag kann ich total nachvollziehen. Man war ich froh, als sich ein Rhythmus hier eingepegelt hat, bei dem um 7 Schicht im Schacht ist.
Herzlichst,
Daniela

Leider spielt M da nicht mit- er möchte um jeden Preis bei uns sein und kommt immer wieder angeschlichen. Es bringt auch nichts, die Tür aufzulassen, damit er uns sehen/ hören kann- er weigert sich vehement, allein zu sein.

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