Schon wieder so unvernünftig spät. Ich lerns nicht.
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Ein positiver Nebeneffekt des nahezu absoluten Alkoholverzichts: Wenn ich mal was trinke, dann reicht in der Regel ein Cocktail/ Longdrink/ wieauchimmermanesnenntichkennmichdanichtsoaus, um angenehm angetüdelt zu sein. Heute Abend: Ein Cuba Libre, und es fehlt nicht mehr viel zum Singen schweinischer Lieder (Jott guckt halb amüsiert, halb mitleidig).
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Wir sind wieder in Berlin. Die Stadt begrüßt uns mit gelegentlichen Böllern, das ist zwar lieb gemeint aber völlig unnötig (keiner von uns kann der Silvesterknallerei etwas abgewinnen).
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Twitter ist jetzt wieder auf dem Handy drauf. Ich verpass sonst viel zu viel von den Leuten, von denen ich nichts verpassen möchte. Die Nutzung werde ich trotzdem reglementieren, das war schon ganz sinnvoll. Ich hab ja keine Zeit zu verschenken.
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Eigentlich hatte ich mir von den letzten Tagen in Magdeburg und Umgebung einen Erholungseffekt gegenüber „Wir sind drei Tage mit den Kindern allein, Hilfe“ erhofft. Mittlerweile glaube ich, dass wir im Endeffekt nichts gewonnen haben (in Hinsicht auf den Stress, die Familien wiederzusehen war natürlich schon schön), es war nur eine andere Art von Stress.
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Jott muss am 2. wieder arbeiten, ich werde auf die Kinder aufpassen- allein. Mich gruselt es ein wenig davor, einen ganzen Tag lang hatte ich das noch nicht. Zur Not steck ich sie in ihre Schneeanzüge und schließ sie bei laufenden Fernseher im Wohnzimmer ein. Dann werden sie unterhalten und können sich, auf Grund der Abpuffernden Wirkung der Schneeanzüge, nicht zu sehr gegenseitig verkloppen.
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Die letzten Tage kam ich Abends ein wenig zum Zocken. Nichts aufregendes, ich spiele ja nur meine alten, schlechten Spiele (die kann ich halt, da muss ich nichts neues lernen, und da verkrafte ich auch wochenlange Pausen zwischen den Sessions). Sofort stellte sich das schlechte Gewissen ein, die Zeit nicht produktiv verbracht zu haben.
Kann man das irgendwie abstellen?
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Ich bin noch nicht ganz dahintergekommen, weshalb M Wickeln und aufs Klo gehen als langweilig bezeichnet. Ich kann mir nur schwer vorstellen- auf die Gefahr hin, dass ich mich völlig irre, dass er das Konzept „Langeweile“ schon kennt und begreift, es muss also etwas anderes sein. Ich verstehe nur nicht, was es ist.
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Was schön war: Auf der Rückfahrt grinste J mehrmals im Schlaf. Wobei Grinsen das falsche Wort ist, er lachte tatsächlich so richtig im Schlaf.




Eine Antwort auf „Journal Samstag, 30.12.2017“
Mir scheint, M. hat vielleicht Langeweile noch nicht verstanden, aber dafür das Konzept „Opportunitätskosten“ – Jede Minute auf dem Wickeltisch oder dem Klo kann nicht in Spielen investiert werden… :-)
Guten Rutsch und alles Gute