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Journal Samstag, 25.11.2017

Gestern Abend waren wir ziemlich dumm: Wir ließen nämlich die Zeit außer Acht und gingen erst gegen 23:45 Uhr ins Bett. Das rächte sich heute morgen nach einer der normal-mittelprächtigen Nächte: Noch tiefere Augenringe als ohnehin schon und die Einsicht, dass wir sowas derzeit noch nicht machen sollten.

Während Jott am frühen Vormittag zu einem Geburtstags-Hamam-Besuch mit Freundinnen aufbrach, startete ich eine Viertelstunde später zu einer Wohnungsbesichtigung. Die Zwillinge lieferte ich davor bei Bekannten von uns ab, die so ungefähr eine Hausnummer weiter von der zu besichtigenden Wohnung wohnen.

Die Wohnung an sich war prinzipiell ganz schick, entsprach aber dann doch nicht so ganz unseren Vorstellungen (zu viele Zimmer für die tatsächliche Quadratmeteranzahl- dank zweier recht großer Dachterassen war die Wohnfläche kleiner als angenommen…).

Nach der Besichtigung gings zurück zu den Zwillingen und ihren Hütern, noch ein bisschen erzählen, Kinder bespaßen & füttern und selber Mittagessen (danke, A und S!).

Auf dem Rückweg lief ich einen Umweg zum Forum Köpenick, ich wollte dort im Thalia nach Nikolaus-, Advents- und Weihnachtsbüchern für M gucken. Zumindest bei den Weihnachtsbüchern wurde ich fündig, Nikolausbücher musste ich am Abend bei Amazon kaufen. Das war übrigens gar nicht so leicht: Es gibt zwar jede Menge Bücher über Nikolaus, aber ich suchte etwas eher unreligiöses und aktuelleres, und da gibts dann in der Altersgruppe nicht wirklich viel.

Falls Sie da Geheimtipps haben: Immer raus damit- gern auch in Bezug auf Weihnachts- und Adventsbücher.

Einer meiner großen Wünsche für die Adventszeit ist es, an einem der drei Adventssonntage (den 24. zähle ich nicht dazu, da ist eh Sonderprogramm) den Kindern ein wenig vorzulesen, während wir Plätzchen naschen und uns zusammenkuscheln. Ohne Geschrei & ohne sich kabbelnde Kinder. Nur 15 bis 20 Minuten, das wäre schön. Ich vermute, dafür sind die drei Mausketiere aber noch etwas klein… Ggf. mach ich das auch nur mit M, während die Zwillinge schlafen.

M ist wieder zu Hause… Und nahezu SOFORT drehten alle Kinder auf und eskalierten vor sich hin.

Weil die Zwillinge gern in ihren Betten hopsen, hatte Jott ihnen die Tage ein blaues Hüpf-Pferd aufgeblasen und hingestellt. Genauer gesagt ein blaues Hüpf-Pferd, das auch M bereits nutzte, als er noch kleiner war.
Es kam natürlich, was kommen musste: Als M das Pferd im Wohnzimmer entdeckte, schnappte er es sich unter „Mein Pferd“-Rufen, hüpfte die nächste halbe Stunde damit durch die Wohnung und wehrte alle Versuche der Zwillinge, das Pferd auch nur anzufassen, ab. Ergebnis: Heulende Zwillinge.
Irgendwann stieg M aber doch ab und spielte mit etwas anderem. Diese Chance nutzte G. Sie krabbelte zum Pferd, ließ sich von mir drauf heben und hüpfte selig vor sich hin. Als M das sah, versuchte er sie recht rabiat runter zu schubsen, handelte sich von mir einen Anschiss ein- das Pferd ist halt für alle Kinder da und er hat es ja gerade nicht benutzt- und fing ebenfalls an zu heulen (Kinder…).

Gerettet hat die Situation Jott, die zum Abendessen rief.

Beim Abendessen ging es zum Glück gesitteter zu. Bis auf den Umstand, dass die Kinder Jotts gute Rote-Beete-Kugeln weg futterten, was kurzzeitig für Verstimmung sorgte. Den Kindern ging es nämlich nicht schnell genug bei der Verteilung der Roten Beete, und das mussten sie lautstark kundtun (Kinder…).

Modeste schreibt über (kindliche) Begeisterung. Ich ertappe mich in letzter Zeit häufig bei dem Gedanken, dass ich mich auch mal gern wieder so voll und ganz für etwas begeistern möchte bzw. mich von etwas begeistern lassen möchte, wie es bei M der Fall ist. Aber ach, das ist gar nicht so einfach, weil… Tja, keine Ahnung. Vielleicht habe ich ja das mir zustehende Maß an Begeisterung ebenfalls verbraucht…

4 Antworten auf „Journal Samstag, 25.11.2017“

Ich kann „Weihnachten im Stall“ von Astrid Lindgren empfehlen, „Wo der Weihnachtsmann wohnt“ von Mauri Kunnas, „Pettersson kriegt Weihnachtsbesuch“ und „Das Geheimnis der Weihnachtswichtel“ beide von Sven Norquist. Wir haben’s auch nicht mit der Religion :)
Den Kindern den Unterschied zwischen Weihnachtsmann und Nikolaus zu erklären ist schwierig wenn sie noch so klein sind.
Liebe Grüße und eine schöne Adventszeit
Mamamaj

Der Wichtel „Tomte Tummetott“ von Astrid Lindgren ist auch wunderbare Weihnachtslektüre und “ Petterson und Findus “
waren nicht nur an Weihnachten tolle Begleiter unserer Kinder. Nicht zu vergessen „Ritter Rost feiert Weihnachten“.

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