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Journal Donnerstag, 23.11.2017

Es ist der Wahnsinn. J hat zum 4. oder 5. Mal überhaupt seit IMMER die Nacht durchgeschlafen. Komplett. Ohne Flasche, ohne alles. Jott und ich sind ganz irritiert, wir mussten heute Nacht lediglich G ’ne Flasche zubereiten und konnten ansonsten nahezu störungsfrei schlafen.

Es ist schon ganz nett, morgens einfach so ins Büro zu fahren, seine Stunden zu arbeiten, und Abends wieder nach Hause zu fahren- in der Gewissheit, das Tagwerk erledigt und den Abend frei zu haben.

Andererseits: Wenn ich kein Kind in der KiTa abgeben muss, bewege ich mich nicht sonderlich viel, ich lief heute nur zwei Drittel des üblichen Pensums.

Auf der Büroterasse baute ein Taubenpärchen in einer Regenrinne nahe der Terrassentür ein Nest, legte zwei Eier rein und merkten zu spät, dass ihr Nistplatz denkbar ungünstig ist. Ständig öffnen Leute die Tür und laufen über die Terrasse, dazu kommen drei, vier Krähen, die immer mal wieder nach Essbaren suchen. Es kam, wie es kommen musste: Zuerst wurde das Nest vor ein paar Tagen infolge stärkerer Regengüsse halb weg gespült, und heute morgen konnte ich live beobachten wie eine Krähe eines der beiden, inzwischen schon mehrere Tage nicht mehr bebrüteten, Eier wegstahl.

Das ist schon ein bisschen traurig anzusehen- andererseits muss da wohl irgendwas bei den Tauben nicht ganz richtig laufen, dass sie so einen unsicheren Ort als Nistplatz aussuchen.

Eine meiner schwereren Übungen im Büro ist es, meine Ungeduld bei mir unklarer oder nicht zielführend scheinender Kommunikation von anderen zu zügeln. Das funktioniert mal mehr, mal weniger gut, aber das ruhig und geduldig bleiben ist immer ein Gewinn. Denn meist folgen daraus Einblicke in andere Sichtweisen, die dann von mir oder anderen schwammig oder missverständlich kommunizierte Anforderungen aufdecken und letzten Endes sehr hilfreich sind- auch wenn ich auf dem Weg dorthin öfter mal dazwischenfunken möchte…
Heute gab es wieder so einen Fall: Nach mir sehr lange scheinenden Gesprächen konnte ich die Worte meines Kollegen so ins paul-ische übersetzen, dass mir klar was, worin das Problem bestand/ was die eigentliche Aussage war, und dann in der Weitergabe und Kommunikation mit dem Kunden feststellen, dass die Anforderungen an ein oder zwei Stellen doch nicht so festgezurrt waren wie angenommen, bzw. dass entscheidende Anforderungen einfach nicht gestellt waren.

Geduldig sein lohnt sich also.

Nach dieser Mini-Lektion gab es dann allerdings tatsächlich mal einen Grund zum Aufregen: Wenn ein identisches Feature auf zwei verschiedene Arten implementiert wurde, und die richtige Art der Implementierung aber zu einer nicht funktionierenden Anwendung führte, während die „falsche“ Art der Implementierung eben zu einer funktionierenden Anwendung führte, dann finde ich das etwas fragwürdig. Mal sehen, ob mich die nächsten Tage jemand aufschlauen kann.

Instagram geht mir auf die Nerven. Ich folge recht vielen Leuten, bekomme aber ständig die selben fünf Accounts in der Timeline angezeigt. Außerdem stört mich inzwischen die wild durcheinandergewürfelte Anzeige von Inhalten- bei der „12 von 12“-Aktion fällt das besonders auf. Da erscheinen einige der einzelnen Beiträge bunt durchmischt, und noch Tage nach dem 12. werden mir fehlende Beiträge oder bereits bekannte Beiträge dann doppelt angezeigt. Sehr doof.
Ich will eigentlich nur meinen paar Leuten folgen und deren Beiträge tatsächlich chronologisch ansehen. Und weil das nicht funktioniert, habe ich die Instagram-App seit ein paar Tagen vom Handy gelöscht und verzichte erstmal drauf. Mal gucken, ob das für länger ist und wie es mir damit geht. Eigentlich mag ich nämlich den Einblick ins Leben anderer Leute, der sich mir dadurch ergibt.

Was schön war: Abends mit Jott „Die Croods“ gucken. Toller Film und super lustig (einmal wurde G wach, weil ich so laut lachte), der würde M bestimmt auch gefallen.

2 Antworten auf „Journal Donnerstag, 23.11.2017“

Bei mir läuft Instagram wieder ziemlich normal (also wie früher, plus die nervige Werbung natürlich), seit ich es wieder konsequent regelmäßig, sprich: mehrmals am Tag nutze. Ich habe es lange schleifen lassen, aus den hier genannten Gründen, aber seither habe ich wieder nur aktuelle, und ich glaube auch alle, Beiträge.
Ich wage es kaum zu erzählen, weil es dann jetzt sicher wieder vorbei ist ;-) aber es ist wirklich ganz, ganz toll so. Wusste man vorher gar nicht zu schätzen…
LG Tina

Hm, spannend! Aus Zeitgründen wär das allerdings nichts für mich- Instagram lief eh nur nebenbei, ich habe inzwischen keine große Lust mehr, mehrmals am Tag reinzugucken. Von daher…

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