[WMDEDGT heißt „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“ und ist so ’ne Tagebuch-Blog-Aktion. Mehr Infos und Beteiligte gibts bei Frau Brüllen.]
Super anstrengender Tag. Früh raus, Kinder versorgt. Dann mit Herrn Schnuffke und IHR im dichtesten Schneegestöber und über verschneite Wege zum Kinderarzt (Buggy + Bondolino, halbwegs okaye Kombi). Diagnose: Angina (Antibiotikum, schleimlösender Hustensaft) und fette Erkältung (abschwellende Nasentropfen für Säuglinge + den Hinweis, dass feuchte, kalte Luft super sei). Danach bei strahlenden Sonnenschein zurück.
Zu Hause mit der Trageberaterin gesimst und einen neuen Termin für Sonntag vereinbart- heute konnte sie nicht, weil ihr Kind in der Nacht krank wurde- und dann versucht, zusammen mit Jott den Laden zu schmeißen. Zwei müde, genervte, überforderte, körperlich teils eingeschränkte Erwachsene auf drei Kinder, von denen zweieinhalb eigentlich eine 1:1-Betreuung brauchen.
Mittags TK-Pizza, Herr Schnuffke isst von mir und Jott jeweils eine Hälfte. Zwischendurch und danach stelle ich SIE dick eingemummelt in der Kinderwagenwanne ans offene Schlafzimmerfenster, die hereinkommende Luft ist aber zu trocken und der Effekt gleich null (die Atmung wird nicht einfacher).
Nachmittags drehe ich irgendwann durch weil Herr Schnuffke super anstrengend ist, nicht macht was man sagt, sich benimmt wie die Axt im Walde und ich ihn am liebsten rausschmeißen möchte.
Gemeinsame Feststellung mit Jott, dass wir beide überfordert sind, uns das anders vorgestellt hatten und nicht wissen, wie es weitergehen können. Auch vor dem Hintergrund, dass die Krankenkasse den Antrag auf Haushaltshilfe abgelehnt hat.
Das ist das bescheuerte: Das Kind mag krank sein, ist aber nicht minder aktiv und action-bedürftig als sonst, und daher irgendwann völlig überdreht und unausgelastet.
Später am Nachmittag, als sich unsere Gemüter etwas beruhigt haben, weitere Besprechung. Wir beschließen.
Abends Herrn Schnuffke ins Bett bringen, dabei Einschlafen.
22 Uhr aufwachen, Küche aufräumen, Windeleimer leeren, Töpfchen schrubben, Wäsche wegsortieren, mich wundern wo ich kalte, feuchte Luft herkriegen soll. Nach den Hinweisen der Twitter-Timeline (DANKE!) Tücher eingeweicht und einen Topf mit heißen Wasser ans Kopfende des Bettes gestellt. Danach zu Luftbefeuchtern informiert.



10 Antworten auf „Journal Donnerstag, 5.1.2016 – WMDEDGT 1/17“
zum Thema Axt im Walde, überdreht etc: ist der Artikel zur Entthronung vom gewünschtesten Wunschkind bekannt? ich weiss, Zeit zum Lesen ist grad rar, aber notfalls die Zeit auf Toilette nutzen ;-)
Danke für den Hinweis. Der Artikel ist bekannt, den hatten wir uns während der Schwangerschaft schonmal zugeschickt. Offenbar ist es nun an der Zeit, ihn noch einmal zu lesen :)
Für SIE:
1.Eine durchgeschnittene rohe Zwiebel (in einem Waschlappen) in Kopfnähe ins Bettchen legen. Der Geruch ist intensiv, hilft aber garaniert.
2. Mit SIE ins Badezimmer setzten, während/nach einer intensiven Duscherei oder einfach so das Bad volllaufen lassen: der Dampf hilft.
Für die Eltern:
Habt Geduld und verliert den Humor nicht, es wird!
Hallo Zorra, herzlich willkommen & danke für den Tipp mit der Zwiebel! Inzwischen ist die Nase die meiste Zeit frei, das probieren wir bei der nächsten Erkältung aus :)
Heißer Wasserdampf im Badezimmer half nicht. Es braucht frische, kalte Luft (wie auf Spaziergängen), damit die Schleimhäute abschwellen.
http://www.gewuenschtestes-wunschkind.de/2014/06/entthronung-der-erstgeborenen-was-kinder-nach-der-geburt-des-babys-brauchen-und-wie-die-eifersucht-auf-das-baby-gemindert-werden-kann.html?m=1 ;-)
Und noch so ein Tipp: Kleine Handtücher o.ä. feucht machen und dann im Kinderzimmer aufhängen. Bringt noch viel mehr feuchte Luft. Hat hier schon vielfach geholfen.
Danke! Das haben wir mehrere Nächte ausprobiert, das half (meiner Meinung nach, Jott ist da skeptisch) tatsächlich.
Oh, ich wünsche euch viel Kraft und Gelassenheit!
Was ich sehr hilfreich fand als mein Sohn 1 Woche nach der Geburt einen fiesen Schnupfen hatte, war der „Nasenabsauger Staubsauger“ – klingt wild, ist aber wirklich super; man schließt ihn an den Staubsauger an, der Druck wird durch den sich verengenden Adapter verringert, dann bildet sich beim Absaugen ein Vakuum in der Nase und wirklich viel Schleim und Rotz kommt dabei raus. Danach konnte er auch besser trinken, vorher war das eine Qual. Er hat mit verstopfter Nase immer wieder geschrien, weil er nur so fähig war durch den Mund zu atmen (was Babys normalerweise nicht machen), und sich dann hochgeschaukelt wegen dadurch noch mehr Rotz in der Nase. Nachts habe ich ein Stövchen mit Teelicht in einen großen Topf gestellt und darauf ein Becherglas mit Wasser und etwas Thymian drin (aus dem Gewürzregal) köcheln lassen. Kleingeschnittene Zwiebel im Schlafzimmer war auch effektiv (auch wenn es dann nach Dönerbude riecht).
Und wegen der Krankenkasse: Jott braucht eine gute Diagnose, die die Kasse akzeptiert. Das lohnt sich! Ich hatte jetzt für 10 Wochen für 5 h/Tag eine Haushaltshilfe nach der Geburt. Schreib mir mal wenn ihr da Tipps braucht!
Ganz liebe Grüße,
Maria
Ja, der Angel-Vac ist klasse. Wir benutzen ihn bei fieseren verstopften Nasen, wenn wir mit der Nose Frida nicht weiterkommen. Nachteil ist eben, dass ein Staubsauger benötigt wird.
Der Tipp mit dem Thymian ist gut, den kannte ich noch nicht. Wird beim nächsten Infekt Anwendung finden.
Für Tipps & Tricks zum Widerspruch sind wir dankbar.
Danke!
Bei einer Freundin mit Zwillingen wurde der Antrag abgelehnt weil die Gynäkologin nur „Mastitis“ geschrieben hat, nicht „fieberhafte Mastitis“. Körperliche Einschränkungen wie zB Symphysenzerrung (noch in die Schwangerschaft erworben, oder während der Geburt) wird meist bewilligt, gerade mit noch einem weiteren Kind unter 2, weil man nicht laufen, heben, sich anziehen, auf einem Bein stehen kann… Die Erklärung über die Notwendigkeit für eine Haushaltshilfe kann übrigens auch ein Allgemeinarzt austellen, das muss nicht der Kinderarzt oder Gyn sein.
Hut ab vor euer Leistung! Ich habe gerade mein 3. Kind bekommen und das Mittlere ist auch erst anderthalb, ich kann eure Belastung so gut nachvollziehen, aber das Ganze dann noch mit 2 Babys ist echt sowas von puh! Ich denke manchmal wie ich in 10 Jahren auf diese Zeit zurückblicken werde. Dies wird sicher mein anstrengenstes Jahr, und mit die schönste und lebendigste Zeit in meinem Leben.