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Journal Freitag, 2.9.2016

Ein guter Start in den Tag: Wickeln und Übergabe in der KiTa funktionierten super. Herr Schnuffke streckte sich direkt nach der Erzieherin und begann erst nach fünf Sekunden zu weinen. Das ist ein ungeheurer Fortschritt, wenn man bedenkt das vor anderthalb Wochen noch festklammern und weinen beim Öffnen des Gruppenraumes an der Tagesordnung waren.

Auf dem Gendarmenmarkt fielen mir die vielen Polizisten in voller Kampfmontur und mehrere Einsatzwagen auf. Ein kurzer Blick ins Internet brachte Erleuchtung: Heute morgen waren in dieser Ecke der Stadt mehrere Demos.

Die Menge der gerüsteten und bewaffneten Polizisten fand ich unbehaglich, uniforme Menschenmassen- ob es nun Polizisten, Demo-Teilnehmer oder Fußballfans sind- sorgen bei mir immer für ein „Schnell weg“-Gefühl.

Im Büro musste ich Vormittags spontan auf ein anderes Projekt umschwenken. Das Projekt ist, wie eine Kollegin so schön sagte, etwas „anders“ auf- und umgesetzt, daher hatte ich keinen großen Spaß bei der Arbeit und sehnte den Feierabend herbei.
Zum Glück verging die Zeit recht fix.

Herr Schnuffke spielte in der KiTa zum ersten Mal, als ich ihn abholte. Bislang saß er immer bei den Erziehern oder ließ sich sogar von ihnen tragen, nicht aber heute. Er hockte ganz vertieft im Sandkasten und sortierte Steinchen in einen Eimer, und als ich ihn auf mich aufmerksam machte, freute er sich zwar, ließ aber nur ungern den Eimer los.
Es wird, es wird.

Spielbedingt schoben wir zu Hause ein ungeplantes Bad ein- Hände und Gesicht waren sandverschmiert, in den Speckfältchen der Arme saß feiner Sandstaub fest. Das Badewasser färbe sich dann auch etwas dunkler. Der Tag hat sich also gelohnt für Herrn Schnuffke.

Abends wieder Home Office. Aus einem „Hm, ich mach das noch fix fertig“ wurden 50 Minuten mehr als notwendig. D’oh!

Was schön war: Herrn Schnuffke spielen zu sehen. Da fiel mir ein Stein vom Herzen.

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