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Journal Montag, 29.8.2016

Herrje, das Wetter. Gegen heiße Nächte habe ich nichts, aber damit sind nicht 26° im Schlafzimmer gemeint. Hoffentlich ist das bald vorbei.

Am Wochenende durfte ich erstmals die Tritte der Zwillinge miterleben. Heute nun schickte mir Jott ein Video, auf dem ihre auf dem Bauch auf- und abhüpfende Hand zu sehen ist- offenbar tanzten die beiden zu dem Zeitpunkt gerade ausgelassen.

Dusslig wie ich bin vergaß ich am Freitag, meinen Wecker auf die normale Aufstehzeit umzustellen. Freitag konnte ich eine Stunde länger schlafen, weil ich wegen des Termins bei der Feindiagnostik Urlaub hatte.
Heute aber nicht, zumindest nicht planmäßig. Als der Wecker also um halb Sieben klingelte, war ich etwas verblüfft (und nicht ganz so müde). Jott sei Dank- es zahlt sich aus, einen Morgenmenschen als Partner zu haben, der die Augen aufschlägt und wach ist- kamen Herr Schnuffke und ich aber trotzdem mit nur einer Bahn Verspätung (entspricht zehn Minuten) los, die sich beim Umsteigen und auf dem Weg zur KiTa aufhoben. Für dieses Kunststück konzentrierte ich mich darauf, nicht tranig rumzutrödeln, sondern mich zielstrebig fertig zu machen, während Jott Herrn Schnuffke versorgte. Lediglich das Frühstück musste ich beim morgentlichen E-Mail checken am Büroschreibtisch zu mir nehmen, aber das ist das geringste Übel.

Die Sperrung zwischen Karlshorst und Ostkreuz ist wieder aufgehoben, die S-Bahn fuhr durch. Und der Aufzug am Ostkreuz funktionierte. Gleich zwei gute Nachrichten also von der Pendel-Front.
Ganz so selbstverständlich war das nicht, denn von Freitag bis Sonntag war der Zugverkehr von Köpenick nach Karlshorst wegen durch einen Brand beschädigter Signalkabel unterbrochen. Glücklicherweise waren die Kabel bis heute morgen aber repariert.

Während ich das schreibe, fällt mir ein worüber ich mich am Samstag aufregte: Der Twitter-Account S-Bahn Berlin berichtet zwar recht schnell und zuverlässig über Störungen im Betriebsablauf, beantwortet aber keine Nutzeranfragen/ Tweets zu diesen Störungen. Die Kommunikation läuft dort sehr einseitig ab.
Besser ist tatsächlich S-Bahn Berlin Info, der auch antwortet und Hinweise zu Umfahrungsmöglichkeiten gibt/ Alternativrouten vorschlägt.

Am Abend war ich mit der Gang (mehrere langjährige Arbeitskolleginnen mitsamt Partner) im Matreshka zum Essen verabredet. Weil eine der Bekannten in Bälde ihr erstes Kind erwartet (alles Gute, K+M!), hatte ich angeregt, dass wir uns davor noch einmal treffen, ehe entweder die Lust auf solche Unternehmungen nachlässt oder aber das Kind da ist.
Es wurde ein netter Abend. Ich trank mein erstes Kwas (schmeckte wie eine Mischung aus nicht ganz süßen Malzbier und etwas herberer Faßbrause), aß eine Kohlroulade und kostete Pelmeni. Leider feierte am Nebentisch eine vielköpfige Gesellschaft, dadurch war der Lärmpegel sehr hoch und die Bedienung überlastet. Wir wurden zwar um Entschuldigung gebeten und bekamen Vodka aufs Haus, aber da war unsere Stimmung schon etwas beeinträchtigt.
Beim nächsten Mal lieber wieder das Café Datscha, da gefiel es mir besser.

Ich habe einen furchtbar schlimmen Ohrwurm.

Dabei ist Tocotronic, bis auf wenige Ausnahmen, gar nicht so meins.

Herr Schnuffke bekommt nun endlich seinen fünften Zahn. Mehrere Zahnungs-Anzeichen der Vergangenheit entpuppten sich als Blindgänger, aber seit dem Wochenende hat Herr Schnuffke einen deutlich erhöhten Speichelfluss, knabbert auf allen möglichen und unmöglichen Gegenständen herum und fasst sich ständig an den Mund.

Als ich heute Abend nach Hause kam, bestätigte Jott den fünften Zahn: Er sei schon halb draußen und gut sichtbar.
Muss ich morgen doch mal in den Mund von Herrn Schnuffke gucken.

Was schön war: Abends mal außer Haus sein.

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