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Journal Mittwoch, 21.10.2015

Im Büro Spontanvertretung für meine erkrankte Teamleiterin. Ein halber Tag Gewusel, ein halber Tag vor mich hinarbeiten. Die perfekte Mischung, denn das Gewusel war morgens und am Vormittag und somit zu Zeiten, in denen ich eher unproduktiv bin wenn ich Code schreiben soll, und das vor mich hinarbeiten am Nachmittag und genau in der Zeit in der ich hochkonzentriert arbeiten kann.

Weil Jott mit Herrn Schnuffke eine Freundin besuchte und somit nicht zu Hause war, nutzte ich die Gelegenheit um ein gutes Stündchen länger zu arbeiten. Wer weiß, wann ich mal wieder früher gehen muss.

Scheinbar fährt Herr Schnuffke nicht gern nach Einbruch der Dämmerung Auto: Als ich gerade dabei war das Abendessen vorzubereiten, rief Jott an und bat mich, vor der Haustür zu warten- das Kind hatte sich im Auto in einen Schrei- und Heulkrampf gesteigert und ließ sich vom Fahrersitz aus nicht beruhigen. Also fix rausgespurtet, das schluchzende, schreiende, weinende Kind mitsamt Maxi-Cosi in die Wohnung getragen und so gut es ging beruhigt. Hat etwas gedauert und war sogar in der kurzen Zeit zehrend- mir tat das Kind so leid, wie es von Heulkrämpfen geschüttelt war und sich nur äußerst langsam beruhigen ließ („leid tun“ trifft es nicht richtig, muss aber in Ermangelung eines besseren Wortes genutzt werden- ernsthaft, wie beschreibt man dieses Gefühl? Nachtrag: Jott sagt, das sei Liebe. Jetzt ist sie dahin, meine street credibility.).

Nachdem wir eine Viertelstunde durch die Wohnung spazierten und im Anschluss noch ein wenig spielten, beruhigte sich der Kleine wieder. Auf das eigentlich geplante Baden verzichteten wir trotzdem, Herr Schnuffke war weiterhin sehr angespannt und inzwischen auch übermüdet. Also schnell stillen und ab ins Bett.

Danach habe ich scheinbar zwei Stunden irgendwelche Sachen gemacht, aber außer ans Eisessen kann ich mich an nichts erinnern. Und an das schlechte Gewissen, nicht produktiv gewesen zu sein. Ein mehr oder minder pflichtbewusster Erwachsener zu sein nervt manchmal ziemlich.

Erwachsenen-Kontrast-Programm: Ich möchte auch so einen Fahrrad-Elefanten!

Link des Tages: Deutschland um 1900. Was könnte Berlin schön sein…

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